DE367172C - Schaltanordnung fuer elektrisch betriebene Sprech- oder aehnliche Apparate - Google Patents
Schaltanordnung fuer elektrisch betriebene Sprech- oder aehnliche ApparateInfo
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Description
(Ws#747
'Es sind elektrisch; !betriebene Sprecbmascbinen
bekannt, bei denen die Einschaltung des Motorstromkreises durch einen Bandschalter,
Druckknopf oder idiurch Abheben des Tonarmes
vom einer Rast erfolgt, während die Ausschaltung am Ende des Spielstüaks entweder
ebenfalls van .Hand, oder dürdh die Bewegung
des Tonarmes (bewirkt wird. Hierbei ist die Anordnung teils so getroffen, daß
ίο der Hauptstrom unmittelbar ein- ibzfw. ausgesdhaltet
wird, teils erfolgt die Ein- bzw. Ausschaltung durch Vermittlung eines Relais,
um schädliche, die Genauigkeit der Schal· tungsvorgänge beeinflussende Funkenbildungen
zu verhüten. Letztere Anordnung hat den Nachteil, daß die Herstellung des Relais
unverhältnismäßig teuer und die Betriebssicherheit
nicht unbedingt zuverlässig ist. Was die selbsttätige Ausschaltung am Ende
ao des Spielstücks anbetrifft, so sind zu· deren
Einstellung meist mehrere Handgriffe notwendig, und Äe wichtigsten Teile der Vorrichtung
befinden sich auf der Außenseite des Gehäuses, so 'daß sie leicht Beschädigungen
ausgesetzt sind und zur Beschädigung der Sp'ielplatten Anlaß geben können. Es kommt
bei den bekannten! ,Schaltungen außerdem vor,
daß, wenn der Plattenteller aus irgendwelchem Anlaß von Hand angehalten ader durdb Störungen
gebremst wird, der Motor empfindlich geschädigt wind oder sogar durchbrennt.
Mit der Erfindung -wird bezweckt, die genannten Übelstände zu (beseitigen ■ und eine
Motorschaltung zu schaffen, die folgende Vorteile besitzt: Selbständiges Anspringen, des
Motors, sobald der Plattenteller leicht angedreht wird. Selbsttätiges Ausschalten des
Motors, ,sobald (der Plattenteller abgebremst wind, sei dies 'durch irrtümliche oder gewaltsame
Ursachen oder durch leichtes Bremsen
von Hand. Infolgedessen Vermeidung jeder Beschädigung· des Motors, wie Durchbrennen
der Wicklung usw. Weiterhin (besteht der Vorteil unbedingt sicherer und genauer selbsttätiger
Ausschaltung am Enide des Spielstücks ibei Vermeidung jeder unzulässigen
Funkenbildung. -Einfachste -Einstellung .der
selbsttätigen Ausschaltung ohne Gefahr für die Spielplatten. Sofortige Abnehimbarkeit
ίο der ganzen Ausschaltvorrichtung mit einem
einzigen Handgriff. Vermeidung von Magnetrelais-
ader ähnlichen teuren Anordnungen, daher Einfachheit und Billigkeit der
Schalteinrichtung· bei größter Zuverlässigkeit. Schutz der ganzen Anordnung vor Beschädigung
und Verstaubung idurch Unterbringung aller wesentlichen Teile im Gehäuseinner η.
Zur Erreichung der oben genannten Vorteile wird die Schließung ibziw. Öffnung des
Hauptstromkreises idurch einen im Hauptstramkreis selbst liegenden Schalter vorgenommen,
der idurch, Vermittlung eines Fliehkraftreglers oder einer ähnlichen, von der Umdrehungszahl
der Motorwelle beeinflußten An-Ordnung betätigt wind, derart, daß unter einer gewissen Mindestumdrehungszahl der Schalter
öffnet, über dieser Umdrehungszahl jedoch schließt. Um die selbsttätige Ausschaltung
des Hauptstromkreises am Ende des Spiel-Stücks zu. erzielen, wind die Umdrehungszahl
der Motorwelle durch einen den Motor !kurzschließenden Kontakt plötzlich abgebremst,
der auf einer radial über der Spielplatte angeordneten Führungsschiene verschiebbar angeordnet
ist und so eingestellt weiden kann, daß er genau aim Ende der letzten Tonrille
der betreffenden Platte jeweils durch den Tonarm 'betätigt wird. Der bequemeren HandL
habung wegen kann außerdem 'die Ein- und Ausschaltung des Motors mittels Druckknopf
■erfolgen, wobei zum Zweck des Einsehaltens
der automatische Schalter mittels Druckknopf überbrückt wird, bis die zu seiner Schließung
erforderliche Umdrehungszahl erreicht ist, während beim Ausschalten der Motor mittels
Druckknopf kurzgeschlossen wind, so daß seine Tourenzahl plötzlich albgebremst wird.
■Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsfor.ni
der neuen Motorschaltung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. 1 die beispielsweise
Ausführung des selbsttätigen Hauptstromschalters, Abb. 2 und 3 ebenso die Ausführung
der selbsttätigen Au »schaltvorrichtung über der Spielplatte in Draufsicht bzw. Vorderansicht;
Abb. 4 zeigt die Gesamtschaltung des Motors in schemati scher Dar Stellung.
In Abb. ι ist α der Motor, b die Motorwelle
mit der Antriebsscheibe c, die den Plattenteller durch Riemen- oder Federübertragung
e antreibt. Auf die Motorwelle ist der Fliehkraftregler / gesetzt, der bei seiner Umdrehung
die kreisförmige Platte g anhebt. Gegen 'diese Platte wind der Winkelhebel h
durch die Feder i leicht angedrückt. An der Berührunigsstelle ist zur Vermeidung schleifender
Nebengeräusche eine Leder- ader aus ähnlichem /Stoff bestehende Zwischenlage k
angeordnet. Der Winkelhebel· h ist bei I drehbar
gelagert und trägt an seinem unteren Ende den Kontakt m, Idler dem festen Kontakt η ηο
gegenübersteht, so daß beim Anhieben der Scheibe g, also bei einer gewissen Umdrehungszahl
des Motors zwischen nt und η Berührung stattfindet, während' beim Abbremsen
des Motors die sinkende -Scheibe g -den
■Hebel h nach abwärts drückt und. den Kontakt zwischen m und η öffnet. Durch1 Anschlüsse
0, p ist die Kontaktstelle zwischen- m
und η in den -Hauptstromkreis des Motors
geschaltet.
In Abb. 2 bzw. Abb. 3 ist q die Gehäusedeckplatte,
über der sich der Plattenteller r befindet. Über dem Plattenteller ist radial
die Führungsschiene s angeordnet, die sich nach innen auf den Mitteilzapfen T des Plattentellers
abnehmbar abstützt. Das äußere Ende der Schiene trägt die seitlichen Zapfen t, tv die in entsprechende, lagerartig auggebildete
Kantakte u, U1 des Steckers ν eingeklinkt
sind, derart, daß -die Führungsschiene go
scharnierartig hochgeklappt werden kann. Der Stecker ν sitzt in den ,Steckfouchsen w, W1 der
Gehäuseplatte und stellt die leitende Verbindung vom Innern des Gehäuses über die Zapfen
t, tt und -die Längsschienen x3 Xx zu den
Kontakten z, Z1 des Schlittens ader der
Brücke y her, die auf der Führungsschiene s verschiebbar ist. Der Schlitten oder die
Brücke ist in einer Längsnut A der Führungsschiene s geführt. Außerdem greifen die Kon-
takte S3 Z1 in die Längsnuten B, B1 ein, wodurch
einerseits bessere Führung, anderseits die Verbindung mit den Längsschienen x, X1
erzielt wird. Der Kontakt ζ steht durch eine Zugfeder mit dem bei C drehbaren Kontakthebel
D in Verbindung", der seitlich über den Schlitten hinausragt, zweckmäßig etwas abgetropft ist und einen Gunitnibelag £ am
Ende trägt, wo der Tonarm ihn jeweils am Ende des Spielstücks berührt. Ihm gegenüber
mit dem Kontakt Z1 idurch eine Feder verbunden, steht der Kontakthebel D1 derart,
daß er vom Hebel D berührt wird, wenn dieser durch den Tonarm bewegt wird. Die
janze Vorrichtung kann durch' Aufheben der
Führungsschiene und Herausziehen des Stekkers mit einem Handgriff abgenommen wenden.
Im Schaltbild (Abb. 4) ist wiederum α der
Motor, m und η sind die durch den Fliehkraftregier
zu 'betätigenden Kontakte des Hauptstromschalteris, w, W1 sind1 die im Ge-
häusedeckel angeordneten Steckbüchsen für
die selbsttätige Ausschaltvorridhtung. W ist ein idem Motor vorgeschalteter, zweckmäßig
regelbarer Widerstand·, F ist ein Druckknopf, der die ,Kontakte m und η zum Zweck der Einschaltung·
von· Hand1 überbrückt, G ist ein Druckknopf, der die Ausschaltung durch
Kurzsdhließung des Motors gestattet. Die Klemmen H und- H1 dienen zum Anschluß der
ίο Stromquelle.
Die Wirkungsweise der ganzen Motor schaltung ist nun folgende: Nach Anschluß der
Stromquelle bei H und H1 wird die Spielplatte
aufgelegt, und! der Motorstromkreis kann auf ,zweierlei Art geschlossen werden.
