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Bisher wurden Gummibälle u. dg].. z. B. Gegenstände, die in den drei Dimensionen des Raumes nicht allzu sehr verschiedene Ausdehnungen haben, entweder durch Handmalerei oder durch Tauchen. z. B. naeh dem in der Buchbinderei üblichen Verfahren oder durch Bespritzen mit Farbklecksen und Eintauchen in ein Lösungsmittel dieser Farben, oberflächlich marmoriert.
Alle diese Verfahren sind aber
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diese Grundfarbe vollständig oder fast vollständig trocknen gelassen wurde, so dass sie sich nicht mehr verwischen liess, und erst dann alle übrigen Farben des Marmors in einer andern Trommel aufgegossen und durch Umdrehen verteilt wurden. Dieses Verfahren ermöglicht wohl, eine grössere Anzahl von Bällen
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die Grundierung nicht vollständig ausgetrocknet wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung marmorierter Gegenstände. wie insbesondere Bälle oder andere mehr oder weniger runde Körper, das dadurch gekennzeichnet ist. dass der zu marmorierende Gegenstand zuerst mit einer nichtdeckenden Grundfarbe bzw. mit einem zur vollständigen Deckung nicht ausreichenden Auftrag von Grundfarbe eingefärbt und dann auf diese die
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deckend erscheint.
Bei Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung wird also der Marmorierung eine Grundierung nur mit einer solchen Farbmenge, am besten in einer Drehtrommel (gegebenenfalls einer vollwandigen Trommel), vorausgeschickt, dass die Grundierung nicht deckt bzw. ein nur diinner, nichtdeekender Auftrag der Grundfarbe hergestellt wird. der vor der eigentlichen Marmorierung höchstens nur einer kurzen Trocknung bedarf.
Man kann das Verfahren so ausführen, dass die Grundierung in einer der Farben der Marmorierung, jedoch nichtdeckend erfolgt und die Marmorierung mit den restlichen Farben der Marmo- rierung bewirkt wird.
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zu bearbeiten, da die Grundfarben auch als Marmorierungsfarben mitbenutzt werden und demzufolge ein Unterschied zwischen den Grundfarben und den Marmorierungsfarben nicht gemacht zu werden braucht.
Eine solche Ausführungsform des Verfahrens führt zu Gegenständen, bei welchen auf einem nichtdeckenden Grundfarbton in einer der Farben der 1\Iarmorirrung die Marmorierung mit allen Farben einschliesslich einer dem Grundfarbton entsprechenden Farbe aufgetragen ist, so dass die in der Marmo- rierung enthaltene Grundfarbe stellenweise die Grundfarbe deckend macht.
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die Marmorierung den gewünschten Grad von Gleichmässigkeit erreicht hat, und überdies den Vorteil. dass die Bälle od. dgl. mit den Stäben nur kleine Berührungsflächen haben, die miteinander nicht zusammenhängen.
Als Beispiel soll das Marmorieren von Gummibällen beschrieben werden, wobei natürlich auch andere Gegenstände nach demselben Verfahren behandelt werden können, z. B. eiförmige Körper, kissenförmige Körper, annähernd würfelförmige Körper usw.
Die Bälle bzw. die zu marmorierenden Körper werden zunächst in einen drehbaren tromm cl- oder kugelförmigen Hohlkörper od. dgl. geschüttet. Dann wird auf die in der Trommel liegenden Bälle
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mag. Nun wird die Trommel geschlossen und in Umdrehung versetzt, wodurch sich die Farbe ziemlich gleichmässig auf der Oberfläche aller Bälle verteilt. Sodann werden die Bälle herausgenommen, allenfalls auf Trockenvorriehtungen etwas übertroeknen gelassen. Während man beispielsweise bei der üblichen Trocknung, nach welcher die Farben noch nicht ganz ausgetrocknet sind. von einer Trockendauer von mindestens ungefähr 10-12 Stunden Gebrauch macht. lässt man nach dem Verfahren gemäss der Erfindung nur 2-3 Stunden übertrocknen. Dann kommen die Bälle in eine zweite Trommel, deren Mantel nicht voll. sondern durchbrochen ist, z.
B. aus Stäben mit Abstand besteht. In diese Trommel kann man auch verschiedenfarbig grundierte Bälle, z. B. weiss und grün grundierte Bälle. zugleich einlegen, wenn nur alle bei beiden Sorten zur Marmorierung dienenden Farben die gleichen sind. Sodann werden über die in der Trommel liegenden Bälle die zum vollständigen Marmorieren gehörigen Farben verspritzt oder aufgegossen. Auch wenn man nur einfarbig, z. B. nur grün grundierte Bälle in der Trommel hat, wird auch die Grundfarbe, also z. B. grün, nochmals aufgesprengt. Hat man zwei verschiedenfarbig grundierte Bälle, z.
B. grün und weiss, so werden beide Grundfarben, also weiss und grün. nochmals aufgegossen, ausserdem selbstverständlich auch die weiteren Farben, wie rot. blau. gelb usw. Xacli dem Schliessen der Trommel wird dieselbe in Umdrehung versetzt, wobei man durch die Stäbe hindurch beobachten kann, bis die Iarmorierung den gewünschten Grad von Gleichmässigkeit erreicht. Dann werden die Bälle herausgenommen und auf geeigneten Vorrichtungen fertig trocknen gelassen.
Dadurch, dass die Grundierfarbe noch ein zweitesmal, u. zw. beim eigentlichen Marmorieren. auf-
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rieren nur mehr durch den allgemeinen Ton der Marmorierung, z. B. erscheinen die weiss grundierten heller und die grün grundierten grünlicher im Gesamteindruck.
Die auf diese Weise marmorierten Bälle können entweder ohne weitere Verzierung, also nur mit einem farblosen Uberzugslaek versehen, in den Handel gebracht werden oder aber man benutzt die marmorierte Fläche als Grund für weitere Verzierungen, so z. B. Bemalen durch Pinselauftrag mit der Hand oder Bespritzen mit oder ohne Schablone oder Aufkleben von Abziehbildern.
Bälle, die nach dem Marmorieren noch mit einer der vorstehend beispielsweise angeführten Verzierungen versehen wurden. erhalten durch den marmorierten Grund ein viel lebhafteres Aussehen als Bälle mit einfarbigem Grund.
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von Spielbällen die Elastizität nicht beeinträchtigt, demnach solche Bälle eine bessere Sprungfähigkeit besitzen als Bälle, bei welchen die Grundfarbe so dick aufgetragen wird, dass sie vollständig deckt. PATENT-ANSPRÜCHE :
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marmorierende Gegenstand zuerst mit einem zur vollständigen Deckung nicht ausreichenden Auftrag von Grundfarbe eingefärbt und dann auf diesem die Marmorierung in den gewünschten Farben auf- gebracht wird.