DE368281C - Verfahren und Vorrichtung zum Absaugen der Gase aus den Kammern liegender Verkokungsoefen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Absaugen der Gase aus den Kammern liegender Verkokungsoefen

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DE368281C
DE368281C DEW57367D DEW0057367D DE368281C DE 368281 C DE368281 C DE 368281C DE W57367 D DEW57367 D DE W57367D DE W0057367 D DEW0057367 D DE W0057367D DE 368281 C DE368281 C DE 368281C
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gases
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases
    • C10B27/02Arrangements for withdrawal of the distillation gases with outlets arranged at different levels in the chamber

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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Absaugen der Gase aus den Kammern liegender Verkokungsöfen. Nach einem älteren Verfahren soll bei dem Füllen der Ofenkammer die Kokskohle möglichst dicht an die Heizwände angedrückt werden, damit einerseits die beste Heizwirkung erzielt wird und anderseits bei Beginn der Destillation, -,vo die Masse noch `kalt, die Abkühlung der Gase also am stärksten ist, möglichst alles entstehende Gas seinen Weg durch die Destillationsmasse nehmen muß. Zu diesem Zweck werden unter Ausübung eines vom Innern der Kammerfüllung gegen die Heizwände hin wirkenden Druckes röhrenförmige Hohlräume in dem Kohlenkuchen hergestellt, die wagerecht und in der Ebene der Verkokungsnaht verlaufen.
  • ' In Anlehnung an dieses bekannte Verfahren werden nach der Erfindung die in der Ofenfüllung sich bildenden Gase in den Hohlräumen gesammelt und aus diesen zum großen Teil ohne Berührung mit den Kammerwänden abgesaugt und einer von der normalen Koksofenvorlage unabhängigen Vorlage zugeführt.
  • Bei der Herstellung der Hohlräume ist darauf Bedacht zu nehmen, daß sie in ihrer ganzen Ausdehnung mit einer möglichst gleich starken Kohlenschicht umgeben sind. Abb. i zeigt einen lotrechten Mittelschnitt durch einen Koksofen nebst der Vorrichtung zur Herstellung der Hohlräume in der Kammerfüllung, Abb.2 mehrere Koksöfen in der Vorderansicht, A.bb.3 eine Koksofenanlage samt Kondensationsvorrichtungen, schematisch im Grundriß und, Abb. q. eine andere Ausführungsform der Kondensationsanlage.
  • In der aus Kokskohle bestehenden Ofenfüllung d befinden sich beispielsweise vier Hohlräume e. Diese stehen durch entsprechende Öffnungen in der Koksofentür f mit dein an dieser angebrachten lotrechten Sammelkanal g in Verbindung, welcher letztere zwecks Einführung der Dorne c an entsprechenden Stellen gasdicht verschließbare Klappen h, hat. Die den Abzug der Gase vermittelnden Öffnungen in der Koksofentür können jede einzeln ,durch eine der Klarheit halber nicht dargestellte Einrichtung verengt oder auch ganz verschlossen werden.
  • ,Die aus den Hohlräumen e abgesaugten Schwelgase gelangen durch das Steigrohr i in die Urteervorlage h, welche an die von -der normalen Koksofenvorlage L kommende Leitung vor der Anlage zur Ammoniakgewinnung na (Abb. 3) angeschlossen ist.
  • In Abb. 2 ist n ein Ofen ohne Tür, bei welchem der Kokskuchen mit den vier nach oben zu breiter werdenden Hohlräumen e sichtbar ist; o sind zwei Öfen, an welche die Koksofentüren bereits angebracht sind und bei denen auch die Steigrohre i und die Vorlage h ersichtlich sind.
  • In Abb. 3 ist q eine Batterie von mehreren Koksöfen a mit .der Urteervorlage h, der nor--malen Vorlage 1, der Kondensationsanlage r für den gewöhnlichen Kokereiteer und der Kondensationsanlage s für den Urteer und seine Teilerzeugnisse. t und ii sind zwei Gasabsauggebläse in den Leitungen hl und 11 von den Vorlagen h und: 1 zwecks Einhaltung verschieden starker Saugwirkung in den Vor-; lagen. Die .gebräuchlichen Kondensations-` anlagen für Ammoniak und Benzol sind und m, In Abb.4 ist an Stelle der beiden Sauggebläse u und t ein gemeinsames Gebläse v hinter der Vereinigung der Leitungen k1 und 1, eingebaut, und die Drosselklappe w dient hier zur Hervorrufung verschieden starker Saugwirkung in den beiden. Leitungen.
  • Durch. die beschriebene Vorrichtung ist die Möglichkeit gegeben, in-einfacher und wirksamer Weise die Destillationserzeugnisse dem Kohlenkuchen zu entziehen, ohne sie mit heißen oder glühenden Anteilen der Kohle oder der Ofenwände in Berührung zu bringen. Außerdem kann man andere eingeführte Gase oder Dämpfe durch die ganze Masse .des Kohlen- und Kokskuchens gleichmäßig hindurchleiten und dadurch die gewünschten Reaktionen in dem beabsichtigten Umfang durchführen, ohne dabei auf den Koksofenbetrieb oder auf den erzeugten Koks im geringsten nachteilig einzuwirken.
