DE353084C - Einrichtung zum selbsttaetigen OEffnen von Abzugsschaechten in Lager- oder Arbeitsraeumen fuer leicht entzuendliche Stoffe - Google Patents

Einrichtung zum selbsttaetigen OEffnen von Abzugsschaechten in Lager- oder Arbeitsraeumen fuer leicht entzuendliche Stoffe

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DE353084C
DE353084C DE1920353084D DE353084DD DE353084C DE 353084 C DE353084 C DE 353084C DE 1920353084 D DE1920353084 D DE 1920353084D DE 353084D D DE353084D D DE 353084DD DE 353084 C DE353084 C DE 353084C
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    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/003Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves reacting to pressure and temperature
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM It. MAI 1922
REICH S PATE NTAMT
PATENTSCHRIFT
-■ ΛΙ 353084 KLASSE 37f GRUPPE
Max Becker in Charlottenburg.
Einrichtung zum selbsttätigen Öffnen von Abzugsschächten in Lager- oder Arbeitsräumen
für leicht entzündliche Stoffe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Dezember 1920 ab.
Bei Ausbruch eines Feuers in Räumen mit feuergefährlichen Stoffen ist gewöhnlich an ein Löschen des Feuers innerhalb des Raumes nicht zu denken. Man muß sich darauf beschränken, die Nachibarräutne zu schützen und im übrigen dafür sorgen, daß der Gefahrenraum möglichst schnell und gefahrlos ausbrennt, denn die feuergefährlichen Stoffe entwickeln bei ihrer Verbrennung meist giftige Gase, die bei dem entstehenden Druck in die Nachbarräume dringen oder gar explosionsartig wirken und die Umfassungswände des Raumes zerstören.
Zur Abwendung dieser Gefahren hat man große Abzugöffnungen geschaffen, die gewohnlich geschlossen sind und sich im Augen-
blick der Gefahr selbsttätig öffnen. Gewöhnlich werden große Klappen aus -Eisenblech als Ganzes oder als Jalousieklappe unterteilt drehbar angebracht, welche sich durch Freigabe eines Gewichtes öffnen. Das Gewicht ist festgehalten durch einen Faden, Draht ο lsr eine Stange. Diese Befestigung wirdi unterbrochen, wenn entweder der Faden, oft auch ein Zelluloidstreifen, durchbrennt oder wenn ίο ein Elektromagnet in Verbindung .mit einer durch ein Thermometer ausgelösten Schalteinrichtung seinen Anker bei einer bestimmten Wärmie des Raumes losläßt oder wenn eiai Schmelzstüek aus Woodschein, Roseschem oder ähnlichem Metall durchschmil.zt.
Andere Ausführungen schalten bei bestimmter Wärme des Raumes vermittels eines Relais einen !Elektromotor ein, der die Klappe mittels des von außen eingeführten Starkstromes aufdrehen soll.
Alle diese Einrichtungen benutzen zur Auslösung grundsätzlich nur die Wärmewirkung, während doch in vielen Fällen gerade der entstehende Überdruck im 'brennenden Räume die Gefahrenquelle ist; so kann z. B. bei Beginn eines Brandes von Filmlagern in einem Teil des Raumes noch eine recht niedrige Temperatur (herrschen, während die von dem Brandherd ausgehenden Gase den Raum schon unter einen bedrohlichen Druck setzen.
Aufdrehbare Klappen können sich bei der
erforderlichen Größe (die Feuerpolizei schreibt ■eine Klappengröße von 5 Prozent der Bodenfiäche vor) leicht festsetzen, ihre Drehachsen können verrosten, und wenn sie, wie üblich und richtig, in der Decke des Raumes nach Art eines Oberlichtes angebracht sind, können sie im Winter, von Schnee und Eis bedeckt, im gegebenen Augenblick feistgefroren oder sonstwie ungangbar sein.
Sollen solche Klappen durch einen Elektromotor geöffnet werden, zu dem der Strom von außen zugeleitet wird, so können Störungen eintreten, weil diese Starkstromleitungen im Falle der Gefahr schon durch Feuer außerhalb des Gefahrenraumes zenstört sein können oder weil vielleicht das Kraftwerk gerade keinen Strom liefert.
