DE352307C - Verfahren zur Herstellung homogener, haltbarer Gemenge von Kakao mit Chlorkalzium - Google Patents

Verfahren zur Herstellung homogener, haltbarer Gemenge von Kakao mit Chlorkalzium

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DE352307C
DE352307C DE1919352307D DE352307DD DE352307C DE 352307 C DE352307 C DE 352307C DE 1919352307 D DE1919352307 D DE 1919352307D DE 352307D D DE352307D D DE 352307DD DE 352307 C DE352307 C DE 352307C
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K33/00Medicinal preparations containing inorganic active ingredients
    • A61K33/06Aluminium, calcium or magnesium; Compounds thereof, e.g. clay

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Description

  • Verfahren zur Herstellung homogener, haltbarer Gemenge von Kakao mit Chlorkalzium. L o e w und E m m e r i c h haben durch jahrelange Versuche die .ausgezeichnete therapeutische M-irkung von Chlorkalziaim festgestellt (s. »Ärztliche Rundschau« r915, Nr. 35). Der allgemeinen Verwendung des Chl,orkaliziunns für Heilzwecke stellten _sich jedoch bis heute bedeutende Hindernisse entgegen. Das Chlorkalziuim wurde entweder in Lösungen verordnet, die aber wegen ihres @sal-. zigen Geschmackes nur mit Widerwillen von den Patienten genommen wurden, oder in Form von Tabletten, die ihrerseits ohne besondere chemische Behandlung des Chlorkalziuans von der äußerst störenden Eigenschafft des Chlorkalziums, an der Luft zu zerfließen, nicht befreit werden konnten, und die außerdem trotz zugesetzter Geschunaakskorrigentien immer wieder den widerlichen Geschmack des Chliorkalziums aufwiesen.
  • Durch die Erfindung ist es gelungen, dem Chlorkalzium in bequem do@sierharer Form derartig Kakao zuzusetzen, daß das Endprodukt feuchtigkeitsunempfindlich bleibt und der bittere Geschmack des ChloTkalziums infolge der .absolut gleichmäßigen Verteilung des letzteren und des passend gewählten Mengenverhältnissies zwischen Kakao und Kailksalz zurücktritt.
  • Nach der Erfindung stellt man eine konzentrierte Chlorkalziuirnlösung her (3o Teile wasserfreies Chlorkalzium auf 5o c= Lösung) und läßt diese Lösung von dem Kakao aufsaugen. Ein Zusatz von 3 Prozent wrasisierfrei@em Chlorkalzium zu dein Kakao dürfte bei regelmäßigem Gebrauch desselben den therapeutischen Ansprüchen genügen. Das Gemenge wird darauf gegebenenfalls entweder in der üblichen Weise durch einen warmen Luftstrom oder im Vakuum bei mäßiger Temperatur getrocknet. Hohe Temperaturen sind zu vermeiden, um eine Zersetzung des Kakaos -öder ei-ne Beeinträchtigung seines Geschm@akkes fernzuhalten.
  • Es ist bereits bekannt, eine Chlorkal.ziumlösung von aufgeschlossenen Mehlen oder der chinesischen Gelatine Agar-Agar aufsauelen zu lassen. Von ersterem Verfahren unterscheidet sich das erfundene dadurch, da:ß bei der Verwendung von Kakao der Aufsichließun,gisprozeß entbehrt werden kann, von dem zweiten dadurch, daß die chinesische Gelatine kein Nahrungsmittel darstellt, sondern nur als Träger des Chlorkalziums dient und vollkomnven unv erdgut den Organismus v erläßt.
  • Endlich ist beim erfundenen Verfahren der Kakao nicht etwa im übfichen Sinne als Geschmackskorrigenz zu betraichten, sondern es findet eine chemische Umsetzung zwischen dem Kakao und dem Chi`orkal,zium stet. Es ist festgestellltt wo@rd@n, daß bei einem nach der Erfindung behandelten Kakao nur etwa 30 Prozent Chllo@rldalzi@ulin; bei der Dialyse diffundieren, während 52 Prozent chemisch gebunden und jetwa 18 bis 2o Prozent in kolloidaler Bindung vorhanden sind'.
  • D.1aß es auf diese Weise gelingt, ein Kakao-Chlorkäl>#zi.um-Präparat herzustellen, ist um so überraschender, als beim Hinzufügen einer Chl@orkalziumliösu ng zu. gelöfstem Kakao alugenbliclellilch eine Fällung eintritt. Das Getränk wird u ansehnil'ich und daher vom Patienten nur mit Widerwillen genommen. Außerdem gelingt es nicht, den höchst unangenehmen Geschmack des Chlorkalziums vollständig zu verdecken. Erst durch die Erfindung ist es gelungen, denn Kakao ChlorkalzIwm so einzuverleiben, daß beim Lösen eines derartig präparierten Kakaopulvers keine Fällung mehr eintritt.- Derartig gebundenes Kalzium wird vom Körper aufgenommen im Gegensatz zu `einfachen Kalziumlösungen, @diie den Körper meist unausgenwtzt wieder verlassen.
  • Um ein Bewegen allzu großer Mengen zu umgehen, empfiehlt es sich, zum Aufsaugen der Chlorkalziumlösung nur einen aliquoten Teil der Kak laomenbe zu benutzen und das so erhaltene Gemisch dem unveränderten Rest des Kakaos zuizusetzen. Beispiel. Zu 17 kg des fein gemahlenen Kakaos werden 3 kg Chlorkallzvum, mit Wasser zu 5 1 gelöst, unter Umrühren zugesetzt. Die Flüssigkeit wird dabei vollständig aufgesalugt, so daß ein praktisch trockenes Pulver entsteht. Diasselbe kann, um es ganz trocken zu machen, noch getrocknet werden. Dae erhaltene Gemenge von Kakao mit Chlorkalzium wird hieraiutf in 8o kg nichtbehandelten Kakaos unter gutem Mielchen eingetragen. Das Produkt ist dann fertig -und 'kann als NTähianittel für den gedachten therapdweschen Gebrauch verwendet werden. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß bei Einhaltung dieser Vorschrift das resiultierende Produkt auch bei längerem Liegen an feuchter Luft durchaus seinen ursprünglirhen troiakenen Charakter bewahrt.
  • Das beschriebene Verfahren läßt sich auch auf andere Halogenkalzfuirnverbindungen anwenden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcFL: Verfahren zur Herstellung homogener, haltbarer Gemenge von Kakao mit Chlorkalzium, dadurch gekennzeichnet, daß man eine konzentrierte Chlorkalziumlösung von denn Kakao aufsaugen läßt und hierauf gegebenenfalls die entstandene Mischung durch einen warmen Luftstrom oder im Vakuum bei mäßiger Hitze trocknet.
DE1919352307D 1919-07-04 1919-07-04 Verfahren zur Herstellung homogener, haltbarer Gemenge von Kakao mit Chlorkalzium Expired DE352307C (de)

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