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Aufhängepunkt explodiert ; Fig. 2 und 3 zwei verschiedene Arten der Aufwicklung des Drahtes, der beim Abwickeln den Abstand vom Aufhängepunkt bestimmt, in welchem die Bombe explodiert ; Fig. 4 den Achsenschnitt einer ortsfesten Lösehbombe, die an der Wand oder Decke der zu schützenden Räumlichkeiten befestigt wird ; Fig. 5 eine Variante der Bombe nach Fig. 4 und Fig. 6 die Art und Weise einer bewussten Betätigung des Wärmefühler.
Die Losehbombe nach Fig. 1 besteht aus einer sphärischen oder sonstwie geformten äusseren Hülle 1, mit zahlreichen, im voraus auf irgendeine Weise angebrachten Bruehlinien. Das Gehäuse
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netz versehen sein ; als solches Material kommen beispielsweise Pappe, synthetische Harze, Zelluloseoder andere Ester oder irgendein anderes Material in Betracht. Die Hülle 1 ist an dem Rohr 2 aus geeig-
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Flansch 3 endigt. Das andere innerhalb der Bombe befindliche Ende des Rohres 2 läuft in eine undurchlässige Patrone 4 aus, die ebenfalls mit Bruchlinien versehen ist.
Diese Patrone enthält die Sprengladung 5, die durch den Zünder 6 zur Explosion gebracht werden kann und hiebei die Bombe sprengt
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gezündet, welche ihrerseits dadurch gezündet wird, dass sich die Wicklung 8 beim Ausdehnen an der Zündmasse der Sprengkapsel reibt. Dies tritt dann ein, wenn infolge Zerfliessens der Schmelztablette 15
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die einen grösseren Durchmesser als die schraubenförmige Wicklung besitzt, abrollt, bevor sich die schraubenförmige Wicklung 8 abwickelt, die in der Kapsel 7 enthalten ist. Sobald sieh Draht 9 und Spule 10 vollständig abgewickelt haben, befindet sich die beispielsweise an der Decke aufgehängte und von dort herabfallende Bombe in der Höhe, in der sie explodiert.
Die Glocke 11 ist in ihrem unteren Teil mit einer Zwischenwand 12 in Form eines abwärts gerichteten Trichters versehen, auf dem die sich abrollende Spule 10 aufliegt, die hiedurch einer regulierenden Bremswirkung ausgesetzt ist.
Fig. 2 zeigt eine Variante der schraubenförmigen Wicklung 10 des Drahtes 9 in der Glocke 11.
Diese besteht aus einer flachen Spirale 16, die auf einer Seheibe 17 mit zentraler Bohrung aufliegt und
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ist an der Glocke 11 befestigt. Die Spirale 16 setzt sich in dem Draht 9 fort, der durch die zentrale Bohrung der Scheibe 17 hindurch bis zur Sprengkapsel 7 verläuft und in einer schraubenförmigen Wicklung 8 endet.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Wicklung, bestehend aus einer Spule 20 mit horizontaler Achse 21, auf die der Draht 9 aufgewunden ist. Das Ganze ist in der Glocke-M untergebracht.
An der Glocke 11 ist in geeigneter Weise ein Wärmesammler 13 aus einem die Wärme gut leitenden, dünnen Band, beispielsweise aus Kupfer oder einem andern geeigneten Material, befestigt.
Dieser Wärmesammler kann die verschiedensten Formen erhalten, beispielsweise kann er als flache Scheibe oder gewellt, ein-oder doppelwandig'oder geschwungen oder in ähnlicher Weise ausgebildet sein. Er braucht nicht blank sein, es ist sogar von Vorteil, wenn seine Oberfläche geschwärzt ist, da er dann die Wärme besser aufnimmt. Dieser Wärmesammler ist in der Mitte mit einem ringförmigen Flansch 14 aus dem gleichen Material versehen, auf dem die Srhmelztablette 15 in Form einer Scheibe
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die bei einer niedrigen Temperatur schmilzt, beginnend bei 45 C und darüber, entsprechend dem jeweiligen Verwendungszweck.
Die Schmelztablette trägt am Flanseh 3 des Rohres 2 die gesamte Lösehbombe.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Bombe ist folgende : Die Bombe wird samt ihrer Aufhängevorrichtung mit Hilfe des Hakens 22 der Glocke 11 an der Decke des Raumes aufgehängt. Wenn
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übertragung vom Wärmesammler her. Der Flansch 3 wird infolgedessen nicht länger festgehalten und fällt durch das Gewicht der Bombe dur, h die Öffnung des ringförmigen Flansehes 14 des Wärme-
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in der Glocke 11 abzuwickeln.
Sobald si-h der Draht 9 vollständig abgewickelt hat, spannt er sich durch die Schwere der Bombe, wodurch sich nunmehr das schraubenförmig gewundene untere Ende z des Drahtes abwickelt und an der Zündmasse, die in der Sprengkapsel 7 enthalten ist, reibt. Hiedureh wird die schnellbrennende Lunte 6 entzündet, die ihrerseits die Sprengladung 5 zur Explosion bringt, wodurch die Hülle 7 in Stücke gesprengt und das Löschmittel heftig nach allen Richtungen zur Löschung des Feuers verspritzt wird. Ist das Löschmittel ein Pulver, das auf diese Weise umhergeschleudert wird, so entsteht eine wolkenartige Suspension mit wirbelnder Bewegung, die in dem Raum, in dem
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chemische Wirkung gelöscht wird.
Wenn ein flüssiges Löschmittel zur Verwendung kommt, so tritt eine Vernebelung ein, die infolge Wärmewirkung eine sehr schnelle Verdampfung gestattet mit anschliessender plötzlicher Temperaturerniedrigung, welche die phvsikalisdi-chemische Wirkung des ursprünglich ausgeblasenen Flüssigkeitsnebels ergänzt.
