DE3587282T2 - Anodischer aluminiumoxidfilm und verfahren zur herstellung. - Google Patents

Anodischer aluminiumoxidfilm und verfahren zur herstellung.

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DE3587282T2 DE8585307961T DE3587282T DE3587282T2 DE 3587282 T2 DE3587282 T2 DE 3587282T2 DE 8585307961 T DE8585307961 T DE 8585307961T DE 3587282 T DE3587282 T DE 3587282T DE 3587282 T2 DE3587282 T2 DE 3587282T2
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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Aluminiumoberflächen für das Anbringen von organischen Überzügen mittels kontinuierlichem Eloxieren von Aluminiumstreifen in einem Elektrolyten auf der Basis von Phosphorsäure unter kontrollierten Bedingungen. Diese Bedingungen ermöglichen, daß anodische Oxidfilmstrukturen mit einem sehr großen Oberflächenbereich hergestellt werden können, wobei das Ergebnis von dem Gleichgewicht zwischen dem Filmwachstum und der Filmwiederauflösung in dem Säureelektrolyten abhängt. Derartige Filme bilden eine ideale Oberflächenpräparation für das Aufbringen von Lacken oder Anstrichmitteln, beispielsweise bei der Konservierung und Verpackung oder im Bereich der Bauindustrien, oder für Adhäsivbindemittel bei der Herstellung von Strukturen auf Aluminiumbasis.
  • Viele andere Kollegen haben Eloxierverfahren als Vorbehandlung vor dem Aufbringen eines organischen Überzugs verwendet. Beispielsweise offenbart das britische Alcan- Patent 1 235 631 die Verwendung kurzer (AC) Wechselstrom- Eloxierbehandlungen in heißer Schwefelsäure als Vorbehandlung für das Lackieren von beispielsweise bei Konservierungsanwendungen verwendetem Aluminium. Während diese Behandlung (welche in breitem kommerziellen Gebrauch ist) gute Lackadhäsion unter einigen Bedingungen ergibt, ist sie manchmal bei kritischen Lacken oder kritischen Anwendungen ungeeignet. Mit der vorliegenden Erfindung werden unter Verwendung eines Elektrolyten auf Phosphorsäurebasis überraschenderweise diese Probleme überwunden.
  • Ein anderer Vorteil des Eloxierens in einem Elektrolyten auf Phosphorsäurebasis ist, daß die Filmstruktur eher beträchtliche Mengen an Phosphat als an Sulfat wie im Falle eines Elektrolyten auf Schwefelsäurebasis enthält. Phosphat ist als Hydratisierungsinhibitor bei Oxidoberflächen bekannt, und weil die Verschlechterung der vorbehandelten Oberfläche oft aufgrund von Hydratisierung des Oxids auftritt, ist zumindest an deren Oberfläche das Vorhandensein eines Hydratisierungsinhibitors an diesem Punkt von Vorteil.
  • Phosphorsäure-Eloxieren ist als Präparation für Adhäsivbindung in der Flugzeugindustrie, insbesondere von Boeing, verwendet worden (britisches Patent 1 555 940), und diese Form der Vorbehandlung wird für Langzeitbeständigkeit bei strukturellen Anwendungen als eine der am geeignetesten angesehen. Man nimmt an, daß diese Beständigkeit von der Art der Struktur abhängt, die unter den beschriebenen Boeing-Bedingungen mittels Phosphorsäure-Eloxieren hergestellt ist, und viele Veröffentlichungen sind über dieses Thema geschrieben worden (beispielsweise J. D. Venables et al, Appl. Surface Science 3, 1979, 88-98). Jedoch ist bei dem Boeing-Verfahren eine Eloxierzeit von 5 bis 60 Minuten in einem Phosphorsäureelektrolyten bei einer Temperatur von 10 bis 30ºC erforderlich. In der Praxis wird eine Eloxierzeit von 20 bis 30 Minuten üblicherweise verwendet, und diese eignet sich eher nur für Batch- Behandlung von Komponenten als für die kontinuierliche Behandlung einer Aluminiumrolle. Obwohl in den Beispielen des Patents die Filmdicken nicht beschrieben sind, erscheint in der Praxis eine minimale Dicke von 300 bis 400 nm für die Erzielung der gewünschten Eigenschaften erforderlich.
  • Die mittels des Boeing-Verfahrens hergestellten Filme haben in einem derartigen Umfang ausgezeichnete Eigenschaften als Adhäsivsubstrate, daß sie einen Standard darstellen, nach dem der Rest der Industrie strebt. Das Verfahren gemäß dieser Erfindung eignet sich für das schnelle und kontinuierliche Herstellen von anodischen Oxidfilmen, die, obwohl sie dünner als die Boeing-Filme sind, Adhäsivbindungen mit äquivalenter Beständigkeit ergeben.
