DE620529C - Kleinkammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks - Google Patents
Kleinkammerofen zur Erzeugung von Gas und KoksInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
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Description
- Kleinkammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks Gegenstand der Erfindung ist ein Kleinkammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks mit waagerechten Kammern, die reihenweise abwechselnd mit Heizkammern angeordnet sind.
- Bezüglich der Wärmeausnutzung ist der Kammerofen mit seinen langgestreckt rechteckigen Querschnitten dem Retortenofen, der kreisförmige oder elliptische Querschnitte ergibt, deswegen bedeutend überlegen, weil die wärmeübertragende Fläche im Verhältnis zum Kammerinhalt groß ist. Trotzdem fällt zuweilen ein Vergleich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zwischen dem Kammerofen einerseits und dem Retortenofen andererseits zugunsten der letztgenannten Bauart aus, und zwar deswegen, weil die Hilfseinrichtungen beim Kammerofen kostspieliger sind. Insbesondere fällt beim Übergang vom Retortenofen mit einer Beschickung durch Lademulden zum Kleinkammerofen mit Füllwagenbetrieb oder Schleudermaschine der Preis dieser Beschickungseinrichtungen sehr ins Gewicht.
- Die Erfindung will nun einen Kleinkammerofen schaffen, der durch eine Lademulde gefüllt werden kann. Der Kleinkammerofen, der im senkrechten Querschnitt eine Höhe besitzt, die ein Mehrfaches der Breite ist, ist in seiner üblichen Form nicht für die Beschickung durch eine Lademulde geeignet. Denn eine Lademulde besteht gewöhnlich aus einem oder -auch zwei etwa halbkreisförmigen Hohlblechen, die durch Drehen, Kippen oder Zurückziehen innerhalb des Entgasungsraumes entleert werden; wenn die Lademulde nicht breiter sein darf als die Ofenkammer, die damit gefüllt wird, so läßt sich nicht ohne oftmaliges Einführen, Entleeren und Zurückziehen der Lademulde eine Füllung erzielen, deren Höhe ein Mehrfaches der Breite beträgt. Zur Füllung eines Kleinkammerofens durch nur ein- oder zweimaliges Einführen einer Lademulde muß diese also eine Breite haben, die erheblich größer ist als die der Kammer.
- Um die Einführung einer solchen Lademulde in den Ofen zu ermöglichen, besitzen die Ofenkammern oberhalb des mit Brennstoff angefüllten Teiles eine der Größe der Lademulde angepaßte Erweiterung. In diese Erweiterung wird die Lademulde eingeführt, und dieser Raum kann gleichzeitig zum Abzug der Destillationsgase dienen, indem das in die Vorlage mündende Steigrohr an ihn angeschlossen ist. Da die Verbreiterung der Ofenkammern im oberen Teil auf Kosten der Heizkammern erfolgen muß, so reichen die Heizkammern nur bis etwa zu derjenigen Höhe, die der Brennstoff innerhalb der Kammer einnimmt; die obere Verbreiterung der Kammer ist auf diese Weise der Einwirkung der Heizkammern entzogen, was den Vorteil mit sich bringt, daß die durch diesen Raum abziehendem Destillationsorgane keine Zersetzungen- erleiden.
- Es sei hier bemerkt, daß es an sich bei Kammeröfen bekannt ist, den oberen Gassammelraum in solcher Höhe anzuordnen, daß er der Einwirkung der Heizkammern nicht ausgesetzt ist.
