DE366368C - Stehbolzen - Google Patents

Stehbolzen

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DE366368C
DE366368C DEF47261D DEF0047261D DE366368C DE 366368 C DE366368 C DE 366368C DE F47261 D DEF47261 D DE F47261D DE F0047261 D DEF0047261 D DE F0047261D DE 366368 C DE366368 C DE 366368C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B7/00Steam boilers of furnace-tube type, i.e. the combustion of fuel being performed inside one or more furnace tubes built-in in the boiler body
    • F22B7/16Component parts thereof; Accessories therefor, e.g. stay-bolt connections

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Pressure Vessels And Lids Thereof (AREA)

Description

  • Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1920 ab. Der vorliegende Stehbolzen gehört zu der Art von Stehbolzen, bei -der beim Bruch oder bei Beschädigung des Bolzens Dampf oder Wasser durch eine mittlere Bohrung austreten kann und dadurch die Beschädigung außen sichtbar wird.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß in die mittlere Bohrung oder Aushöhlung des Bolzens eine auf die Einwirkung von Dampf oder Wasser empfindlich reagierende Füllung zum Anzeigen -des - Bolzenzustandes eingebracht wird und daß das oder die Enden der Bohrung zweckmäßig noch verschlossen werden, so daß der Eintritt und die Ansammlung von Schmutz o. dgl. in der Bohrung jedenfalls wirksam verhindert wird. Tritt ein Brechen oder Knickere des Bolzens ein, so geht bei dieser Anordnung .die in der Bohrung enthaltene Füllung durch die Berührung mit dem Wasser eine chemische Reaktion ein, löst sich auf und ermöglicht eine gewaltsame Ausstoßung oder Zerstörung des Verschlusses durch die Wirkung des Gases bzw. :der Hitze, die von dem Material in der Bolzenhöhlung erzeugt werden, so daß nunmehr der Dampf bzw. das Wasser freien Austritt durch den Kopf- oder Endteil,des Bolzens finden können. Auf der Zeichnung ist -die Erfindung in den Abb. z bis 9 in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen in Ansicht, zum Teil im Schnitt dargestellt.
  • In Abb. r ist ein gewöhnlicher starrer Stehbolzen 5 dargestellt, der an jedem Ende mit einer Bohrung 6 versehen ist, während bei der Ausführungsform nach Abb.2 sich eine Bohrung 6 durch die ganze Länge .des Bolzens erstreckt.
  • Die Löcher oder Bohrungen 6 sind an ihren äußeren Enden durch Pfropfen 7 aus Metall oder irgendeinem unverbrennbaren, durch Feuer oder Hitze nicht zerstörbarem Packungsmaterial verschlossen. Der Abschluß der Bohrungen verhindert, den Eintritt von Schmutz oder Kohlenstaub in die Bohrungen und sichert die in diesem enthaltene Füllung vor einem Feuchtwerden bzw. erhält diese trocken. Die Füllung 8 setzt sich aus Bestandteilen von Ätzalkali, Natrium o..dgl. zusammen, die, wenn sie durch Wasser befeuchtet werden, schnell ein Gas. erzeugen, das .durch Ausdehnung den. Verschluß oder Pfropfen herausdrängt, oder die in Gegenwart von Feuchtigkeit und falls der Pfropfen. aus gewissen Metallen, etwa Aluminium oder Babbitmetall (Antifriktionsmetall) besteht, diesen schnell zerstört oder auflöst, wodurch in dem einen wie im anderen Falle die Bohrung zum freien Durchtritt von Dampf oder Wasser geöffnet wird.
  • Wenn ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Bolzen bricht, so kommt nach Umständen Dampf oder Wasser mit der in der Bohrung befindlichen Füllung in Berührung und erzeugt sofort ein Gas, welches durch starke Expansion die an den Enden des oder der Löcher befindlichen Verschlüsse austreibt. Die Expansion vollzieht sich derart heftig, daß kein Zurückfluten des Gases und Austreten desselben .durch. den Riß der Bruchstelle zu befürchten ist, und zwar auch in dem Falle, daß durch das Gas und die Hitze üer Verschluß zerstört wird, da auch dieses sich augenblicklich vollzieht. Sobald der Verschluß durch die im Bolzen eingetretene Reaktion aus-gestoßen oder zerstört ist, kann Dampf oder Wasser an einem oder an beiden Enden des gebrochenen Bolzens austreten und dem Heizer oder Ingenieur anzeigen, daß ein Bruch des Bolzens eingetreten ist.
