DE360603C - Verfahren zur Erhoehung der Festigkeit und Elastizitaet sowie zur Verhuetung oder Verminderung der Faserschwaechung von Seide - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Festigkeit und Elastizitaet sowie zur Verhuetung oder Verminderung der Faserschwaechung von Seide

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DE360603C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/07Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof
    • D06M11/11Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof with halogen acids or salts thereof
    • D06M11/20Halides of elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table, e.g. zirconyl chloride
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/35Heterocyclic compounds

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  • Textile Engineering (AREA)
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  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit und Elastizität sowie zur Verhütung oder Verminderung der Faserschwächung von Seide. Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit und! Elastizität von Seide. Main kennt bereits Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit von erschwerter Seide. Das den. Erfindüngsgegenstand bildende Verfahren dient dazu, die Festigkeit der unerschwerten rohen oder abgekochten Seide zu erhöhen. Zu diesem Zwecke und um die Seide gegen Fasers!chwächwag hialtbarer zu machen, wird sie gemäß dem Erfindungsgedanken mit solchen. Verbindungen behandelt, die sich, leichter oxydieren als Fihroin, deren primäre oder sekundläre usw. Abbauprodukte sich gleichfalls ,noch leichter oxydieren als Fibroin, und die den Griff und: das Aussehen der Seide nicht verändern. Im allgemeinen würden alle organischen Verbindungen den Erfindungszweck erfüllen, sofern ihre Abbaufähigkeit zu primären oder sekundären usw. Spaltungsprodukten führt, die durch ihre eigene größere Oxydierbarkeit die Seide selbst vor der Oxydation schützen;. Derartige Verbindungen -wirken also' z. B. einer katalytischen Wirkung von Sauerstoffüberträgern, z. B. Nitrofarbstoffen, direkt entgegen, indem sie noch wirksamer als Fibroin reduzierende Abbauprodukte abspalten, so daß jenes auch bei Gegenwart von Sauerstoff oder Sauerstoffüberträgern unberührt bleibt. Diejenigen organischen Verbindungen. erfüllen den ErfindÜngszweck am besten, die ein möglichst großes, leichter als Fibroin abbaufähiges Molekül haben, rund die eine möglichst lange Kette von primären, sekundären, usw. Abbauprodukten liefern, die auch ihrerseits noch leichter abbaufähig sind als Fibroin. Besonders geeignet sind z. B. Alkaloide, z. B. Cinchonin und deren,@ @1@b@kd@rnanlis.@ge. Man ,behandelt z. B. Seide in: einer Lösung, die i Prozent oder nach Bed.axf auch mehr Ci@nclionin ('berechnet auf das Gewicht .der Seide) enthält, bei .gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, z. B. beim: Färben. Die Dauer der Schutzwirkung wird noch dadurch erhöht, daß man die zwecks Schutzwirkung der Seide zugeführten Verbindungen innerhalb: der Seidenfaser schwer löslich oder unlöslich niederschlägt. So kann man z. B. Cinchonin durch Seifenlösung niederschlagen. Nacb der Behandlung wird die Seide geschleudert und getrocknet. Die so behandelte Seide zeigt gegenüber unbehandelter Seide eine unn zo Prozent und mehr gesteigerte Festigkeit unmittelbar nach der Behandlung.
  • Man kennt bereits eine Reihe von Stoffen, die als Appreturmittel zur Verstärkung der Seidenfaser Verwendung finden, z. B. Leim, Eiweiß, Stärke, Gümaui, diastasehaltige Malzpräparate Glyzerin. Derartige Verbindungen verändern aber immer den Griff der Seide und wirken rein mechanisch und nicht chemisch wie die dem Erfindungsgedanken zugrunde liegenden Verbindungen.
  • Mau hat auch schon Tannin und- Rhodanverbindungen undr Hydrochinon zur Erhöhung der Festigkeit von. Seide verwendet. Aber diese Körper haben sich nicht bewährt, da sie entweder mit Spuren" von Eisenverbindungen unerwünschte Flecken geben (Rhodanverbin= Jungen) oder an sich schon (z. B. Tannin und Hydrochinon) die Seide mißfarben machen.
  • Man hat auch schon- Harnstoff, Thioharnstoff, Hydroxylamin und Hyd'razin vorgeschlagen. Aber diese Verbindungen geben keine Abbauprodukte, die sieh leichter oxydieren als Fibroin. So sind z. B. die primären Abbauprodukte des Harnstoffs, Kohlensäure und Ammoniak, vollkommen, indifferent, und die Schutzwirkung von Harnstoff hat mit der Bildung dieser beiden Spaltungsprodukte ihr Ende erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit und Elastizität sowie Verhütung oder Verminderung der Faserschwächung von Seide, .dadurch gekennzeichnet, daß man die Seide mit organischen, insbesondere Stickstoff oder Schwefel oder Stickstoff und Schwefel enthaltenden Verbindungen behandelt, die den Griff und das Aussehen der Seide nicht verändern, die mit Eisenverbindungen keine unerwünschten Farbenreaktionen geben, die sich leichter oxydieren als Fibroin, und deren primäre oder nach Bedarf auch sekundäre und weitere Oxydationsprodukte noch leichter oxydierbar sind als Fibroin. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß man .die der Seide zwecks Schutzwirkung zugeführten Verbindungen innerhalb der Faser schwer löslich oder unlöslich niederschlägt.
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