DE628192C - Vertikaler Kammerofen zum Erzeugen von Koks und Gas - Google Patents
Vertikaler Kammerofen zum Erzeugen von Koks und GasInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B3/00—Coke ovens with vertical chambers
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Description
- Vertikaler Kammerofen .zum Erzeugen' von Koks= und Gas Bei den waagerechten. Kamxneröflen zur Erzeugung von Gas und Koks muß in Rücksicht auf das freie Abziehen der Gase über die ganze Länge der Kammer zu dem meist nur einseitig angebrachten Gasabzug hin über der Beschickung ein Hohlraum offengehalten werden, wie dies durch Einebnen der aus den über die Kammerlänge verteilten Füllöffnungen heraustretenden Schüttkegel erfolgt. Um die pyrogene Zersetzung der Destillationsgase in diesem freien Raum über der Kohle nach Möglichkeit zu vermeiden, hat man die Abzugkanäle möglichst hoch in die Ofendecke verlegt und. so der Einwirkung dien Beheizung entzogen.
- Man hat schon versucht, eine Kühlung der Gasräume bei waagerechten und schrägen Kammeröfen dadurch zu erzielen, und die Zersetzung der entstehenden Gase hintanzuhalten, daß neben dem Gasraum in dem Mauerwerk des Ofens Kühlkanäle eingebaut werden, durch die irgendein Kühlmittel, Luft oder Wasser, hindurchgeleitet werden kann. Abgesehen von anderen erheblichen: Nachteilen ist der Platz neben den Gasräumen von waagerechten Kokskammeröfen und Schrägkaxmneröfen sehr beschränkt, so daß die Abmessungen der Kühlkanäle nur klein, ihre Kühlwirkung nur gering sein kann. Weiter war bei diesen bekannten Öfen nicht daran gedacht worden, die Heizzüge der Öfen in der Höhe zu beschränken, so daß die Kühlkanäle durch die Heizzüge mitbeheizt werden und die beabsichtigte Wirkung nicht erzielt wird.
- Man hat auch weiter schon bei waagerechten Kokskammeröfen die Lage der Heizzüge der Höhe nach beschränkt derart, daß der oberste Heizzug so tief angeordnet war, daß er nach Schrumpfen der eingebrachten Kohle noch- unterhalb der Oberfläche des entstandenen Kokskuchens zu liegen kam; jedoch trat hier immer noch .eine gewisse Heizwirkung auf die Gase im Gasraum ein und damit verbunden eine Zersetzung der Destillationserzeugnisse.
- Bei den absatzweise betriebenen Vertikalkammeröfen erschienen solche Maßnahmen bisher nicht erforderlich. Es stellte- sich jedoch" im Laufe der Zeit und auf Grund der gesammelten Betriebserfahrungen heraus, einmal, daß die Destillationsgase während der ganzen Garungszeit an der glühenden oberen Decke der Vertikalkammer entlangzogen und sich dabei zersetzten, was sich durch starke und sehr schwer zu entfernende Grafitansätze an diesen Stellen unangenehm bemerkbar macht, und andererseits, daß, da je nach Art der vergasten Kohle der Kokskuchen allmählich dem Fortschritt der Ent-gasung entsprechend zusammenschrumpft und so ein Teil der oberen Kammerwände frei wird, die entstehenden Gase durch Entlangstreichen an diesen ebenfalls glühenden Kammerwänden sich gleichfalls zersetzten. Diese Zersetzungen machten sich in den Destillationsgasen und im Teer durch starken Naphthalingehalt und in der Vorlage durch Dickteerbildungen unangenehm bemerkbar. Hierdurch ,entstanden wiederum hohe Ausgabexi durch Aufstellung besonderer Apparate zur Entfernung des Naphthalins aus dem Gase sowie besondere Löhne für die Grafitentfernung und häufiges Reinigen der Vorlagen.
