DE365652C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Photogrammen mit kuenstlerischer Bildwirkung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Photogrammen mit kuenstlerischer Bildwirkung

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DE365652C
DE365652C DEG55900D DEG0055900D DE365652C DE 365652 C DE365652 C DE 365652C DE G55900 D DEG55900 D DE G55900D DE G0055900 D DEG0055900 D DE G0055900D DE 365652 C DE365652 C DE 365652C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/02Sensitometric processes, e.g. determining sensitivity, colour sensitivity, gradation, graininess, density; Making sensitometric wedges

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)
  • Variable Magnification In Projection-Type Copying Machines (AREA)
  • Projection-Type Copiers In General (AREA)

Description

(G55900
Es sind bereits Verfahren zur Herstellung , von Photogrammen mit künstlerischer Bildwirkung durch Verwendung der sogenannten Monokelobjektive, halbkorrigierten Objektive S und anderer Hilfsmittel, wie z. B. die Anordnung einer lichtstreuenden Schicht vor der Trockenplatte während der Exposition nach Patent 274581, bekannt, bei denen die Bildwirkung darauf beruht, daß die volle BiIdschärfe, wie sie durch Verwendung voll korrigierter anastigmatischer Objektive erzielt wird, vermieden ist. Ein Nachteil dieser bisher bekannten photographischen Verfahren zur Erlangung künstlerisch-weicher Zeichnung im Photogramm besteht darin, daß durch ihre Anwendung stets über die gesamte Bildfläche weich-unscharfe Zeichnung erhalten wird, ohne daß es bisher möglich ist, die unscharf-weiche Bildzeichnung auf bestimmte Partien zu begrenzen, was ganz besonders bei Bildnisphotogrammen wünschenswert ist, insofern, als hier das Auge mit seinem Reflex-, glanzpunkt zweckmäßig völlig scharf, die übrige Bildzeichnung aber in weicher Unscharfe anzustreben ist. ' Diesen Nachteil vermeidet die vorliegende
365(552
Erfindung eines Verfahrens zur Herstellung von Photogrammen mit künstlerischer Bildwirkung, der als leitender Gedanke die Anfertigung von Photogrammen mit beliebig scharfen und weich-unscharfen Bildpartien zugrunde liegt.
Als Beispiel einer Ausführungsart der vorliegenden Erfindung wird folgende' Beschreibung gegeben. Man fertigt unter Verwendung eines gut korrigierten Objektivs, z.B. auch eines sogenannten Schnellarbeiters Petzvalscher Konstruktion mit vorzüglicher Mittenschärfe des Bildes, in der üblichen Weise ein Negativ in kleinem Format, beispielsweise auf Plattengröße 4,5 : 6 cm, wobei man auf sorgfältigste Scharfeinstellung besonderen Wert legt. Die Platte der betreffenden Aufnahme, beispielsweise eines Personenbildnisses, wird in der üblichen Weise unter Vermeidung übermäßiger Deckung hervorgerufen, fixiert, gewässert und getrocknet. Von diesem Negativ wird auf einem der bekannten hochempfindlichen Entwicklungspapiere eine Vergrößerung im verlangten Bildformat gefertigt mittels eines Vergrößerungsapparates, der dadurch gekennzeichnet ist, das zwischen dem Vergrößerungsobjektiv und dem Vergrößerungspapier in mehr oder weniger großem Abstande von der Oberfläche des Vergrößerungspapieres, meist nur im Abstande von wenigen Millimetern, ein lichtzerstreuendes Medium zwischengeschaltet wird, beispielsweise eine matt oder halbmatt geätzte Glasscheibe, eine mattierte ZeIIuloidfolie o. dgl., welche durch geeignete Behandlung auch das stellenweise Ausschalten ihrer lichtzerstreuenden Wirkung erlauben, nachdem man vor der Belichtung des Vergrößerungspapieres diejenigen Stellen des zwischengeschalteten lichtzerstreuenden Mediums, wrelche den im· Photogramm scharf abzubildenden Bildpartien entsprechen, völlig oder nahezu völlig lichtdurchlässig gemacht hatte, so daß diese Stellen durchsichtig-klar sind. Die Arbeitsweise gestaltet sich dabei so, daß man zunächst ohne das dazwischengeschaltete lichtzerstreuende Medium nach dem scharfen kleinen Negativ in der Ebene des Vergrößerungspapieres völ-Hg scharf einstellt. Nach