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Durch einen Thermostaten beeinflußter Zugregler fär Kesselfeuerungen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Verbesserung der mit Patent 311494 geschützten
Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Luft- und Rauchklappen an den Kesselfeuerungen
von Heizkesseln o. dgl.
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Die Verbesserung besteht hauptsächlich in einer Vereinfachung der
Verbindung des die Klappen bewegenden Laufwerkes mit dem Thermostaten, sowie in
einer Änderung der Vorrichtung zum Einstellen der Apparate auf eine beliebige Normaltemperatur.
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Die Schaltscheibe auf der Hauptwelle des Laufwerkes ist auf ihren
Hälften je mit einer Knagge versehen, welche sich an der einen Hälfte auf der Vorderseite
und an der anderen auf der Hinterseite befindet. Der verschiebbare Schlitten des
Sperrhebels dient für diese Knaggen als i Anschlag zum Anhalten des Laufwerkes nach
einer jeden halben Umdrehung der Hauptwelle, ; wenn der Sperrhebel sich in seiner
tiefsten Stellung befindet. Die Auslösung des Laufwerkes erfolgt ebenfalls unter
Emporschnellen des Sperrhebels, wenn derselbe in der entsprechenden Stellung der
Schloßscheibe von dieser freigegeben wird.
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Auf der Welle der Schloßscheibe ist ferner ein Trieb befestigt, in
welchen ein Zahnsegment eingreift, das seinerseits in einen um die Wellc der Schloßscheibe
drehbaren Bügel schwingend i gelagert ist. Der Bügel mit dem Segment wird durch
eine auf der Scbloßscheibenwelle angebrachte und mit ihren Enden an der Schloßscheibe
und am Bügel befestigte Schraubenfeder nach oben gepreßt, während nach unten an
dem Bügel mit einem Gelenkstück das Vorderende eines zweiarmigen Hebels aufgehängt
ist, dessen anderer Arm auf dem Indexzapfen des Thermometers ruhend, von diesem
beeinflußt wird.
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Zur Einstellung der Höhenlage des Bügels in bezug auf die zu bestimmende
Normaltemperatur ist an dessen freiem Ende ein Hakenarm vorgesehen, mit welchem
er auf dem Rande einer Exzenter- oder Kurvenscheibe aufliegt, die mittels ihrer
Welle von außen nach einer Skala einzustellen ist.
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Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform
des neuen Reglers, und zwar zeigen Abb. r eine Vorderansicht nach Entfernung der
vorderen Gestellplatte, Abb. 2 eine Draufsicht des Werkes, Abb.3 einen Vertikalschnitt
der Schloßscheibe mit dem Sperranker des Laufwerkes sowie ' Abb. 4 den unteren Teil
des Reglers mit dem Thermometer und dem von dessen Index beeinflußten Hebel.
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Bei dem dargestellten Regler ist die Hauptwelle r, welche nach vorn
zu einem Aufziehzapfen 2 ausgebildet ist, ebenfalls in der Mitte der Gestellplatten
3, 4 gelagert. Die in der Zeichnung nicht dargestellte Walze für die gewichtbeschwerte
Antriebsschnur ist auf einer äußeren Verlängerung der Welle 1 angebracht, von welcher
Walze aus die Welle linksdrehenden Antrieb erhält. Nahe der hinteren Gestellplatte
4 ist auf der Welle i die Schaltscheibe 5 lose angebracht, welche mit der Welle
in der Antriebsrichtung durch die rechtsgängige Schraubenfeder 6 gekuppelt wird,
die, wenn die Welle mit der Gewichtswalze nach rechts aufgezogen wird, die Schaltscheibe
frei gibt. Die Schaltscheibe besteht aus zwei halbkreisförmigen,
in
achsialem Abstande versetzt zueinander angeordneten Scheibenhälften 7, 8, die durch
ein schräges Mittelteil g verbunden sind.
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Diese Schaltscheibe greift mit ihrem Rande in den Ausschnitt io eines
auf einer Spindel ii seitlich verschiebbaren und drehbaren Schlittens 12, an dem
der Sperrarm 13 befestigt ist, der an seinem freien Ende den ankerartigen, unten
offenen Bügel 14 trägt. Die Schloßscheibe 15 ist ebenso wie bei der Anordnung des
Hauptpatentes auf ihren beiden Seiten mit je einem halbkreisförmigen Randbogen 16,
17 versehen, welche beiden Bögen um 18o° gegeneinander versetzt angeordnet sind.
