DE3545581C2 - - Google Patents
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Taumelscheibenkompressor nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein Taumelscheibenkompressor dieser Art ist in der US
44 28 718 beschrieben. Dabei ist eine Steueranordnung des Ven
tilmechanismus so konstruiert, daß er die Verbindungswege sowohl
zwischen Saugkammer und Kurbelgehäuse, als auch zwischen Aus
stoßkammer und Kurbelgehäuse öffnet und schließt. Hierdurch wird
der Aufbau des Ventilmechanismus kompliziert. Wenn ferner der
Kompressor mit hoher Drehgeschwindigkeit rotiert und die Dich
tungsanordnung der Antriebswelle mit hoher Belastung beauf
schlagt wird, steigt der Kurbelgehäuseinnendruck. Infolgedessen
liegt der gleitende Teil der Dichtungsanordnung an der Antriebs
welle unter einem hohen Oberflächendruck. Als Ergebnis hiervon
muß sich die Zuverlässigkeit wie auch die Standzeit der Dichtung
erniedrigen. Eine Verminderung der Dichtung tritt auch auf, wenn
der Fahrzeugmotor, welcher den Kompressor antreibt, plötzlich
seine Geschwindigkeit erhöht. Dies geht darauf zurück, daß dann,
wenn der Fahrzeugmotor rasch beschleunigt wird, der Saugdruck im
Kompressor abfällt und die zuvor erwähnte Steueranordnung so be
tätigt wird, daß sie den Kurbelgehäuseinnendruck erhöht.
Ein ähnlicher Taumelscheibenkompressor ist aus DE-OS 24 15 206
bekannt, wobei ein konstanter Saugdruck dadurch aufrechterhalten
wird, daß man den Kurbelgehäuseinnendruck steuert.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen Taumelschei
benkompressor in einfacher Weise so zu verbessern, daß der Kur
belgehäuseinnendruck im wesentlichen konstant bleibt, wenn sich
durch variierenden Saugdruck der Taumelscheibenneigungswinkel
ändert, und wegen des konstanten Kurbelgehäuseinnendrucks eine
die Antriebswelle umgebende Dichtungsanordnung bei einer Ände
rung der Kompressor-Laufgeschwindigkeit keinem Druckanstieg un
terliegt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merk
male des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungs
formen der Erfindung dient im Zusammenhang mit beilie
gender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt eines Taumelscheiben
kompressors mit variablem Hub;
Fig. 2 eine vergrößerte Teilschnittansicht einer
Steuerventilanordnung des Kompressors aus
Fig. 1;
Fig. 3 eine andere Schnittansicht des Kompressors
aus Fig. 1 mit einer Darstellung der Lage
beziehung zwischen einer Taumelscheibe und
lediglich zwei zugeordneten Kolben, die
in ihre Extremlagen, nämlich den oberen
und unteren Totpunkt ihrer Hubwege ver
schoben sind;
Fig. 4 eine graphische Darstellung der Beziehung
zwischen dem auf die Taumelscheibe wir
kenden Moment (M) und dem Verdrehungs
winkel der Taumelscheibe um die Achse
der Antriebswelle und
Fig. 5 eine teilweise vergrößerte Querschnittsan
sicht ähnlich Fig. 2 einer abgewandelten
Ausführungsform der Erfindung.
Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf den Fall,
bei dem die Erfindung durch einen Taumelscheibenkompres
sor mit variablem Hub realisiert ist, wobei der Kompres
sor der Klimatisierung eines Fahrzeuges dient. Dies heißt,
daß der Kompressor durch den Fahrzeugmotor über einen
geeigneten Kraftübertragungsmechanismus angetrieben ist.
Es versteht sich jedoch, daß der erfindungsgemäße Kom
pressor nicht auf eine Verwendung zur Fahrzeugklimati
sierung beschränkt ist.
Wie in Fig. 1 dargestellt, umfaßt ein Taumelscheibenkom
pressor mit variablem Hub einen Zylinderblock 1, der ge
wöhnlich von kreiszylindrischer Gestalt ist und zwei ein
ander gegenüberliegende, offene Stirnseiten aufweist.
Eine Stirnseite, welche in der Zeichnung links liegt, ist
abgedichtet durch eine Ventilplatte 2 und einen Kompres
sorkopf 3 verschlossen, wobei in diesem Kopf eine ring
förmige Saugkammer S ausgebildet ist. Die Saugkammer S
weist eine Einlaßöffnung 3 a auf, die an einen äußeren
(in Fig. 1 nicht dargestellten) Klimatisierungskreislauf
angeschlossen ist und ein aus dem Kreislauf zurückflie
ßendes Kühlgas aufnimmt. Der Kompressorkopf 3 weist
ferner eine mittig angeordnete Ausstoßkammer D auf, die
über eine (nicht dargestellte) Ausstoßöffnung ebenfalls
mit dem äußeren Klimatisierungskreislauf verbunden ist,
wobei das Kühlgas nach seiner Kompression durch diese
Öffnung hindurch abgegeben wird.
Die andere Stirnseite des Zylinderblocks 1, die in Fig. 1
rechts liegt, ist fest und dicht durch ein Kurbelgehäuse
4 mit Innenraum C verschlossen. Das Kurbelgehäuse 4 nimmt
eine später noch zu beschreibende Taumelscheibe 13 auf,
deren Einstellwinkel veränderbar ist. In der Mitte des
Zylinderblocks 1 ist eine durchgehende Bohrung 1 a ausge
bildet, in welcher ein Radiallager 5 angeordnet ist.
Diesem Radiallager liegt axial ein weiteres Radiallager 5
gegenüber, welches von einem mittig am Kurbelgehäuse 4
angeordneten, zylindrischen Anguß 4 a aufgenommen wird.
