DE366341C - Verfahren zur Erzeugung von Mustern auf beliebigen Stoffen - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Mustern auf beliebigen StoffenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B05D3/00—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials
- B05D3/06—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by exposure to radiation
- B05D3/068—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by exposure to radiation using ionising radiations (gamma, X, electrons)
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Description
- Verfahren zur Erzeugung von Mustern auf beliebigen Stoffen. Bekanntlich ist das in der Natur vorkommende Chlorophyll der Pflanzen dadurch einer Veränderung ,unterworfen, daß .die konnbinierte Einwirkung von gasförmigen Säuren und verschiedenen Bestrahlungen auf das chlorophyllhaltige Naturprodukt stattfindet. Diese Erscheinung tritt augenscheinlich während des ganzen Jahres dauernd in Kraft; denn die im Frühling dn hellgrün terscheinende Pflanze wird durch diese Einwirkungsmaßnahmen im Herbst biss zur gelbbraunen Tönung verändert.
- Werden nun künstliche Bestrahlungen ange,tvandt, so entstehen an der entsprechend voribehandelten Oberfläche der mit Mustern zu versehenden Gegenstände Veränderungen verschiedenster Arten, die durch Abdeckungen von verschiedener Lichtdurchlässigkeit noch @beeinfllußt werden können. Weitere Beeinflussungen bestehen in der gleichzeitigen Anwendung, verschiedener Gase oder bewegter dampfförnniger iGebilde, welche die Strah @lenwirkungen in der Erzeugung vielgestaltiger Muster unterstützen.
- Bei der Kombinatiön verschiedener Chrom-, Jod- und anderer Zusammensetzungen von Beizmöglichkeiten findet eine dauernde Veränderung statt, wenn man .Stoffe irgendwelcher Art, ganz gleich ob tierischen, mineralischen, metallischen oder pflanzlichen Ursprungs, mit diesen Beizen färbt und diese vorgebeizten oder ,gefärbten Materialien einer künstlichen Bestrahlung aussetzt. Gleichzeitig oder vor- bzw. nachher können flüssige oder ,gas:förmige Substanzen auf die zu behandelnden Stoffe zur Einwirkung 'kommen. Auch farbige Dämpfe verschiedener Dichte und zweckmäßig in bewegtem Zustande können .derart verwandt werden, daß,sie unmittelbar chemische Veränderungen der zu behandelnden Stoffe hervorrufen und auch die Bestrahlung selbst durch ihre verschiedene Dichte und durch .die durch Bewegung erzeugten Formen bzw. Wolkenbildung beeinflussen.
- Als Grundlage hierfür und als einfachstes Verfahren waren die von R ö n t g e n vorgeschriebenen Bestrahlungen mit ultravioletten Strahlen oder die von F i n s e n in der Medizin angewendeten Bestrahlungsmethoden maßgebend. Auch Wärmestrahlen, Hertzsche Strahlen, X-Strahlen usw. sind verwendbar.
- Bei den Einsenstrählen findet 'bekanntlich dann eine Veränderung .einzelner Zellgewebe statt, wenn Iman eine Abdeckung der ,gesunden lebenden Gewebe vornimmt und kranke Stellen besonders intensiv bestrahlt.
- Wird diese Bestrahlung wite bei Röntgen auf besonders feinem Bindegewebe nur auf Sekunden ;ausgedehnt, so findet trotzdem eine Art Verbrennungsprozeß der einzelnen Zellen statt.
