DE54513C - Schutzvorrichtung für elektrische Leitungen gegen starke Entladungen - Google Patents
Schutzvorrichtung für elektrische Leitungen gegen starke EntladungenInfo
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- DE54513C DE54513C DENDAT54513D DE54513DA DE54513C DE 54513 C DE54513 C DE 54513C DE NDAT54513 D DENDAT54513 D DE NDAT54513D DE 54513D A DE54513D A DE 54513DA DE 54513 C DE54513 C DE 54513C
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01T—SPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
- H01T1/00—Details of spark gaps
- H01T1/02—Means for extinguishing arc
- H01T1/08—Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid
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Description
It *''·■» .
U J!
KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Westminster).
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Schutz von
elektrischen Leitungen gegen Blitzgefahr. Wenn der Stromkreis eines Elektricitätserzeugers vom
Blitz getroffen wird und die Entladung durch einen Blitzableiter von gewöhnlicher Art erfolgt,
so bildet sich ein Lichtbogen, durch welchen der Maschinenstrom hindurchfliefsen
rnufs, indem der Stromerzeuger hierbei kurz geschlossen wird. Es erscheint daher sehr
wünschenswerth, eine Einrichtung zu treffen, dafs der durch eine solche Schliefsung fliefsende
Strom unterbrochen wird, unmittelbar nachdem der Blitz sich entladen hat.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung hat den Zweck, eine
Unterbrechung des Stromkreises, durch welchen die Entlädung stattgefunden hat, zu veranlassen
oder so auf denselben einzuwirken, dafs der Maschinenstrom unterbrochen wird, nachdem
der Blitz zur Erde abgeleitet ist. Der Apparat ist daher zweckmäfsig so einzurichten, dafs er
wiederholte Ableitungen des Blitzes zur Erde gestattet, ohne dafs er von Hand wieder eingestellt
zu werden braucht. Im Grofsen und Ganzen besteht die Vorrichtung aus einem oder mehreren Paaren von Stiften oder Platten,
welche die Entladung vermitteln und in Beziehung auf einander sowohl als auf den
Stromkreis so angeordnet sind, dafs der Blitz durch den zwischen jedem Paar gebildeten
Zwischenraum zur Erde abgeleitet wird und eine solche Ausdehnung der in einen Behälter
eingeschlossenen Luft oder eines Gases oder einer Flüssigkeit bewirkt, dafs der durch den
Stromkreis hindurchfliefsende Strom entweder direct oder indirect unterbrochen wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind einige Ausführungsformen der neuen Blitzschutzvorrichtung
dargestellt worden.
Fig. ι zeigt eine solche im Grundrifs und Fig. 2 eine solche im senkrechten Schnitt. Die
Fig. 3, 4 und 5 veranschaulichen einige Abänderungen. In Fig. 2 gehen von einer beliebigen
Stromquelle A die Hauptleitungen L1 und L2 aus. Von dem einen Leitungsstrang L2
führt eine Leitung 2 zu der Blitzschutzvorrichtung B.
Zwei einander gegenüberstehende Platten oder Stifte c1 c2 sind durch den erforderlichen
Zwischenraum von einander getrennt: Diese Spitzen sind im Innern eines geschlossenen
Gehäuses D von geeigneter Form untergebracht. Das Gehäuse kann kreisförmig oder beliebig
anders gestaltet sein; dasselbe besitzt oben eine Oeffnung d, die aus einem schmalen Schlitz
besteht, in welchen zwei einander gegenüberstehende Elektroden e1 e2 seitlich einmünden.
Die Leitung 2 ist mit der Platte oder dem Stift e\ der Stift e2 mit dem Stift c1 und
.schliefslich der Stift c2 mit der Erde verbunden.
Wenn nun ein Blitz durch die Stifte C1C2
hindurchgeht, so mufs er auch bei den
Stiften e1 und e2 einen Lichtbogen bilden. Die
Folge von der bei c1 und c2 stattfindenden
Entladung ist aber eine Ausdehnung der Luft oder des Gases innerhalb des Behälters J); dieselben
erhalten daher das Bestreben, aus dem Behälter herauszuströmen. Das plötzliche Ausströmen
von Luft durch den die Stifte e1 und e2 enthaltenden Schlitz d wird dann den
an diesem Punkte entstandenen Lichtbogen auslöschen und so den ganzen Stromlauf unterbrechen.
Die an den Punkten e1 und e2 entwickelte
Wärme trägt ebenfalls zur Ausdehnung des Gefäfsinhaltes bei.
Bei dieser Anordnung ist es zweckmäfsig, dafs die Oeffnung d derart gestaltet ist, dafs
die entweichende Luft zum gröfsten Theil an den Elektroden oder Stiften e} e2 vorüberstreichen
mufs.
Der Abstand der beiden Stifte jedes Paares wird durch die jeweilig zu beobachtenden Bedingungen
bestimmt.
In den Fig. 3, 4 und 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher ein Rohr e eine
Fortsetzung der oberen Oeffnung d bildet. Das Ende des Rohres ist oben geschlossen und
mit seitlichen Oeffnungen k k versehen. An einem geeigneten Punkte innerhalb des Rohres
oder an der Mündung der Oeffnung d befinden sich die beiden Elektroden oder Contactplatten
bezw. Stifte e1 e2. Dieselben sind von einander
,,getrennt, aber für gewöhnlich durch ein leitendes Stück, eine Kugel dl oder dergleichen in
der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise mit einander verbunden. Dieses Contactstück bezw.
die Kugel hat eine solche Form, dafs sie die Oeffnung d mehr oder weniger vollkommen
schliefst, wenn sie sich in ihrer Ruhelage befindet.