Die Schloßscheibe 15 ist zusammen mit ihrem Trieb 18 auf der im Gestell
3, 4 gelagerten Welle ig befestigt. Um die Schloßscheibe 15 frei herumgreifend
ist um deren Welle ig schwingend ein Bügel 2o angeordnet, in dessen äußerem Ende
mit seiner Achse 21 drehbar ein Zahnsegment 22 gelagert ist, welches mit dem Trieb
18 der Schloßscheibe 15 in Eingriff steht. Innerhalb des Bügels 2o ist auf der Welle
ig der Schloßscheibe 15 eine Schraubenfeder 23 angebracht, welche das Segment nach
oben und damit den Bügel 2o nach unten drückt, weil ihr eines Ende an der Welle
ig und ihr anderes Ende an dem Bügel 2o befestigt ist. Der Trieb 18 und das Zahnsegment
22 bleiben hierdurch bei jeder Stellung des Bügels 2o gleichmäßig in Eingriff.
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In dem .unteren Teile des Gehäuses ist um einen Stift 24 schwingend
ein zweiarmiger Hebel 25 angebracht, welcher sich mit einer einstellbaren Kopfschraube
26 auf den Indexstift 27 des Thermometers 28 stützt. Der vordere Arm dieses Hebels
25 ist durch ein Gelenkstück 29 mit dem Segment 22 verbunden, so daß, wenn der Indexstift
27 sich nach oben bewegt, das Segment 22 herabgezogen wird, während das letztere
bei der Abwärtsbewegung des Indexstiftes 27 dessen Bewegung infolge der Feder 23
folgt, so daß Indexstift 27 und Kopfschraube 26 in beständigem Xontakt bleiben.
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Zur genauen Vorausbestimmung der Temperatur, bei welcher durch die
Stellung der Schloßscheibe 15 der Sperrarm 13 des Laufwerkes freigegeben werden
soll, ist zur entsprechenden Höheneinstellung des Bügels zo an diesem ein gekrümmter
Arm 3o angebracht, welcher mit seinem oberen Hakenende auf einer Schnecke31 ruht,
die auf einer von außen nach einer Skala einzustellenden Welle 32 angebracht ist.
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Auf den beiden Seiten der Schaltscheibe 5 sind einander diametral
gegenüber je eine Knagge 33, 34 als Anschläge gegen den Schlitten i2 vorgesehen.
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Die Wirkungsweise der neuen Anordnung ist die folgende. Wenn der Apparat
vermöge der Schnecke 31 bzw. der Welle 32 auf den gewünschten Temperaturgrad eingestellt
ist, und das Gewicht des Laufwerkes aufgezogen ist, ruht die Schaltscheibe 5 mit
der einen ihrer Knaggen 33, 34 unter dem Schlitten 12, welcher durch den Sperrarm
13 bzw. dessen unter den einen der Halbbögen 16, 17 der Schloßscheibe 15 greifenden
Ankerbügel 14 in seiner Tiefstellung gehalten wird. Sobald nun durch die von einer
Temperaturveränderung des Kesselwassers veranlaßte Bewegung der Indexspirdel27 infolge
Über- oder Unterscbreitens der vorbestimmten Normaltemperatur die Schloßscheibe
15 soweit gedreht ist, daß der Ankerbügel 14 von dem betreffenden Halbbogen 16 oder
17 derselben abgleitet, schnellt der damit freigegebene Arretierungsarm 13 infolge
des Druckes der betreffenden Knagge 33 oder 34 gegen den Schlitten i2 empor und
die Hauptwelle T des Laufwerkes macht eine halbe Umdrehung, nach welcher sie durch
Wiederantreffen der anderen der Knaggen 33, 34 der Schaltscheibe 5 unter dem zuvor
durch deren Schrägfläche g seitlich verschoberen Schlitten i2 wieder angehalten
wird; der inzwischen wieder herabgesunkene Sperrarm 13 ist vermöge seines Ankerbügels
14 durch den anderen Halbbogen 16 oder 17 der Schloßscheibe 15 festgelegt.