- Ausführung@slbeisp.i@el. Irgendeiner der genannten Stoffe wird mit bekebigen Beizen oder deren Lösungen, auch in Verlbindung mit leicht zerstörbaren Farbstoffen irgendwelcher Art gefärbt, so daß .die Struktur und Zellen der Faser von dieser Beize durchdrungen wird. Hierauf wird das "so vorbehandelte Material unter Einwirkung eines in offene oder - geschlossene Behälter einströmenden Gases gesetzt und gleichzeitig werden j e nach Wunsch bestimmte Formen in Mustrierungen abgedeckt. Die hierdurch freiliegend bleibenden Stellen werden nun einer der Vorbeize oder dem chemischen Gebilde rentsprechenden Bestrahlungsart ausgesetzt. Hierbei ergibt es sich, daß genau wie beim Finsenverfahren die absichtlich angebrachte Beize zerstört wird und an den freibleibenden Stellen diejenigen Farbtönungen in den .gewünschten Mustrnerungen heraustreten, .die die betreffende Abdeckung zeigen.
- Werden nun künstliche Bestrahlungen angewendet, so entstehen unter Anwendung verschiedener Gase und dampfförmiger Gebilde, welche die Strählenwirhungen ,in der Erzeugung unterstützten, auf künstlichem Wege derartige Veränderungen des bereits vorher gebeizten und .auf echt nachgefärbten Materials Wirkungen, die .das Material als vollkommen echtfa.nbig erzeugt betrachten lassen. Es werden also diese Materialien sich nicht mehr durch Sonnenstrahlen oder natürliche Einflüsse irgendwie später in der Farbe verändern, weil Ihereits durch den künstlich .erzeugten Bestrahlungsvorgang alle diejenigen Farbüberschüsse fortgenommen sind, welche durch ein sogenanntes Verbleichen derselben verschwinden würden.
- Es ist selbstverständlich, daß die Fixierung dieser Beize nicht vor dem Bestrahlungsprozeß, sondern erst nach dürnselben stattfindet. Es ist auch darauf hinzuweisen, daß sonstige bisher .bekannte, bereits angewendete Verfahren bei diesem neuen Prozeß Anwendung finden können. So kann man z. B. Gattfrage- und Astrachanisierprozesse anwenden, bei denen einzelne Teile der zu behandelnden Stoffe durch Knüllung von der Bestrahlung ausgeschlossen werden, dadurch die Beize, welche vorher angebracht ist, behalten, während die bestrahlten Flächen den Beizzerstörungsprozeß durchgemacht haben.
- Auch die in allen Literaturen bekannten Druckprozesse, besonders die dm Film bekannten Kopierverfahren, können zur Erlangung von `besonders farbigen Negativen hierbei Anwendung finden.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜCFIE: i. Verfahren zur Erzeugung von Mustern auf beliebigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die gefärbten, gebeizten oder auf sonstige Weise vorbehandelten sowie gegebenenfalls mit Abdeckungen u. d.gl. versehenen Stoffe einer künstlichen Bestrahlung, beispielsweise durch Katho.denstrahlen, X-Strahlen u. dgl. ausgesetzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor, während oder nach der -Bestrahlung flüssige oder gasförmige Stoffe zur Einwirkung auf den zu bemusternden Gegenstand gebracht werden.
- 3. Verfghren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bewegte farbige Dämpfe verschiedener Dichte direkt oder indirekt zur Beeinflussung der Strahlenwirkung benutzt werden. d. ,'erfahren nach Anspruch i Abis 3, dadurch gekennzeichnet, d.aß man den zu bemusternden Gegenstand nicht nur mit einer einzelnen Farbe oder Beize vorbehandelt, sondern nach bankartigen Vorgängen in mehreren Tönen vorbeizt und dadurch später beliebig viel Nüanzierungen in dem fertiggestellten Gut erhält. 5. Verfahren nach Anspruch i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß unter Zusatz von Pappungen und Beizungen, die die Bestrahlung unterbrechen, die verschiedenen Mustrierungen zum Vorschein gebracht werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP39041D DE366341C (de) | 1920-01-13 | 1920-01-13 | Verfahren zur Erzeugung von Mustern auf beliebigen Stoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE366341C true DE366341C (de) | 1923-01-03 |
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| DEP39041D Expired DE366341C (de) | 1920-01-13 | 1920-01-13 | Verfahren zur Erzeugung von Mustern auf beliebigen Stoffen |
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1920
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