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Fig. 4 zeigt im Achsenschnitt eine ortsfeste Löschgranate, die besonders für Räumlichkeiten mit niedriger Decke geeignet ist. Die Bombe ist mit einer Gewindekappe 23, beispielsweise mit EdisonGewinde, versehen, die in ein rohrartiges Gehäuse 24 aus widerstandsfähigem Material ausläuft, welches auch nach der Explosion mit der Kappe in Zusammenhang bleibt. Am unteren Ende des Rohres 24 und in der Mitte der Bombenhülle 26 ist eine die Sprengladung enthaltene Patrone 25 angebracht, die aus zerbrechlichem Material besteht und mit zahlreichen, in irgendeiner Weise erzeugten Bruchlinien versehen ist. Die Bombe ist mit Hilfe der Befestigungsvorrichtung 27 am oberen Ende des Gehäuses 24 befestigt, unmittelbar unterhalb von dessen erweitertem Teil 28, der eine Fortsetzung der Kappe 23 bildet.
Diese Erweiterung 28 ist im Innern mit einem Tragflansch 29 ausgerüstet, der das wärmeempfindliche Organ oder die Sehmelztablette 30 trägt, und am oberen Ende mit einem Wärmesammler 31 verbunden, der auch mit dem vorerwähnten Flansch 29 zusammenhängen kann.
Der für eine bestimmte Temperatur eingerichtete Wärmefühler 30 reagiert auf die vom Wärmesammler 31 gesammelte und zugeleitete Wärme in der Weise, dass er den zugespitzten Schlagbolzen 32 freigibt, der alsdann unter der Wirkung der Feder 33, die sich gegen den unteren Flansch 34 der Erweiterung 28 stützt, auf die Zündkapsel 35 aufschlägt. Hiedurch wird die Lunte 36 entzündet, welche die Explosion der Patrone 25 hervorruft. Der hiebei entstehende plötzliche Überdruck bringt die Bombe zum Zerbersten, so dass das in der Bombe enthaltende Lösehmittel gleichmässig nach allen Seiten zerstäubt und das Feuer durch eine physikalisch-chemische Wirkung gelöscht wird.
Bei gewissen Sonderanwendungen der Bombe ist es zweckmässig, den zugespitzten Schlagbolzen 32 in der Nähe des wärmeempfindlichen Organs mit einer durchgehenden Bohrung zu versehen, in die ein kleiner Sicherungs-und Kontrollstift 37 mit reichlichem Spiel eingesetzt wird.
Fig. 5 zeigt im Achsenschnitt eine ähnliche Ausführungsform einer Lösehbombe, deren Auf- hängung aus einer Haube 38 mit Öse 39 besteht, welche in ein Gehäuse 40 übergeht, das mit Hilfe eines Flansches 41 die Bombenhülle 42 trägt. An dem oberen Ende ist das die Bombe haltende Gehäuse 40 mit einem in geeigneter Weise ausgebildeten Flansch 43 versehen, der mit dem Wärmesammler 44 zusammenhängt oder in inniger Berührung steht. Letzterer ist in geeigneter Weise mit dem Wärmefühler 45 verbunden, damit die umgebende Temperatur leicht und sicher auf diesen übertragen wird.
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Stange 46 freigibt, welche an ihrem unteren Ende die Schlagmasse 47 trägt.
Diese trifft unter der Wirkung der Feder 48 auf dem Sehlagbolzen 49 auf, welcher seinerseits auf das Zündhütchen 50 aufschlägt und hiedurch die Explosion der Sprengladung 51 auslöst, die in der mitten in der Bombenhülle 42 liegenden Patrone 52 enthalten ist. Die Bombenhülle wird infolgedessen in kurzer Zeit in Stücke gesprengt, wobei die Lösehsubstanz ringsherum verspritzt wird und eine das Feuer löschende erstickende Atmosphäre erzeugt.
Die beiden beschriebenen Ausführungsformen von ortsfesten Lösehbomben können für gewisse Verwendungszwecke (z. B. Schiffsräume und Kabinen, Kühlräume, Silos u. dgl. ) mit elektrischen Wider- ständen 53 versehen werden, die, wie in Fig. 6 dargestellt, das wärmeempfindliche Organ 54 umgeben oder in es eingeschlossen sind. Diese elektrischen Widerstände können dann in Parallel-oder Reihenschaltung oder in gemischter Schaltung in ein elektrisches Leitungsnetz eingefügt werden, zu dem Zweck, sie einzeln oder in Gruppen durch Auslösung zur Explosion zu bringen und so in den Räumlichkeiten, in denen ein Brandherd im Entstehen ist, eine feuerverhütende Atmosphäre zu schaffen und dadurch die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern.
Es ist auch möglich, die elektrischen Widerstände 53 der Fig. 6 durch eine brennbare Substanz zu ersetzen, die in dem für die Widerstände 53 bestimmten Raum untergebracht wird. Dieser Raum wird für sämtliche Bomben durch ein Netz aus geeigneter Zündschnur verbunden und die Enden dieses Netzes bzw. der Zündschnur werden zu den feuergefährdeten Stellen geführt.
Die Wirkungsweise dieser zweiten Ausführungsform der Bombe ähnelt derjenigen der eingangs beschriebenen und in Fig. 1 dargestellten Bombe. Sobald die die Bombe umgebende Atmosphäre den Temperaturwert erreicht hat, bei dem der Wärmefühler tätig wird und den Schlagbolzen auf die Sprengkapsel treibt, explodiert die Sprengladung und reisst die Bombe in Stocke, so dass das Löschmittel in dem Raum, in dem die Bombe angebracht ist, ringsherum verspritzt wird.
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