  • Ein Artikel in Research Disclosure, April 1975, Seite 29 beschreibt eine Eloxierbehandlung von Aluminium in Phosphorsäure als Basis für Elastomerüberzüge. Obwohl breite Bereiche angegeben sind, sind bevorzugte Bedingungen 5 % Phosphorsäure bei 49ºC und 400 bis 500 A/m² während einer Dauer von einer Minute. In ähnlicher Weise offenbart die französische Patentschrift 2 382 330 eine kontinuierliche Eloxierbehandlung von Aluminium in Phosphorsäure als Grundlage für Adhäsive. Obwohl wiederum breite Bereiche angegeben sind, sind bevorzugte Bedingungen 30 %ige Phosphorsäure bei 5 V während einer Dauer von 30 Sekunden. Keine der beiden Entgegenhaltungen beschreibt geeignete Bedingungen, die für die kontinuierliche Behandlung von Aluminiumstreifen bei der bei einer Produktionsstraße erforderlichen Geschwindigkeit wirksam sein würden.
  • Andere Anwendungen von Phosphorsäure-Eloxieren betreffen eine Präparation für das Aufbringen lichtempfindlicher Überzüge in der Lithographiedruckindustrie (britisches Patent 1 244 723). Wiederum sind bei dem Verfahren Eloxierzeiten von 2 bis 20 Minuten bei nicht höheren Stromdichten als 200 A/m² und bei ausreichend niedrigen Temperaturen, um bemerkenswerte Auflösung des Oxidfilms zu vermeiden, vorzugsweise unterhalb 30ºC erforderlich. In dem gleichen Bereich ist eine Mischung aus Schwefelsäure (25 bis 150 g/l) und Phosphorsäure (10 bis 50 g/l) für das Eloxieren bei Stromdichten von 400 bis 2500 A/m² bei Temperaturen von 25 bis 65ºC verwendet worden (US Patent 4 299 266)
  • US-A-3 714 001 beschreibt ein Verfahren zum Verbessern der Adhäsiveigenschaften von Oxidüberzügen auf Aluminium, bei dem ein Phosphorsäureeloxierverfahren unter Bedingungen, bei denen Pseudoboehmit auf dem Metallsubstrat abgeschieden wird, durchgeführt wird. Der anodische Oxidüberzug wird so schnell, wie er gebildet wird, aufgelöst und statt dessen wird Pseudoboehmit niedergeschlagen.
  • Die vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zum Bilden eines anodischen Oxidfilms auf einem Aluminiumstreifen, bei dem der Streifen kontinuierlich durch einen phosphorsäurehaltigen Elektrolyten, der auf einer Temperatur von 30 bis 70ºC gehalten wird, welcher 5 bis 15 Gew.% Phosphorsäure enthält, geführt wird, wobei die Kontaktzeit zwischen dem Streifen und dem Elektrolyten 0,5 bis 10 Sekunden beträgt, wobei während dieser Zeit der Streifen bei einer Stromdichte von 250 bis 2000 A/m² eloxiert wird, wobei Art, Konzentration und Temperatur des Elektrolyten in Bezug zur Stromdichte so ausgewählt werden, daß die Geschwindigkeit der chemischen Auflösung des Oxidfilms vergleichbar aber geringer als die Geschwindigkeit der anodischen Oxidbildung ist, wobei auf der Oberfläche des Streifens ein anodischer Oxidfilm mit 15 bis 200 nm Dicke gebildet wird und Phosphation enthält.
  • Obwohl die Art des Aluminiumstreifens nicht kritisch ist, ist er im allgemeinen ein Blatt oder eine Rolle. Für die Bildung eines kontinuierlichen Streifens kann das Schwanzstück einer Coil mit dem Kopf der nächsten verbunden sein. Weil das Verfahren für die kontinuierliche Betriebsweise bestimmt ist, muß es mit existierenden und zukünftigen Anlagen zum Behandeln kontinuierlicher Streifen vereinbar sein. Eine derartige Anlage hat im allgemeinen eine Produktionsstraßengeschwindigkeit von mindestens 50 m/min, oft 150/250 m/min. Um das Erfordernis sehr langer Behandlungsbäder zu vermeiden, werden kurze Elektrolytkontaktzeiten benötigt. Eine Elektrolytkontaktzeit von 15 s ist die längste, die wahrscheinlich praktikabel ist. Nicht längere Elektrolytkontaktzeiten als 10 s, beispielsweise 1 bis 6 s, vorzugsweise 2 bis 3 s sind wahrscheinlich geeigneter, und es sind so kurze Zeiten wie 0,5 s möglich. Die Elektrolytkontaktzeit bei einer bestimmten Fließbandgeschwindigkeit kann als ein festgesetztes Merkmal der Anlage angesehen werden, und als eines, über das die anderen Prozeßvariablen eingestellt werden.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erzielung eines zufriedenstellenden Gleichgewichts zwischen anodischer Filmbildung und Auflösung des Films in dem Phosphorsäureelektrolyten. Es muß eine ausreichende Menge an anodischem Film entstehen, um dem Film eine geeignete Strukturstärke zu verleihen, und um einen geeigneten Oberflächenbereich zu ergeben, wodurch verbesserte Adhäsion erzeugt wird. Ebenso muß Auflösung des Films stattfinden, so daß die ursprüngliche Porenstruktur vergrößert wird.
