-
Vernebelungsgerät Das Nebelgerät nach der Erfindung besteht aus einem
mit Schwel- oder Ternebelungsmasse gefüllten Gefäß, welches mit einem leicht schmelz-
oder entflammbaren Überzug wettersicher verschlossen ist. über der Vernebelungsmasse
liegt eine leicht entflammbare Masse, welche von außen her durch eine schnell brennende
Lunte im Augenblick entzündet werden kann. Zur gleichzeitigen Ingangsetzung vieler
dieser @Ternebeltuigsvorrichtungen kann man den elektrischen Strom von einer gemeinschaftlichen
Stelle aus benutzen.
-
Zur Erzeugung eines kräftigen Luftstromes ist das auf einem tellerartigen
Untersatz ruhende Schwelgefäß von einem röhrenförmigen Leitkörper umgeben, welcher
am oberen Ende einen Verteiler zur schnellen Verbreitung der Nebelwolken trägt.
Der Untersatz ist zur Abführung von Regenwasser siebartig durchlöchert. Untersatz.
Leitkörper-und Verteiler sind so gestaltet, daß sie einen Schur, sowohl gegen Funkenflug
als andererseits auch gegen Sonne, Regen und Schnee bieten.
-
Abb. t stellt eine Ansicht des gesamten Gerätes dar. a ist das Schwelgefäß,
b die Lunte, c der Untersatz, d der Leitkörper, e der Verteiler. Leitkörper
und Verteiler ruhen auf Stützen/ und sind abnehmbar. Das Schwelgefäß ist leicht
auswechselbar. An Stelle des Schwelgefäßes kann auch eine Nebelkerze verwendet «erden.
-
Abb. 2 zeigt im Schnitt .eine Ausführungsform des Schwelgefäßes, bei
welcher die Entzündung der Vernebelungsmasse i und il durch den elektrischen Strom
bewirkt wird.
-
In den Boden des Schwelgefäßes a sind zwei Kontaktdrähte g und g,
eingcbcttet, welche oben zu einer Zündvorrichtung h führen, bestehend beispielsweise
aus einem Röhrchen, welches eine leicht entflammbare, flüssige, gas- oder pulverförmige
Masse enthält und außerdem zweckmäßigerweise mit einer
leicht entflammbaren
-Tasse i umgeben ist, unter «elcher die eigentliche Schwelmasseil liegt. Unten führen
die Drähte zu einem elektrischen Anschlul3. Die Zuführung der Leitung zur Zünd\-orrichtung
lt kann auch in anderer Weise. z. B. über den Rand des Schwelgefäßes hin
erfolgen. Bei der dargestellten Ausführungsform wird der Inhalt des Röhrchens h
durch einen zum Glühen gebrachten Widerstand oder durch den elektrischen Funken
entzündet.
-
Zu einem Schweltopf oder einer Nebelkerze gehört in der Regel ein
Treibstoff, welcher für die Verbreitung der Schweldämpfe sorgt. Der zweckdienlichste
und wegen seiner eigenen Unentzündlichkeit gefahrloseste Treibstoff ist Kohlensäure.
Die Chemikalien, «-elche die Kohlensäure erzeugen, müssen vorerst getrennt gehalten
werden. Ihre Vereinigung erfolgt in den bekannten Geräten durch Auslösung von Federn,
«-elche Ventile verschlossen halten. Nach der Erfindung soll die üffnung der Abflüsse
zwecks Vereinigung der Chemikalien durch einen Fallkörper erfolgen. Gleichzeitig
wird durch Lösung des Fallkörpers aus seinem Ruhezustand, in welcliein er vor Inbetriebnahme
des Gerätes selbst als Verschluß diente, die Auslal3öffnung für den entstehenden
Treibstoff, hier die gasförmige Kohlensäure, frei.
-
Durch Entzündung der Zündmasse i werden die `Väiide der Abblasdüse
erwärmt, die den Fallkörper im Ruhezustand haltende, ihn gewissermalen anklebende,
leicht schmelzbare -lasse schmilzt und löst die Verbindung zwischen Auslaßdüse bzw.
Düsen und Fallkörper, und dieser kann nun seiner Hauptbestimmung, die Spitzen der
Abfiußröhrchen (Abb.3) p, 1)1# p, usw. zu zertrümmern, genügen.
