DE357641C - Fuer stereophotogrammetrische Aufnahmen bestimmte, im Azimut einstellbare Kamera - Google Patents

Fuer stereophotogrammetrische Aufnahmen bestimmte, im Azimut einstellbare Kamera

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DE357641C
DE357641C DEZ11783D DEZ0011783D DE357641C DE 357641 C DE357641 C DE 357641C DE Z11783 D DEZ11783 D DE Z11783D DE Z0011783 D DEZ0011783 D DE Z0011783D DE 357641 C DE357641 C DE 357641C
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DE
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camera
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rotation
mirrors
intersection
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Expired
Application number
DEZ11783D
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Carl Zeiss SMT GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B35/00Stereoscopic photography
    • G03B35/08Stereoscopic photography by simultaneous recording
    • G03B35/10Stereoscopic photography by simultaneous recording having single camera with stereoscopic-base-defining system

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine für stereophotogrammetrische Aufnahmen bestimmte, im Azimut einstellbare Kamera, mit der ein Zielfernrohr so verbünden ist, daß seine Ziellinie unabhängig von der Einstellung der Kamera einerseits um die Drehachse derselben, anderseits um eine zu dieser Achse senkrechte Achse drehbar angeordnet ist.
Um eine solche Kamera zum Zwecke von stereophotogrammetrischen Aufnahmen nacheinander in den beiden Endpunkten einer Standlinie so aufstellen zu können, daß in beiden Standorten die Richtung ihrer optischen Achse mit der Standlinie ein und denselben vorgeschriebenen Azimutwinkel einschließt, war bisher entweder eine aus Gradteilung und Zeiger bestehende Anzeigevorrichtung oder eine Verriegelungsvorrichtung mit Rast und Feder vorgesehen. Statt dessen wird nach der Erfindung ein Paar von ebenen Spiegeln angeordnet, die mit der Kamera fest so verbunden sind, daß sie zu verschiedenen Seiten der Drehachse der Kamera liegen und daß ihre Schnittlinien mit einer zu dieser Drehachse senkrechten Ebene einander parallel sind, und es wird ferner eine Kollimationseinrichtung vorgesehen, die mit jenem Zielfernrohr zu gleicher Drehung um die Kameradrehachse gekuppelt ist und dazu dient, mit Hilfe eines der beiden Spiegel einen Beobachter in den Stand zu setzen, das Zielfernrohr in einen bestimmten Azimut einzustellen. Die neue Anordnung macht das bisher beim Wechseln des Standortes erforderliche Durchschlagen des Zielfernrohres entbehrlich und erlaubt daher, den Fernrohraufsatz niedriger zu bauen als bisher. Dabei läßt sich die Einstellgenauigkeit vergrößern, während die Anforderungen, die an das Aufsetzen der Spiegel auf die Kamera zu stellen sind, geringer sind als die Anforderungen, die vordem an das Anbringen der· Anzeigevorrichtung oder der Verriegelungsvorrichtung gestellt werden mußten.
Sollen, wie es gewöhnlich verlangt wird, unter Benutzung ein und derselben Standlinie mehrere stereophotogrammetrische Aufnahmen solcher Art gemacht werden, daß bei je zwei zueinandergehörenden Einzelaufnahmen die Richtungen der optischen Achse der Kamera mit der Standlinie ein und denselben vorgeschriebenen Azimutwinkel einschließen, so sind mehrere solcher Spiegelpaare anzuordnen, deren gegenseitige Lage von der Größe der j eweils vorgeschriebenen Azimutwinkel abhängig ist. Damit die Unveränderlichkeit dieser gegenseitigen Lage gewährleistet ist, empfiehlt es sich, sämtliche erforderlichen Spiegel durch einen einzigen Glaskörper zu verkörpern.
Um bei Verwendung eines solchen Glaskörpers die Lage desselben zur Kamera justieren zu können, ist es zweckmäßig, den Glaskörper mit einer weiteren ebenen Spiegelfläche auszustatten, deren Schnittlinie mit einer zur Drehachse der Kamera senkrechten Ebene auf den Schnittlinien derjenigen beiden Spiegel mit dieser Ebene senkrecht steht, bei denen diese Schnittlinien je den Azimutwinkel Null mit der optischen Achse der Kamera einschließen, und die also der Einstellung eines Azimutwinkels der optischen Achse gegenüber der Standlinie vom Werte 900 entsprechen.
