DE36021C - Vorrichtung an Lampen zur Herstellung eines fast unveränderlichen Oelspiegels - Google Patents
Vorrichtung an Lampen zur Herstellung eines fast unveränderlichen OelspiegelsInfo
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- DE36021C DE36021C DENDAT36021D DE36021DA DE36021C DE 36021 C DE36021 C DE 36021C DE NDAT36021 D DENDAT36021 D DE NDAT36021D DE 36021D A DE36021D A DE 36021DA DE 36021 C DE36021 C DE 36021C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F21V37/00—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for
- F21V37/0004—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for using liquid fuel
- F21V37/0041—Fuel supply
- F21V37/0045—Fuel supply using hydrostatic pressure or weights
-
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- F21—LIGHTING
- F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Feeding And Controlling Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4: Beleuchtungsgegenstände.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 11. August 1885 ab.
Aufser Petroleum oder einem sonstigen flüssigen Brennstoff kommt eine specifisch
schwerere Flüssigkeit, z. B. gesättigte Kochsalzsoole, oder die noch schwerere Kochsalzsoole
mit Zuckerzusatz, oder irgend welche andere, dem Zweck entsprechende Flüssigkeit zur Verwendung.
Es sei hier eine der Zeichnung zu Grunde gelegte Petroleumfüllung nebst Salzsoole mit
Zuckerzusatz angenommen, und um das gegenseitige Verhalten beider Flüssigkeiten beobachten
zu können, seien die Gefäfse aus durchsichtigem Glase hergestellt, deren eines, Fig. i>
durch Einengung in zwei Behälter α α1 und α2 abgetheilt
und unten durch einen Metallboden b geschlossen ist.
Auf der linken Seite der Schnittzeichnungen, Fig. ι und 3, sind die beweglichen Theile i
und e (gleiche Buchstaben bedeuten gleiche Theile) einer gefüllten Lampe in entsprechend
emporgehobener Stellung veranschaulicht, während die rechte Seite dagegen dieselben Theile i
und e einer ausgebrannten Lampe in niedergesunkener Stellung zeigt.
Durch eine verschliefsbare Oeffnung c im Deckel d eines Lampenhohlkörpers gelangt die
gezuckerte Salzsoole in die untere Gefäfsabtheilung α2, dieselbe anfänglich nur zum Theil
füllend. . Während dieses Vorganges füllt sich zugleich auch der auf dem Boden b ruhende
Oelbehälter e (Fig. 1, rechte Seite), indem die Salzsoole in dem Rohrstutzen^" des Oelgefäfsbodens,
dem einzigen Zugang zum Innern des Oelbehälters, aufsteigt und eine der aufgestiegenen
Salzsoole räumlich gleiche Luftmenge verdrängt, welche in der Pfeilrichtung durch
das mit Stulpe gl versehene oder eine solche
entbehrende Oelüberführungsrohr g und zwischen den beiden kleinen Böden b1 und b2
entweicht, um aufwärts in der Leitung zwischen den Wandungen der in einander gestellten
Röhren ft2 und h>
h (die beiden letzteren durch Verschraubung vereinigt) dem Brennerkopfe zu entsteigen. Es ist das dieselbe Leitung, mittelst
welcher das Petroleum nach vollständiger Füllung der Lampe zum Docht gelangt. Auch
ist ein Entweichen der Luft zu ermöglichen durch ein am Oelbehälter e angebrachtes (auf
der Zeichnung nicht sichtbares), nach oben führendes, verschliefsbares Luftentweichungsröhrchen.
Nachdem eine bestimmte Luftmenge aus dem Oelbehälter entwichen ist, während ein Rest derselben als Träger eines Theiles der
Last des Oelbehälters e und des Tauchers i dient, wenn nicht beim Gebrauch leicht siedender
OeIe ein besonderes Gefäfs für Tragdienste zur Verwendung kommt, erfolgt die Oelfüllung
durch das Eingufsrohr k mittelst aufgesetzten Trichters. Das Petroleum nimmt den zuvor
beschriebenen, jedoch rückläufigen Weg zum Oelbehälter e, während die in demselben befindliche
Salzsoole bis auf eine geringe Menge, von der punktirten Linie / abwärts (Fig. 1,
linke Seite), durch den Rohrstutzen f in die Gefäfsabtheilung α2 zurückfliefst.
Durch die Salzsoole wird der davon rings umgebene Petroleumbehälter e sammt dem
mittelst Hülse h3 verbundenen Taucher oder Regulator i zur höchsten zulässigen Höhe aufgehoben,
nachdem die noch mangelnde Soole bis zur punktirten höchsten Wasserstandslinie m
(Fig. 1, linke Seite) zu dauerndem Verbleiben
nachgefüllt und mit einer dünnen Schicht beständigen Oeles bedeckt ist, um eine Verdunstung
des Salzsoolewassers zu verhüten.
Beispielsweise sei zu einer Lampenfüllung eine Petroleumverbrauchsmenge von 250 ecm
und 0,8 spec. Gew. angenommen, daneben komme gesättigte Salzsoole mit Zuckerzusatz
von 1,34 spec. Gew. zur Verwendung. Darin untergetaucht heben 250 ecm Petroleum
(1,34 — 0,8) g X 250= 135 g Gewicht, gleich
dem Gewichte von 100,7 ccm gesüfster Salzsoole,
entsprechend der räumlichen Gröfse des Tauchers oder Regulators z, dessen untere
Fläche bei voller Lampenfüllung den höchsten Stand m des Salzsoolespiegels in dem Hochwasserbehälter
α berührt, welch letzterer einem Rauminhalt von 250 — 100,7 = !49;3 ccm
gleichkommt.
