DE360076C - Verfahren zur Herstellung von Glaskunstmarmor - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von GlaskunstmarmorInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Glaskunstmarmor. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glaskunstmarmor. Die marmorartige Musterung der Glasflächen in Hinterglasmalerei wird vermittels des sogenannten Schwimmverfahrens bisher dadurch auf mechanische Weise ausgeführt, daß man auf einer Wasserfläche oder auf einem Schleimgrund von Wasser, Tragant und Alaun in Streifen und Flecken Wahl- und kunstlos Ölfarben verteilt. In dem so entstehenden zusammenhängenden Farbenteppich werden die das Marmormuster vortäuschenden Adernzüge durch Eintauchen und Hindurchziehen eines Glasstabes, Kammes o. dgl. in der Farbschicht Hervorgerufen, oder man läßt die Adern von selbst entstehen, indem man- Seifenwasset oder eine besondere Treibfarbe auf die schwimmende Farbschicht spritzt. Durch luftblasenfreies Auflegen und Wiederabheben von Glasplatten wird darauf das auf der Tragflüssigkeit schwimmende inarinorartig geaderte Farbmuster auf die Glasplatten übertragen.
- \'on diesem bekannten Schwimmverfahren, dem noch verschiedene Unvollkoimnenheiten anhaften, unterscheidet sich der Gegenstand der vorliegenden Erfindung dadurch, daß er statt einer dem Verderben ausgesetzten Lösung organischer Stoffe als tragende Grundflüssigkeit eine Lösung nicht verderblicher anorganischer Stoffe verwendet, die Glasplatten zwecks besseren Haftens der auf sie zu übertragenden Farbschicht einer zweckentsprechenden Vorbehandlung unterzieht und die übertragene und aufgetrocknete Farbschicht, um sie haltbarer zu machen, mit einem besonderen elastischen Schutzanstrich versieht, bevor sie auf bekannte Weise einen deckenden Belag und eine Hinterfüllung mit Kunststeinmasse erhält.
- Die Erfindung besteht demgemäß darin, daß zunächst eine starke Kochsalzlösung mit einer dünnen Schicht Seifenwasser überdeckt wird. Auf die seifige Oberfläche bzw. Seifenhaut der Tragflüssigkeit werden hierauf mit Hilfe von Pinseln o. dgl. Wahl- und kunstlos in Streifen und Flecken dünnflüssige Ölfarben verschiedener Färbung verteilt, die mit einem Firniß angerieben sind. zu dessen Herstellung in bekannter Weise z. B. z Teil Daminarharz in 3'J2 Teilen Terpentinöl gelöst und je zwei Maß dieser Lösung mit i Maß L einölfirniß vermischt werden. Die Ölfarben bilden dann von selbst auf der Seifenhaut die gewünschte marmorartige Aderung. Durch einfaches Auflegen und Wiederabheben einer Glasplatte wird darauf die Aderung auf die Glasplatte übertragen.
- Das Auflegen und Wiederabheben muß bei dem bisherigen Verfahren mit großer Vorsicht und Geschicklichkeit geschehen und gelingt doch nicht immer so einwandfrei, daß der Farbteppich unzerrissen und vollkommen lückenlos auf die Glasplatte übertragen wird. Um das zu vermeiden und ein fehlerloses Haften des Marmormusters auf der Glasfläche zu gewährleisten, Gvird diese gemäß der vorliegenden Erfindung einer Vorbehandlung mit alkalischer Zuckerlösung unterzogen, die auf der Glasoberfläche einen leicht klebrigen Hauch hinterläßt.
- Nach Trocknung der Adern «-erden die Glasplaafen in bekannter Weise ..grundiert und die Farbschicht nach abermaligem Trocknen, um sie vor dem Rissig-,verden zu schützen und haltbarer zu machen, gemäß vorliegender Erfindung mit einem elastischen Anstrich von kolloidalem 1Tagnesiumsilikat überstrichen, worauf ein üblicher deckender Belag und eine Hinterfüllung mit Kunststeinmasse angebracht wird.
- Statt der Kochsalzlösung kann vorteilhaft auch eine alkalische Wasserglaslösung verwendet werden, die in manchen Fällen, so z. B. bei Benutzung schwerer Metallfarben, wie Bleiweiß u. dgl., sogar vor der -Kochsalzlösung den Vorzug verdient, weil sie diese schweren Metallfarben besser trägt, so daß diese nicht untersinken.
- Anderseits hat sich statt der Vorbehandlung der Glasplatten mit alkalischer Zuckerlösung für manche Farbenzusammenstellungen eine Vorbehandlung mit einer Lösung von Magnesiumsilicofluorid, Mg Si F1", als vorteilhaft erwiesen. Die Farben erleiden dadurch keine nachteilige Veränderung, behalten auch ihren Farbton und haften in vollständig zusammenhängender Schicht dauernd an der Glasfläche.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Glaskunstmarmor, dadurch gekennzeichnet, daß Kochsalzlösung mit Seifenlösung in dünner Schicht überdeckt, hierauf Ölfarben streifenförmig verteilt und die sich dann von selbst bildenden Adern durch luftblasenfreies Auflegen von mit alkalischer Zuckerlösung vorbehandelten Glasplatten auf diese übertragen werden. Nach Trocknung der Adern werden die Glasplatten in bekannter Weise grundiert und die Farbschicht nach abermaligem Trocknen mit kolloidalem Magnesiumsilikat überstrichen, worauf, wie üblich, ein deckender Belag und eine Hinterfüllung reit Kunststeinmasse angebracht wird. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i,, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Kochsalzlösung alkalische Wasserglaslösung verwendet wird. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasplatten mit Magnesium-' silicofluorid vorbehandelt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST32179D DE360076C (de) | 1919-07-20 | 1919-07-20 | Verfahren zur Herstellung von Glaskunstmarmor |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE360076C true DE360076C (de) | 1922-09-29 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE360076C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0815951A1 (de) * | 1996-06-28 | 1998-01-07 | Elaine Latham | Verfahren zur Beschichtung der Oberfläche von Gegenständen |
-
1919
- 1919-07-20 DE DEST32179D patent/DE360076C/de not_active Expired
Cited By (1)
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