DE36990C - Gas-Kupol-Ofen - Google Patents

Gas-Kupol-Ofen

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DE36990C
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Germany
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furnace
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT36990D
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English (en)
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A. montupet in Paris, 19—21 Rue de la Voute
Publication of DE36990C publication Critical patent/DE36990C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
ANTÖNIN MONTUPET in PARIS. Gas-Ku ρ öl-Ofen.
Pätentirt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1886 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kupolofen, in welchem Gufseisen ohne Anwendung von Koksgichten und andere Metalle geschmolzen werden können.
Der Ofen besteht aus einem Schacht A (siehe die beiliegende Zeichnung), dessen Dimensionen von den gewöhnlich angewendeten abweichen. In diesem Schacht befindet sich in einer gewissen Höhe über dem Boden ein feuerfestes Gewölbe a, welches mit Oeffnungen b versehen ist, deren Gröfse und Gestalt der Beschaffenheit des zu schmelzenden Metalles gemä'fs zu wählen sind. . '■
Das zu schmelzende Metall wird oberhalb dieses Gewölbes oder dieser Scheidewand aufgeschichtet. Der untere Theil des Kupol-Ofens ist wie gebräuchlich gestattet; c ist der Herd, d die Ofenbrust und f das Stichloch; aufserdem sind Schlackenlöcher vorhanden.
Wenn die Schmelzung beginnen soll, so leitet man in den Schacht A unter dem feuerfesten Gewölbe α Flammen oder Gase hinein, welche von einer gewöhnlichen oder einer Gasfeuerung herrühren, die getrennt von dem Kupol-Ofen A aufgestellt ist.
Die aus dem Feuerraum kommenden heifsen Gase gelangen zunächst in den unter dem Gewölbe liegenden Theil des Kupol-Ofens und erhitzen denselben, steigen dann durch die Oeffnungen b des Gewölbes hindurch und durchziehen das zu schmelzende Metall; das letztere erhitzt sich sehr schnell, beginnt zu schmelzen und fällt in Tröpfchen durch das Gewölbe auf den Herd c des Ofens herab.
Diese Tröpfchen erhitzen sich noch beim Durchziehen der unter der Scheidewand vorhandenen Gase, so dafs in dem Herd sehr heifses, flüssiges Metall angesammelt wird.
Das lediglich durch die Gase, ohne irgend welche Berührung mit Koks geschmolzene Metall ist viel reiner als das nach dem alten Verfahren gewonnene; es enthält weder Schwefel noch Phosphor, ist aufserordentlich fest und widerstandsfähig und giebt ganz fehlerfreie Gufsstücke.
Die Instandhaltung dieses Ofens ist billiger als diejenige der vorhandenen Oefen; aufserdem wird weniger Schlacke gebildet.
Die Feuerung kann mit gewöhnlichem Zug oder mit Gebläseluft in Betrieb erhalten werden.
Wenn man mit geprefster Luft erhitzt, so können die Dimensionen des neuen Kupol-Ofens, weil das Einbringen von Koks vermieden ist, viel kleiner sein, als gebräuchlich.
Bei Kupol-Oefen mit einfachem Zug mufs man die Dimensionen gemäfs der Menge des zu schmelzenden Metalles wählen und den Oeffnungen des Gewölbes einen solchen Querschnitt geben, dafs ein guter Zug gesichert ist. Ein solcher Ofen ist sehr leicht zu bedienen; man hat weder ein Gebläse noch eine Dampfmaschine nöthig und erzielt auf diese Weise eine grofse Ersparnifs an Brennmaterial.
Das Gewölbe oder die Scheidewand kann in allen vorhandenen Kupol - Oefen angebracht werden; die Kosten der Einrichtung sind gering im Verhältnifs zu den erreichten Vortheilen.
Das Gewölbe kann eine kugelige, kegelförmige, abgestumpft kegelförmige oder irgend eine andere Gestalt erhalten; die Oeffnungen in demselben können rund, viereckig, rechteckig, oval etc., mehr oder weniger grofs und
mehr oder weniger zahlreich sein, je nach der auszuführenden Arbeit und der Beschaffenheit der zu schmelzenden Metalle.
Diese Oeffnungen können überdies oben und unten erweitert sein. Um zu verhindern, dafs die Oeffnungen des Gewölbes durch das zu schmelzende oder das geschmolzene Metall verstopft werden, gebe ich allen vollen Theilen der Oberfläche der Scheidewand eine abgerundete Form.
Das Gewölbe kann aus einem Stück oder aus mehreren Theilen bestehen und unter den vollen Theilen seiner unteren Fläche durch umgekehrt treppenförmig aufgebaute Ziegel verstärkt sein.
Man kann das Gewölbe α von dem Gewicht der auf ihm ruhenden Eisengicht zum Theil entlasten, indem man in die über dem Gewölbe gelegene Ausmauerung des Schachtes Verkragungen h aus treppenförmig aufgebauten Ziegeln einmauert, wie dies die Zeichnung angiebt. Man ordnet ferner in der Ausmauerung des Schachtes Schaulöcher c an, durch welche das zu schmelzende Metall zum Sinken gebracht werden kann, wenn es sich festgesetzt haben sollte.
Die Entfernung des Gewölbes von dem Boden des Ofens ist eine gröfsere oder geringere, je nachdem der Erhitzungsapparat längere oder kürzere Flammen giebt oder je nachdem das geschmolzene Metall durch eine mehr oder weniger hohe Schicht heifser Gase hindurchfallen soll. In der Ausmauerung des Kupol-Ofens können Winddüsen r angebracht sein, um eine vollständigere Verbrennung der Gase zu erzielen. Man kann nach Bedarf mit oxydirenden oder entkohlenden Gasen erhitzen, dergestalt, dafs das geschmolzene Metall in gröfserem oder geringerem Grade entkohlt wird.
Wenn der Heizapparat eine Gasfeuerung ist, so kann man die Gase in einen den Kupolofen umgebenden Mantel und von da durch mehrere Düsen in den Schacht leiten.
Man kann ferner in dem unteren Theil des Schachtes, über dem Boden oder in dem letzteren Düsen anordnen und durch dieselben geprefste Luft in das geschmolzene Metall einführen, um das letztere zu entkohlen.
Der Herd kann endlich einen gröfseren oder kleineren Durchmesser als der Schacht des Kupol-Ofens erhalten.
Der beschriebene Kupol-Ofen ermöglicht die Benutzung jedes Brennmaterials zum Schmelzen der Metalle; die Gichtgase können aufserdem zum Heizen von Dampfkesseln, zum Erhitzen von Trockenräumen etc. verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    In Kupol-Oefen, zum Zweck, Roheisen ohne Anwendung von Koksgichten zu schmelzen, die Anordnung einer mit Oeffnungen bezw. Kanälen b versehenen Scheidewand a in Verbindung mit treppenförmig gestalteten Verkragungen in der Ausmauerung des Schachtes über der Scheidewand.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT36990D Gas-Kupol-Ofen Expired - Lifetime DE36990C (de)

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