  • Jedoch darf dieses nicht in einem derartigen Ausmaß stattfinden, daß Zusammenbruch und Pulverisieren des Films erzeugt wird. Ein derartiges Gleichgewicht ist mit einer Säure wie beispielsweise Phosphorsäure, welche sich für einen starken Angriff des anodischen Films eignet, schwierig zu erzielen, insbesondere dann, wenn das Eloxieren bei hohen Geschwindigkeiten auf kontinuierlichen Behandlungsfließbändern stattfindet. Die Art, Konzentration und Temperatur des Elektrolyten sind in Bezug zur Stromdichte so auszuwählen, daß die Geschwindigkeit der chemischen Auflösung des Oxidfilms vergleichbar zu der Geschwindigkeit der anodischen Oxidbildung aber geringer als diese ist.
  • Das Filmwachstum wird im wesentlichen durch die verwendete Eloxier-Stromdichte kontrolliert. Das Filmwachstum pro Zeiteinheit ist im wesentlichen proportional zu der Eloxier-Stromdichte. Bei den verfügbaren kurzen Kontaktzeiten muß die Stromdichte für die Erzielung eines ausreichend dicken Films hoch sein. Die Stromdichte wird auf mindestens 250 A/m² festgesetzt und kann so hoch, wie sie mit der verwendeten Ausrüstung erzielt werden kann, sein, beispielsweise bis zu 2000 A/m² oder sogar höher. Bevorzugte Stromdichten liegen wahrscheinlich im Bereich von 300-1500 A/m².
  • Es ist angemessen, die Stromdichte zur Elektrolytkontaktzeit in Beziehung zu setzen, um die gewünschte Filmdicke zu erhalten. Dieses bedeutet, daß der gesamte Eloxier-Input üblicherweise im Bereich von 1·10³ bis 12·10³, insbesondere 2·10³ bis 6·10³ C/m² liegt.
  • Wir definieren die Stromdichte und den Coulomb-Input folgendermaßen: Wechselstrom Stromdichte Zählerablesung Gesamtoberfläche Effektiver a.c. Coulomb-Input Zeit Gleichstrom Coulomb-Input · Zeit
  • Das bedeutet, daß bei dem wirksamen a.c. Coulomb-Input nur die Zeit in dem anodischen Halbzyklus in Betracht gezogen wird.
  • Der Filmangriff wird im wesentlichen durch Art, Konzentration und Temperatur des Elektrolyten kontrolliert, wobei die Temperaturen den wichtigsten Faktor darstellen. Bei Betrachtung der Art dieses Angriffes sollte beachtet werden, daß der anodische Oxidfilm an der Metall/Oxidzwischenfläche gebildet wird, das heißt, an der inneren, dem Elektrolyten abgewandten Oberfläche des Oxidfilms. Chemische Auflösung findet an der äußeren Oberfläche des Films statt, und es ist somit der älteste verbleibende Film, der dem Angriff ausgesetzt ist. Der in Phosphorsäure gebildete anodische Oxidfilm ist notwendigerweise porös, und die chemische Auflösung ist in den Poren konzentriert und hat die Wirkung, daß die Poren sich vergrößern und somit der wirksame Oberflächenbereich des Films zunimmt.
  • Die Temperatur des Elektrolyten bei dem Verfahren gemäß dieser Erfindung wird auf 30 bis 70ºC festgesetzt, und dieser Bereich ist kritisch. Wenn die Elektrolyttemperatur zu niedrig ist, findet während der (begrenzten) Elektrolytkontaktzeit keine signifikante chemische Auflösung statt, und der Oberflächenbereich nimmt nicht zu. Wenn die Elektrolyttemperatur zu hoch ist, dann kann chemische Auflösung das Filmwachstum in dem Maß übersteigen, daß der gesamte Film, so schnell wie er gebildet wird, wieder aufgelöst wird. Somit erwies es sich mit einer Phosphorsäurelösung bei 90ºC als unmöglich, einen anodischen Oxidfilm selbst bei einer Stromdichte von 1250 A/m² zu erzeugen. AC Eloxieren wird vorzugsweise verwendet (siehe im nachfolgenden).