Die erwähnte Kollimationseinrichtung kann ζ. B. auf dem um die Drehachse der Kamera drehbaren, das Zielfernrohr der Kamera aufnehmenden Träger fest angeordnet und dabei derart ausgebildet sein, daß ein Hilfszielfernrohr so hinter einen Kollimator mit beleuchteter Marke geschaltet ist, daß durch Einstellen des Trägers die das Kollimatorobjektiv verlassenden, von der Marke des Kollimators ίο ausgehenden Lichtstrahlen nach Reflexion an einem der erwähnten Spiegel in das Objektiv des Hilfszielfernrohres eintreten. Von einfacherer baulicher Anordnung und dabei von größerer Einstellgenauigkeit ist eine auf dem Prinzip der Autokollimation beruhende Kollimationseinrichtung, bei der das Hilfszielfernrohr und der Kollimator zusammenfallen. In diesem Falle ordnet man die Kollimationseinrichtung zweckmäßigerweise so an, daß ihr ao Augenort in unmittelbarer Nähe des Augenortes des Zielfernrohres der Kamera liegt, so daß man in der Lage ist, während der Aufnahme ohne Berührung irgendwelcher Teile des Instrumentes nahezu gleichzeitig die Größe des Azimutwinkels der optischen Achse der Kamera in bezug auf die Standlinie und die Richtung desjenigen Schenkels dieses Winkels, der mit der Standlinie in einer lotrechten Ebene zu liegen hat, kontrollieren kann. Verzichtet man auf diese Kontrolle, so kann man das Zielfernrohr der Kamera so ausgestalten, daß es abwechselnd als Zielfernrohr zum Anschneiden des Gegenstandortes und als Kollimationseinrichtung zum Einstellen des gewünschten Azimutwinkels dient. Zu diesem Zwecke ist das Zielfernrohr mit einem Vorschaltspiegel auszustatten, der schwenkbar derart anzuordnen ist, daß seine Eintrittsfläche entweder dem Gegenstandsort oder einem jener mit der Kamera fest verbundenen Spiegel zugewendet werden kann. Statt des j schwenkbaren Vorschaltspiegels könnte man j auch einen fest angeordneten, halbdurchsichtigen Spiegel verwenden, dem dann noch ein weiterer Spiegel vorzuschalten wäre.
In Abb. ι und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Abb. 1 ist ein Aufriß, Abb. 2 ein Grundriß. Auf dem Gehäuse α einer Kamera, deren wagerecht zu denkende optische Achse mit 0-P bezeichnet ist (wobei O Objektivseite und P Plattenseite bedeutet), ist ein Träger b um eine auf der Horizontalebene durch diese optische Achse senkrecht stehende Achse X-X, um die auch die Kamera selbst drehbar zu denken ist, einstellbar gelagert, der durch eine Klemmschraube b1 auf dem Gehäuse festgestellt werden kann. Auf dem Träger b ist ein prismatischer Glaskörper c, dessen Hauptschnitt durch ein regelmäßiges Zwölfeck begrenzt wird, so befestigt, - daß seine zwölf Prismenflachen der Achse X-X parallel sind und daß das eine Paar c1, c2 der gegenüberliegenden Prismenflächen der optischen Achse 0-P der Kamera- parallel ist. Der Träger b wird von einem Gehäuse d eingeEchlossen, das auf der·! Träger um die Achse X-X drehbar gelagert ist und das gegenüber dem Träger durch eine Klemmschraube d1 festgestellt werden kann. In diesem Gehäuse d sind die optischen GHeder eines Zielfernrohres mit wagerechter, die Drehachse X-X schneidender Einblickachse untergebracht, bestehend aus einem Okular e1, einer Zielmarke e2, einer Umkehrlinse es, einem Objektiv e4 und zwei einfachen Spiegel; prismen eD und e°, von denen das letztere, das Eintrittsprisma, in