DE360347C - Sprechmaschine mit mehreren auf einem drehbaren Tisch angeordneten Plattentellern - Google Patents
Sprechmaschine mit mehreren auf einem drehbaren Tisch angeordneten PlattentellernInfo
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- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B17/00—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor
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Description
Es sind bereits Sprechmaschinen bekannt, bei welchen mehrere auf an einem gemeinsamen
drehbaren Tisch angeordneten Plattentellern liegende Schallplatten der Reihe nach
dadurch abgespielt werden, daß entweder der Tisch absatzweise mit seinen die- Schallplatten
tragenden Plattentellern unter einer Schalldose bewegt wird oder die Schalldose und der
Tisch mit Bezug aufeinander so bewegt werden, daß nacheinander verschiedene Schallplatten
in den Bereich des Stiftes der Schalldose gelangen. Die Erfindung bezieht sich nun auf solche Sprechmaschinen, bei welchen
die Schalldose nahezu fest steht und der Tisch mit den Schallplattentellern jedesmal nach dem
Abspielen einer Platte weitergeschaltet wind, wobei während des Abspielens einer Platte
auch alle übrigen Platten mitgedreht werden. Da während des Abspielens einer Platte die
letztere sich auch mit Bezug auf die Schalldose verschieben muß, so wird eine Drehbewegung
dem Tisch übermittelt, und diese langsame, während des Abspielens herrschende Drehung wird in jenem Zeitraum beschleunigt,
der zwischen zwei Anspielungen stattfinden muß. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung·
der Rand des Tisches mit einer Hubleiste versehen, die gegen einen beständig an
sie angedrückten Finger wirkt, der bei Ankunft eines bestimmten Teiles der Hubleiste
ausgeschwungen wird, und dadurch die Umschaltung eines Vorgeleges von langsamer Drehung auf rasche Drehung des Tisches herbeiführt.
Bei dieser Drehung des Tisches tritt dann wieder eine andere Stelle der Hubleiste
in Eingriff mit dem Finger, wenn sich eine neue Schallplatte im Bereich der Schalldose
befindet, und durch diese andere Stelle der Hubleiste wird der Finger wieder so bewegt,
4.0 daß das mit ihm verbundene Gestänge das Vorgelege wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit
zum Abspielen schaltet.
Derselbe Finger steht auch mit einem Arm in Verbindung, der sich während der Umschaltperiode
von unten gegen den Tonarm legt und diesen selbsttätig von der Schallplatte abhebt, um ihn entsprechend der Bewegung
des Fingers an der Hubleiste des Tisches wieder langsam in die Ebene der nächsten
Schallplatte einzuführen, die in Abspiellage mit Bezug auf die Schalldose getreten ist.
Dieser Hebearm für den Tonarm ist so eingerichtet, daß er von selbst den Tonarm in
eine bestimmte Lage mit Bezug auf den Hebearm gleiten läßt, um so jene Relativbewegung
zwischen Tonarm und Schallplatte auszugleichen, die bei Benutzung von Schallplatten
eintritt, wenn dieselben eine von einer Durchschnittszahl abweichende Zahl von Nuten per
Längeneinheit in radialer Richtung der Platten besitzen.
Abb. ι ist eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel
einer solchen Sprechmaschine,
Abb. 2 eine Seitenansicht des Antriebsmechanismus,· Abb. 3 ein Schnitt nach 3-3 der Abb. 1,
Abb. 4 und 5 und 6 sind wagerechte Schnitte nach den Linien 4-4, 5-5 und 6-6 ider Abb. 2.
Abb. 7 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. 3.
Abb. 8 ist eine vergrößerte schematische Darstellung der Lage des Tonarmes mit Bezug
auf seinen Hebearm.
Der drehbar angeordnete Tisch 15 dient als
Träger der gleichmäßig auf ihm verteilten und in gleicher Höhe angeordneten Schallplattenteller
11, 12, 13, 14. An der Nabe 16 dieses
Tisches ist ein Zahnrad 25 befestigt, das seinen Antrieb durch eine Schnecke 26 erhält.