Die beiden Radiallager 5 stützen drehbar eine Antriebs
welle 6 ab, deren (in Fig. 1 rechts gelegenes) Ende über
ein geeignetes Transmissionssystem mit dem Motor eines
Fahrzeuges verbunden ist. Das Transmissionssystem kann
beispielsweise eine Riemenanordnung mit magnetbetätigter
Kupplung sein. Zwischen einer abgestuften Stirnfläche 6 a
der Antriebswelle 6 und einer inneren Stirnseite des
zylindrischen Angusses 4 a ist ein Drucklager 7 angeordnet.
Der zylindrische Anguß 4 a ist mit einem Hohlraum versehen,
der als Abdichtkammer für die Antriebswelle dient und mit
dem Innenraum C des Kurbelgehäuses 4 über einen Durchlaß
4 b verbunden ist, welcher seinerseits durch einen Teil
der Kurbelgehäusewand gebohrt ist. Der Durchlaß 4 b dient
als Schmiermittelweg, durch den hindurch Schmiermittel
dem Abdichtglied in der Abdichtkammer 8 zugeführt wird.
Am Zylinderblock 1 sind mehrere, axiale Zylinderbohrungen
1 b vorgesehen (bei der dargestellten Ausführungsform fünf
Zylinderbohrungen, von denen jedoch lediglich eine in Fig.
1 sichtbar ist). Die Zylinderbohrungen 1 b verlaufen parallel
zur Antriebswelle 6 und sind in gleichen Winkelabständen
voneinander auf einem Kreis angeordnet, welcher die Achse
der Antriebswelle 4 umschließt.
In jeder Zylinderbohrung 1 b ist gleitverschieblich ein hin-
und hergehender Kolben 10 mit Kolbendichtringen 9 ange
ordnet. Jeder Kolben weist eine Druckwand auf, welche der
Ventilplatte 2 gegenüberliegt und in Fig. 1 die linke
Kolbenstirnwand bildet. Hierdurch ist in der betreffen
den Zylinderbohrung 1 b eine Kompressionskammer ausgebildet.
Der Kolben weist ferner eine dem Kurbelgehäuseinnen
raum C zugewandte Rückseite auf, welche in Fig. 1 von
der rechts gelegenen Kolbenstirnfläche gebildet wird.
Mit dieser Rückseite ist ein Ende einer Verbindungsstange
12 über ein Kugelgelenk 11 verbunden. Das andere Ende
der Verbindungsstange 12 jedes Kolbens steht über ein
weiteres Kugelgelenk 14 mit der Taumelscheibe 13 in
Verbindung, welche ihrerseits die Antriebswelle 6 um
schließt. Die Taumelscheibe 13 wird von einem Halte
zylinder 15 a abgestützt, der als Lagerteil für eine
drehbare Antriebsplatte 15 dient und in eine mittige
Bohrung der Taumelscheibe 13 eingepaßt ist. Eine
Druckscheibe 16 und ein Haltering 17 sind am äußeren
Ende des Zylinders 15 a so angeordnet, daß sie ein
axiales Spiel der Taumelscheibe 13 auf dem Haltezylinder
15 a begrenzen. Der Zylinder 15 a ruht auf einem ring
förmigen Flanschteil 15 b der Antriebsplatte 15 auf, und
zwar über ein Drucklager 18, welches zwischen einer
Rückseite der Taumelscheibe 13 und einer Vorderseite
des Flanschteils 15 b angeordnet ist.
An der Antriebswelle 6 ist drehfest ein Antriebszapfen
19 angeordnet, der radial von der Welle 6 in das Innere
C des Kurbelgehäuses 4 hinein vorspringt. Der Antriebs
zapfen 19 ist mit der Antriebsplatte 15 durch einen Ver
bindungsstift 20 verbunden, der in einen gebogenen
Führungsschlitz 19 a eingreift, der seinerseits im An
triebsstift 20 ausgebildet ist. Auf diese Weise wird
die Drehbewegung der Antriebswelle 6 über den Zapfen 19
und den Stift 20 direkt auf die sich drehende Antriebs
platte 15 übertragen. Ferner kann die Antriebsplatte 15
ihre Neigung mit Bezug auf eine Ebene senkrecht zur
Drehachse der Welle 6 ändern, und zwar mit Bezug auf
den Mittelpunkt des Verbindungsstiftes 20 unter Führung
des Führungsschlitzes 19 a. Die Veränderung der Neigung
der Antriebsplatte 15 verändert in entsprechender Weise
die Neigung der Taumelscheibe 13, was zu einer Erhöhung
oder Erniedrigung des Taumelwinkels der Taumelscheibe 13
führt, und zwar um eine Achse, die senkrecht zur Dreh
achse der Antriebswelle 6 verläuft. Auf der Antriebswelle
6 ist axial verschieblich eine zylindrische Hülse 40 ge
lagert, die radial an der Innenseite des Zylinders 15 a
der Platte 15 liegt. Der Haltezylinder 15 a der Platte 15
ist um Zapfen 41 schwenkbar, die am Außenumfang der Hülse
40 vorgesehen sind. Somit gestattet die schwenkbare Ver
bindung zwischen der Antriebsplatte 15 und der zylin
drischen Hülse 40, die auf der Antriebswelle 6 gleitbar
ist, eine Verdrehung sowohl der Antriebsplatte 15 als
auch der Taumelscheibe 14 um den Stift 20, wodurch sich
die Neigung dieser Teile ändert. Die zylindrische Hülse
40 ist mit einer axial verlaufenden, langgestreckten
Öffnung 40 a versehen, durch welche hindurch sich der
Zapfen 19 radial erstreckt.