erfolgter Scharfeinstellung schaltet man das lichtzerstreuende Medium in den Strahlengang vom Vergröße- ■ rungsobj ektiv zur Vergrößerungsebene ein. Je mehr man dabei das lichtzerstreuende Medium der Ebene des Vergrößerungspapieres nähert, desto weniger tritt die lichtzerstreuende Wirkung desselben in der Ebene des Vergrößerungspapieres in Erscheinung, so daß bei Berührung der lichtzerstreuenden Seite einer Mattscheibe 0. dgl. mit der Ebene des Vergrößerungspapieres fast keinerlei Ablenkung der vom Vergrößerungsobjektiv ausgehenden Lichtstrahlen eintritt. Hält man jedoch einen Abstand von beispielsweise 2 bis 4 mm ein, so findet dann, infolge der lichtzerstreuenden Wirkung des zwischengeschalteten trüben Mediums, in der Ebene des Vergrößerungspapieres eine ausgesprochen weichunscharfe Abbildung des an sich scharfen Negativs statt. Um nun stellenweise, z. B. bei einem Porträt in den Augen der abgebildeten Person, vollkommene Bildschärfe zu erlangen, ist es nur erforderlich, an den den scharf abzubildenden Vergrößerungspartien entsprechenden Stellen des lichtzerstreuenden Mediums möglichst vollkommene Transparenz [ zu erzeugen. Weil auf die Ebene des Vergrößerungspapieres scharf eingestellt wurde, muß dann in allen den klar-durchsichtig gemachten Stellen des trüben Mediums entsprechenden Photogrammpartien volle BiId-■ schärfe erlangt werden. Wird eine mattgeätzte Glasscheibe als zwischenzuschaltendes lichtzerstreuendes Medium verwendet, so kann die erforderliche Transparenz bestimmter Partien beispielsweise dadurch erzielt werden, daß weiße Vaseline, Vaselinöl oder gleichwirkende andere Mittel mit Hilfe eines feinen Pinsels ganz sparsam aufgetragen werden auf die beim durchfallenden, vom Vergrößerungsobj ektiv ausgehenden Licht sehr deutlich sichtbaren, zur scharfen Bildwiedergabe in der Vergrößerung bestimmten Stellen der Mattseite. Ein weicher Verlauf der so fast völlig transparent zu machenden Stellen wird durch Vertupfen der Ränder mit dem Finger oder einem zusammengeballten weichen Leinenlappen erlangt. Wird danach das gewählte Vergrößerungspapier, z. B. auch hochempfindliche sogenannte Gaslichtpapiere, in die Vergrößerungsebene gebracht, danach belichtet, entwickelt und in bekannter Weise weiterbehandelt, so erlangt man Photogramme von den bisher bekannten weit überlegenem künstlerischen Charakter, weil es mit Hilfe des beschriebenen Verfahrens der vorliegenden Erfindung auch dem Photographen, ebenso wie dem Maler, möglich ist, beliebige bestimmte Bildpartien vollkommen scharf, andere aber in mehr oder weniger weich-unscharfer Zeichnung wiederzugeben.
Als weiterer wesentlicher Vorteil des Verfahrens der vorliegenden Erfindung ist der gänzliche Fortfall jeglicher Negativretusche zu bezeichnen, wodurch eine große Ersparnis ermöglicht ist. Ebenso bildet die Möglichkeit, bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung Platten in kleinem und kleinstem Format zu verwenden, ohne daß dadurch irgendeine Beeinträchtigung der Vergrößerungsbildresultate gegenüber gleichgroßen Originalaufnahmen eintritt, eine weitere Möglichkeit zu größter
Ersparnis, die ebenfalls als ein sehr wesent- · licher Fortschritt der vorliegenden Erfindung angesehen werden muß.
Eine Ausfuhrungsfor.ni und Anwendungsweise einer für das Verfahren der vorliegenden Erfindung geeigneten Kopiervergrößerungsvorrichtung wird nachstehend beschrieben. Es ist die beigefügte Abbildung die Ansicht eines stehenden Kopiervergrößerungs- :
