DE366990C - Verfahren zum Wiederverwendbarmachen abgebrochener Umlaufwerkzeuge - Google Patents

Verfahren zum Wiederverwendbarmachen abgebrochener Umlaufwerkzeuge

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DE366990C
DE366990C DEN20720D DEN0020720D DE366990C DE 366990 C DE366990 C DE 366990C DE N20720 D DEN20720 D DE N20720D DE N0020720 D DEN0020720 D DE N0020720D DE 366990 C DE366990 C DE 366990C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • B22D19/06Casting in, on, or around objects which form part of the product for manufacturing or repairing tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Wiederverwendbarmachen abgebrochener Umlaufwerkzeuge. Bei den bis jetzt bekannt gewordenen Verfahren zur Wiederbrauahharmachung von abgebrochenen Spiralbohrern, Reibahlen und anderen umlaufenden Werkzeugen wird der wieder zu verwendende Werkzeugrest ent-.weder durch Anlöten oder Anschweißen mit dem ursprünglichen oder einem anderen Schaft verbunden, oder es wird an den Werkzeugrest ein neuer konischer oder zylindrischer Schaft angegossen, der entweder in einer besonderen Gießform als Ganzes um das Restwerkzeug herumgegossen oder in der Weise gewonnen wird, daß eine die Umfläche des neuen Schafts bildende, das eine Ende des Restwerkzeuges aufnehmende Hülse mit Metall ausgegossen wird.
  • Bei Verwendung von Weichlötung erhält man, selbst wenn man sich einer an der Lötstelle angebrachten Überhülse bedient, nur eine sehr unzuverlässige Verbindung. Beim Hartlöten sowie beim Schweißen leidet infolge der thermischen Behandlung die Beschaffenheit der Werkzeuge. Außerdem verziehen sich letztere fast stets, so daß sie in den meisten Fällen nicht mehr rund laufen. Das Angießen von neuen Schäften an den Werkzeugrest endlich bedingt die Anschaffung einer teueren Einrichtung und ist außerdem ziemlich umständlich und kostspielig, da es verhältnismäßig viel teueres Material für den anzugießenden Schaft erfordert.
  • Das den Erfindungsgegenstand bildende neue Verfahren'bezweckt die Vermeidung der bei den bekannten Verfahren vorhandenen Übelstände. Es lehnt sich an bekannte Verfahren zur Verbindung von Rohren u. dgl. durch Umgießen der Verbindungsstelle an, und zwar unter Berücksichtigung der für die Sondereigenschaften der umlaufenden Werkzeuge zu beobachtenden Sondervorschriften. Das Verfahren besteht darin, daß die zu verbindenden Werkzeugstücke in eine ein- oder mehrteilige Form aus beliebigem Stoff so eingesetzt werden, daß sie in möglichster Nähe der Bruchstelle zentrisch festgehalten werden, worauf die Bruchstelle mittels einer Metalllegierung niedrigen Schmelzpunktes mit einer Art Muffe umgossen wird, die stark genug ist, die Drehungsbeanspruchungen aufzunehmen.
  • Einige Anordnungen zur Ausführung des neuen Verfahrens sind auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Abb. i und 2 zeigen Längsschnitt und Stirnansicht einer einteiligen Form, Abb. 3 und q. Längsschnitt und Stirnansichl einer aus zwei durch Schellen zu verbindenden Hälften bestehenden Form.
  • Abb. 5 und 6 veranschaulichen Schnitt- und Stirnansicht einer Form, die aus gelenkig verbundenden Hälften besteht.
  • Abb. 7 und 8 sind entsprechende Ansichten einer gleichfalls zweiteiligen Form mit Schraubverbindung der beiden Teile.
  • Die zentrische Festhaltung der zu verbindenden Werkzeugteile in möglichster Nähe der Bruchstelle erfolgt am besten gleich in der Form a selbst, welche zum Umgießen der Bruchstelle des Werkzeuges b durch eine Art Muffe dient. Bei einteiliger Ausführung der Form (Abb. i und 2) sind die Zentrierhülsen c, c' als aus der Form a herausnehmbare Büchsen auszuführen,- weil sonst die angegossene Verbindungsmuffe nicht aus der Form entfernt werden könnte. Die Büchsen c, c' können eingeschoben (Abb. 5 und 6) oder eingeschraubt werden (Abb. i bis ¢). Im letzteren Fall muß der Spitzendurchmesser des Muttergewindes in der Form mindestens so groß sein wie der Durchmesser der anzugießenden Verbindungsmuffe. Werden die Büchsen nur eingeschoben, so werden sie zweckmäßig mit Schwalbenschwanzführungen d versehen (Abb. 5 und 6), welche in entsprechende Nuten der Form passen. Der Außendurchmesser der Büchse muß dabei mindestens so groß sein wie der Durchmesser der um die Werkzeugbruchstelle herumzugießenden Muffe.