Die Taumelscheibe 13 ist mit einer Kugelführung 22 ver
sehen, die durch einen Schuh 23 gehalten wird, der
seinerseits radial beweglich am untersten Teil der
Taumelscheibe 13 angeordnet ist. Die Kugelführung 22
ist gleitbar an einem axial gerichteten Führungsstift
21 befestigt, der zwischen einer durchgehenden Bohrung
1 c des Zylinderblocks 1 und einer Sackbohrung 4 c des
Kurbelgehäuses 4 verläuft und parallel zur Antriebswelle
6 ausgerichtet ist. Infolgedessen ist die Taumelscheibe
13 daran gehindert, sich zusammen mit der Antriebsplatte
15 zu drehen. Die durchgehende Bohrung 1 c steht in Ver
bindung mit der Saugkammer S des Kompressorkopfes 3,
und zwar über einen in der Ventilplatte 2 ausgebildeten
Durchlaß 2 c. Die Ventilplatte 2 weist ferner mehrere
Saugöffnungen 2 a auf, durch welche hindurch das zu
komprimierende Kühlgas in die betreffenden Zylinder
bohrungen 1 b eingesaugt wird. Die jeweiligen Saug
öffnungen 2 a sind so angeordnet, daß sie eine Verbindung
zwischen der Saugkammer S und den jeweiligen Druck
kammern der Zylinderbohrungen 1 b über zugeordnete An
saugventile 24 herstellen, wenn die jeweiligen Zylin
derbohrungen 1 b durch die zugeordneten Kolben 10 einem
Saughub unterworfen sind. Die Ventilplatte 2 weist
ferner mehrere Ausstoßöffnungen 2 b auf, die dem Aus
stoßen des Kühlgases nach seiner Kompression aus den
Kompressionskammern in die Ausstoßkammer D dienen,
und zwar über zugeordnete Ausstoßventile 25, die auf
einem Ventilhalteglied 26 abgestützt sind. Das Ventil
halteglied 26 ist mit Hilfe eines Haltezapfens 27 an
der Ventilplatte 2 befestigt.
Der Kompressor weist ferner eine Steuerventilanordnung
28 auf, die im nachstehenden mit Bezug auf Fig. 2 be
schrieben wird.
Die Steuerventilanordnung 28 dient dazu, einen Druck Pc
im Innenraum C des Kurbelgehäuses 4 bei einem vorher
eingestellten Druck Pco während des Laufs des Kompres
sors zu halten. Die Ventilanordnung 28 umfaßt ein zylindrisches
Gehäuse 29 mit einem Boden an einer Stirnseite
und einer Öffnung an der gegenüberliegenden Stirnseite.
Das kreiszylindrische Gehäuse 29 ist dicht in einen
kreiszylindrischen Hohlraum 3 b eingepaßt, der in einem
Teil des äußeren Umfangsbereiches des Kompressorkopfes
3 so ausgebildet ist, daß er mit der Saugkammer S kom
muniziert. Dichtungen 30 dienen dazu, eine luftdichte
Verbindung zwischen dem Gehäuse 29 und der Wand des
Hohlraums 3 b herzustellen. Ein Haltering 31 an der
Öffnung des Hohlraums 3 b hält das Gehäuse 29 in seiner
vorgeschriebenen Position. Das Gehäuse 29 weist an
seiner Öffnung einen Innengewindeabschnitt 29 a auf,
in welchem ein Deckel 32 mit einem zentralen Luft
durchlaß 32 a eingeschraubt und fixiert ist. Innerhalb
des zylindrischen Gehäuses 29 ist ein Faltenbalgteil 33
angeordnet, dessen außen gelegene Stirnseite fest und
abgedichtet mit einem abgestuften Teil 29 b des Gehäuses
29 angeordnet ist, und zwar durch Schraubdruck, der von
der Innenseite des Deckels 32 ausgeht und auf den abge
stuften Teil 29 b des Gehäuses 29 ausgeübt wird. Die
innengelegene Stirnseite des Faltenbalgglieds 33 ist
durch eine Kappe 34 dicht verschlossen. Infolgedessen
ist das Innere des zylindrischen Gehäuses 29 durch das
Faltenbalgglied 33 und die Kappe 34 in zwei separate
Kammern unterteilt, nämlich eine innenliegende Atmo
sphärendruckkammer A und eine außenliegende Ventil
kammer B. Ausgehend von der Atmosphärendruckkammer A
verläuft eine Ventilstange 35 axial in die Ventil
kammer B hinein, die luftdicht an der Kappe 34 be
festigt ist. Am einen Ende der Ventilstange 35 ist
eine Ventilkugel 36 befestigt, die in der Ventilkammer
B liegt. Das gegenüberliegende Ende der Ventilstange
35 liegt oberhalb der Innenfläche des Deckels 32, wenn
die Ventilkugel 36 in diejenige Position vorgespannt
ist, in welcher sie eine Ventilöffnung 29 c schließt,
die ihrerseits im Boden des Gehäuses 29 ausgebildet
ist und die Saugkammer S mit der Ventilkammer B ver
bindet. Die Vorspannung der Ventilkugel 36 in dieje
nige Position, in welcher sie die Ventilöffnung 29 c
verschließt, erfolgt durch eine Schraubenfeder 37,
die innerhalb der Atmosphärendruckkammer A angeordnet
ist.