Die Kraftquelle für die Auslösung durch Wärme oder Überdruck für das Öffnen der I Klappe muß daher im Gefahrenrauime selbst ι untergebracht sein und noch nach Jahren mit J größter Sicherheit betriebsfähig sein, so daß I auch elektrische Akkumulatoren und Trocken- j elemente hier nicht als genügend zuverlässig anzusehen sind.
Das Öffnen der Klappe muß im Augenblick
der Auslösung möglichst plötzlich geschehen, weil feuergefährliche Körper sehr schnell brennen, und damit auch Dnuck und Wärme sehr schnell steigen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung, welche die vorstehend aufgeführten Störutigsquelten beseitigen soll, indem durch I Wärme- oder Druckwirkung Fallgewichte ausgelöst werden, welche im freien Fall oder in bestimmten Bahnen geführt die aus verhältnismäßig sprödem Stoff, z. B. Glas, gefertigte Abschlußplatte der Abzugsöffnung unmittelbar ,zertrümmern und somit ein plötzliebes Öffnen des Albzugsweges bewirken·. Die Fallgewichte können auch über Glaskörpern angebracht sein, in welche die Elektrolytflüissigkeit für darunter befestigte, zunächst trockene galvanische Elemente eingeschmolzen ist und die durch die ausgelösten Fallgewichte zertrümmert werden, so daß durch das Ergießen dieser Flüssigkeit in das Element, ähnlich wie bei den Zündeinrichtungen von Seeminen, zunächst ein elektrischer Strom erzeugt wird, der die Zertrümmerung der Abschlußklappe herbeiführt. Ferner können die mit der Elektrolytfiüssigkeit gefüllten, zugesdhmolzenen Glaskörper so angebracht werden, daß sie selbst die Fall'gewichte bilden und durch, die Auslösung auf das trockene Element fallen, dabei zertrümmert werden tind so das Element in Tätigkeit setzen.
Der erzeugte elektrische Strom soll dann die Zertrümmerung der spröden Abschlußplatte in der Weise bewirken, daß entweder Hämmer mit Hilfe der elektromagnetischen · Wirkung des Stromes gegen die Abschlußplatte geschleudert werden oder daß Sprengkapseln, die der Strom zur Explosion bringt, die Abschlußplatte zertrümmern.
Die Ausführung mit Wärmeauslösung ist z.B. in der Weise gedacht, daß ein schwerer Körper, etwa eine Metallkugel, an einem verbrennbaren Faden aufgehängt ist oder daß sie an einem Draht oder Stab hängt, der durch ein Scbmelizstüek aus Roseschem, Woodschem oder ähnlichem Metall unterbrochen ist. Brennt der Faden, etwa ein Stück Film, durch oder schmilzt das Schtnelzstüok, so fällt die Kugel, in geschützter 'Bahn geführt, entweder unmittelbar auf die Abschlußplatte oder sie zertrümmert die zugesdhmolzene Glasikapsel, welche auf einer siebartig durchbrochenen Platte ruht und den Elektrolyten, z. B. Chromsaune, enthält. Kugel und Glastrümmer bleiben auf der Siebplatte liegen, während sich die Chromsäure in das darunter befindliche galvanische Element, z. B. bestehend aus Zink und Kohle, ergießt. Auch kann an Stelle der Kugel der den1 Elektrolyten enthaltende zugeschimoizene Glaskörper selbst in der besagten Weise aufgehängt werden, so daß er selbst den Fallkörper bildet und auf der Siebplatte, die dann mit besonderen Vorsprüngen versehen ist, zertrümmert wird.