dem Gehäuse um eine wagerechte Achse Y-Y drehbar gelagert und mittels eines Triebknopfes einstellbar ist, um die Höhenrichtung der Ziellinie des Fern- 8« rohres verändern zu können. Außerdem ist in dem Gehäuse d die Optik für ein Kollimator- fernrohr untergebracht, bestehend aus einem Okular f1, einer Zielmarke /2, einem Objektiv fs und einem zur Beleuchtung der Zielmarke /2 dienenden Prisma f. Die optische Achse dieses Kollimatorfernrohres ist der Einblickachse des Zielfernrohres parallel und schneidet, wie diese, die Drehachse X-X. Dabei hat sie eine solche Lage zu dem prismatischen Glaskörper c, daß sie mit den Mitten der Prismenflächen in gleicher Höhe liegt. Von den Prismenflächen werden beim Gebrauch der Vorrichtung außer den bereits genannten, cx und c2, die diesen unmittelbar benachbarten Flächen c\ c* und e5, ce und die zu den Flächen c1 und c" senkrechte, auf der Plattenseite der Kamera liegende Fläche c~ benötigt. Eine schwache Vergoldung dieser sieben Flächen ist im Grundriß (Abb. 2) durch starke Linien angedeutet.
Die Zeichnung entspricht einer Aufstellung der Kamera im rechten Standort einer Standlinie. Das Zielfernrohr ist durch Drehen der Kamera um ihre Drehachse X-X so einge- i"5 stellt zu denken, daß der linke Standort angeschnitten ist, und das Kollimationsfernrohr' so, daß das Spiegelbild der Zielmarke f2 in bezug auf die Prismenfläche c% mit der Marke f~ selbst zusammenfallend gesehen wird, wobei n« also dann die optische Achse der Kamera mit der Standlinie den Azimutwinkel 90° einschließt. Bei Aufstellung im linken Standort müßte das Kollimationsfernrohr in bezug auf die der Prismenfläche c1 gegenüberliegende "5 Prismenfläche c2 eingestellt werden. Die Kollimation in bezug auf die Prismenfläche cs oder auf die Prismenfläche c4 entspricht einem Azimutwinkel der optischen Achse gegen die Standlinie von 1200, die Kollimation in bezug auf die Prismenfläche c5 bzw. auf die Prismenfläche c" einem Azimutwinkel von 6o°.
Dabei ist in der Zeichnung vorausgesetzt, daß der Glaskörper c gegenüber der Kamera seine richtige Lage hat, in der die Prismenflächen c1 und c2 der optischen Achse 0-P der Kamera parallel sind. Eine Kontrolle dafür bietet eine Kollimation in bezug auf die Prismenfläche c~ in Verbindung mit einer bei Vornahme dieser Kontrolle an der Kamera anzubringenden Einrichtung, um die optische
ίο Achse der Kamera auf den Gegenstandort zu richten. Ergibt die Kontrolle eine Dejustierung des Glaskörpers, so ist nach Lösen der Klemmschraube b1 eine Berichtigung der Einstellung vorzunehmen.
Die Handhabung der Vorrichtung hat wie folgt zu geschehen. Nachdem die erwähnte Kontrolle die richtige Lage des Glaskörpers c zu der Kamera α ergeben hat, wird nach Lösen der Klemmschraube d1 mittels des Kollimationsfernrohres auf die dem jeweils benutzten Standort und dem einzustellenden Azimutwinkel der optischen Achse der Kamera mit der Standlinie entsprechende Prismenfiäche kollimiert. Alsdann ist die Klemmschraube d1 wieder anzuziehen und die Kamera durch Drehen um ihre Drehachse X-X so ein-• zustellen, daß das Zielfernrohr den Gegenstandort anschneidet. Es ist dann während der Aufnahme ohne Berührung des Instrumentes möglich, nahezu gleichzeitig die Einstellung des Kollimationsfernrohres und des Zielfernrohres nachzuprüfen.