Das zylindrische Gehäuse 29 der Steuerventilanordnung 28
ist in der Nähe seines Bodens mit einer durchgehenden
Öffnung 29 d und einer ringförmigen Nut 29 e versehen, wo
bei die Nut mit der Öffnung 29 d in Strömungsverbindung
steht und um den äußeren Umfang des Gehäuses 29 herum
verläuft. Die ringförmige Nut 29 e steht in Strömungs
verbindung mit dem Inneren 39 der durchgehenden Bohrung
1 a der Antriebswelle 6, und zwar über eine Leitung 38,
die durch den Kompressorkopf 3, die Ventilplatte 2 und
den Zylinderblock 1 hindurch verläuft. Das Innere 39
der durchgehenden Bohrung 1 a steht in Strömungsverbin
dung mit dem Innenraum C des Kurbelgehäuses 4 (Fig. 1),
und zwar über einen Spalt, der im Radiallager 5 frei
gelassen ist, und über eine radial verlaufende Nut 1 d
(Fig. 1), die an der Innenfläche des Zylinderblocks 1
ausgespart ist, welche dem Innenraum C des Kurbelge
häuses 4 zugekehrt ist. Somit steht die Ventilkammer B
der Steuerventilanordnung 28 in Strömungsverbindung mit
dem Kurbelgehäuseinnenraum C, wobei der Verbindungsweg
durch folgende Teile gebildet wird: Öffnung 29 d, ring
förmige Nut 29 e, Leitung 38, Innenraum 39 der Bohrung 1 a
und radial verlaufende Nut 1 d im Zylinderblock 1. Somit
kann ein Kühlgas aus dem Innenraum C des Kurbelgehäuses
in die Ventilkammer B der Steuerventilanordnung 28
fließen.
Bei der Steuerventilanordnung 28 wird das Öffnen und
Schließen der Ventilöffnung 29 c, was durch die zuvor
erwähnte Ventilkugel 36 erfolgt, gesteuert durch die
Beziehung zwischen einem Saugdruck Ps, der in der
Saugkammer S herrscht, einem Druck Pc, der im Kurbel
gehäuseinnenraum C vorherrscht und einem Druck Pb in
der Ventilkammer B entspricht, einem Atmosphärendruck
Pa, der in der Atmosphärendruckkammer A vorliegt, und
einem Druck, der durch die Schraubenfeder 37 mit der
Federkonstante Ko und dem Faltenbalgglied 33 ausgeübt
wird. Da jedoch die Öffnungsfläche der Ventilöffnung
29 c klein ist, ist auch der Einfluß des Saugdrucks Ps,
der auf die Ventilkugel 36 einwirkt, klein und kann
vernachläßigt werden. Da ferner die Elastizität des
Faltenbalgglieds 33 extrem klein ist, ist auch der
Druckeinfluß dieses Gliedes gering und kann ebenfalls
vernachlässigt werden. Infolgedessen können in der
Praxis die Öffnungs- und Schließkenndaten der Steuer
ventilanordnung dadurch bestimmt werden, daß man die
Federkonstante Ko in Verbindung mit dem Kurbelgehäuse
innendruck Pc, der dem Ventilkammerdruck Pb entspricht,
passend auswählt. Beispielsweise ist es möglich, diese
Kenndaten so zu bestimmen, daß dann, wenn sich der
Kurbelgehäuseinnendruck Pc einem vorbestimmten Wert Pco,
beispielsweise 2,5fachem Atmosphärendruck nähert und
der Ventilkammerdruck Pb dementsprechend in die Nähe
des gleichen Druckwertes Pco gelangt, der nach auf
wärts gerichtete Druck, der aus dem Atmosphärendruck
Pa und der Kraft der Feder 37 besteht, den nach unten
wirkenden, von dem Ventilkammerdruck Pb (= Pco) auf
die Kappe 34 ausgeübten Druck überwindet, was zu
einem Anheben der Ventilstange 35 und der Ventilkugel
36 und somit zu einem Schließen der Ventilöffnung 29 c
führt.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 ist die
Ventilanordnung 28 so ausgebildet, daß sie nicht nur
als Druckabfühlmittel zur Feststellung einer Änderung
des Drucks Pc im Kurbelgehäuseinneren C, sondern auch
als Ventilmechanismus wirkt, mit dessen Hilfe die Ven
tilöffnung 29 c in Abhängigkeit von einem durch dieses
Abfühlmittel festgestellten Druck geöffnet oder ge
schlossen wird. Dies bedeutet, daß das Druckabfühl
mittel aus folgenden Teilen besteht: dem zylindrischen
Gehäuse 29, dem Deckel 32, dem Faltenbalg 33, der
Kappe 34, der Feder 37, dem Verbindungsweg, der von
der Ventilkammer B zum Innenraum C des Kurbelgehäuses
über den Durchlaß 38 verläuft, dem Innenraum 39, der
durchgehenden Bohrung 1 a, der radial verlaufenden Nut 1 d
und den andern, sowie aus der Atmosphärendruckkammer A
und der Ventilkammer B. Der Ventilmechanismus besteht
aus dem Gehäuse 29, der Ventilöffnung 29 c, der Ventil
stange 35, der Ventilkugel 36 und der Ventilkammer B.
Die Betriebsweise des Kompressors wird im nachstehenden
im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 4 beschrieben.
Wenn der Kompressor im Ruhezustand ist, sind alle
inneren Drücke des Kompressors, nämlich der Saugdruck
Ps, der Kurbelgehäuseinnendruck Pc und der Ventilkammer
druck Pb bei einem konstanten Druckwert ausbalanciert,
beispielsweise bei 5fachem Atmosphärendruck, was durch
die physikalische Eigenschaft eines verwendeten Kühl
gases usw. bestimmt ist. Da infolgedessen der Druck Pb
der Ventilkammer B höher als der Druck Pa der Atmo
sphärendruckkammer A ist,
kollabieren das Faltenbalgglied 33 und die Kappe 34,
welche die Ventilstange 35 und die Ventilkugel 36 hält,
aufgrund des Differenzdrucks zwischen den beiden vor
erwähnten Drücken Pa und Pb gegenüber der Kraft der
Feder 37, so daß die Ventilkugel 36 von der Ventil
öffnung 29 c ferngehalten wird.