  • Wird die Erfindung mit einem Stehbolzen mit nachhe-iebig zelagertem Kopf angewendet, wie in Abb. 3 dargestellt, so wird die den Bolzenkopf umgebende Kappe 9 mit einem in eine mittlere Öffnung eingesetzten Verschluß io aus Weichmetall versehen, der durch einen von innen kommenden Gasdruck schnell ausgestoßen werden kann. Statt die Bohrung mit einem Verschluß zu versehen, wie in Abb. i und 2 gezeigt, wird bei der Ausführung nach Abb. 3 vorzumsweise ein kleiner, 'loser Kolbenkörper i i aus hartem Metall in das Loch e;ntresetzt, und zwar unter Belassunz eines Spielraumes 12, der mit irgendeinem geeigneten Packungsmaterial, etwa Hartfett o. dgl., angefüllt sein kann. Der hinter dem Koll,enkörper befindliche Teil der Bohrung we#st in gleicher Weise, wie mit Bezug zu Abb. i und 2 beschrieben, eine Füllung 9 auf.
  • Die in Abb. d. gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der der Abb.3, nur ist der Kolbenkörper i i noch mit einem Stift 13 zum schnellen Entfernen oder Aufbrechen des Weichmetallverschlusses io in der Öffnung der äußeren Kappe 9 versehen.
  • Aus den in Abb. 3 und d. dargestellten Ausführungsformen ist ersichtlich, daß, wenn die Füllung durch Dampf oder Wasser angefeuchtet wird, die in die Bolzenbohrung durch einen Bruch im Bolzen eintreten, der .eintretende Dampf oder das Wasser in Reaktion mit der Füllung Gas erzeugen wird, wodurch der Kolben i i mit Gewalt gegen den Weichmetallverschluß getrieben wird, diesen heraustreibt oder zerstört, .den Dampf . oder das Wasser austreten läßt und dadurch den Bolzenbruch anzeigt.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 ist die in der Kappe 9 vorgesehene mittlere Öffnung durch eine dünne Platte 14 aus weichem oder zerbrechlichem Metall oder anderem Material abgeschlossen, das durch Druck leicht und schnell zerstört werden kann. Diese Platte wird für gewöhnlich durch einen rohrförmigen Stopfen in Stellung gehalten, der in die Öffnung der Kappe 9 eingeschraubt ist. Die Bohrung des Bolzens enthält wiederum ein auf die Einwirkung von Feuchtigkeit empfindliches Material. Die Bohrung ist dabei im Kopfteil des Bolzens etwas erweitert zur Aufnahme eines mit Spitze versehenen Bolzens oder Projektiles 16. Das äußere Ende der erweiterten Bohrung ist ähnlich wie bei der Ausführuno-sform nach Abb.4 nach außen abgeschlossen. In diesem Falle findet jedoch eine über die Bolzenspitze greifende, kegelförmige Kappe 17 aus weichem oder schnell durchdringbarem Material Anwendung, über -die zur weiteren Sicherung gegen Eindringen von Feuchtigkeit in die Bohrung zweckmäßig noch eine Lage von Hartfett oder anderem leicht,durchdringbarem Packungsmaterial 18 angebracht ist. Tritt, wie bei i9 angedeutet, ein Bolzenbruch ein, so geht die in der Bohrung befindliche Füllung mit der hinzutretenden Feuchtigkeit eine Reaktion ein und veranlaßt ein Austreiben des Bolzenkörpers 16 und -damit eine Zerstörung :der Kegelkappe 17 und :der Platte 14. Durch den Druck des in die Bohrung des gebrochenen Bolzens alsdann nachtretenden Wassers oder Dampfes wird die Bohrung vollkommen auszesäubert, so daß Wasser oder Dampf nach außen austreten und den beschädigten, Zustand des Bolzens anzeigen kann.
  • Bei der Anordnung nach Abb.6 ist im Bolzenkopf eine sich an die Bohrung 6 anschließende erweiterte Vertiefung 2o vorgesehen. Sowohl die Bohrung, als auch die Erweiterung enthalten ein auf Feuchtigkeit reagierendes Material ei, etwa Ätzalkali, das zweckmäßig in einer der Bohrung und Erweiterung angepaßten Hülse oder Patrone 22 (Abb. 7) aus Babbitmetall oder Aluminium eingeschlossen ist. Der in die Bohrung 6 eintretende engere Hülsenteil ist zweckmäßig mit Löchern 23 zum leichteren Zutritt der Feuchtigkeit zur Füllung versehen. Die in die Kappenöffnung eingesetzte Platte 8 und die die Bohrung 6 abschließende bzw. die Füllung bedeckende Platte 24 sind aus dem gleichen auflösbaren Antifriktionsmetall wie die Hülse 22 hergestellt. Zum sicheren Abschluß gegen Feuchtigkeit kann., wie dargestellt, die Platte 24 noch durch eine Hartfettpackung 25 bedeckt und abgeschlossen werden. In -diesem Falle tritt bei Bruch des Bolzens durch das die Füllung anfeuchtende Wasser nicht nur eine Ausdehnung der Füllung, sondern gleichzeitig auch -durch die auftretenden chemischen Reaktionen eine vollkommene Auflösung der Hülse 2a und -der Platten 24 und 8 ein. Auch in diesem Falle wird daher leicht und schnell die Bohrung gesäubert und ein freier Abzug für Wasser und Dampf hergestellt.