  • Die Elektrolytkonzentration hat eine sehr viel geringere charakteristische Wirkung auf die Geschwindigkeit der chemischen Auflösung des Films. Es ist festgestellt worden, daß Phosphorsäurekonzentrationen im Bereich von 5 bis 15 Gew.% geeignet sind, aber es konnten mehr oder weniger konzentrierte Lösungen verwendet werden. Es können in dem Elektrolyten auch ein oder mehrere andere Säuren, von denen bekannt ist, daß sie sich für die Erzeugung poröser anodischer Oxidfilme eignen, beispielsweise Oxalsäure oder Schwefelsäure vorhanden sein. Derartige andere Säuren sollten vorzugsweise, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen, die nicht mehr als 50 Gew.% der Phosphorsäure betragen, vorhanden sein.
  • Der Aluminiumstreifen kann aus reinem Aluminium bestehen, aber er ist mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Legierung, beispielsweise der 2000 oder 3000 oder 5000 oder 6000 Serien der Aluminium Association Inc., Register. Die Art der Legierung ist nicht kritisch, kann aber die Eloxierbedingungen beeinflussen. So bilden Mg-reiche Legierungen der 5000-Serien einen Oxidfilm, der MgO enthält, welches in dem Elektrolyten ziemlich löslich ist, so daß eine niedrigere Elektrolyttemperatur gewählt werden kann.
  • Der elektrische Strom zum Eloxieren ist vorzugsweise Wechselstrom, so daß der Aluminiumstreifen alternierend anodisch polarisiert (während der Zeit, in der Filmwachstum vorherrscht) und kathodisch polarisiert (während der Zeit, in der chemische Auflösung des Oxidfilms vorherrscht) wird. Vorgespannte AC Wellenformen können mit dem Vorteil verwendet werden, daß das gewünschte Gleichgewicht zwischen Filmwachstum und chemischer Auflösung erzielt wird. Die AC Frequenz kann größer oder (wahrscheinlicher) geringer als der Standardwert 50 c/s sein. Alternativ kann DC verwendet werden, entweder kontinuierlich oder als gepulster Strom, wodurch das Ausmaß der chemischen Auflösung (zwischen den Pulsen) relativ zum Filmwachstum vergrößert wird.
  • Die Ausrüstung für das kontinuierliche Eloxieren des Aluminiumstreifens ist allgemein bekannt und ist beispielsweise in "Automation in Anodizing" von W. E. Cooke (Aluminium Association, Aluminium Finishing Symposium, Chicago, März 1973) beschrieben. Eine geeignete Ausrüstung umfaßt ein in die Länge gezogenes Bad mit Einlaß- und Auslaßöffnungen für den Elektrolyten und mit einander gegenüberliegenden Endseiten mit Verschlüssen, falls erforderlich, durch die der kontinuierliche Aluminiumstreifen geleitet wird, wobei die Anordnung derartig ist, daß der Elektrolyt vorzugsweise in Gegenstrom zum Streifen fließt. Zwei oder mehrere Elektroden sind in Nachbarschaft des sich bewegenden Streifens oder tatsächlich um den sich bewegenden Streifen herum angeordnet, wobei die Elektroden mit Zwischenräumen in Bewegungsrichtung des Streifens angeordnet sind. Stromverlust durch den Elektrolyten ist gering, weil der Elektrolyt eine sehr viel geringere Leitfähigkeit als das Metall aufweist.
  • Die Spannung wird von dem Wert der für die Durchführung gewählten Stromdichte festgesetzt. Somit findet sie gemäß der Stromdichte und Temperatur (sie wird ziemlich charakteristisch von der Temperatur bei konstanter Stromdichte beeinflußt) ihren eigenen Wert. Beispielsweise haben wir an dem unteren Ende des Temperaturbereiches, 35ºC, eine Spannung von etwa 40 V für 600 A/m² gemessen. Die Spannung wird reduziert, wenn die Temperatur ansteigt. Jedoch kann bei Festsetzung geeigneter Eloxierbedingungen es angemessen sein, unter diesen Bedingungen zu arbeiten, indem die Spannung kontrolliert wird (wie auch die Elektrolyt-Temperatur). Bevorzugte Spannungen liegen im allgemeinen im Bereich von 10 bis 45 V, insbesondere 15 bis 35 V.
