DE357263C - Beschleunigungsregler fuer Kraftmaschinen - Google Patents

Beschleunigungsregler fuer Kraftmaschinen

Info

Publication number
DE357263C
DE357263C DES52361D DES0052361D DE357263C DE 357263 C DE357263 C DE 357263C DE S52361 D DES52361 D DE S52361D DE S0052361 D DES0052361 D DE S0052361D DE 357263 C DE357263 C DE 357263C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
channel
shaft
liquid
speed
accelerator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES52361D
Other languages
English (en)
Inventor
Professor Dr Hans Gerdien
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES52361D priority Critical patent/DE357263C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE357263C publication Critical patent/DE357263C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

Um die Drehzahl von Kraftmaschinen auf eine bestimmte Beschleunigung oder auf konstante Winkelgeschwindigkeit zu regeln, hat man träge Massen drehbar auf der Welle an-S geordnet; Bei Geschwindigkeitsänderungen der Welle bleiben diese Massen zurück bzw. eilen vor, und diese Relativbewegung wird benutzt, um die Regelvorgänge auszulösen. Diese setzen also nicht erst dann ein, wenn die Geschwindigkeit sich bereits merklich geändert hat, sondern schon in dem ersten Augenblick, in dem die Geschwindigkeitsänderung auftritt. Mit .derartigen Beschleunigungsreglern muß sich bekanntlich eine höhere Gleichmäßigkeit der Geschwindigkeit erreichen lassen als mit den Geschwindigkeitsreglern.
Praktisch ist es indessen bisher noch nicht gelungen, gute Ergebnisse auf diesem Wege zu erzielen. Es ist nämlich. notwendig, um einen brauchbaren Regler zu erhalten, daß schon außerordentlich kleine Beschleunigungen einen Regelvorgang auslösen. Diese Notwendigkeit stellt dem Konstrukteur eine dreifache Aufgabe, as Einmal muß die träge Masse eine erhebliche Größe haben, damit auch bei kleinen Beschleunigungen genügend große Beschleunigungskräfte auftreten; zweitens muß schon eine sehr geringe Relativbewegung dieser 3" trägen Masse genügen, um die Vorrichtungen zum Einstellen der Geschwindigkeit zu beeinflussen, und drittens müssen Verluste durch Reibung vermieden werden. Diese drei Anforderungen widersprechen einander, und daran ist der Erfolg bisher gescheitert.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Professor Dr. Hans Gerdien in Berlin-Grunewald.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Beschleunigungsregler, der diese Anforderungen erfüllt. Erfindungsgemäß wird nämlich als träge Masse eine Flüssigkeit verwendet. Eine Anordnung besonders einfacher Art gemäß der Erfindung wird folgendermaßen hergestellt. In einem mit der Welle fest verbundenen Ring ist ein Kanal ausgespart, der eine Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, aufnimmt. Der to Kanal braucht hierbei durchaus nicht überall in gleichem Abstand von der Drehachse zu verlaufen und braucht auch nicht überall genau gleichen Querschnitt zu haben. Seine Ausführung bietet also keinerlei besondere Schwierigkeiten dar. Die beiden Enden dieses Kanals werden durch je einen Kolben oder am einfachsten durch je eine Membran abgeschlossen. Bei Beschleunigungen oder Verzögerungen der Welle übt die Flüssigkeitssäule einen Druck aus auf die eine oder auf j die andere Membran. Dieser Druck ist abhängig von der peripheren Länge des Kanals und einem gewissen mittleren radialen Abstand des Kanals von der Drehachse. Er ist unabhängig von dem Querschnitt. Man kann daher den Kanal um den Flüssigkeitsquerschnitt verhältnismäßig klein wählen, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß zur Erzielung der erforderlichen Arbeitsleistungen, die von der Membran zur Auslösung der Regelvorgänge übertragen werden sollen, eine gewisse Flüssigkeitsmenge nicht unterschritten werden darf, und daß andererseits auch bei zu kleinem Querschnitt die Reibung zu groß würde. Dagegen wird man die periphere Länge des Kanals hinreichend groß wählen müssen, um bei kleinen Beschleunigungen genügend große Druckwerte zu bekommen. Man wird daher den Kanal beispielsweise in mehreren Windungen, z. B. schraubenförmig, um die Welle herumführen. .
Von den die Enden abschließenden Kolben oder Membranen nun können leicht die erforderlichen Regelbewegungen abgeleitet werden. In dieser Beziehung bietet die Flüssigkeitsschwungmasse ganz besondere "Vorzüge vor der starren Schwungmasse. Beispielsweise ist es möglich, die Enden der umlaufenden Kanäle in je einen ruhenden Kanal einmünden zu lassen und diesen ruhenden Kanal durch einen Kolben oder eine Membran abzuschließen. Der ganze Regelmechanismus wird dann außerordentlich vereinfacht, weil er keine mit- j umlaufenden Teile mehr hat. j
Da bei dem Übergang aus dem umlaufenden 1 Kanal in den ruhenden Kanal leicht Störungen durch die an der Übergangsstelle eintretenden Flüssigkeitsbewegungen auftreten können, so wird man die Kanalenden nach der Welle hin zurückführen bis zu einem Punkt, an dem die Umlaufsgeschwindigkeit klein genug ist, um eine störungsfreie Überführung des umlaufenden in den ruhenden Kanal bewirken zu können. Dabei ist es zweckmäßig, darauf zu achten, daß die beiden Endigungen des umlaufenden Kanals gleichen Abstand von der Drehachse haben, da andernfalls eine der Membranen dauernd durch den Einfluß der Zentrifugalwirkung unter Druck gehalten würde.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, in der Abb. 1 einen Längsschnitt, Abb. 2 einen Querschnitt längs A B darstellt. Die Welle 1, deren Geschwindigkeit konstant gehalten werden soll, treibt durch die Zahnräder 2, 3 einen zylinderförmigen Körper 4 an, der in den Lagern 5, 6 läuft. An seinem Umfang ist er mit einem schraubenförmigen Kanal 7 versehen, der durch den übergezogenen Ring 8 geschlossen ist. Die Enden 9 und 10 dieses Kanals sind durch die Mitte der beiden Lagerzapfen nach außen geführt. Die äußeren Stirnflächen der beiden Zapfen sind gegen feststehende Zylinder 11, 12 abgedichtet, in denen Kolben 13, 14 laufen. Die Kolbenstangen 15 und 16 führen zu der Einstellvorrichtung für die Geschwindigkeit der Welle 1. Der Kanal 7 und die Zylinder 11 und 12 bis zu den Kolben 13, 14 sind mit irgendeiner Flüssigkeit, beispielsweise Quecksilber, angefüllt. Wird die Drehung des Körpers 4 beschleunigt oder verzögert, so übt die im Kanal 7 vorhandene Flüssigkeit infolge ihrer Trägheit einen Druck auf den Kolben 13 oder auf den Kolben 14 aus, und wirkt daher auf die Geschwindigkeit der Welle 1 regelnd ein.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Beschleunigungsregler für Kraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Flüssigkeit in einem mit der zu regelnden Welle umlaufenden Behälter (7) eingeschlossen ist und bei. auftretenden Beschleunigungen als Beharrungsmasse auf einen den Behälter abschließenden Kolben oder Membran (13, 14) wirkt.
2. Beschleunigungsregler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit in einem mit der Welle umlaufenden Kanal (7) eingeschlossen ist, dessen Enden in je einem ruhenden Kanal münden, zu dem Zweck, den Regelungsmechanismus ruhend anordnen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES52361D 1917-09-18 1917-09-18 Beschleunigungsregler fuer Kraftmaschinen Expired DE357263C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES52361D DE357263C (de) 1917-09-18 1917-09-18 Beschleunigungsregler fuer Kraftmaschinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES52361D DE357263C (de) 1917-09-18 1917-09-18 Beschleunigungsregler fuer Kraftmaschinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE357263C true DE357263C (de) 1922-08-22