In Abb. 3 ist in einem Aufriß ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt, das sich von dem ersten lediglich dadurch unterscheidet, daß das Zielfernrohr und das Kollimationsfernrohr zu einem einzigen Fernrohr vereinigt sind. Dieses Fernrohr enthält an fest in dem Gehäuse d angeordneten optischen GHedem ein Okular g1, eine Zielmarke g2, eine Umkehr linse g3, ein Objektiv g·4, ein einfaches Spiegelprisma g5 und ein zur Beleuchtung der Zielmarke g2 dienendes Prisma ge. Das vorderste optische Glied des Fernrohres, ein einfaches Spiegelprisma g7, ist in dem Gehäuse d um eine wagerechte Achse Z-Z drehbar gelagert. Es kann entweder so eingestellt werden, daß seine vordere Fläche dem Glaskörper c zugewendet ist, wobei dann das Fernrohr als Kollimationsfernrohr dient, oder so, daß es den freien Ausblick nach dem Gegenstandort vermittelt.
Die Handhabung der Vorrichtung ist ganz ähnlich der der zuerst beschriebenen. Nach Lösung der Klemmschraube d1 und nachdem das Prisma g7 so eingestellt ist, daß seine vordere Fläche dem Glaskörper c zugekehrt ist, ist auf die dem jeweils benutzten Standort und dem einzustellenden Azimutwinkel der optischen Achse der Kamera mit der Standlinie entsprechende Prismenfläche zu kollimieren. Alsdann ist die Klemmschraube d1 wieder anzuziehen, das Prisma g7 auf freien Ausblick einzustellen, und die Kamera durch Drehen um ihre Drehachse X-X so einzustellen, daß durch das Fernrohr der Gegenstandort angeschnitten wird, wobei erforderlichenfalls die Fokussierung des Fernrohres zu berichtigen ist.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    .1. Für stereophotogrammetrische Aufnahmen bestimmte, im Azimut einstellbare Kamera in Verbindung mit einem Zielfernrohr, dessen Ziellinie unabhängig von der Einstellung der Kamera einerseits um die Drehachse derselben, anderseits um eine zu dieser Achse senkrechte Achse drehbar angeordnet ist, gekennzeichnet durch ein Paar von ebenen Spiegeln (^1, c2), die mit der Kamera (α) fest so verbunden sind, daß sie zu verschiedenen Seiten der Drehachse (X-X) der Kamera liegen und daß ihre Schnittlinien mit einer zu dieser Drehachse senkrechten Ebene einander parallel sind, wobei eine Kollimationseinrichtung (f1 ... /4) vorgesehen ist, die durch eine mit jenem Zielfernrohr (c1 ... c° bzw. g1 ... g6) zu gleicher Drehung um die Kameradrehachse gekuppelt ist, und mit Hilfe eines der beiden Spiegel einen Beobachter in den Stand zu setzen, das Zielfernrohr in einen bestimmten Azimut einzustellen.
  2. 2. Kamera nach Anspruch 1, bei der jene beiden Spiegel durch einen Glaskörper verkörpert sind, der auf der Kamera derart befestigt ist, daß die Schnittlinien der beiden Spiegel mit einer zur Drehachse der Kamera senkrechten Ebene je den Azimut- 1°° winkel Null mit der optischen Achse der Kamera einschließen, dadurch gekennzeichnet, daß der Glaskörper (c) mit einer weiteren ebenen Spiegelfläche (c7) ausgestattet ist, deren Schnittlinie mit jener Ebene tos auf den beiden anderen Schnittlinien senkrecht steht.
  3. 3. Kamera nach Anspruch 1, bei der das Zielfernrohr mit einem Vorschaltspiegel ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Vorschaltspiegel (g7) schwenkbar derart angeordnet ist, daß seine Eintrittsfläche entweder dem Ziel oder einem jener mit der Kamera (a) fest verbundenen Spiegel (c1, c2, c3) zugewendet werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEZ11783D 1920-09-09 1920-09-09 Fuer stereophotogrammetrische Aufnahmen bestimmte, im Azimut einstellbare Kamera Expired DE357641C (de)

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DE (1) DE357641C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1214008B (de) * 1952-05-16 1966-04-07 Dr Otto Rellensmann Vermessungskreiselkompass

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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