- Der Zweck der Erfindung ist, diese Nachteile restlos zu beseitigen. Langjährige Versuche haben erwiesen, daß, der gewünschte Erfolg eintritt. Zum Erreichen - dieses Zweckes wird der an die eigentliche Kokskammer sich nach oben anschließende Gasraum derart vergrößert und in seiner Höhe so bemessen, daß der beim Beginn der Garungszeit bis unter die Füllochverschlüsse mit Kohlen beschickte lichte Raum .eine der Schrumpfung der Kohlenmenge @entsprechende Überschußmenge an Kohle enthält. Der oberste Heizzug der einzelnen Kokskammern wird so.tief gelegt, daß die Oberfläche des entstehenden Kokskuchens nach dem Schrumpfen nicht unter die Oberkante dieser Heizzüge herabsinken kann. Dadurch wird vermieden, daß der von Kohle freiwerdende Kammerraum, der mit dem entstehenden Gas gefüllt ist, übermäßig. beheizt wird, andererseits dennoch die Ausgarung der Gesamtbeschickung gewährleistet. Der obere - Teil- der Kammer` ist noch so gebaut, daß er allseitig vom. der freien Luft umspielt -werden kann, was die Kühlhaltung dieses Kammerteils noch unterstützt.
- Im -der zugehörigen- Zeichnung ist ein Aus- . führungsbeispiel der Erfindung in zwei senkrechten -'Schnitten- dargestellt: Die eigentliche Destillationskammer 10 wird beiderseitig durch die Heizsysteme -i 1 eingeschlossen, aus denen die Abhitze in die Wärmerückgewinnung 1z übertritt Auf diesem. eigentlichen Destillationsraum ist nun iler sog: Kopf z 3 aufgesetzt, der nicht nur urbeheizt ist, sondern dem noch durch die die Wände 14 umspülende Luft Wärme entzogen werden. kann: Durch die Fvliochverschlüsse 1 5 wird dieser Kopf bis zur Höhe Ai mit Kohle geladen; der Kopf ist so bemessen, daß sein Inhalt ungefähr i o bis i 2 % des -eigentlichen Kokskammerinhaltes beträgt. Die aufsteigenden heiß. Destillationsgasie bringen die in den. kalten Kammerkopf eingeladenen Kohlen zunächst zum Schwelen; infolge der im weiteren Verlauf der Entgasung im heißen Teile der Kammer eintretenden Schrumpfung der Kohle sinkt der gesamte Kammerinhalt allmählich so -'.tief, daß der ausgegarte Kokskuchen in de LageB kommt, in der er mit der Oberkante des obersten Reizzuges abschließt, so daß hiermit die völlige Durchgarung des Kammerkopfinhaltes verbürgt ist. Die erzeugten Destillationsgaseverlassen durch den Gasabzug 16 -den Ofen. Da nach den neueren Forschungsergebnissen die Destillationsgase hauptsächlich, soweit es die zersetzbaren schweren Kohlenwasserstofhe anbetrifft, durch das Innere der Kohlenladung entweichen, so kommen sie nicht mehr mit den beheiztem Wänden in Berührung, und da außerdem :die Wände und die Decke des Kammerkopfes kühl gehalten sind, so ist jede -Zersetzungsmöglichkeit genommen.
- Die Erfindung hat daher folgende Vorteile: i. Die Vermeidung der Zersetzung- von schweren Kmhlenwasserstoffen im vbersten Teil von Vertikalkammeröfen, und dadurch 2. die Vermeidung von Naphthalin im Gas und Teer, 3. die Vermeidung von Dickteerbildung in den Vorlagen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH-. Vertikaler Kammerofen zum Erzeugen von Koks und Gas mit gekühltem Gasraum, dadurch gekennzeichnet, daß der fallseitig von der freien. Luft umspielte Gasraum jeder Kammer um den dem Schrumpfungsvermögen der die Kammer anfüllenden Kohle entsprechendem Raum vergrößert ist, so riaß die -Oberfläche der fliesen Raum fällenden. Kohle beim Schrumpfen bis zurr Oberkante des obersten Heizzuges absinkt.
Priority Applications (1)
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| DEB156226D DE628192C (de) | 1932-06-23 | 1932-06-23 | Vertikaler Kammerofen zum Erzeugen von Koks und Gas |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE628192C true DE628192C (de) | 1936-03-30 |
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ID=7003459
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| DEB156226D Expired DE628192C (de) | 1932-06-23 | 1932-06-23 | Vertikaler Kammerofen zum Erzeugen von Koks und Gas |
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1932
- 1932-06-23 DE DEB156226D patent/DE628192C/de not_active Expired
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