Die Nabe stützt sich gegen ein Fußlager 18 auf einem Arm 19 des Gestelles 21 und umschließt
lose eine in diesem Arm 19 befestigte Hülse 17, ,in deren Innerin eine Spindel 22
sich dreht. Das aus dem Träger herausragende Ende der Spindel besitzt eine Reibscheibe
23, die in ständigem Eingriff mit allen Schallplattentellern 11 bis 14 ist, um sie beständig
alle gleichmäßig anzutreiben.
Zum Antrieb der Nabe 16 und der Spindel 22 dient der in Abb. 2 und 4 gezeigte Motor go
27, der durch eine Feder 33 um seinen Unterstützungszapfen 32 (Abb. 2) so gezogen wird,
daß ein kleines Reibrad auf der Motorwelle in Antriebseingriff mit einer größeren Reibscheibe
29 einer Vorgelegewelle 31 steht. Diese Vorgelegewelle besitzt nach Abb. 5 drei
Schnecken 34, 35 und 36; die äußerste Schnecke 36 treibt ein Schneckenrad 37 auf
der Spindel 22,^ wodurch letztere stets mit bestimmter
Geschwindigkeit in Drehung versetzt wird. Die zweite Schnecke 35 mit schwacher Steigung treibt ein Schneckenrad
38 auf einer Welle 39, von der aus der Antrieb des Tisches 15 durch ein Zahnrad 41 auf
der gleichen Welle übermittelt wird, welche mit einem Zahnrad 42 auf einer zweiten senkrechten
Vorgelegewelle 43 in Eingriff steht. Das obere Ende dieser Welle 43 hat eine
Schnecke 44 in Eingriff mit einem Schneckenrad 45 auf der gleichen Welle, auf welcher
auch die Schnecke 26 sitzt, die das Schneckenrad 25 des Tisches in Drehung versetzt. Der
Tisch wird also durch dieses Vorgelege verhältnismäßig langsam angetrieben. Das Zahnrad
42 sitzt lose auf der Welle 43 und trägt Kupplungsklinken 46 in Verbindung mit Fe-
dem 47, welche diese Kupplungsklinken in Eingriff gegen den Umfang einer auf der
Welle 43 befestigten Scheibe 48 drücken, so daß durch diese Klinken und deren Reibung
die Welle 43 gedreht wird (Abb. 7). Sollte
jedoch die Scheibe 48 sehr rasch in Drehung versetzt werden, so gleitet sie unter diesen
Klinken 46 vorbei, ohne sie zu !beeinflussen, oder ohne die Bewegung des Zahnrades 42 bemerklich
abzubremsen. Dieses Vorgelege dient
zur Übertragung jener Drehung auf den Träger 15, die während der Abspielung einer
Schallplatte aufrechterhalten werden muß. Ein die Welle 43 lose umschließender Kupplungskegel
49 erhält seinen Antrieb durch Schnecke34, die bedeutend höhere Steigung
besitzt als die Schnecke 35, so daß das Schneckenrad 51 viel rascher gedreht wird
als das Schneckenrad 38. Der Kupplungskegel 49 kann nun zum Antrieb der Welle 43
dadurch benutzt werden, daß eine mit der Welle 43 verbundene zweite Kupplungshälfte
52 in diesen Kegel hineingepreßt wird, wodurch dann die Welle 43 viel rascher angetrieben
wird und die Scheibe 48 (Abb. 7) dieser Welle wirkungslos an dem Zahnrad 42 vorbeigeht. Dieses Vorgelege 34, 51-43, 44
usw. wird nun benutzt, wenn der Träger 15 nach der Abspielung der einen Schallplatte
eine Teildrehung ausführen soll, die eine andere Schallplatte in den Bereich der Schalldose
bringt. Es muß zu diesem Zweck die Kupplung 52 gesenkt werden, und dies wird
durch einen Doppelhebel 55, 56 erreicht, dessen Arm 55 in einem Lagerbock 54 unterstützt
ist, und welcher durch seine Gabelung
53 in bekannter Weise eine Nut des Kupplungskegels 52 erfaßt. Der andere Arm 56
des Hebels ist an diesen ersten Arm 55 angelenkt und hat am rückwärtigen Ende eine
Rolle 57, die durch die Feder 59 beständig in Eingriff mit der Arbeitskante eines Hubdaumens
58 gehalten wird. Die Lage zwischen den beiden Hebeln 55, 56 kann durch die Stellschraube 61 etwas verändert werden. In
fester Verbindung mit dem Hubdaumen 58 befindet sich ein Arm oder Finger 62, der mit
dem Zapfen 75 schwingbar ist, und welcher durch die Feder 63 beständig gegen den Umfang
einer Hubleiste 64, 65 gedrängt wird. Diese Hubleiste ist am Rande des Tisches 15
vorgesehen und kann an ihm durch die Schrauben 60, welche die Leiste durchdringen, verstellt
wenden. Die Hubleiste hat ebenso viele Hubflächen 64 bzw. Vertiefungen 65, als Schallplattenteller vorhanden sind, und der
Übergang zwischen diesen Vertiefungen und Ausbuchtungen wird durch die Schultern 66
bzw. 83 vermittelt.