  • Weil der Film leicht durch den heißen Phosphorsäure- E1ektrolyten angegriffen wird, ist rasches Abspülen der Filmoberfläche nach dem Eloxieren erforderlich, und dieses wird leicht in einem kontinuierlichen Coil-Verfahren erreicht.
  • Das Ergebnis dieses Verfahrens ist ein kontinuierlicher Aluminiumstreifen, der einen porösen anodischen Oxidfilm trägt, welcher Phosphation enthält, wobei dessen Poren so vergrößert sind, daß der wirksame Oberflächenbereich des Films vergrößert ist. Der Film ist im allgemeinen 15 bis 200 nm dick; unterhalb von 15 nm ist es schwierig, kontrollierte chemische Auflösung zu erzielen, und es ist schwierig, mehr als 200 nm Filmwachstum innerhalb einer nicht größeren Elektrolytkontaktzeit als 10 s zu erzielen.
  • Eloxieren in geeigneten Säuren führt zu porösen anodischen Oxidfilmen, welche als eine aus hexagonalen Zellen mit einer Pore im Zentrum jeder Zelle bestehende Gruppierung angesehen werden können. Der Durchmesser und Abstand der Poren hängt von der Eloxierspannung ab; wenn diese X V beträgt, ist der Porendurchmesser üblicherweise X nm, und der Porenabstand 2,5 · nm. Im besonderen Fall von Phosphorsäure sind die Poren aufgrund der chemischen Auflösung während des Eloxierens häufig größer als · nm. Jede Pore ist von einem Bereich aus gelatinösem Aluminiumoxidmaterial umgeben, und dieses ist dort, wo der Phosphationengehalt hauptsächlich ansteigt. Die das gelatinöse Material umgebenden Zellgrenzen und insbesondere die Tripelpunkte sind hauptsächlich aus α-Aluminiumoxid zusammengesetzt.
  • Man nimmt an, daß der Filmangriff durch den Elektrolyten hauptsächlich Auflösung des gelatinösen Materials umfaßt, was zur Vergrößerung der Poren an ihren äußeren Enden und einer Zunahme des wirksamen Oberflächenbereichs dieses Films führt. Weiterer Angriff kann die Zellwände auflösen, so daß die vergrößerten Poren mindestens an ihren äußeren Enden mit Stützen aus hauptsächlich α-Aluminiumoxid, welche an den Tripelpunkten der Zellgrenzen verbleiben, verbunden werden. Eventuell schreitet die chemische Auflösung so weit voran, daß der Film bröckelig wird, und in diesem Zustand ist er nicht länger als Substrat für organische Überzüge geeignet. Das Verfahren gemäß dieser Erfindung hat zum Ziel, eine kontrollierte Menge an Auflösung zu erreichen. In dem sich ergebenden Streifen sind die Poren in einem solchen Ausmaß vergrößert, daß sie teilweise mindestens an ihren äußeren Enden miteinander verbunden sind. Die Dichte des porösen Bereichs des Films (ausschließlich der Grenzschicht) ist ziemlich niedrig; dieser Effekt kann durch Messungen der Gesamtfilmdichte durch die Tatsache hervorgehoben werden, daß die Dicke der Grenzschicht relativ zur Gesamtfilmdicke notwendigerweise wesentlich ist. Das Verhältnis des Porenvolumens zum Zellvolumen ist ziemlich hoch, üblicherweise 0,25 bis 0,6.
  • Der kontinuierliche Aluminiumstreifen kann gewünschtenfalls geschnitten und geformt werden. Der anodische Oxidfilm bildet ein ausgezeichnetes Substrat für eine Vielzahl funktioneller oder schützender organischer Überzüge. Es kann ein Anstrichmittel aufgebracht werden, beispielsweise im Hinblick auf Bauzwecke oder Vehikelzwecke oder andere Verwendungen; Lack kann für Konservierungsanwendungen oder im Hinblick auf Folienverarbeitung aufgebracht werden; lichtempfindliche Harze können für lithographische Zwecke aufgebracht werden; Adhäsive können aufgebracht werden, um durch Adhäsiv gebundene Strukturen zu bilden.