- Es ist auch ein Retortenofen bekanntgeworden, bei dem neben oder zwischen mehreren Entgasungsretorten eine Kammer angeordnet war, die sowohl zur Entgasung als auch zur nachfolgenden,-wenn möglich, restlosen Vergasung der» Kohle dienen sollte. Diese Kammer hatte einen rechteckigen waagerechten Querschnitt, der sich von oben nach unten gleichförmig verjüngte, und sollte durch eine Lademulde gefüllt werden, die durch eine im oberen Teil einer schmalen Seitenwand der Kammer gelegene Öffnung eingeführt werden konnte. Durch Öffnungen im unteren Teil derselben schmalen Seitenwand sollte die bei der Vergasung auf einer rostähnlichen Einrichtung übrigbleibende Schlacke bzw. ein Teil des Kokses herausgezogen werden. Es handelt sich bei dem Vorbekannten also ,nicht um einen waagerechten Kammerofen, sondern um einen senkrechten Ent- und Vergasungsschacht, für' den ganz andere technische und wirtschaftliche Erwägungen maßgebend sind. Auch ist der zur Einführung der Lademulde dienende Raum hier nicht der Einwirkung der Heizkammern entzogen, und die Erweiterung des Schachtes nach oben erfolgt allmählich und nicht erst oberhalb des mit Brennstoff angefüllten Teiles.
- Auf der Ladeseite kann entweder eine die Kammer samt oberer Erweiterung verschließende Tür angebracht und in dieser eine Klappe für die.Einführung der. Lademulde vorgesehen sein, oder oberhalb einer sich im wesentlichen nur über die Höhe des Brennstoffinhaltes erstreckenden Tür befindet sich eine zweite Tür zur Einführung der Lademulde.
- In den Abbildungen ist als Ausführungsbeispiel eine - Kammerofenanlage gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i a eine Ansicht des Ofens von der Ladeseite her, Abb. r b einen senkrechten Schnitt durch den Ofen in der Batterielängsrichtung. Abb. 2 a ist ein senkrechter Schnitt durch eine Heizkammer in deren Längsrichtung, entsprechend A-A von Abb. i b, Abb.2b ein senkrechter Schnitt in der Längsrichtung einer Ofenkammer, entsprechend B-B von Abb. i b.
- Der untere, mit rechteckigem Querschnitt ausgebildete Teil a der waagerechten Ofenkammer wird an der' Schmalseite durch herausnehmbare Stopfen b und eine Tür c abgeschlossen: Er erweitert sich nach oben zu einem Raume d, der durch eine Tür e zugänglich, ist, durch die die Lademulde f (in Abb. 2 b gestrichelt gezeichnet) eingeführt wird. In den Raum d mündet das an die Vorlage g angeschlossene Steigrohr k. Das aus dem Generator k kommende Gas verteilt sich über die Gaskanäle m, die neben den Luftverteilkanälen n liegen, in die die in den Vorwärmekammern der Rekuperatoren p vorgewärmte Verbrennungsluft gelangt. Die Verteilkanäle in und n stehen mit den aufbrennenden Heizzügen i in Verbindung, in die die zwischen den Ofenkammern liegenden Heizkammern unterteilt sind. Durch einen oberen waagerechten Kanal q, der nicht höher liegt als etwa die Oberfläche des Brennstoffinhaltes der Ofenkammern, gelangen die verbrannten Gase aus den aufsteigenden Zügen i in den Abhitzezüg y und von hier' in -die Abhitzeräume der Rekuperatoren p, die an den (nicht dargestellten) Kamin angeschlossen sind. s sind Schaulöcher zur Beobachtung der Züge i und r.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Kleinkammerofen mit reihenweise angeordneten waagerechten Kammern zur Erzeugung von Gas und Koks, dadurch gekennzeichnet, - daß die Kammern oberhalb des mit Brennstoff angefüllten Teiles (a) zu einem der Einwirkung der Heizkammern entzogenen, zur Einführung einer : Lademulde (f) geeigneten Raume (d) erweitert .sind.
- 2. Kleinkammerofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Ladeseite oberhalb der sich über die Höhe des Brennstoffinhaltes erstreckenden Tür (c) eine zweite Tür (e). zur Einführung der Lademulde (f) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW95088D DE620529C (de) | 1934-09-30 | 1934-09-30 | Kleinkammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEW95088D DE620529C (de) | 1934-09-30 | 1934-09-30 | Kleinkammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE620529C true DE620529C (de) | 1935-10-23 |
Family
ID=7614257
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW95088D Expired DE620529C (de) | 1934-09-30 | 1934-09-30 | Kleinkammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE620529C (de) |
-
1934
- 1934-09-30 DE DEW95088D patent/DE620529C/de not_active Expired
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