DE329583C - Schutzvorrichtung gegen Einbruch - Google Patents

Schutzvorrichtung gegen Einbruch

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DE329583C
DE329583C DE1919329583D DE329583DD DE329583C DE 329583 C DE329583 C DE 329583C DE 1919329583 D DE1919329583 D DE 1919329583D DE 329583D D DE329583D D DE 329583DD DE 329583 C DE329583 C DE 329583C
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BRUNO KOWSKY
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BRUNO KOWSKY
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B13/00Burglar, theft or intruder alarms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AIH 24. NOVEMBER 1920
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl 329583 — KLASSE 74 a GRUPPE
Bruno Kowsky in Janikow b. Dramburg i. Pommern.
Schutzvorrichtung gegen Einbruch. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. März 1919 ab.
Es sind bereits Schutzvorrichtungen gegen Einbruch o. dgl. bekannt, bei denen ein Stoff, der bei seinem Freiwerden erstickend wirkende oder nebelerzeugende Gase verursacht, in einem druckfesten Behälter untergebracht ist, der im Gefahrfalle infolge der Zerstörung seiner Abschlußscheibe geöffnet wird. Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß der den Stoff zur Gasr oder Nebelentwick-
o lung aufweisende Behälter an seinem Kopf, der die Fülleinrichtung enthält, in einem Gewindezapfen endigt, der einerseits ein ab-■ nehmbares Gehäuse trägt, das einen Schlagbolzen mit seiner Auslöseeinrichtung aufnimmt und in eine Ausströmdüse ausläuft, und der anderseits an der Mündung der ihn durchbohrenden Ausströmöffnung eine Schraubkappe besitzt, in der die Abschlußscheibe aus Kupfer, Glas oder anderem, durch
ο den Schlagbolzen zerstörbaren Stoff versenkt gesichert ist.
Infolge dieser gedrängten und einfachen Bauart der Schutzvorrichtung sind für ihre Überwachung und Bedienung keine besonderen Ansprüche zu stellen, auch ist die Einrichtung wohlfeil'herzustellen und für Privathaushaltungen " geeignet.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand _ zum Teil im Längsschnitt, zum
ο Teil in Außenansicht dargestellt.
In den zweckmäßig in der Art der Kohlensäurenaschen ausgeführten Behälter α wird ein Stoff eingeschlossen, der zur Erzeugung von für die Atmungsorgane schädlichen oder die Tränendrüsen reizendem Gas bzw. Nebel geeignet ist. An dem eine Fülleinrichtung geeigneter Art enthaltenen Kopf des Behälters α ist ein die Bohrung b aufweisender Zapfen c angeordnet, der mit Außengewinde zum Aufschrauben des einen Schlagbolzens <i führenden Gehäuses e versehen ist. Der Schlagbolzen d bewirkt das Öffnen des Behälters a, der am oberen Ende der die Ausströmöffnung bildenden Bohrung b durch eine vermittels der Schraubkappe/ versenkt gesicherte Scheibe g aus Kupfer, Glas oder anderem, durch den Schlagbolzen d zerstörbaren Stoff verschlossen ist.
Zur Sperrung des Schlagbolzens d dient ein Hebel h, der an dem Gehäuse e um den Stift i drehbar ist und mit einer Nase k in das Innere des Gehäuses eindringt. Der Hebel h wird in der den Schlagbolzen sperrenden Stellung so festgelegt, daß seine Freigabe am Ort und aus der Ferne willkürlich oder selbsttätig herbeigeführt werden kann. Beispielsweise kann eine Schmelzsicherung· Verwendung finden, die durch ihre Zerstörung beim Schließen eines Stromkreises den Hebel h freigibt. Die Sperrung des Hebels h kann aber auch durch einen Riegel/ bewirkt werden, der elektrisch oder mechanisch, im ersteren Falle zweckmäßig durch einen Elektromagneten, im letzteren Falle vorteilhaft durch eine Zugleitung zurückzuziehen ist.
Nach der Auslösung des Hebels h schnellt der Schlagbolzen d unter der Kraft der ihn belastenden, passend abgestutzten Feder m gegen die Scheibe g, so daß diese zerstört und dem in dem Behälter α unter Druck eingeschlossenen Gas oder Nebel erzeugenden Mittel der Weg in das Gehäuse e frei wird. Da-
mit beim Zertrümmern der Scheibe g der Inhalt des Behälter α möglichst unbehindert ausströmt, ist die den Schlagbolzen d belastende Feder m in solcher Weise gespannt, daß der Schlagbolzen d nach der Zertrümmerung der Scheibe g zurückschnellt. Das Zurückschnellen des Schlagbolzens kann durch eine auf letzteren einwirkende Zugfeder unterstützt werden.