  • Beigefügte Zeichnungen:
  • Fig. 1 ist eine Mikrophotographie (10- Verstärkung), welche die typische Struktur eines durch kontinuierliches AC Eloxieren in heißer Schwefelsäure gemäß der britischen Patentschrift 1 235 631 hergestellten anodischen Oxidfilms zeigt. Die poröse Natur des anodischen Films kann deutlich gesehen werden, aber die Filmoberfläche ist relativ wenig angegriffen. Die Bedingungen waren:
  • Legierung - 3103
  • Kontaktzeit - 35
  • Temperatur - 90ºC
  • Stromdichte - 1100 A/m²
  • Bad - 20 % H&sub2;SO&sub4;
  • Fig. 2 ist eine Mikrophotographie (5 · 10&sup4; Verstärkung), welche eine allgemeine Ansicht einer durch AC Eloxieren gemäß dieser Erfindung hergestellten Oberfläche zeigt. Die Bedingungen waren:
  • Legierung - 1050
  • Kontaktzeit - 10 s Temperatur - 45ºC Stromdichte - 600 A/m²
  • Bad - 10 % H&sub3;PO&sub4;
  • Fig. 3 ist eine Hochauflösungs-REM mikrographische Darstellung (10&sup5; Verstärkung) der in Fig. 2 dargestellten Anodenfilmstruktur.
  • Fig. 4 ist eine Hochauflösungs-REM mikrographische Darstellung (10&sup5; Verstärkung) der durch AC Eloxieren gemäß dieser Erfindung erhaltenen anodischen Filmstruktur. Die Bedingungen waren:
  • Legierung - 1050
  • Kontaktzeit - 10 s
  • Temperatur - 62ºC
  • Stromdichte - 300 A/m²
  • Bad - 10 % H&sub3;PO&sub4;
  • Fig. 5 ist eine Hochauflösungs-REM mikrographische Darstellung (5 · 10&sup4; Verstärkung) der Anodenfilmstruktur auf einer 5000 Serienlegierung, erhalten durch AC Eloxieren gemäß dieser Erfindung. Die Bedingungen waren:
  • Legierung - 5251
  • Kontaktzeit - 10 s
  • Temperatur - 45ºC
  • Stromdichte - 600 A/m²
  • Bad - 10 % H&sub3;PO&sub4;
  • Die nachfolgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
  • Beispiel 1
  • Um die mittels dieses Verfahrens gebildeten Strukturen zu veranschaulichen, wurde 1050 Legierung genommen und in 10%iger Phosphorsäurelösung 10 sek bei 45ºC bei einer Stromdichte von 600 A/m² eloxiert. Die Probe wurde vor dem AC Eloxieren nicht entfettet und wurde sofort nach dem Verfahren in entionisiertem Wasser gespült. Die Struktur wurde unter Verwendung eines Hochauflösungs- Rasterelektronenmikroskops untersucht. Dieses wurde durch absichtliches Biegen und Zerbrechen der Probe und Untersuchen der Bruchkante durchgeführt. In den beigefügten mikrographischen Darstellungen erscheinen breite dunkle Streifen entlang der Bilder; dieses ist das durch die Probenpräparation sichtbar gemachte Legierungssubstrat.
  • Fig. 2 zeigt die Einheitlichkeit und Dichte des anodischen Filmwachstums unter den zuvor beschriebenen Bedingungen, und Fig. 3 zeigt die offene Porenstruktur, die erzeugt worden ist. Die Grenzschicht ist 40 nm dick mit Porenwänden von 75 nm Höhe (das heißt maximale Filmdicke).
  • Beispiel 2
  • Das Ansteigen der Badtemperatur auf 62ºC und die Verwendung einer niedrigeren Stromdichte von 300 A/m² führt zu der in Fig. 4 dargestellten Struktur. In diesem Fall ist die Grenzschicht 30 nm mit Porenwänden, die sich bis zu einer Gesamtfilmdicke von 100 nm erstrecken. Beide dieser Oberflächen zeigen konkurrierende Reaktionen des Filmwachstums und der Filmauflösung an. Eine höhere Temperatur mit niedrigerer Stromdichte führt zu einem dickeren Film mit sogar feineren Porenwandstrukturen als gezeigt.
  • Was wichtig ist, ist der für Adhäsion verfügbare große Oberflächenbereich im Vergleich zu dem dichteren Film mit feinen Poren, der mittels des konventionellen Heiß-AC- Eloxierverfahrens in Schwefelsäure hergestellt wird (Fig. 1). Die in dieser Arbeit hergestellten Strukturen sind mit der in GB-1 555 940 offenbarten Adhäsivbindungsstruktur mehr verwandt, aber sie sind dünner und können mit sehr kurzen Vorbehandlungszeiten hergestellt werden.
  • Beispiel 3
  • Um die durch das Variieren der Legierung erzeugte Wirkung zu zeigen, ließ man Filme auf einer 5251 Legierung sich bilden. Die experimentellen Bedingungen entsprachen denen des Beispiels 1, das heißt 10 % (bezogen auf das Gewicht) Phosphorsäure, 45ºC, 600 A/m²mit einer Vorbehandlungszeit von 10 sec. Die Platten wurden sofort nach der Vorbehandlung gespült.
