DE35326C - Verfahren und Apparat zum Konserviren von Mehlarten durch Komprimiren unter vorhergehender und gleichzeitiger Evakuirung - Google Patents
Verfahren und Apparat zum Konserviren von Mehlarten durch Komprimiren unter vorhergehender und gleichzeitiger EvakuirungInfo
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Classifications
-
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- A21D2/00—Treatment of flour or dough by adding materials thereto before or during baking
- A21D2/40—Apparatus for the chemical treatment of flour or dough
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- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
PATENTAMT. \%
KAISERLICHES
Um Nahrungsmittel, welche in mehlartigem oder geschrotetem Zustande vorkommen, wie
Weizen, Roggen, Hafer, Erbsen etc., zu conserviren, ist es erforderlich., dieselben wasserfrei
herzustellen und dann zu comprimiren.
Zu dem Ende werden die Mehle oder Schrote in einen Schüttkasten α gegeben, welcher sich
über einem Gefä'fs b befindet, das durch eine Luftpumpe, welche bei c angeschlossen wird,
evacuirt wird.
Von diesem Vacuumgefa'fs b ist die Schüttung α durch einen Mechanismus d so abgesperrt,
dafs das Mehl automatisch, unter Absperrung der ä'ufseren Luft, eingeführt werden
kann. Dieses Verschlufsorgan d kann ein rotirender Hahn bezw. Cylinder mit Zellen sein
(wie gezeichnet), oder eine Transportschraube, ein Schieber, ein Paternosterwerk, Ventile,
Kolben etc.
Im Vacuumgefäfs verbleibt das Mehl genügend lange, um unter dem Einflufs der Vacuumpumpe
Luft und Wasser abgeben zu können. Das Mehl wird langsam über rotirende Teller e e
mit Abstreichern ff welche das Gut sich gegenseitig zuleiten, durch das Gefäfs hindurchgeführt.
Dieser Transport kann auch durch andere geeignete Mittel, wie Trommeln, Schrauben,
schwingende Ebenen, durch Anwendung von Centrifugalkraft etc. erfolgen.
Um die Wasserabgabe zu beschleunigen, wird das Vacuumgefäfs (oder die in demselben
vorgesehenen Transportmittel) mittelst Dampfes, warmer Luft oder warmen Wassers geheizt.
Zu dem Zwecke wird Dampf etc. bei g in die hohle Welle h eingeleitet, so dafs die an
dieselbe angeschlossenen hohlen Trockenteller durch den durchströmenden Dampf erhitzt
werden, welcher unten bei i mit Condensationswasser wieder abströmt.
Durch geeignete rotirende Flügel k k wird das getrocknete Mehl gesammelt und der Ausschüttöfmung
/ zugeführt.
An diese ist die Presse m direct so angeschlossen,
dafs das Mehl aus dem Evacuirungsraum unmittelbar in die Presse gelangt. Dieselbe
ist horizontal angeordnet und besteht aus dem Mundstück n, dem Sammelraum 0, der
Stopfbüchse ρ und dem Stempel q mit einer
Verlängerungsnase r.
Der Hub des Stempels ist so grofs, dafs er in seiner äufsersten Position das freie Einfallen
des Mehles in die Presse gestattet. Der Stempel wird durch irgend welche Mittel hin- und herbewegt.
Bei seinem Vorgange schiebt derselbe das Mehl in das Mundstück n. Bei seinem
Rückgange füllt sich der Raum, welchen er zuvor eingenommen hatte, mit frisch einfallendem
Mehl, und wird dieses beim nächsten Hube wieder vorwärts geschoben.
Um jeden einzelnen Mehlvorschub mit dem vorangegangenen inniger zu binden, dient die
Verlängerungsnase r des Stempels, welche eine zapfenartige Verbindung der einzelnen Mehlschichten
bewirkt. Durch die Friction an den Wandungen des Mundstückes bezw. der Presse wird derjenige Grad von Widerstand erzeugt,
welcher für eine ausreichende Comprimirung der Masse erforderlich ist.
Der bei jedem Hube vorgeschobene Mehlpfropfen bildet im Mundstück den Abschluls
der Presse nach aufsen und verhindert durch seine Dichtigkeit und Länge das Eindringen
der äufseren Luft in den Prefsraum, welcher, wie beschrieben, mit dem Vacuumgefäfs durch
das Einfallrohr direct communicirt, so dafs die Comprimirung des Mehles im Vacuum erfolgt.
Beim freien Austritt des Mehlpfropfens aus der Presse dringt naturgemäfs die atmosphärische
Luft in denselben ein. Wenn jedoch das Mundstück in der Nähe seiner Mündung mit einer
Bohrung s versehen wird, welche mit einem Gefäfs communicirt, das mit einem indifferenten
Gase, wie z. B. Kohlensäure, Stickstoff, durch Glühen gereinigte Luft etc., gefüllt ist, so sättigt
sich das evacuirte Mehl vor dem Verlassen der Presse bezw. vor Berührung mit der äufseren
Luft mit diesen Gasen und kann dann die Atmosphäre mit ihren Zersetzung bewirkenden
mikroskopischen Pilzen und mit ihrer Feuchtigkeit nicht mehr in das Mehl eindringen.
Das zunächst evacuirte, comprimirte und dann mit indifferenten Gasen gefüllte Mehl, in
welchem aufserdem die etwa darin enthaltenen organischen Wesen, wie Pilze, Insecten etc.,
im Vacuum unter Mitwirkung von Wärme getödtet worden waren, wird in diesem Zustande
in möglichst dicht geschlossenen Gefäfsen aufbewahrt.
Claims (4)
1. Verfahren, Mehl dadurch zu conserviren, dafs dasselbe unter gleichzeitiger und vorheriger
Evacuirung zusammengeprefst wird.
2. Die Verbindung eines Evacuirungsgefäfses b mit einer Presse m derartig, dafs der Prefsraum
ο direct mit dem Evacuirungsgefäfs communicirt, dafs die durch das letztere geführten
Stoffe direct in die Presse fallen und dort vor und während des Prefsprocesses dem Einflüsse des Vacuums ausgesetzt
bleiben.
3. Die zapfenartige Verlängerung r des Prefsstempels q, durch welche ein Durchdringen
der einzelnen, jeweilig vorgeschobenen Schichten erzielt wird.
4. Die Einführung von Gasen in den. evacuirten Mehlstrang vor dem Verlassen der Presse
bezw. bevor das Mehl mit der äufseren Atmosphäre in Contact kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35326C true DE35326C (de) |
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ID=311187
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35326D Expired - Lifetime DE35326C (de) | Verfahren und Apparat zum Konserviren von Mehlarten durch Komprimiren unter vorhergehender und gleichzeitiger Evakuirung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35326C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1273630B (de) * | 1965-07-26 | 1968-07-25 | Telefunken Patent | Hochbelastbares Induktivitaetselement fuer Hochfrequenz |
-
0
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