DE360643C - Verfahren zur Schutzbehandlung beschwerter Seide - Google Patents

Verfahren zur Schutzbehandlung beschwerter Seide

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    • D06M11/11Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof with halogen acids or salts thereof
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Description

  • Verfahren zur Schutzbehandlung beschwerter Seide. Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Schutzbehandlung von Seide zwecks Erhöhung der Festigkeit und Elastizität. Das Verfahren besteht darin, daß man organische, insbesondere stickstoffhaltige oder schwefel-und stickstoffhaltige Verbindungen, die sich in Wasser oder verdünnten Säuren lösen, die ferner bei gewöhnlicher Temperatur nicht sublimieren, nicht flüchtig sind (verdampfen) und mit Metallsalzen keine Farbenreaktionen geben (wie z. B. Rhodanverbindungen), in geeigneten Lösungsmitteln, deren Temperatur nach Bedarf bis zum Sieden gesteigert werden kann, auf die Seide nach dem Beschweren, z. B. nach dem Zinnphosphatsilikatverfahren, einwirken läßt. Es hat sich ergeben, daß hierbei diejenigen organischen, insbesondere stickstoff- oder stickstoff- und schwefelhaltigen Verbindungen die stärkste und dauerndste Schutzwirkung auf die Seide ausüben, die auch bei intensiver Sonnenbestrahlung sich nicht verflüchtigen und auch durch anhaltenden starken Luftzug nicht aus der Seidenfaser entfernt werden können.
  • Damit die Lösung des anzuwendenden Schutzkörpers das nach dem Beschweren gequollene und deshalb im- allgemeinen schwer durchlässige Fibroin besser zu durchdringen vermag und der Schutzkörper sich nicht nur auf den äußeren Schichten des Fibroin ablagert, enspfiehlt es sich, bei einer solchen Temperatur und während so langer Zeit die Behandlung durchzuführen, daß eine möglichst vollkommene Imprägnierung gewährleistet wird.
  • Um den Schutzkörper nach der Imprägnierung innerhalb oder Seidenfaser noch besonders zu fixieren, kann .man so verfahren, daß man ihn mittels bekannter Reaktionen unlöslich öder schwerlöslich innerhalb der Faser niederschlägt, wodurch die Dauer der Schutzwirkung noch besonders erhöht wird.
  • Die in den Erfindungsbereich gehörenden Körper wirken dadurch, daß sie die z. B. nach deni Zinnphosphatsilikatverfahren beschwerte Seide vor dem Abbau (Oxydation) durch Sauerstoff oder Sauerstoffüberträger (Zinnverbindungen) schützen, indem sie selbst abgebaut werden. Von solchen Körpern seien z. B. Cholin, Betain, Alkaloide genannt sowie alle organischen Verbindungen, die gegenüber dem Beschwerungsmittel leichter reduzierbar sind als Fibroin. Dagegen gehören nicht in den Bereich der Erfindung solche Körper, die, wie z. B. Leim, Dextrin oder Diastaphor, mittels ihrer Klebekraft das morsch gewordene Fibroin lediglich mechanisch zusammenhalten und die ihrer Natur nach als ausgesprochene Appreturmittel bekannte Verwendung finden. Es ist vielmehr zur Kennzeichnung der in den Erfindungsbereich gehörenden Körper wesentlich, daß sie weder dert Griff noch das Aussehen der Seidenfaser verändern. Weiterhin gehören nicht in den Bereich,der Erfindung solche omganischenKörper, die schon unter der Einwirkung des Sonnenlichtes durch das Beschwerungsmittel spontan zersetzt werden, ohne daß die Zerfallsprodukte als Schutzkörper praktisch wirksam sind, wie Harnstoff und Thioharnstoff, oder die flüchtig sind, wie z. B. Formaldehyd, Hydroxylamin und dessen Salze, sowie solche Verbindungen, die, wie z. B. Rhodansalze oder Hydrochinon, unerwünschte Farbenreaktionen geben.
  • Zur Ausführung des Verfahrens verfährt man in der Weise, daß man die Seide nach dem Beschweren mit einer beispielsweise 5prozentigen Lösung von Cholin behandelt.
  • Man kann ferner auch so verfahren, daß man die Seide nach dem Beschweren mit einer aprozentigen Lösung von hippursaurem Natron behandelt, schleudert und die Hippursäure durch Salzsäure in der Faser schwerlöslich ausscheidet.
  • Gegenüber allen bekannt gewordenen Verfahren der Schutzbehandlung von Seide bedeutet das vorliegende Verfahren wegen der allgemeinen Anwendbarkeit aller organischen, insbesondere stickstoff- oder stickstoff- und schwefelhaltigen, löslichen, nicht flüchtigen Verbindungen der obigen Art, die sich leichter oxydieren als Fibroin, einen wichtigen technischen Fortschritt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Schutzbehandlung beschwerter Seide, dadurch gekennzeichnet, daß man die Seide nach dem Beschwerungsprozeß allgemein mit solchen organischen, insbesondere stickstoff- oder schwefel- oder stickstoff- und schwefelhaltigen Verbindungen behandelt, die sich leichter oxydieren als Fibroin, ferner bei gewöhnlicher Temperatur nicht flüchtig sind, mitEisensalzen keine unerwünschten Farbenreaktionen geben und auch den Griff und das Aussehen der Seide nicht verändern.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß man die der Seide zwecks Schutzwirkeng zugeführten Verbindungenmittels bekannter Reaktionen innerhalb der Faser schwerlöslich oder unJös#l;ich niederschlägt.
DEK59979D 1914-11-24 1914-11-24 Verfahren zur Schutzbehandlung beschwerter Seide Expired DE360643C (de)

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