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Steg für Streichinstrumente. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom z. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom
26. Februar igig beansprucht. Die Erfindung betrifft einen Steg für Geigen
und andere Streichinstrumente, der zur Verbesserung des Tons mit Luftkammern oder
Luftpolstern versehen ist. Stege der Art sind bereits bekannt; man hat darin größere
Lufträume vorgesehen, die aber oben und unten offen sind, so daß damit wohl ein
weicherer Ton als bei einem Vollstege erhalten werden kann, die Tongröße leidet
aber darunter. Bei der Erfindung handelt es sich um einen Steg von der in jahrhundertelangem
Brauch bewährten Form mit einer Anzahl kleiner, vollkommen abgeschlossener Taschen
in seinem unteren stärkeren Teile, die gewissermaßen als Luftpolster dienen. Ein
Steg dieser Bauart hat nicht nur das Aussehen der üblichen Stege, sondern ist auch
hinreichend massiv, um eine volle Tonstärke neben großer Weichheit des Tons zu gewährleisten.
Ein
Steggebilde dieser Art läßt sich aus mehreren kongruenten Platten zusammensetzen,
vorzugsweise aus drei oder nur zwei Platten. Bei drei Platten ist die mittlere im
unteren Teile mit Duschlochungen versehen, und die beiden anderen Platten dienen
als Deckplatten, die auf den beiden Seitenflächen der -Mittelplatte befestigt werden
und, da sie undurchlocht sind, die Lochungen der Mittelplatte abdecken, so daß dadurch
geschlossene Lufttaschen entstehen. Bei nur zwei Platten wird entweder nur die eine
Platte oder es werden beide Platten mit nicht durchgehenden Lochungen im unteren
stärkeren Teile versehen, und es werden dann die Platten so miteinander vereinigt,
daß sie geschlossene Lufttaschen enthalten oder bilden.
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Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Erfindung.
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Abb. z ist eine vordere Ansicht des Steges bei teilweisem Schnitt;
Abb. 2 ist eine Seitenansicht und Abli 3 ein Schnitt nach 3 bis 3 der Abb. i ; Abb.4
ist ein Schnitt nach .4 bis :a. der Abb. i, und die Abb. 5 bis 7 sind schaubildliche
Darstellungen der drei Teile des Steges in vergrößertem l laßstabe.
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A ist der mittlere Stegteil, der verhältnismäßig dick ausgebildet
ist und nach oben komisch zuläuft. B, C sind der vordere und hintere Teil, die beide
dünner sind und auf beiden Seiten des Mittelteiles befestigt werden. Jeder Teil
ist mit seitlichen Öffnungen D, einer mittleren Öffnung E sowie Füßen F versehen,
so daß sich nach Zusammenfügung der drei Teile die Übliche Stegform ergibt. Der
Mittelteil A «eist eine Anzahl kleiner Löcher G auf, deren Anordnung derart ist,
daß sie -vorwiegend unter den Öffnungen E liegen, ohne irgendeinen Teil, wie z.
B. die freiliegenden Enden an den Öffnungen D oder den Fuß F des Steges zu schwächen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, das für eine Violine bestimmt ist, ist
eine Reihe von i i Löchern quer über die Breite des unteren Stegteiles gerade über
dem Fuß und unter den beiden üblichen Öffnungen D angeordnet. In dem mittleren Stegteil
sind ebenfalls ii Löcher zwischen den Öffnungen D und unter der oberen Mittelöffnung
F. angeordnet, während beiderseits der letzteren gerade über jeder Öffnung D 4 Löcher
in Bogenform vorgesehen sind, so daß sie parallel zu der Krümmung des oberen Stegran{les
liegen, ohne sich über ;len oberen Teil der Mittelöffnung E zu erstrecken. Auf (Miese
Weise erhält der Mittelteil des Steges 29 dicht beieiinanderliegende kleine kreisförmige
Löcher, die zumeist auf den mittleren und unteren Teil verteilt sind. Wie aus Abb.
5 und 6 zu ersehen ist, haben der vordere und hintere Teil B, C des Steges außer
den üblichen Öffnungen D und E keine weiteren Öffnungen. Diese beiden Teile werden
in geeigneter Weise, z. B. mittels Kittes oder Leimes, auf den Mittelteil A befestigt,
so daß die Löcher G bedeckt werden und mit Luft gefüllte Hohlräume bilden, wodurch
sich Luft-' Polster innerhalb des Steges ergeben.
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Die vorher beschriebene Ausführungsform der Erfindung ergibt, wie
durch Versuche festgestellt, befriedigende Resultate, jedoch ist die Erfindung nicht
auf die angegebene Anordnung beschränkt, vielmehr kann Zahl und Anordnung der Löcher
abgeändert wer-; den. Im allgemeinen, können 12 bis 3o Löcher vorgesehen werden.
Anstatt den Steg aus drei Teilen oder Abschnitten zusammenzusetzen, können auch
nur zwei Teile hierzu verwendet werden, und zwar kann dann zum Beispiel der eine
Teil gleich dem vorher beschriebenen Mittelteil und der andere dünner sein. Die
Löcher werden -dann in dem ersteren Teil nicht durchgehend gebohrt, und ihre I offenen
Seiten werden durch den dünnen Teil abgedeckt. Der Steg kann auch aus zwei gleichen
Teilen gebildet werden, wobei dann die sich gegenüberliegenden Seiten mit nicht
durchgehenden Löchern versehen und mit den offenen Seiten dieser gegeneinander gekehrt
und aufeinander befestigt werden.