Die unteren Endflächen beider Flüssigkeitssäulen liegen in derjenigen waagrechten Ebene,
in welcher diese Flüssigkeiten im Innern des Petroleumbehälters sich berühren. Da sich die
Säulenhöhen der Flüssigkeiten nun umgekehrt verhalten wie ihre speeifischen Gewichte, und
da der Kopf oder Spiegel der Salzsoolensäule im Hochwasserbehälter α liegt, so befindet sich
der Petroleumspiegel 's1 oder s2 weit höher,
und zwar, um eine Zahl zu nennen,' etwa 6 cm von der Flamme. Die Höhen der Flüssigkeitssäulen der gefüllten Lampe sind begrenzt durch
die Ebenen / und m für Salzsoole, sowie / und s1 für Petroleum (Fig. 1, linke Seite), und
die Höhen der Flüssigkeitssäulen der ausgebrannten Lampe sind begrenzt durch die
Ebenen Z1 und m1 für Salzsoole und I1 und s2
für Petroleum (Fig. 1, rechte Seite).
Durch den Verbrauch des Petroleums vermindert sich die Menge desselben im Petroleumbehälter
e, welche durch Salzsoole ersetzt wird, die im Rohrstutzen f aufsteigt und ein Sinken
des Salzsoolespiegels m verursacht.
Mit der Menge des Verbrauchs an Petroleum vermindert sich auch dessen Tragfähigkeit, das
Oelgefäfs sinkt dementsprechend langsam tiefer und damit zugleich auch der tauchende Regulator
i. Zu der Zeit nun, während welcher der letzte Rest des zum Verbrauch kommenden
Petroleums verbrennt, hat der Salzwasserspiegel den niedrigsten Stand bei m1 erreicht (Fig. 1,
rechte Seite), der Regulator i ist bis zu dessen oberer Kante, die nun in der Ebene ml liegt,
untergetaucht und der Petroleumbehälter auf dem Boden b angelangt. Durch das allmälige
und zuletzt vollständige Eintauchen des Regulators in das Salzwasser ersetzt derselbe schliefslich
eine Gröfsenmenge von 100,7 ccm Salzsoole
mit Zuckerzusatz im Kopf dieser Flüssigkeitssäule (im Gewicht von 135 g, gleich der
Tragfähigkeit von 250 ecm Petroleum in diesem Falle), und vermindert dementsprechend das
Sinken des Salzsoolespiegels, sowie auch das Sinken des Petroleumspiegels beim Dochte.
Da nun die Sohle der Wassersäule wesentlich schneller und tiefer sinkt als deren Spiegel, so
vergröfsert sich die anfängliche Höhe Im der sinkenden Wassersäule und wird zur kräftiger
wirkenden Wassersäule gröfserer Höhe P ml, so dafs der Oelspiegel bei sl zwar niedersinkt
bis zu s2, jedoch nur 2,6 mm von der ursprünglichen
Höhenlage beim Dochte verliert, während ein Höhenverlust bis zu 10 mm und
mehr noch zulässig sein dürfte, da und so lange hierdurch der Dochtaufzug nicht wesentlich vermindert
und damit die Lichtmenge der Lampe ebensowenig für die Augen wahrnehmbar beeinträchtigt
wird.
Bei der nur geringen Entfernung vom gehobenen Oelspiegel bis zum oberen Dochtrande
sind auch speeifisch schwerere Petroleum-Sorten verwendbar, und wird die Last des OeI-behälters
und des Tauchers durch ein besonderes Traggefäfs entsprechend gestützt, so verbleibt
für Knallgasansammlung im Oelgefäfs überhaupt kein Raum und es können leicht siedende OeIe ohne Gefahr der Explosion des
Oelgefäfses gebrannt werden. Selbst bei Ansammlung explosibler Gasgemenge im OeI-behälter
ist eine Explosionsgefahr ausgeschlossen, da die zwischen dem explosiblen Gase und der
Lampenflamme befindliche Oelsäule eine Entzündung des Knallgases nicht zulassen würde. —
ρ ist ein Luftregulator und d1 eine Schraubenmutter.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Vorrichtung an Lampen zur Herstellung eines in der Höhenlage fast unveränderlichen Spiegels s' oder s 2 einer Säule von Petroleum oder einer anderen brennbaren Flüssigkeit, welche darin besteht, dafs eine im Lampenhohlkörper aflla'2 befindliche hebende Flüssigkeit einen Brennstoffbehälter e umgiebt, dera) in auf- und absteigender Richtung beweglich undb) verbunden ist durch ein Bindeglied h 3 mit einem in die Oberfläche (zwischen m und m"1) dieser hebenden Flüssigkeit eintauchenden Regulator 2, durch dessen .Mitwirkung der Petroleumspiegel vor nachtheiliger Höhenveränderung bewahrt bleibt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36021C true DE36021C (de) |
Family
ID=311854
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36021D Expired - Lifetime DE36021C (de) | Vorrichtung an Lampen zur Herstellung eines fast unveränderlichen Oelspiegels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36021C (de) |
-
0
- DE DENDAT36021D patent/DE36021C/de not_active Expired - Lifetime
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