DE35446C - Neuerung an einem Knallsignal-Apparat für Eisenbahnen - Google Patents
Neuerung an einem Knallsignal-Apparat für EisenbahnenInfo
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- DE35446C DE35446C DENDAT35446D DE35446DA DE35446C DE 35446 C DE35446 C DE 35446C DE NDAT35446 D DENDAT35446 D DE NDAT35446D DE 35446D A DE35446D A DE 35446DA DE 35446 C DE35446 C DE 35446C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/20—Audible signals, e.g. detonator audible signalling
- B61L5/203—Detonators; Track mounting means; Composition of the detonative product
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1885 ab.
Der Gegenstand des Patentes No. .31797 ist eine Knallsignalvorrichtung, bei welcher der
Stempel durch die Wirkung von Hebeln und Vorsprüngen gegen einen durch den Stempel
hindurchgehenden Stift gehoben wird. Dieses Mittel ist an und für sich beim Einlegen der
Petarde auf ihren Platz, sowie beim Senken des Signalarmes wirksam; es kommt aber
manchmal vor, dafs der Wärter den Signalarm gerade dann senkt, wenn der Zug über
diejenige Stelle, an welcher das Knallsignal eingelegt ist, hinwegfährt. Unter diesen Umständen
kann dann der Apparat leicht durch ein Rad beschädigt werden, welches gerade in dem
Augenblick über den Stempel rollt, wenn dieser durch die Hebel 0 und die Vorspränge s1 am
Schieber m des vorgenannten Patentes gehoben wird; hierdurch können aber die Hebel leicht
verbogen oder zerbrochen werden.
Zur Beseitigung dieser Schwierigkeit wird der Stempel mit einem centralen Einschnitt
versehen, welcher eine über dem Querstift befindliche und gegen diesen wirkende Spiralfeder
enthält; letztere ist stark genug, um das Gewicht des Stempels tragen zu können. Geht
dann ein Rad über den Stempel hinweg, wenn dieser gerade gehoben wird, ,so wird er nach
unten gedrückt. Hierbei werden aber die den Stempel hebenden Hebel nicht berührt, da die
oben genannte Feder nachgiebt und so der Querstift in seiner gehobenen Stellung verbleibt.
Bei Knallsignalvorrichtungen hat sich weiter ein Uebelstand dadurch herausgestellt, dafs sich
auf den Rädern infolge ihres langen Rollens eine Vertiefung bildet, so dafs der äufsere Theil
des Rades eine flantschenartige Form annimmt Dieser Flantsch reicht dann unter das Niveau
der Schiene, so dafs der Petardenstempel, nachdem er so weit gesenkt ist, dafs er aufser dem
Bereiche solcher alten abgelaufenen Wagenräder liegt, für gewöhnliche Wagen- oder Lokomotivräder
zu tief liegen würde, um von diesen bewegt zu werden.
Zur Beseitigung dieses Uebelstandes wird die Knallsignalvorrichtung in einem Rahmen
aufgehängt, unter welchem eine starke, aber regulirbare Feder angebracht ist; diese Feder
giebt beim Passiren eines alten abgelaufenen, mit vorstehendem Flantsch versehenen Rades
nach, so dafs die Knallsignalvorrichtung nicht beschädigt wird, die dann wieder in ihre normale
Lage zurückgeht, um beim Passiren der Lokomotivräder des nächsten Zuges zu explodiren.
Fig. ι zeigt im Schnitt die in dieser Hinsicht verbesserte Knallsignalvorrichtung, Fig. 2 einen
Grundrifs des Apparates mit den Hebeln und dem Schieber, sowie mit dem Stempel im
Schnitt. Fig. 3 zeigt im Querschnitt die Feder, welche die Knallvorrichtung nach oben zu hält,
sowie die Verbindungsstücke mit der Schiene.
Fig. 4 endlich zeigt im Grundrifs den Deckel für den Petardenbehälter.
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Ambos b, Schieber m, Deckplatte c und
Hebel ο sind dieselben wie im Patent No. 31797, wie auch die übrigen gleichen Theile mit den
gleichen Buchstaben dieses Patentes bezeichnet sind.
Stempel r und Querstift t dienen dem gleichen Zweck und wirken in derselben Weise,
wie dies in genanntem Patent beschrieben ist. Der Stempel r ist hier jedoch ausgehöhlt oder
wird aus zwei Theilen gebildet, um über dem Querstift t eine Feder v1 aufzunehmen. Es
empfiehlt sich, den Deckel r4, welcher die die
Feder enthaltende Oeffnung geschlossen hält, in der Weise wegnehmbar anzuordnen, dafs
er in einen schwalbenschwanzförmigen Einschnitt gehoben und durch eine Schraube gehalten
wird. Die Löcher, durch welche Stift t hindurchgeht, werden im Stempel als verticale
Längsschlitze ausgeführt, so dafs Stift t durch Heben seitens der Hebel ο in der gehobenen
Stellung verbleiben kann, ohne von der Niederwärtsbewegung des Stempels r beim Passiren
eines Rades in dieser Stellung des Stempels beeinflufst zu werden, da Feder v1 -beim Niederdrücken
desselben nachgiebt.