Wenn der Kompressor durch Rotation der Antriebswelle 6,
die ihrerseits von einem Fahrzeugmotor angetrieben sein
kann, in Betrieb genommen wird, dreht sich die Antriebs
platte 15 wegen des Antriebszapfens 19 und des Verbin
dungsstiftes 20, was zu der Taumelbewegung der sich
nicht mitdrehenden Taumelscheibe 13 um eine Achse
führt, die senkrecht zur Drehachse der Antriebswelle 6
verläuft. Somit werden alle Kolben 16 in den Zylinder
bohrungen 1 b durch die Taumelscheibe 13 über die zuge
ordneten Verbindungsstangen 12 hin- und herbewegt, so
daß das Kühlgas aus der Saugkammer S über die Saugöff
nungen 2 a angesaugt und in den in den jeweiligen Zylin
derbohrungen 1 b ausgebildeten Kompressionskammern durch
die Vorderseiten der Kolben 16 komprimiert wird. Das
komprimierte Kühlgas wird anschließend in die Ausstoß
kammer D des Kompressorkopfes 3 durch die Ausstoßöff
nungen 2 b ausgebracht.
Diese Betriebsweise findet bei Beginn des Kompressor
laufs statt. Daher ist die Steuerventilanordnung 28 in
ihrer Offenstellung gehalten.
Während des Kompressorlaufs durch fortgesetzten Antrieb
durch den Fahrzeugmotor tritt ein Teil des komprimier
ten Kühlgases aus den Kompressionskammern in das Innere
C des Kurbelgehäuses 4 ein, und zwar durch schmale
Spalte zwischen den jeweiligen Kolbenaußenflächen und
den Zylinderinnenseiten. Dieser Teil des komprimierten
Kühlgases wird als "Durchblasgas" bezeichnet. Solange
jedoch die Steuerventilanordnung 28 in Offenstellung
ist, fließt das Durchblasgas durch die radial ver
laufende Nut 1 d, den Spalt des Radiallagers 5, das
Innere 39 der Bohrung 1 a, den Durchlaß 38, die durch
gehende Bohrung 29 d, die Ventilkammer B und die Ventil
öffnung 29 c in die Saugkammer S. Somit ist jeder An
stieg des Druckes Pc im Kurbelgehäuseinnenraum C ver
hindert.
Wenn andererseits der Druck Pc des Kurbelgehäuseinnen
raums C auf den vorbestimmten Wert Pco fällt, fällt
gleichzeitig auch der Druck Pb der Ventilkammer B auf
den gleichen vorbestimmten Wert Pco. Infolgedessen
schließt die Ventilkugel 36 der Steuerventilanordnung
28 die Ventilöffnung 29 c aufgrund der Kraft der Feder 37.
Das Schließen der Ventilöffnung 29 c unterbricht die Ver
bindung zwischen dem Kurbelgehäuseinnenraum C und der
Saugkammer S. Dementsprechend bringt das vorerwähnte
Durchblasgas, welches aus den Kompressionskammern in
das Kurbelgehäuse 4 ausströmt, einen Anstieg des
Druckes Pc im Innenraum des Kurbelgehäuses hervor. Wenn
als Ergebnis hiervon der Druck Pc im Kurbelgehäuse
innenraum C den vorbestimmten Wert Pco übersteigt, wird
die Kraft, welche dahingehend wirkt, das Faltenbalg
glied 23 zusammengedrückt zu halten und dabei die Ven
tilkugel 36 aus der Schließstellung wegzuziehen, wieder
wirksam. Infolgedessen wird die Ventilöffnung 29 c wieder
geöffnet, so daß die Verbindung zwischen dem Kurbel
gehäuseinnenraum C und der Saugkammer S wieder herge
stellt ist. Somit wird der Druckanstieg im Kurbelge
häuseinnenraum C beseitigt, und der vorher eingestellte
Wert Pco des Kurbelgehäuseinnendrucks Pc wird wieder
hergestellt. Dementsprechend hält durch die Wiederholung
des Öffnens und Schließens der Ventilkugel 36, d. h. durch
die Einstellung der Größe der Öffnung des Ventildurch
lasses 29 c die Steuerventilanordnung 28 den Kurbelge
häuseinnendruck Pc bei dem vorbestimmten Wert Pco, wäh
rend der Kompressor umläuft.
Im nachfolgenden wird in Zusammenhang mit Fig. 3 und 4
die Bewegung der sich nicht drehenden Taumelscheibe 13,
die von der sich drehenden Antriebsplatte 15 während
des Kompressorlaufs abgestützt wird, beschrieben.
Während die Antriebswelle 6 des Kompressors aufgrund
des Antriebs durch den Fahrzeugmotor um ihre Drehachse
umläuft, dreht sich auch der Antriebszapfen 19 mit dem
gekrümmten Führungsschlitz 19 a mit und durchläuft dabei
mehrere Positionen (fünf Positionen bei der dargestell
ten Ausführungsform), in welchen der Zapfen 19 jeweils
in Ausrichtung mit den einzelnen Zylinderbohrungen 1 b
gelangt. Immer wenn der Antriebszapfen 19 mit einer der
fünf Zylinderbohrungen 1 b ausgerichtet ist, wird der
zugeordnete Kolben 10 in den oberen Totpunkt seines Hubs
verschoben, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Jeder
Kolben 10 wird ferner auch aus seinem oberen Totpunkt
zum unteren Totpunkt seines Hubs zurückgebracht, was
ebenfalls in Fig. 3 dargestellt ist, und zwar aufgrund
der Taumelbewegung der Platten 13 und 15 während der
Rotation der mit der Platte 15 verbundenen Antriebs
welle 6.
Außerdem unterliegen die Taumelscheibe 13 und die An
triebsplatte 15 der über die Verbindungsstangen 12 aus
geübten Reaktionskraft der Kolben 10. Diese Reaktions
kraft verdreht die Scheiben 13 und 15 um den Verbindungs
stift 20, der in dem gekrümmten Führungsschlitz 19 frei
beweglich ist. Im folgenden wird nun das Moment M be
trachtet, welches mit Bezug auf den Verbindungsstift 20
auf die Taumelscheibe 13 einwirkt.