Family

ID=7488687

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES52361D Expired DE357263C (de) 1917-09-18 1917-09-18 Beschleunigungsregler fuer Kraftmaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE357263C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169298B (de) * 1955-04-21 1964-04-30 Constructeuers Associes Indirekter Drehzahlregler mit Beharrungsgewicht
US3603158A (en) * 1968-04-22 1971-09-07 Itt Angular acceleration sensor

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169298B (de) * 1955-04-21 1964-04-30 Constructeuers Associes Indirekter Drehzahlregler mit Beharrungsgewicht
US3603158A (en) * 1968-04-22 1971-09-07 Itt Angular acceleration sensor

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2064645C3 (de) Vorrichtung zur Regelung der Brenn stoffmenge einer Brennkraftmaschine über eine Servovornchtung
DE1230597B (de) Selbsttaetige Unwucht-Kompensationseinrichtung
DE2205322A1 (de) Kontinuierlich verstellbare Drehzahlwandelvorrichtung mit einer Steuerexzenterscheibe mit verstellbarer Exzentrizität
DE357263C (de) Beschleunigungsregler fuer Kraftmaschinen
DE919076C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Auswuchtung sich drehender Maschinenteile
DE885033C (de) Bewegungsuebertragende Vorrichtung
DE636987C (de) Regeleinrichtung
DE611897C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Kuppeln und Entkuppeln und zum Daempfen der Verdrehungsschwingungen umlaufender Koerper
DE850100C (de) Freilaufkupplung fuer hohe Drehzahlen
AT90657B (de) Beharrungsregler.
DE632057C (de) Anordnung zur Beseitigung oder Verminderung von Drehschwingungen in Wellen
DE496357C (de) Umlaufraederwechselgetriebe
DE622554C (de) Umlaufende Arbeits- und Kraftmaschine mit sichelfoermigem Arbeitsraum und Schwingkolben
DE351589C (de) Drehschiebersteuerung
DE1025735B (de) Reibradgetriebe zur selbsttaetigen stufenlosen Drehzahlregelung von Antrieben, insbesondere Fahrzeugantrieben
DE1098374B (de) Selbsttaetig stufenlos regelbares Keilriemengetriebe, insbesondere fuer Motorfahrzeuge
DE638007C (de) Kraft- oder Arbeitsmaschine mit stets in gleichem Drehsinn mit sich periodisch aenderndem Verhaeltnis ihrer Winkelgeschwindigkeit umlaufenden Kolben
CH397362A (de) Vorrichtung zum Abdichten des Zwischenraumes zwischen einem bewegbaren Übertragungselement und einer von diesem Übertragungselement durchquerten Wand
DE396657C (de) Ventilumsteuerung
DE821579C (de) Wälzgetriebe
DE389039C (de) Betriebsstoffpumpe
DE1000648B (de) Verzoegert greifende Fliehkraftkupplung
DE2162408B2 (de) Hydro-radialkolbenmotor
DE1089235B (de) Hydraulische Daempfungseinrichtung an geradlinigen Kolbengetrieben
DE544942C (de) Aus zwei sich gegeneinander bewegenden Systemen bestehendes Getriebe