Das Vorgelege 38, 41, 42, 44 befindet sich im Betrieb, wenn der Finger 62 die vertiefte
Kante 65 der Hubleiste 64 erfaßt. Wird er durch die Feder 63 nach Ankunft einer Ausbuchtung
ausgesehwungen, so wird dadurch der Doppelhebel 55, 56 unter Vermittlung des
Daumens 58 ausgesehwungen und Kupplungen 49, 52 in Arbeitsstellung gebracht, so daß der
Antrieb des Tisches nunmehr unter Ausschaltung des reduzierenden Vorgeleges 38-42 in
Drehung versetzt wird. Diese Drehung findet viel rascher statt als die andere Drehung, und
es gerät also fast unmittelbar nach Abspielüng der einen Platte eine andere Platte in Arbeitsstellung
mit Bezug auf die Schalldose 68, die in bekannter Weise auf einem Tonarm 6g angeordnet
ist. Dieser Tonarm ruht mit einem Kugelgelenk 71 in einer hohlen Stütze, die
mit dem Schalltrichter verbunden ist. Um nun während der Schalldrehung des Tisches
15 den Stift und die Dose 68 aus der Ebene der Schallplatten zu heben, ist der Finger 62
durch seinen Zapfen und einen an ihm angebrachten Arm unter Vermittlung der Lenkstange
74 mit einem anderen Arm 72 verbunden, der bei 73 auf dem Gestell der Maschine unterstützt ist. Dadurch wird bei Einleitung
der Schaltdrehung des Tisches 15 der Arm 72 angehoben und schwingt den Tonarm 69 um
sein Kugelgelenk nach oben, um ihn nach Rückkehr des Fingers 62 in die ursprüngliche
Stellung wieder auf die ursprüngliche Lage langsam zurückzusenken.
Für gewöhnlich, d. h. wenn Schallplatten mit einer bestimmten Anzahl von Nuten gemäß
der Längeneinheit ihres Durchmessers verwendet werden, verschiebt sich der Tonarm
69 nicht während der Abspielung. Hat die Platte jedoch bezüglich der Längeneinheit des
Durchmessers mehr oder weniger Nuten, so wird der Tonarm 69 sich auch mit Bezug auf
den Tisch 15 um sein Kugelgelenk 71 bewegen.
Um eine Rückführung des Tonarmes nach seiner Anhebung in die ursprüngliche Lage zu
erreichen, derart, daß er bei seiner Senkung wieder in die äußerste Spiralnut mit seinem
Stift eingreift, hat der Hebearm 72 an seinem Vorderende eine Kerbe 76, die die Eingleitung
ίο dieses Tonarmes von selbst in die Mittellage
mit Bezug auf den Hebearm 72 sichert.
Ein Fliehkraftregler bekannter Art erhält seinen Antrieb durch das Vorgelege 79
(Abb. 6) von der Spindel 22 des Reibungsrades23; die Reglerwelle 78 trägt verschiebbar
die Muffe "jy unter dem Einfluß der bekannten
Fliehkraftgewichte. An diese Muffe ist eine Scheibe 81 angeschlossen, die bei ihrer
Verschiebung gegen einen Bremsschuh 82 trifft und dadurch die Bewegung begrenzt.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:i. Sprechmaschine mit mehreren auf einem drehbaren Tisch angeordneten Plattentellern, die bei der Drehung des Tisches um seine Achse gleichzeitig um ihre eigenen Achsen gedreht werden, wodurch die auf den Tellern liegenden Schallplatten der Reihe nach abgespielt werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine am Rande des Tisches (15) vorgesehene Hubleiste (64, 65) zeitweise unter Vermittlung eines Gestänges (55, 56) eine Kupplung (52, 49) eingerückt wird, durch die eine schnellere Drehung des Tisches herbeigeführt wird als während des Abspielens einer Schallplatte, wobei das Einrücken dieser Kupplung jedesmal nach dem Abspielen einer Schallplatte erfolgt, während das Ausrücken derselben bewirkt wird, sobald die nächste Platte in Spielstellung gebracht ist.