Als Beispiel für die Auslösung durch den
Überdruck sollen die in Abb. ι und 2 dargestellten Glodtenvorrichtunigein dienen. In beiden Fällen taucht eine Glocke mit ihrem unteren Rande in eine nicht verdunstende unl nicht oxydierende Sperrflüssigkeit, ζ. Β. Paraffinöl. Der Innenraum der Glocke ist lurch ein genügend weites Rohr mit der Außenluift verbunden, wähnend' auf der Decke der Glocke der iLuftdruck des Gefahrenraumes lastet. Die Glocken senken sich dadurch, daß der Druck im Räume größer wird als im Freien, und zwar für jede Größe des Überdruckes um ein bestimmtes Maß. Dies ist nach Abb. 1 dadurch erreicht, daß die Glocke nach Art einer Briefwaage aufgehängt ist. Bei Abb. 2 bildet die Glocke mit ihrer hohlen Doppelwand einen Schwimmkörper, dessen jeweilige Tauchtiefe von dem Überdruck abhängt. In beiden Fällen werden bei .einem bestimmten Maß der Senkung der Glocken ein oder mehrere Fallgewiehte, z. B. Metallikugeln, oder die Elektrolytglaskapsel durch Hebel ausgelöst. Nach Abb. 1 wird die Elektrolytkapser durch die Kugel zertrümmert, nach Abb. 2 zertrümmert sich die Kapsel durch ihren Fall auf der Siebplatte selbst.
Abb. 3 zeigt ein Beispiel eines elektrischen Hammers zur Zertrümmerung der Platte aus sprödem Baustoff in Form eines Solenoids, welches in einer unteren Tasche den Eisenkern trägt. Die obere Verlängerung des | Eisenkernes besteht aus unmagneti schein harten Stoff und bildet den eigentlichen Stoßhammer. Von solchen Hämmern werden ■ 35 mehrere mit ihren Konsolträgern' an der Fassung der Platte befestigt. Die Solenoidwicklungen sind durch eine gute Kapselung· gegen äußere Einflüsse geschützt.
Werden am .Stelle von elektrischen Hämmiern Sprengkapseln izur Zertrümmerung der Platte verwendet, .so wird man praktisch in den Sprengkapseln Glühdrahtzündung· wählen, da die Funkenzündung noch die Einschaltung von Flinken induktoren erforderlich machen würde, deren Selbstunterbrecher {Wagnerscher Hammer) im Augenblick der Gefahr versagen könnten·. Die Sprengkapseln kann man z. B. nach Art von elektrischem Glühlampen in Fassungen einschrauben. Dicht unter der zu ,zertrümmernden Platte ist ein starkes Rohr, etwa Gasrohr, angebracht, in welehem die Zuleitungsdrähte liegen und welches in gewissen Albständen Fassungen zur Aufnahme der Sprengkapseln- trägt. Das Rohr ist so gehalten, daß es den Rückstoß der explodierenden, verhältnismäßig kleinen Sprengkapseln aufnimmt.
Wenn anzunehmen ist, daß sich im Augenblick der Gefahr in dem betreffenden Räume Menschen aufhalten, ist in genügendem! Abstände unterhallb der -zu zertrümmernden Platte ein Drahtgitter als Splitterschutz vorzusehen. _,

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Einrichtung zum selbsttätigen -Öffnen von Abzugssühächten in Lager- oder Arbeitsräumen für leicht entzündliche Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß über der den Abzugssohacht abschließenden Klappe FaIlgewichte angebracht sind, die,- durch Wärmewirkung oder Überdruck ausgelöst, die aus sprödem Baustoff, z.B. Glas, bestehende Abschlußklappe ,zertrümmern.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fallgewiehte über Glaskörpern angebracht sind, in die •die ElektrolytflüsBigkeit für darunter befindliche, zunächst trockene galvanische Elemente eiogesahmoketi ist und die durch die Falligewichte zertrümmert werden, so daß durch das Ergieß>en dieser Flüssigkeit in das Element ein elektrischer Strom erizieiugt wird, der die Zertrümmerung der Abschlußklappe herbeiführt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Elektrolytflüssigkeit enthaltenden Glaskörper so angebracht sind, daß sie auf das trokkene Element fallen, dabei zertrümmert werden und so das (Element -in Tätigkeit setzen.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2 oder ι und 3, gekennzeichnet durch Harnmer, die durÄ den elektrischen Strom mit Hilfe seiner Magnetwirkumg gegen die Abschlußklappe geschleudert werden, so daß die Klappe !zertrümmert wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1 und 2 oder ι und 3, gekennzeichnet durch Sprengkapseln, die der elektrische Strom zur Explosion bringt und die die Abschlußklappe zertrümmern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920353084D 1920-12-18 1920-12-18 Einrichtung zum selbsttaetigen OEffnen von Abzugsschaechten in Lager- oder Arbeitsraeumen fuer leicht entzuendliche Stoffe Expired DE353084C (de)

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