Diese Feder kommt nur in den Fällen zur Wirkung, wenn die Knallsignalvorrichtung während
des Passirens eines Zuges in der einen oder anderen Richtung bewegt wird, wodurch
ein Abbrechen des Stiftes t oder ein Zerbrechen oder Verbiegen der Hebel ο vermieden wird.
Am hinteren Ende der Grundplatte α sitzt ein angegossenes Scharnier α1, welches durch
Stift mit dem Arm B verbunden ist. An dem der Schiene f zunächst liegenden Ende dieses
Armes ist ein U-förmiges Wangenstück L angeordnet, zwischen dem der Ambostheil b des
Knallsignals gelagert ist. Dieser Ambos ruht auf einer Feder E auf, die zwischen Arm B
und Ambos eingelegt ist. Der frei durch ein Loch im Arm B hindurchgehende Schraubenbolzen
H ist in der unteren Seite des Ambosses b eingeschraubt, während am unteren
Ende' des Bolzens H Muttern K aufgesetzt sind. Arm B wird in der nachbeschriebenen
Weise an den Schienen f befestigt, und werden die Muttern so justirt, dafs Feder E die
Knallsignalvorrichtung nicht allzu hoch hebt, während andererseits die gewöhnlichen Räder
der Maschine oder des Wagens den Stempel nicht allzu sehr niederdrücken dürfen. Ebenso
mufs die Feder E so stark sein, dafs sie die Signalvorrichtung in der oberen Stellung hält
und beim Passiren des Zuges die Explosion einer unter dem Stempel r befindlichen Petarde
bewirkt. Läuft dagegen ein altes abgelaufenes, mit äufserem Flantsch versehenes Rad über den
Stempel, wie oben angegeben, so wird der gesammte Knallsignal-Apparat um das Scharnier al
geschwungen und Feder E zusammengeprefst, ohne dafs irgend ein Theil des Apparates beschädigt
wird.
Da das U-förmige Wangenstück L mit Schiene f permanent verbunden sein mufs,
werden durch entsprechende Löcher des ersteren die Bolzen M gesteckt, welche in gleicher
Weise durch die Klammern O und P gehen,
deren Nasen den Schienenfufs umfassen. Es empfiehlt sich, die Klammern O als angebogene
und vor den Wangenstücken L liegende Winkel nach unten zu verlängern. Durch Langschlitzform
der Löcher in den Wangenstücken L können die Theile für verschiedene Schienenhöhen
eingestellt, wie auch unter die Bolzenköpfe M Unterlegscheiben Q. gelegt werden,
um die Wangenstücke L mit den Klammern P fest zu verbinden.
Deckel Z, welcher den die Petarden i enthaltenden Behälter abschliefst, ist an zwei
gegenüberliegenden Seiten mit Ansätzen Il versehen,
von denen der eine unter eine Nase Γ2 greift, welche auf der Oberfläche der Deckplatte
c angebracht ist, während der andere Ansatz unter eine andere mit Einschnitt versehene
Nase Z3 greift, welche sich gleichfalls auf Platte c befindet. Aufserdem sitzt noch
am Deckel Z ein Ansatz Z4, welcher ebenso wie Nase Z3 mit Loch versehen ist, um den
Bügel eines Vorlegeschlosses aufzunehmen. Beim Oeffnen und Schliefsen des Deckels durch
Lösen bezw. Verbinden der Nasen braucht der Deckel nur etwas gedreht zu werden.
Claims (2)
1. Zum Zwecke der Vermeidung des Zerbrechens
oder Verbiegens des das Heben des Explosionsstempels bewirkenden Hebels (0), wenn dieser Vorgang beim Passiren
eines Zuges stattfinden sollte, die Anbringung einer Schraubenfeder (rl) in dem genannten
Stempel, welche gegen den in Lä'ngsschlitzen des Stempels geführten Querstift (t) wirkt, damit sich der Stempel (r)
unabhängig von dem Querstift (t) und dem Hebel (0) bewegen kann.
2. Zum Zwecke der gleichartigen Wirkung normaler und ausgelaufener Radbandagen
die scharnierartige Aufhängung der gesammten Knallsignalvorrichtung in einem durch Arm (B) mit an diesen sich anschliefsenden
U - förmigen Wangenstücken(L) gebildeten Rahmen, in welchem sich die
Signalvorrichtung durch eine zwischen Ambos (b) und Arm (B) eingelegte Feder (E)
nach unten bewegen kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35446C true DE35446C (de) |
Family
ID=311303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35446D Expired - Lifetime DE35446C (de) | Neuerung an einem Knallsignal-Apparat für Eisenbahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35446C (de) |
-
0
- DE DENDAT35446D patent/DE35446C/de not_active Expired - Lifetime
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