  • Die erhaltene Struktur ist in Fig. 5 dargestellt. Im Vergleich zu den auf einer 1050 Legierung gebildeten Filmen wird der anodische Film weit mehr durch vergrößerte Auflösung aufgrund des Magnesiumgehalts dieser Legierung angegriffen. Die mikrographischen Darstellungen zeigen den breiten Strukturbereich, der mittels dieses Verfahrens erhalten werden kann.
  • Beispiel 4
  • Unter den zuvor beschriebenen Bedingungen hergestellte 5251 Panels wurden adhäsiv in einer Überlappungs-Scher- Verbundkonfiguration unter Verwendung eines gehärteten Epoxyadhäsivs (Permabond ESP 105) gebunden. Es wurde die Anfangsbindungsstärke gemessen, und die Verbindungsteile wurden einem Neutralsalzspray bei 43º über eine Dauer von 2, 4 und 8 Wochen ausgesetzt. In diesen Intervallen wurden Proben gezogen, und es wurde die Beibehaltung der Anfangsbindungsstärke überwacht. Als Kontrolle wurde gemäß der britischen Patentschrift 1 555 940 hergestelltes Material auch gebunden und untersucht. Hierbei handelte es sich um eine 5251 Legierung, welche bei 12 V in 10 %iger (bezogen auf das Gewicht) Phosphorsäurelösung 30 min DC eloxiert war.
  • Die Anfangsbindungsstärken waren identisch; nach Ablauf von 8 Wochen betrug die Beibehaltung der Bindungsstärke des wie in dieser Schrift beschrieben hergestellten Materials 71,9 % im Vergleich zu 70,1 % für das mittels DC hergestellte Material. Dieses zeigt die potentielle Wirkung der mittels dieses neuen Verfahrens unter Verwendung extrem kurzer Vorbehandlungszeiten hergestellten Oberflächen.
  • Beispiel 5
  • Unter Verwendung einer kleinen kontinuierlichen Eloxiervorrichtung wurde ein AA 5052 Coil mit Geschwindigkeiten bis zu 24 m/min unter Verwendung von sowohl Wechselstrom wie auch Gleichstrom als Energiequellen eloxiert. Die effektive Länge betrug 0,5 m mit Graphit als Gegenelektrode; Der Elektrolyt war 10 Gew.%ige H&sub3;PO&sub4; bei 55ºC.
  • Drei Probencoils wurden getrennt mit zwei verschiedenen Arten Epoxyphenollack, ein drittes mit einem Polyesterlack und ein viertes mit einem Organosollack überzogen. Es wurden Behälter aus jedem Materialcoil gezogen, und die Stücke der Coils wurden verschiedenen Tests ausgesetzt. Diese umfaßten Ankratzen der Ecken und einstündiges Behandeln in Wasser bei 120 in einem Autoklaven; Erhitzen bei 120ºC in 0,5 %iger Weinsäure; einstündiges Erhitzen bei 120ºC in 2 %iger Milchsäure; 3, 8 oder 16stündiges Kochen (100ºC) in 5 %iger Essigsäure + 2 %iger Weinsäure. Nach dem Testen wurden die Proben im Hinblick auf Fehler und mechanische Abtragung untersucht, und es wurden Punkte gemäß der Anzahl der Fehler verteilt.
  • Die Zahlen wurden unter Erhalt einer Gesamtwirkungsbewertung auf einer Skala von 0 bis 64 vereinigt; je niedriger die Punkte sind, desto besser ist die Wirkung. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1 Adhäsionswirkung von kontinuierlich eloxiertem AA 5052 Stromart Volt Kontaktzeit Fließbandgeschwindigkeit Coulom-Input Adhäsionswirkung Wechselstrom Gleichstrom
  • Als Vergleich entstand bei einem 2,5 sek andauernden kontinuierlichen kommerziellen Wechselstromcoilverfahren in 20 %iger Schwefelsäure bei 90ºC bei 1250 A/m² ein Coilprodukt mit einer Lackadhäsionswirkung von 33, welches den mittels der vorliegenden Erfindung erzielten Wirkungen beträchtlich unterlegen ist.
  • Beispiel 6
  • In diesem Beispiel wird die Wirkung verschiedener Überzüge als Basis für das Adhäsiv verglichen. Eine AA 5251 Legierungsplatte wurde den folgenden Vorbehandlungen ausgesetzt:
  • 1. Kommerzielles Chromat-/Phosphat-Auftragen außerhalb der Maschine.