Die in dem Räume D enthaltene Luft bezw. das Gas wird ebenso wie bei der zuerst beschriebenen
Ausführungsform durch die an den Stiften c1 und c2 entwickelte Wärme ausgedehnt
und sucht durch die Oeffnung d zu entweichen. Hierbei wird die Kugel bezw.
das Contactstück von den Platten e1 und e2
entfernt und auf diese WTeise der Stromlauf
unterbrochen. Das Rohr la'fst sich so ausführen, dafs die Kugel in ihre frühere Lage
zurückkehren kann, nachdem der Stromkreis und der Maschinenstrom auf diese Weise
unterbrochen sind. Bei dieser Ausführungsform ist noch zu bemerken, dafs in demselben
Augenblick, wo die Kugel von den Stiften el e2
abgehoben ist, der Luftstrom zwischen den beiden Stiften durchgeht, so dafs auf diese
Weise die Bildung eines Lichtbogens zwischen den genannten Stiften. ausgeschlossen ist. Die
Kugel unterbricht daher den Stromkreis, ohne einen Lichtbogen zu bilden. Der Abstand der
Spitzen e1 e2 kann bei dieser Ausführungsform
gröfser sein als bei der in Fig. 1 und 2 gezeichneten. Sind die Verbindungen einmal
unterbrochen und der Lichtbogen ausgelöscht, so ist nur wenig oder gar keine Gefahr der
Neubildung vorhanden, ausgenommen durch einen neuen Blitzschlag. Die Vorrichtung stellt
sich daher für wiederholte Blitzentladungen stets selbstthätig wieder ein.
In der Praxis macht man die Elektrodenplatten oder Stifte c1 c2 und e1 e2 zweckmäfsig
aus Kohle oder einem durch die Hitze nicht leicht zerstörbaren Material. Kohlenstäbe
eignen sich zu diesem Zweck ganz vorzüglich.
Der Ball d1 läfst sich ebenfalls zweckmäfsig
aus Kohle herstellen. Die beschriebenen Vorrichtungen sind nur als Beispiele benutzt, um
die vorliegende Erfindung allgemein verständlich zu machen; dieselben können jedoch in
mannigfachster Weise abgeändert werden.
Manchmal kann es. wünschenswerth sein, statt Luft oder Gas eine Flüssigkeit von
geringerer Leitungsfähigkeit in dem Gehäuse D anzuwenden. Die durch den Lichtbogen herbeigeführte
Explosion wird dann die Flüssigkeit ausdehnen und zersetzen, so dafs dieselbe Wirkung erzielt wird.
An dem zweiten Hauptleitungsstrang L1 läfst sich natürlich eine eben solche Blitzschutzvorrichtung
anbringen, wie dieselbe selbstverständlich an jeder besonders gefährdeten Stelle angebracht
werden kann.
Manchmal kann es wünschenswerth sein, die inneren Stifte C1C^, Fig. 2, fortzulassen und
die Entladung durch die Spitzen e1 e2 hindurchgehen
zu lassen, um die zum Hinausdrängen der Luft erforderliche Wärme zu entwickeln.
In diesem Falle wird es gut . sein, die Stifte el e2 nahe dem inneren Theil der Oeffnung
d anzuordnen. Bei dieser Anordnung würde die Leitung 3 mit dem Elektrodenstift
e2 zu verbinden sein.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Das Verfahren, den durch einen Blitzschlag, abnorme Stärke des Stromes oder dergleichen in einem elektrischen Stromkreis entstandenen Lichtbogen zu verlöschen und den Strom zu unterbrechen, darin bestehend, dafs ein den Lichtbogen umgebendes und durch diesen ausgedehntes Medium gezwungen wird, zwischen die den Lichtbogen abgebenden Elektroden hindurchzugehen.
- 2. Zur Ausführung des im Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens eine Vorrichtung, bestehend aus einem ein ausdehnbares Medium enthaltenden Gefäfse D, innerhalb dessen sich ein Elektrodenpaar-C1C2 gegen-übersteht und welches mit einer zwischen einem zweiten Elektrodenpaar e1 e2 durch nach aufsen führenden Oeffnung d versehen ist.Die Abänderung der in Anspruch 2 gekennzeichneten Vorrichtung in der Weise, dafs die leitende Verbindung zwischen dem aufserhalb des Gefäfses angeordneten Elektrodenpaar e1 e2 nicht durch den überspringenden Lichtbogen, sondern durch einen beweglichen Körper d1 hergestellt wird, welcher durch das ausgedehnte und zwischen den Elektroden e1 e2 hindurchströmende Medium gehoben wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54513C true DE54513C (de) |
Family
ID=329101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54513D Expired - Lifetime DE54513C (de) | Schutzvorrichtung für elektrische Leitungen gegen starke Entladungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54513C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748171C (de) * | 1937-08-03 | 1944-10-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | UEberspannungsschutzeinrichtung |
| DE901202C (de) * | 1932-01-17 | 1954-01-07 | Frida Strauss Geb Ruppel | Loeschkammer-Fluessigkeitsschalter |
| US4397359A (en) * | 1981-04-27 | 1983-08-09 | Deere & Company | Tractor hitch with yoke having pivotally supported upper end |
-
0
- DE DENDAT54513D patent/DE54513C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901202C (de) * | 1932-01-17 | 1954-01-07 | Frida Strauss Geb Ruppel | Loeschkammer-Fluessigkeitsschalter |
| DE748171C (de) * | 1937-08-03 | 1944-10-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | UEberspannungsschutzeinrichtung |
| US4397359A (en) * | 1981-04-27 | 1983-08-09 | Deere & Company | Tractor hitch with yoke having pivotally supported upper end |
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