  • Die Verwendung von Zentrierhülsen oder -büchsen c, c' empfiehlt sich auch für zweiteilige Formen (Abb. 3 bis 6), weil sie den Vorteil bieten, daß sie ein und dieselbe Form für die Wiederherstellung von Werkzeugen verschiedener Durchmesser verwendbar machen. Man braucht dann nur Zentrierbüchsen von entsprechend verschiedener Bohrung zu nehmen. Ist die Bruchstelle nahe am Konus des Werkzeuges, so wählt man eine Zentrierbüchse von konischer Bohrung, wie sie bei dem in Abb. i dargestellten Ausführungsbeispiel ersichtlich gemacht ist.
  • Der Eingußtrichter für die zur Verbindung der Werkzeugreste verwendete Metalllegierung kann gleichachsig mit dem Werkzeug oder quer dazu angeordnet werden. Im letzteren Fall ist es zweckmäßig, nur so viel Metall einzugießen, als zur Herstellung der Verbindungsmuffe tatsächlich nötig ist, weil ein großer verlorener Kopf an dieser die Lösung des wiederhergestellten Werkzeuges aus der Form erschweren würde.
  • Zur Entfernung des Werkzeuges aus der Form nach erfolgter Umgießung der Bruchstelle werden bei den Ausführungsformen Abb. i bis 6 zunächst die Zentrierhülsen c, c' herausgenommen und dann durch einen Hammerschlag auf den Werkzeugkonus der etwa vorhandene Gußkopf abgeschlagen, was naturgemäß um so leichter gelingt, j e enger der Gießtrichter f in seiner Einmündung in die Muffenform ist. Wählt man zweiteilige Formen, so kann man die beiden Formhälften entweder durch eine Art von Schelle g (Abb. 4) oder gelenkartig (Abb. 6) verbinden.
  • Ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Zentrierhülsen c, c' fest mit der Form a verbunden sind, zeigen die Abb. 7 und B. Hierbei ist die Form a nicht, wie bei Abb. 3 bis 6, in einer durch die Werkzeugachse gelegten Ebene geteilt, sondern senkrecht dazu. Die Einguß-öffnungen f werden, um das Mitherausziehen der etwa vorhandenen Gießköpfe zu ermöglichen, als zylindrische oder nach innen sich etwas erweiternde Bohrungen ausgeführt. Die Verbindung der beiden Formhälften geschieht durch eine Verschraubung lt oder durch (in Abb. 7 punktiert angedeutete) Flanschen i, die durch Schrauben festgezogen werden. Die erstgenannte Verbindungsart wird im allgemeinen vorzuziehen sein, da im anderen Fall bei nicht sorgfältiger Aufpassung der Formhälften und bei ungleichmäßigem Anziehen der Verbindungsschrauben die Gefahr vorhanden ist, daß die Achsen der beiden Werkzeugreste nicht in eine Linie fallen.
  • Außer den dargestellten Anordnungen gibt es selbstverständlich noch eine große Anzahl von anderen Ausführungsmöglichkeiten des neuen Verfahrens. So könnte z. B. nur der eine der beiden Werkzeugreste in der Form selbst zentriert werden, während der andere außerhalb derselben durch eine geeignete Vorrichtung zentrisch festgehalten wird. Die Form a selbst könnte dann als oben offener Zylinder ausgestaltet sein, der bis zum oberen Rand oder bis zu einer bestimmten Marke mit Metallegierung vollzugießen ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zum Wiederverwendbarmachen abgebrochener Umlaufwerkzeuge, z. B. Spiralbohrer, Reibahlen, Gewindebohrer usw., dadurch gekennzeichnet, daß die zu verbindenden Werkzeugstücke in eine ein- oder mehrteilige Form aus beliebigem Stoff so eingesetzt werden, daß sie in möglichster Nähe der Bruchstelle zentrisch festgehalten werden, worauf die Bruchstelle mittels einer Metallegierung niedrigen Schmelzpunktes mit einer Art Muffe umgossen wird, deren Torsionsfestigkeit derjenigen des Werkzeuges mindestens gleich ist.
DEN20720D 1922-01-22 1922-01-22 Verfahren zum Wiederverwendbarmachen abgebrochener Umlaufwerkzeuge Expired DE366990C (de)

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