Wie in Fig. 3 dargestellt, nimmt der Kolben 10, der in
den oberen Totpunkt seines Hubs bewegt ist, an seiner
Vorderseite (der Kompressionsseite) einen Kompressions
druck auf und an seiner Rückseite, die dem Kurbelge
häuse 4 zugewandt ist, den Druck Pc des Kurbelgehäuse
innenraums C. Infolgedessen stößt der Druckunterschied
zwischen dem Kompressionsdruck Pd und dem Kurbelge
häuseinnendruck Pc die Taumelscheibe 13 über die zuge
ordnete Verbindungsstange 12 derart, daß die Taumel
scheibe 13 in Richtung auf ihre vertikale Position an
gehoben wird. Da jedoch die Länge L₁ von der Drehachse
O-O der Antriebswelle 6 zum Mittelpunkt des Kugelge
lenks 14 näherungsweise gleich der Länge L₂ von der
gleichen Achse O-O zum Mittelpunkt des Verbindungs
zapfens 20 ist, d. h. L₁-L₂ = 0, ist das Moment,
welches auf die Taumelscheibe 13 wirkt, klein und kann
vernachlässigt werden (die Richtung eines Pfeiles M in
Fig. 3 wird als positive Richtung angesehen).
Wenn andererseits der Kolben 10 zum unteren Totpunkt seines
Hubes gelangt ist, wird die Länge L₃ von der Drehachse
O-O der Antriebswelle 6 zur Mitte der Kugelgelenkverbin
dung 14 am längsten. Der Kolben 10 nimmt an seiner Vor
derseite den Saugdruck Ps auf und an seiner Rückseite
den Druck Pc des Kurbelgehäuseinnenraums C. Somit legt
der Druckunterschied Δ P zwischen dem Saugdruck und dem
Kurbelgehäuseinnendruck Ps und Pc, nämlich Ps-Pc, eine
Kraft an die Taumelscheibe 13 an, um diese um den Ver
bindungsstift 20 zu verdrehen. Wenn beispielsweise der
Saugdruck Ps größer als der Druck Pc während des Saug
hubs des Kolbens 10 ist, erfährt die Taumelscheibe 13
ein positives Moment um den Verbindungsstift 20. Als
Ergebnis hiervon wirkt die Taumelscheibe 13 als solche
dahingehend, die Hublänge des Kolbens 10 zu vergrößern,
wobei der Winkel der Taumelscheibe 13 wächst.
Die anderen drei Kolben 10, ausgenommen die beiden oben
erwähnten Kolben, die in den oberen bzw. unteren
Totpunkt ihres Hubes verschoben sind, werden ebenfalls
in die jeweiligen Positionen ihrer Hubwege bewegt und
den jeweiligen Druckdifferenzen unterworfen, die sich
aus den Drücken zu beiden Kolbenseiten ergeben. Die
jeweiligen Druckunterschiede beaufschlagen die Taumel
scheibe 13 mit Drehmomenten um den Verbindungsstift 20.
Infolgedessen erfährt die Taumelscheibe 30 als solche
ein Gesamtdrehmoment um den Verbindungsstift 20, das
sich aus den zuvor beschriebenen fünf verschiedenen
Momenten zusammensetzt.
Die Fig. 4 zeigt eine Veränderung des oben erwähnten
Gesamtdrehmoments, welches während der Rotation der
Antriebswelle 6 um einen Winkel von 72 Grad auf die Taumel
scheibe 13 wirkt. Dabei entsprechen die 72 Grad dem Winkel,
über den sich hinweg die obere Totpunktlage des Kolbens
von einer zur anderen Zylinderbohrung bei der dargestell
ten Ausführungsform verschiebt.
Die Fig. 4 zeigt auch drei verschiedene Fälle, in denen,
obwohl der Druck Pc des Kurbelgehäuseinnenraums C bei
einem vorbestimmten Druckwert von 24,53 N/cm² gehalten
wird, der Saugdruck Ps der Saugkammer S auf drei ver
schiedene Drücke verändert wird, nämlich 19,72 N/cm²,
24,53 N/cm² und 29,43 N/cm². Der Ausstoßdruck Pd wird bei
147,15 N/cm² gehalten. In Fig. 4 gibt die Abszisse den
Drehwinkel der Antriebswelle 6 an. Die Ordinate zeigt
das gesamte Drehmoment um den Verbindungsstift 20,
welches auf die Taumelscheibe 13 wirkt. Aus Fig. 4 geht
hervor, daß bei einem Abfall des Druckes Ps in der Saug
kammer S das oben erwähnte Gesamtdrehmoment abnimmt,
und daß unter konstantem Kurbelgehäuseinnendruck Pco
ein Moment in Übereinstimmung mit der Größe des Saug
drucks Ps erzeugt wird, um so den Taumelwinkel der
Taumelscheibe 13 zu verändern. Dies bedeutet, daß der
Neigungswinkel der Taumelscheibe 13 und der Antriebs
platte 15 durch den Saugdruck Ps unter der Bedingung
eines vorbestimmten Kurbelrauminnendrucks Pco gesteuert
wird.
Momentan fällt nach dem Beginn des Kompressorbetriebs
der Saugdruck Ps rasch vom ausbalancierten Druck bei
Kompressorstillstand, beispielsweise 5fachem Atmo
sphärendruck, auf 4fachen Atmosphärendruck, und zwar
aufgrund der Saugbewegung der Kolben 10. Daher tritt
zwischen dem Kurbelgehäuseinnendruck Pc und dem Saug
druck Ps eine Druckdifferenz Δ P (Pc-Ps) auf. Diese
Druckdifferenz veranlaßt eine Abnahme des positiven
Gesamtdrehmoments M, welches auf die Taumelscheibe 13
wirkt und infolgedessen eine Abnahme der Hublänge der
Kolben 10. Somit wird der Kompressorhub, nämlich die
Ausstoßströmungsgeschwindigkeit des Kompressors, ver
ringert. Da im Anschluß hieran die Steuerventilanord
nung 28 immer noch in Offenstellung ist und eine
Strömungsverbindung zwischen Saugkammer S und Kurbel
gehäuseinnenraum C besteht, wird die vorerwähnte
Druckdifferenz allmählich verringert. Dies heißt, der
Kurbelrauminnendruck Pc wird gleich dem Saugdruck Ps.