ίο Die den Schlagbolzen d in dem Gehäuse e führenden· Stege, sind mit Durchbrechungen η, ο versehen, so daß das unter starkem Druck ausströmende, Gas oder Nebel erzeugende Mittel in die am Kopfende des Gehäuses e angebrachte Düse p und aus dieser durch das Mundstück q in den zu vergasenden Raum ausströmt. Damit das Gas nicht durch die, der Nase k des Hebels b den Durchtritt gestattenden Scblitzöffnung r dem Gehäuse e seitlich entweicht, ist die Nase k so gestaltet, daß sie bei freigegebenem Hebel h die Schlitzöffnüng r möglichst gut verschließt.
Mit der Scheibe g kann eine Knallpatrone verbunden sein, die durch den Schlagbolzen d zugleich mit der Zerstörung der Scheibe zur Explosion gebracht wird, um ein Knallsignal zu erzeugen, das Hausbewohner, Nachbarn oder Passanten herbeizurufen vermag. Die Knallpatrone kann aber auch so angeordnet sein, daß sie durch den den Schlagbolzen d freigebenden Hebel h zur Explosion gelangt.
Mit der Schutzvorrichtung kann ferner
eine Alarmvorrichtung verbunden sein, die aus einer elektrisch oder mechanisch betätigten Klingelanlage besteht, wobei die Betätigung der Klingelanlage durch den Schlagbolzen öder durch den diesen freigebenden Hebel veranlaßt wird.
Es ist zweckdienlich, die Einrichtung in einer passend gewählten Nische unauffällig so einzubauen, daß nur das Mundstück q der Düse p herausragt. Die Wirkung der Schutzvorrichtung kann dabei in geschlossenem Raum oder im Freien zum Verscheuchen der Verbrecher herbeigeführt \verden.
Zum Schutz gegen Überfall kann die Einrichtung auch tragbar gestaltet werden, wobei durch einen Druck auf einen Knopf oder in anderer Weise der den! Schlagbolzen d sperrende Hebel auszulösen ist. Ein an die « Düse p angeschlossener Schlauch bietet die Möglichkeit, das Gas dem oder den Angreifern entgegen zu leiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: £
    Schutzvorrichtung gegen Einbruch o. dgl., bei welcher .ein Stoff, der bei seinem Freiwerden erstickend wirkende oder nebelerzeugende Gase verursacht, in f einem druckfesten Behälter untergebracht ist, der im Gefahrfalle infolge der Zerstörung seiner Abschlußscheibe geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (α) an seinem Kopf, der die f Fülleinrichtung aufweist, in einem Gewindezapfen (c) endigt, der einerseits ein abnehmbares Gehäuse (e) trägt, das einen Schlagbolzen (d) mit seiner Auslöseeinrichtung (Ji, i, k) enthält und in die ', Düse (ρ) mit dem Mundstück (q) ausläuft, und der anderseits an der Mündung der ihn durchbohrenden Ausströmöffnung (b) eine Schraubkappe (/) aufweist, in der die Abschlußscheibe (g) aus Kupfer, ' Glas oder anderem, durch den Schlagbolzen (d)' zerstörbaren- Stoff versenkt gesichert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1919329583D 1919-03-25 1919-03-25 Schutzvorrichtung gegen Einbruch Expired DE329583C (de)

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DE329583C true DE329583C (de) 1920-11-24

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ID=6187204

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DE1919329583D Expired DE329583C (de) 1919-03-25 1919-03-25 Schutzvorrichtung gegen Einbruch

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036117B (de) * 1954-08-16 1958-08-07 Lawrence Thomas Ward Feuermeldeanlage
DE3517134A1 (de) * 1985-05-11 1986-11-13 Busemaä 4000 Düsseldorf Gabrit Verfahren und vorrichtung zur sicherung von geschlossenen raeumen oder umfriedeten freiflaechen gegen unbefugt eindringende personen
DE4328697A1 (de) * 1993-08-26 1995-03-02 Hans Dieter Niemann Anlage zur Vernebelung von geschlossenen Räumen

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DE3517134A1 (de) * 1985-05-11 1986-11-13 Busemaä 4000 Düsseldorf Gabrit Verfahren und vorrichtung zur sicherung von geschlossenen raeumen oder umfriedeten freiflaechen gegen unbefugt eindringende personen
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