-
Abb.2 zeigt in einer besonderen Ausführungsform im Schnitt einen mit
Schwelmasse gefüllten Behälter a, in dessen Innern ein zweites, drucksicheres Gefäß
k untergebracht ist, welches einen Treibstoff, der auch zugleich Nebelbildner sein
kann, enthält. Dieses innere Gefäß, dessen oberer Teil zweckmäßigenveise abnehmbar
ist, so daß die Einsätze ausgewechselt werden können, ist in Abb. 3 im Schnitt dargestellt.
, Es endet oben in einer Düse 1, welche imit einem Bolzen nt oder einer Kugel aus
Glas, Porzellan, Metall o. dgl. verschlossen ist. Dieser als Fallkörper wirkende
schwere Verschlußteil wird durch die leicht schmelzbare Klebmasse oder durch einen
Elektromagneten in seiner Ruhestellung gehalten.
-
Das Innere des Gefäßes ist, je nach Art des Treibstoffes, mit einem
oder mehreren aus säurefestem Material, wie Glas, Porzellan o. dgl. hergestellten
Einsätzen it und g ausgerüstet. Wenn z. B. als Treibstoff Kohlensäure verwendet
werden soll, so wird der untere Behälter t1 mit einer konzentrierten Lösun?. aus
doppeltkohlensaurem Natron oder einer ,hnlichen, zweckdienlichen Flüssigkeit oder
einem entsprechenden Pulver gefüllt. Das obere Gefäß n enthält eine Säure, z. B.
Schwefelsäure. Um die Vereinigung beider Chemikalien zu bewirken, kann der obere
Behälter wie folgt gestaltet sein: Er hat, wie aus Abb. 3 ersichtlich, einen freien
Durchgang o. Von dem Behälter gehen mehrere leicht zerbrechliche röhrenähnliche
Ausbuchtungen 1), 1)1., h, usw. aus, welche mit dem Inhalt des Behälters
in Verbindung stellen und ein Abfließen der in demselben enthaltenden Flüssigkeit
gestatten, wenn ihre freien, in den Durchgang o hineinragenden Enden zerstört bzw.
abgebrochen werden.
-
Die Flüssigkeit des Behälters it hießt dann in den unteren Behälter
g und bewirkt durch Zersetzung der in diesem enthaltenen Stoffe die Entwicklung
des gasförmigen Treibstoffes. Um eine starke Anfangswirkung und eine geringere,
aber gleichmäßig bleibende Dauerwirkung zu erzielen, ist es zweckmäßig, die Abgüsse
in verschiedener Höhe anzubringen. Die notwendige Luftzufuhr kann entweder durch
eine feine üflnung r im oberen Teil des Behälters geschehen oder durch ein gleichfalls
in den Durchgang o hineinragendes Röhrchens, welches über der Oberfläche der Flüssigkeit
liegt und dessen in den Durchgang hineinragende Spitze ebenfalls von dem Fallkörper
abgeschlagen und geöffnet wird. Die Ablußmenge kann durcal den lichten Querschnitt
der Röhrchen vorher bestimmt werden. Der obere Belfälter ist außer der feinen: Üffnungr
völlig geschlossen, um mögliche Korrosionswirkungen der Säure zu verhüten. Er ist
zweckmäßig kleiner als der untere Behälter q und ruht mit einigen Zapfen t und t1
auf dem Rande desselben. Die sich bildenden Treib- bzw. Nebelgase können nach Entfernung
des Fallkörpers in ungehindert in der Richtung der 'Pfeile sowie durch den Durchgang
o durch die Düsel entweichen. Die entstehende chemische Wärme wird von der Schwelmasse
des äußeren Topfes aufgenommen und beeinflußt das Verdampfern derselben besonders
im Winter günstig. Zur beschleunigten Ableitung der Schweldämpfe kann die Düse auch
mit mehreren Auslässen (Abb.2) tt, a1 usw. ausgestattet sein.
-
Wird der Fallkörper durch einen Elektromagneten im Ruhezustand gehalten
und durch Abschalten des Stromes zum Herabfallen veranlaßt, so geschieht dies zweckmäßig
in der Weise, daß durch Umlegen des Hebels an der Schaltstelle auf den anderen Kontakt
gleichzeitig
die Zündvon-iehtung (Abb.2 lt) betätigt wird. Es ist von Vorteil, wenn die erzeugten
Dämpfe in der Färbung der Umgebung der zu vernebelnden Objekte angepaßt sind.