Während der fortgesetzten Kompression des Kühlmittels
durch die Kolben 10 legt eine Reaktionskraft aus den
jeweiligen Kompressionskammern ein Gesamtdrehmoment M
an die Taumelscheibe 13 an, welches eine Drehung der
Taumelscheibe veranlaßt, so daß der Neigungswinkel zu
nimmt. Dementsprechend wird auch die Länge des Hubwegs
der Kolben 10 gesteigert. Dieser Anstieg der Hublänge
der Kolben 10 veranlaßt eine weitere Zunahme des auf
die Taumelscheibe 13 wirkenden Moments M. Dementsprechend
beginnt der Kompressor seinen Betrieb mit vollem Hub.
Wenn sowohl der Saug- als auch der Kurbelgehäuseinnen
druck Ps bzw. Pc zusammen abfallen, bis der Druck Pc
sich dem vorbestimmten Druckwert Pco (2,5facher Atmo
sphärendruck) nähert, wird die Steuerventilanordnung 28
in Schließstellung gebracht, d. h. die Ventilöffnung 29 c
wird in der zuvor beschriebenen Weise geschlossen. Dies
heißt, daß der Kurbelgehäuseinnendruck Pc nicht unter
den vorgegebenen Druckwert Pco abfällt.
Wenn der Kühlbetrieb des Kompressors übermäßig wird und
der Saugdruck Ps abfällt, tritt eine Druckdifferenz
zwischen dem Saugdruck Ps und dem Kurbelgehäuseinnen
druck Pc auf. Wenn beispielsweise der Saugdruck Ps auf
zweifachen Atmosphärendruck fällt, erscheint eine Druck
differenz Δ P entsprechend -0,5fachem Atmosphärendruck,
wodurch ein negatives Moment auf die Taumelscheibe 13
einwirkt. Somit wird die Hublänge der Kolben 10 verringert.
Infolgedessen nimmt auch der Kompressorhub entsprechend ab.
Wenn weiterhin während des normalen Laufs des Kompressors
eine plötzliche Beschleunigung des Fahrzeugmotors auf
tritt, wodurch auch die Antriebswelle 6 des Kompressors
rasch beschleunigt wird, fällt der Saugdruck Ps unmittel
bar, wobei eine Druckdifferenz Δ P zwischen dem Saugdruck
Ps und dem Kurbelgehäuseinnendruck Pc erzeugt wird. Diese
Druckdifferenz Δ P bewirkt ein negatives Moment M, welches
die Hublänge der Kolben 10 verringert und dementsprechend
den Kompressorhub vermindert. Daher kann jeder Anstieg
der Motorbelastung unterdrückt und die Zuverlässigkeit
der Beschleunigung des Fahrzeugmotors verbessert werden.
Die Steuerventilanordnung 28 wirkt also in der Weise, daß
sie den Kurbelgehäuseinnendruck Pc bei einem vorbestimm
ten Druckwert Pco in Verbindung mit dem Atmosphärendruck
Pa in der Atmosphärendruckkammer A hält, ohne Rücksicht
auf eine Veränderung des Saugdrucks Ps in der Saugkammer
S. Somit unterliegt das Dichtungsglied in der Wellenab
dichtungskammer 8 immer einem konstanten Oberflächendruck,
der auf den vorbestimmten Druckwert Pco zurückgeht, der
in dieser Kammer 8 über den Durchlaß 4 b herrscht. Dies
bedeutet, daß keine Beschädigung des Dichtglieds ein
tritt und dieses stets zuverlässig abdichtet.
Die Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung,
bei welcher die Saugkammer S und der Innenraum C des Kur
belgehäuses 4 miteinander durch eine Druckleitung 45
verbunden sind. In der Druckleitung 45 ist ein magnet
betätigtes Ventil 46 angeordnet, welches durch einen
Drucksensor 47 gesteuert wird. Der Drucksensor 47 ist
mit dem Innenraum C des Kurbelgehäuses 4 über eine
Strömungsverbindungsleitung 48 verbunden. Der Druck
sensor 47 stellt eine Änderung des Drucks Pc im Kurbel
gehäuse 4 fest. Daher kann das magnetbetätigte Ventil 46
so betrieben werden, daß es die Strömungsverbindung
zwischen der Saugkammer S und dem Innenraum C des Kurbel
gehäuses 4 unterbricht, wenn der Drucksensor 47 fest
stellt, daß der Druck Pc im Kurbelgehäuseinnenraum C
auf einen vorbestimmten Druckwert Pco abfällt. Wenn
andererseits der Drucksensor 47 feststellt, daß der
Druck Pc oberhalb des Druckwerts Pco liegt, stellt das
magnetbetätigte Ventil 46 die Strömungsverbindung
zwischen der Saugkammer S und dem Kurbelgehäuseinnen
raum C wieder her.
Aus der vorangehenden Beschreibung wird verständlich, daß
selbst dann, wenn die Rotation des Kompressors plötzlich
beschleunigt wird oder eine Kühlbelastung so verändert
wird, daß sich der Saugdruck rasch oder allmählich ändert,
der Innenraum des Kurbelgehäuses in einem vorbestimmten,
konstanten Druckzustand gehalten wird. Daher kann der
Oberflächendruck des Abdichtgliedes der Welle 6 bei einem
optimalen Wert gehalten werden. Dies bringt eine Ver
besserung der Abdichtwirkung dieses Abdichtgliedes des
Kompressors hervor. Weiterhin kann erfindungsgemäß der
Aufbau der Steuerventilanordnung in einem gattungsge
mäßen Kompressor vereinfacht werden.