  • Das Verfahren ermöglicht demnach die Durchführung einer ganzen Reihe von Verbesserungen während des Verkokungsvorganges, und' seien im nachfolgenden einige der wichtigsten davon angeführt.
  • i. Durch Absaugen der Destillationserzeugnisse, welche sich bei .der Erhitzung des Kohlenkuchens bis etwa 6oo° C bilden, durch die künstlichen Hohlräume desselben, also ohne weitere Überhitzung, und durch die gleichzeitige, aber getrennte Absaugung der Destillätiäriserzeugnisse, die sich in der Nähe der hoch erhitzten Ofenwände bilden, ist es möglich, auch bei normalem Koksofenbetrieb neben dem gewöhnlichen Kokereiteer den ungleich wertvolleren Urteer zu gewinnen und damit -die Wirtschaftlichkeit des Koksofenbetriebes zu erhöhen.
  • z. Durch Einblasen von mehr oder minder feuchtem, feingereinigtem Hochofengas, Generatorgas, gereinigten Rauchgasen u. dgl. oder von reinem Wasserdampf in die Ofenkammer und Durch.saugen dieser Gase oder Dämpfe .durch ,den äußerlich bereits glühenden Kokskuchen ist es möglich, einerseits die Wärmeübertragung in das Innere desselben zu beschleunigen und dadurch die Gärungszeit des Kuchens abzukürzen, das Ammoniakausbringen durch die Reaktion des Wasserdampfes mit .dem Stickstoff des Gases und dem erhitzten Ofeninhalt zu erhöhen und anderseits .den Kohlensäuregehalt des eingeblasenen Rauchgases durch den glühenden Koks zu Kohlenoxyd zu reduzieren, um dadurch aus .dem eingeblasenen Schwachgas ein regeneriertes, hochwertiges Starkgas zu gewinnen und gleichzeitig eine Überhitzung der Ofenwände und der daran anliegenden Koksteile zu vermeiden.
  • 3. Infolge des Durchströmens der Gase durch den glühenden Ofeninhalt wird ein porenreicherer und ein im Innern besser,ausgebrannter, also gleichförmigerer Koks erzielt als nach dem jetzigen Verfahren. Dieser Koks ist infolge seiner geänderten chemischen und physikalischen Beschaffenheit leichter verbreinlieh und ermöglicht dadurch eine bedeutende Koksersparnis im Hüttenbetrieb.
  • 4. Diese Einrichtung gestattet es ferner, die ungleiche Garungszeit der oberen und unteren Schichten des Kokskuchens dadurch auszugleichen, @daß die Breite der Hohlräume nach oben hin zu- und dadurch die Dicke des Kokskuchens abnimmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Absaugen der Gase aus den Kammern liegender Verkokungsöfen, .deren Füllung in der Ebene der Verkokungsnah.t wagerecht verlaufende, röhrenförmige Ho räume hat, a, ürch gekennzeichnet, daß die in der Ofenfüllung sich bildenden Gase in den Hohlräumen ;gesammelt und aus diesen ohne Berührung mit den Kammerwänden abgesaugt und in eine von der normalen Koksofenvorlage unabhängige Vorlage geleitet werden. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß .die Hohlräume in der Kammerfüllung unter Wahrung einer allseitig möglichst gleichstarken Kohlenschicht hergestellt und an ihren offenen Enden unmittelbar an eine in. der Kammertür liegende Saugleitung herangeführt werden. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugwirkung in der an die Hohlräume angeschlossenen Saugleitung stärker gehalten wird als die in der normalen Vorlage, die mit dem freien Raum oberhalb .der Kammerfüllung in Verbindung steht, und daß die Saugwirkung in den einzelnen Hohlräumen regelbar ist. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß .die Absaugeleitung für die Hohlräume an das Gassammelrohr .der Ofenbatterie angeschlossen ist unter Einschaltung von Reglern, welche die Saugwirkung in den Hohlräumen gegenüber dem Raum oberhalb der Kammerfüllung und die Saugwirkung in den Hohlräumen unter sich bestimmen.
DEW57367D Verfahren und Vorrichtung zum Absaugen der Gase aus den Kammern liegender Verkokungsoefen Expired DE368281C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740293C (de) * 1930-02-12 1943-10-16 Still Fa Carl Einrichtung und Verfahren zum Absaugen fluechtiger Destillationsgase aus unterbrochen betriebenen Kammeroefen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE740293C (de) * 1930-02-12 1943-10-16 Still Fa Carl Einrichtung und Verfahren zum Absaugen fluechtiger Destillationsgase aus unterbrochen betriebenen Kammeroefen

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