ίο apparates, in welcher auf dem Grundbrett α beidseitig zwei seitliche Führungswände b wirikelrecht befestigt sind. Im oberen Teil dieser Führungswände b, deren Höhe vom Maßstab der Vergrößerungen und der zu benutzenden " Brennweite des Vergrößerungsobjektivs abhängt, sind zur Abdunkelung des Vergrößerungsschachtes vorn und hinten feste Verbindungen c starr verbunden, so daß dadurch auch die seitlichen Führungswände b in ihrem oberen Teil große Festigkeit und Starrheit erlangen. Im unteren Teil der seit- ■ liehen Führungswände b läuft über und zwischen denselben ein als nach unten gestülpter Kasten ausgebildeter Lichtquellenraum d, nach oben verschiebbar und beliebig feststellbar durch die Schrauben e. Der als Kasten ausgebildete Lichtquellenraum d enthält in ! seinem oberen Deckel in der Mitte eine der \ Negativgröße entsprechende Öffnung fy wäh- ' rend genau unterhalb derselben im Abstande j von wenigen Zentimetern eine hochkerzige Metalldrahtlampe oder andere geeignete ! flächige Lichtquelle genügender Größe zur Deckung des betreffenden Negativformates mit mattierter Glocke g im Lichtquellenraum eingebaut ist. Zwischen dem oberen mit Negativausschnitt f versehenen Deckel des Lichtquellenraumes d .und den unteren Kanten der beiden Abdunkelungsverbindungen c, der beiden seitlichen Führungswände b, ist das Ob- I jektivbrett fe zur Aufnahme des Vergrößerungsobjektivs derart verschiebbar eingebaut, daß dasselbe durch die über die seitlichen Füh- ' rungswände b außenseite dieser geführten , Leisten k stets im rechten Winkel zu den : seitlichen Führungswänden b gehalten wird. ; An den Führungsleisten k sind wiederum : Griffleisten I befestigt, so daß die Verschie- ; bung des Obj ektivbrettes zum Zwecke des !
Scharfeinstellens mit Hilfe dieser Griff- ; leisten/ unschwer von oben aus unter gleichzeitiger Betrachtung des vergrößert auf die Mattscheibe m am oberen Ende des Vergrößerungsschachtes geworfenen Bildes erfolgen kann. Unter der mit der matten Seite nach oben gekehrten herausnehmbaren Matt- ' scheibe m liegt eine klare Glasscheibe n,
deren Glasstänke so gewählt wird, daß sie dem gewollten Abstände der matten Fläche der Mattscheibe vom Vergrößerungspapier 60 entspricht. Nach erfolgter Scharfeinstellung auf der nach oben liegenden matten Seite der Mattscheibe m werden sowohl die Mattscheibe» wie auch die klare Glasscheiben herausgenommen, um nunmehr zunächst 65 Mattscheibe m, mit der matten Seite nach oben, wieder in den Falz des Vergrößerungsschachtes 'einzulegen. Nachdem die Mattscheibe m, auf welcher nun bei der .etwas tieferen Lage das vergrößert projizierte Bild 70 nicht ganz scharf erscheint, an den ausgewählten Stellen in der oben beschriebenen Weise transparent gemacht worden ist, wird die blanke Glasscheiben über die Mattscheibe« gelegt, so daß durch den ^Austausch der bei- 75 den Scheiben gegenüber der Einstellungslage derselben der erforderliche Abstand des Vergrößerungspapiers von der lichtzerstreuenden Seite der Mattscheibe m gewährleistet ist. Vor dem Einlegen des Vergrößerungspapieres 80 wird mit dem aus lichtundurchlässigem Stoff hergestellten, unten offenen Lichtabdichtungsbeutel p die Lichtabdichtung «wischen den unteren Kanten des geschlossenen Vergrößerungsschachtes und dem Objektivbrett h her- 85 gestellt, dann das Vergrößerungspapier auf die blanke Glasscheibe n, deren obere Fläche der scharf eingestellten Vergrößerungsebene entspricht, eingelegt, der Kopierdeckel 0 geschlossen und durch Einschalten der Lampe 90 belichtet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: .
1. Verfahren zur Herstellung von Photogrammen mit künstlerischer Bildwirkung durch beliebig bestimmte scharfe und unscharfe Bildzeichnung, gekennzeichnet durch Aufnahme von Negativen, besonders in kleinem Format, und nachfolgende Vergrößerung oder Verkleinerung, auch Projektion in gleicher Größe, unter Zwischenschaltung lichtzerstreuender Medien mit stellenweise herbeizuführender Ausschaltung deren lichtzerstreuender Wirkung.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwischengeschaltete lichtzerstreuende Medien zwischen dem Objektiv des Projdktionskopierapparates und der Ebene des lichtempfindlichen Papieres in beliebigem Abstande von der (Ebene des lichtempfindlichen Papieres.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEG55900D 1922-02-19 1922-02-19 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Photogrammen mit kuenstlerischer Bildwirkung Expired DE365652C (de)

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