- 2. Sprechmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einrücken der Kupplung (52, 49) in das den Tisch antreibende A'Orgelege eine andere Kupplung (46, 48) ausgeschaltet wird, die zwischen dem Hauptmotor (27) und dem Tisch (15) angeordnet ist, und welche dem Tisch jene langsame Drehung übermittelt, die beim Abspielen der Schallplatten notwendig ist.
- 3. Sprechmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum langsamen Antrieb des Tisches (15) dienende Kupplung aus einer auf der anzutreibenden Welle (43) festsitzenden Scheibe (48) besteht, gegen welche sich Reibungsklinken (46) eines von dem Motor (27) angetriebenen Zahnrades (42) legen, * wenn das Zahnrad (42) mit einer bestimmten Geschwindigkeit gedreht wird, während anderseits bei Antrieb der Scheibe (48) mit einer größeren Geschwindigkeit die Reibungsklinken (46) wirkungslos auf dem Umfang der Scheibe (48) der rascher angetriebenen Welle gleiten.
- 4. Sprechmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsglied (49) beständig von der Motorwelle (31) mit einer größeren Geschwindigkeit angetrieben wird als die Welle (43), auf welcher das Vorgelegerad (42) zur Abspieldrehung des Tisches sitzt, und daß durch die von der Hubfläche (64) bewirkten Verschiebung des anderen Kupplungsgliedes (52), das fest mit der Wellej (43) verbunden· ist, eine sofortige geräuschlose Umschaltung der Welle (43) I' von der beim Abspielen herrschenden ι Drehgeschwindigkeit auf die bei der Schaltung des Tisches notwendige Drehgeschwindigkeit erzielt wird.
- 5. Sprechmaschine nach Anspruch 1, da- sg durch gekennzeichnet, daß die am Rande des Tisches vorgesehene Hubleiste (64, 65) durch den Arm (62), der das Gestänge (55) für die Schaltdrehung 'des Tisches beeinflußt, auch mit einem Gestänge (74, 73, 72) verbunden ist, durch welches während der Umschaltung der Tonarm (69) angehoben wird, so daß dieser während der Schaltdrehung außer Berührung mit der Schallplatte ist.
- 6. Sprechmaschine nach Anspruch 1 UiM 5, dadurch gekennzeichnet, daß der den Tonarm (69) anhebende Finger (72) an seiner Anhubfläche mit einer Kerbe (76) versehen ist, durch welche der Tonarm bei seinem Anhub von selbst auf die Mittelstellung mit Bezug auf den Finger (72) geleitet wird, um bei der Senkung des Fingers (72) in die richtige Lage mit Bezug auf die nunmehr in Arbeitsstellung bewegte neue Schallplatte zu kommen. _
- 7. Sprechmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubleiste (64, 65) einstellbar am Tisch angebracht ist, so daß je nach ihrer Verschiebung in der Umfangsrichtung Schallplatten von größerem oder kleinerem Durchmesser abgespielt werden können, indem der Eingriff des Fingers (62) auf die Hubleiste früher oder später nach dieser Einstellung u5 stattfindet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED38750D DE360347C (de) | Sprechmaschine mit mehreren auf einem drehbaren Tisch angeordneten Plattentellern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED38750D DE360347C (de) | Sprechmaschine mit mehreren auf einem drehbaren Tisch angeordneten Plattentellern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE360347C true DE360347C (de) | 1922-10-02 |
Family
ID=7044302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED38750D Expired DE360347C (de) | Sprechmaschine mit mehreren auf einem drehbaren Tisch angeordneten Plattentellern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE360347C (de) |
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0
- DE DED38750D patent/DE360347C/de not_active Expired
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