  • Die beiden Platten 8 und 24, ebenso wie auch die Platte 14 bei -der Ausführungsform nach Abb. 5., können statt flach auch, wie in den Abb.8 und 9 dargestellt, gewölbt gestaltet sein.
  • Bei den Ausführungsformen nach Abb. 3 bis 5 wird, wenn bei Bruch oder Riß des Bolzens die Füllung durch Dampf oder Wasser befeuchtet wird, der Kolbenkörper i i gewaltsam gegen den Weichmetallverschluß vorgetrieben und dieser dadurch entfernt oder zerstört, so daß alsdann Dampf oder Wasser frei austreten und den Bruch oder die Beschädigung des Bolzens anzeigen kann.
  • Der beanspruchte Schutz soll jedoch allgemein das »Entfernen« des Verschlusses für die Bohrung umfassen, also nicht nur die Fälle, wo der Verschluß gewaltsam ausgestoßen wird, sondern auch diejenigen Fälle, wo der Verschluß in sich zerstört bzw. in seine Bestandteile aufgelöst wird, decken, wie beispielsweise in Ab-b. 6 dargestellt.
  • Die Erfindung ist an Einzelheiten nicht gebunden, im Gegenteil wird die Erfindung ganz allgemein darin gesehen, daß die Bohrung mit einer Füllung versehen wird, die, wenn sie dem Einfluß von Wasser oder Dampf ausgesetzt wird, eine Reaktion eingeht, sich auflöst und aus der Bohrung entfernt wird-, so daß diese für den Austritt von Dampf oder Wasser freigelegt wird.
  • Die in. die Bohrung einzubringende Füllung muß natürlich so beschaffen sein, daß sie sehr empfindlich auf die Einwirkung von Wasser oder Dampf reagiert, um dadurch den Zustand des Bolzens stets zuverlässig anzeigen zu können.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Stehbolzen mit' bei Bruch oder Beschädigung des Bolzens Dampf oder Wasser ablassender, mittlerer Bohrung, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung oder eine Aushöhlung des Bolzens mit einer auf die Einwirkung von Dampf oder Wasser empfindlich reagierenden, Füllung zum Anzeigen des Bolzenzustandes versehen ist.
  2. 2. Stehbolzen, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung außerdem an dem oder den äußeren Enden mit einem Verschluß (7) versehen ist, der aus einem leicht schmelzbaren oder durch Gas--druck leicht entfernbaren Metallpfropfen besteht.
  3. 3. Stehbolzen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Bohrung enthaltene Füllung derart beschaffen ist, daß sie bei Berührung mit Wasser eine Reaktion eingeht und den oder .die Verschlüsse zur Auflösung oder durch Gasdruck zur Entfernung bringt.
  4. 4. Stehbolzen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einer den Bolzenkopf umgebenden Kappe (9) eine Öffnung vorgesehen ist, in die ein Verschlußstopfen (io) eingesetzt ist.
  5. 5. Stehbolzen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Bohrung des Bolzens ein kleiner, lose gleitender und zweckmäßig mit Schlagspitze versehener Kolbenkörper (ii bzw. 16) aus Hartmetall und in der Öffnung in der Kappe ein. Verschlußstopfen (io) aus Weichmetall oder eine auswechselbare dünne Platte (i4) eingesetzt ist, die bei Bolzenbruch durch den herausgeschleuderten harten Kolbenkörper ausgestoßen bzw: zerstört werden.
  6. 6. Stehbolzen nach; Anspruch i, 4 und 5, dadurch.- gekennzeichnet, daß über die Spitze des in die Bohrung eingesetzten Kolbenkörpers eine die Bohrung nach außen dicht abschließende kegelförmige Kappe (i7) aus weichem, leicht zerstörbarem Material gesetzt ist, die zweckmäßig noch durch eine Hartfettpackung (i8) bedeckt ist.
  7. 7. Stehbölzen nach Anspruch i und 4, -dadurch gekennzeichnet, daß in die Bohrung eine die Füllung aufnehmende, zweckmäßig durchlochte Hülse (22) aus Aluminium oder Babbitmetall eingepaßt ist, die bei auftretendem Bolzenbruch durch chemische Einwirkung zusammen mit der Füllung zerstört wird. B. Stehbolzen nach Anspruch: i und 4, dadurch gekennzeichnet, -daß eine .die Bolzenbohrung nach außen abschließende, gegebenenfalls die -eingesetzte Füllungshülse abdeckende Platte (24), ebenso wie die in die Bolzenkappe eingesetzte Platte (8) aus leicht zersetzbarem Metall besteht.
DEF47261D 1916-02-19 1920-07-10 Stehbolzen Expired DE366368C (de)

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US366368XA 1916-02-19 1916-02-19

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DE366368C true DE366368C (de) 1923-01-04

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DEF47261D Expired DE366368C (de) 1916-02-19 1920-07-10 Stehbolzen

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