  • 2. Heißes Wechselstrom-Phosphorsäure-Eloxieren (600 A/m², 10 s, 45ºC) gemäß der Erfindung.
  • 3. Säureätzen.
  • 4. Probenpaare wurden unter Verwendung dreier unterschiedlicher Einzelteil-Epoxyadhäsive und zweier unterschiedlicher zweiteiliger Acryladhäsive zusammengeklebt. Die anhaftende Oberseite wurde bei 90º bei Raumtemperatur und mit 50 mm/min abgezogen. Die Abziehfestigkeiten (in Newton) sind in Tabelle 2 aufgeführt. Tabelle 2 Abziehfestigkeiten (N) Adhäsiv 1A Chromat/Phosphat Auftragen 2 Wechselstrom Phosphorsäure heiß eloxiert 3 säuregeätzte Oberfläche einteiliges Epoxy A zweiteiliges Acryl A
  • Die Vorbehandlung gemäß dieser Erfindung ergab sehr viel bessere Ergebnisse. Ein zusätzlicher Vorteil der Vorbehandlung gemäß dieser Erfindung über das Chromatauftragen außerhalb der Maschine ist, daß die mit Chromaten verbundenen Toxizitäts- und Abfallbeseitigungsprobleme eliminiert werden.
  • Beispiel 7
  • AA 3005 wurde 10 sek bei 600 A/m² Wechselstrom und 15 V in einem Elektrolyten, der 10 Gew.% H&sub3;PO&sub4; und 2,5 Gew.% H&sub2;SO&sub4; enthielt, bei 55ºC eloxiert.
  • Der sich ergebende anodische Oxidfilm hatte eine Gesamtdicke von 60 nm einschließlich einer Grenzschicht mit 20 nm Dicke und eine Zelldimensionsvariable im Bereich von 10 bis 20 nm. Die mit dem Oberflächenphosphat verbundene offene Zellstruktur liefert eine gute Basis für anschließend aufgebrachtes Adhäsiv.

Claims (8)

1. Verfahren zum Bilden eines anodischen Oxidfilms auf einem Aluminiumstreifen durch kontinuierliches Durchführen des Streifens durch einen phosphorsäurehaltigen Elektrolyten, der auf einer Temperatur im Bereich von 30 bis 70ºC gehalten wird, welcher 5 bis 15 Gew.% Phosphorsäure enthält, wobei die Kontaktzeit zwischen dem Streifen und dem Elektrolyten im Bereich von 0,5 bis 10 sek liegt, wobei während dieser Zeit der Streifen bei einer Stromdichte von 250 bis 2000 A/m² eloxiert wird, wobei die Art, Konzentration und Temperatur des Elektrolyten in Beziehung zur Stromdichte so gewählt werden, daß die Geschwindigkeit der chemischen Auflösung des Oxidfilms vergleichbar zu der Geschwindigkeit der anodischen Oxidbildung aber geringer als diese ist, wobei auf der Oberfläche des Streifens ein anodischer Oxidfilm von 15 bis 200 nm Dicke gebildet wird und Phosphation enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Eloxieren mittels Wechselstrom durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Anodisierungs-Coulomb-Input 2000 bis 6000 C/m² beträgt.
4. Kontinuierlicher Aluminiumstreifen und daraus gebildete Artikel, wobei der Streifen einen porösen anodischen Oxidfilm trägt, der mittels eines Verfahrens gemäß Anspruch 1 auf dessen Oberfläche gebildet ist, wobei der Film 15 bis 200 nm dick ist und Phosphation enthält, wobei das Verhältnis des Porenvolumens zu dem Zellvolumen in dem Oxidfilm 0,25 bis 0,6 beträgt.
5. Kontinuierlicher Aluminiumstreifen und daraus gebildete Artikel, nach Anspruch 4, wobei die Poren des Films in einem derartigen Ausmaß vergrößert sind, daß sie teilweise mindestens an ihren Außenenden miteinander verbunden sind.
6. Kontinuierlicher Aluminiumstreifen und daraus gebildete Artikel nach Anspruch 4 oder 5, welche eine organische dekorative oder schützende Schicht tragen, die fest an die Filmoberfläche gebunden ist.
7. Kontinuierlicher Aluminiumstreifen und daraus gebildete Artikel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, welche ein fest und direkt an den Film gebundenes Adhäsiv tragen.
8. Struktur aus zwei oder mehreren geformten, anhaftend zusammengebundenen Aluminiumkomponenten, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Komponenten eine gemäß einem der Ansprüche 4 bis 7 ist.
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