Entweder wird der Plattenteller mit dem Finger leicht angedreht, worauf der Fliehkraftregler
die Kontakte m, η zur Berührung bringt, so daß der Strom von H über den
Widerstand W fließen ikann und dier Motor
mit normaler Umdrehungszahl läuft. Oder es wird durch den 'Druckknopf F der Hauptstromsdhalter
m, η überbrückt, so daß der Motor 'ebenfalls anläuft. Sofort schließt jetzt
der Fliehkraftregler die Kontakte m, n, udd beim Loslassen des Druckknopfs läuft also der
Motor wie oben weiter. Soll die Ausschaltung am Ende des Stücks selbsttätig erfolgen,
so ist vor Einschaltung des Motors noch, die Ausschaltvorrichtang einzustellen. Zu diesem
Zweck ist die Führungsschiene in· bereits bekannter Weise mit einer bezifferten Skala versehen,
nach· welcher 'der Kontaktsdhlitten gestellt wird'. Jede Spielplatte trägt ebenfalls
eine Ziffer, die der Länge des Stücks, d. h. der Lage der letzten Tonrille entspricht. Wird
der Kontaktschlitten ader Brücke y auf die entsprechende Ziffer der Führungsschiene gestellt,
so erfolgt nach, Bespielen der letzten Tonrille eine Berührung zwischen dem Tonarm
und dem Kontakthebel D, so daß dieser den Kontakthebel D1 berührt, wodurch, ein
Kurzschluß des Hauptstroms von H über den Widerstand W den Schalter m, n, die
« Büchse W1 die Kontakte D1 D1 (Abb. 2), die
Büchse W11 zurück ziu Ji1 hergestellt und der
Motor somit stromlos ist. Seine Umdrehungszahl wird dadurch, plötzlich abgebremst, und
der Fliehkraftregler öffnet den Sahalter m, n,
so daß der Hauptstram endgültig ausgeschaltet
ist. Durch leichtes Abbremsen des Plattentellers mit dem Finger kann in jedem
Augeinblick der Motor ebenfalls stillgesetzt werden, da in diesem Fall infolge der sinkenden
Tourenzahl der Fliehkraftregler selbständig den Haiuptstromschalter m, η unterbricht.
Außerdem gestattet der Druckknopf G das beliebige Ausschalten des Motors. Durch ihn
wird, ähnlich wie durch den selbsttätigen Ausschalter D, D1 der Motor kurzgeschlossen, wodurch
wiederum dessen Umdrehungszahl plötzlich sinkt und daher durch den -Fliehkraftregler der Hauptstromkreis endgültig
unterbrochen wird.
Claims (4)
1. .Schaltanordnung für elektrisch betriebene
Sprech- oder ähnliche Apparate, dadurch gekennzeichnet, daß die An- und
Abschaltung des Antriebsmotors in Abhängigkeit von einer Mindestgeschwindigkeit durch Vermittlung des durch ihn
selbst angetriebenen Fliehkraftreglers in der Weise erfolgt, daß .der -Netzanschluß
des Motors erst nach Erreichung einer Mindesttourenzahl zum dauernden wird!
und idaß bei Unters ehr eitung dieser Minidesttourienzahl
eine augenblicklich wirkende Abschaltung hierbeigeführt wind.
2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Motorabschaltung
selbsttätig bewirkende Geschwindigkeitsrerminderung des iMotons
durdh ·είηεη von Hand! ader in Abhängigkeit
von dem Stand der Sprechmaschine automatisch, bewirkten Kurzschluß des
Motors herbeigeführt wird.
3. Schaltanordnung nach Anspruch· 1 und 2, dadurch· gekennzeichnet, daß· eine
den Kurzschluß des Motors herbeiführende, in dessen Stromkreis liegende Kontakteinrichtung
örtlich veränderlich im Weg des Tonarmes derart angeordnet ist, daß sie durch letzteren an einer vorausbestimmbaren
Stele des Tonstücks betätigt 'werden kann.
4. Schaltanordnung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei von den
Motorklemmen ausgehende, über den Plattenteller in den Weg des Tonarmes kippbare
Schleif schienen {x, x^), auf denen
verschiebbar eine durch Anstoß des Tonarmes oder eines seiner Teile schließbare
K'ontaktibrücike .(y), sitzt.
■5. Schaltanordnung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine durch Druckknopf- oder einen ähnlichen selbstunterbrechenden
Kontakt zu schließende Hilfsschaltung (F) zum Anschluß des Motors an die Stromquelle, durch deren Schließung
der Motor zur selbsttätigen Daueranschaltung in Abhängigkeit von seiner Umlaufzahl
angeworfen wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW58747D DE367172C (de) | 1921-07-03 | 1921-07-03 | Schaltanordnung fuer elektrisch betriebene Sprech- oder aehnliche Apparate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW58747D DE367172C (de) | 1921-07-03 | 1921-07-03 | Schaltanordnung fuer elektrisch betriebene Sprech- oder aehnliche Apparate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE367172C true DE367172C (de) | 1923-01-18 |
Family
ID=7605567
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW58747D Expired DE367172C (de) | 1921-07-03 | 1921-07-03 | Schaltanordnung fuer elektrisch betriebene Sprech- oder aehnliche Apparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE367172C (de) |
-
1921
- 1921-07-03 DE DEW58747D patent/DE367172C/de not_active Expired
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