Claims (7)
1. Taumelscheibenkompressor mit variablem Hub, mit einer Saug
kammer für ein zu komprimierendes Kühlmittel, mit einer
Ausstoßkammer für das komprimierte Kühlmittel, mit mehreren
Zylinderbohrungen, in denen Kolben hin- und hergehend so
angeordnet sind, daß sie das Kühlmittel aus der Saugkammer
ansaugen und nach dessen Kompression in die Ausstoßkammer
ausstoßen, mit einem geschlossenen Kurbelgehäuse zur Auf
nahme von Taumel- und Antriebsscheiben, mit deren Hilfe die
Kolben angetrieben sind, mit einer Steuereinrichtung zur
Veränderung des Taumelwinkels der Taumelscheibe in Abhän
gigkeit von einer Druckdifferenz zwischen einem Saugdruck
in der Saugkammer und einem Kurbelgehäuseinnendruck, um
hierdurch den Kompressorhub zu verändern, mit Verbindungs
leitungen zur Herstellung einer Strömungsverbindung
zwischen der Saugkammer und dem Inneren des Kurbelgehäuses
und mit einem in einem Teil der Verbindungsleitungen ange
ordneten Ventilmechanismus,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch ein Druckabfühlmittel (29, 32, 33, 34, 37, 29 d,
29 e, 38, 39, 1 a, 1 d, A, B; 47) eine Veränderung des Kurbel
gehäuseinnendrucks (Pc) mit Bezug auf einen vorgegebenen
Druckwert (Pco) feststellbar ist, und der Ventilmechanismus
(29, 29 c, 35, 36, B; 46) die Strömungsverbindung zwischen
der Saugkammer (S) und dem Kurbelgehäuseinnenraum (C) in
Abhängigkeit von einem Signal aus den Druckabfühlmitteln
öffnet, wenn das Signal einen Anstieg des Kurbelgehäuse
innendruckes über den vorbestimmten Druckwert anzeigt, und
die Strömungsverbindung in Abhängigkeit von einem Signal
schließt, wenn dieses einen Abfall des Kurbelgehäuse
innendrucks unter den vorbestimmten Druckwert anzeigt, so
daß der Kurbelgehäuseinnenraum bei dem vorbestimmten Druck
wert gehalten wird und dieser Druck an den Rückseiten der
Kolben (10) anliegt, um in Abhängigkeit von einer Druckän
derung in der Saugkammer eine Verkleinerung oder Vergröße
rung des Taumelwinkels (13) zu bewirken.
2. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckabfühlmittel folgende Merkmale aufweisen:
- a) ein Gehäuse (29), welches in einen in einem Kompressor kopf (3) ausgebildeten Hohlraum (3 b) eingesetzt ist, wobei die Saugkammer (S) in diesem Kopf ausgebildet ist;
- b) einen Faltenbalg (33) im Inneren des Gehäuses, welcher eine Atmosphärendruckkammer (A) und eine hiervon sepa rate Ventilkammer (B) definiert;
- c) ein im Faltenbalg (33) angeordnetes Federglied (37) mit vorgewählter Federkonstante, welches ein Zusammenfallen des Faltenbalges gestattet, wenn der Kurbelgehäuse innendruck, welcher über die Verbindungsleitungen (38, 45) in die Ventilkammer (B) eingeführt ist, sich dem vorgegebenen Druckwert annähert;
und daß der Ventilmechanismus folgende Merkmale umfaßt:
- d) eine Ventilöffnung (29 c) im Boden des Gehäuses (29), welches die Ventilkammer (B) mit der Saugkammer (S) verbindet und
- e) ein mit dem Faltenbalg (33) fest verbundenes Kugelven tilglied (35, 36), welches durch das Federglied (37) gegen die Ventilöffnung (29 c) vorgespannt ist.
3. Kompressor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kugelventilglied eine Ventilstange (35) umfaßt, die mit dem
Faltenbalg (33) fest verbunden ist und deren Ende in der
Ventilkammer (B) liegt, und daß an diesem Ende der Ventil
stange (35) eine Ventilkugel (36) befestigt ist.
4. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsleitungen gebildet sind von: einem Teil der
Saugkammer (S), einer in einer Ventilplatte (2) ausgebilde
ten Öffnung (2 a), wobei die Ventilplatte zwischen einem die
Saugkammer (S) enthaltenden Kompressorkopf (3) und einem
die Zylinderbohrungen (1 b) enthaltenden Zylinderblock (1)
angeordnet ist, einer Leitung (38) im Zylinderblock (1),
einer durchgehenden Bohrung (1 a) des Zylinderblocks (1),
die eine Antriebswelle (6) des Kompressors aufnimmt, einem
Spalt in einem Lager (5) der Antriebswelle (6) und einer
Radialnut (1 d), die in derjenigen Fläche des Zylinderblocks
(1) ausgebildet ist, die dem inneren des Kurbelgehäuses (4)
zugewandt ist.
5. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckabfühlmittel einen über eine Verbindungsleitung (48)
mit dem Kurbelgehäuseinnenraum (C) verbundenen Drucksensor
(47) umfassen, und der Ventilmechanismus ein magnetbetätig
tes Ventil (46) aufweist, welches in einer Verbindungslei
tung (45) angeordnet ist, wobei dieses Ventil (46) vom
Drucksensor (47) betätigt ist.
6. Kompressor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drucksensor (47) und das magnetbetätigte Ventil (46) außer
halb des Kompressors angeordnet sind.
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