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Speisetrog für Auslesemaschinen usw. Die Erfindung hat einen Speisetrog
zum Gegenstand"der beispielsweise für die in der Schälmüllerei verwendeten Auslesernaschinen
geeignet ist, durch welche geschälte Körner von den ungeschälten Körnern getrennt
werden. Bei solchen Auslesernaschinen ist der Speisetrog auf dem Sortiertisch der
Auslesernaschine fest angeordnet, so daß er dessen Hin- und Herbewegung mitmacht.
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Infolge der dem Speisetrog mitgeteilten Hin- und Herbewegung wird
bisher das Gut gegen dessen Endwände geworfen. Dadurch wird eine Vorsortierung des
Gutes bewirkt, die zur Folge hat, daß das Mischungsverhältnis der geschälten und
ungeschälten Körner an den Enden des Troges ein anderes ist, als in dessen Mitte.
Den einzelnen Karnmern des Sortiertisches wird durch die verteilten Auslauföffnungen
des Speisetroges demnach Sortiergut von verschiedener Beschaffenheit zugeführt;
dadurch wird die Sortierung bzw. das Auslesen in qualitativer und quantitativer
Hinsicht beeinträchtigt. -
Dieses Vorsortieren durch den Speisetrog wird aus
folgenden Ausführungen und aus der diagrammatischen Darstellung der Vorgänge in
Abb. i der Zeichnung verständlich.
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Das dem Speisetrog in der Längsmitte durch eifi Rohr zugeführte Material
wird in gewisser Schichthöhe auf dem Boden des Troges ausgebreitet. Letzterer wird
in hin und her gehende Bewegung versetzt durch einen Kurbelantrieb. In der linken
Totpunktlage x der Kurbel ist die Geschwindigkeit des Troges gleich Null.
Mit zunehmendem Kurbelwinkel a wächst die Troggeschwindigkeit, und sie erreicht
ihr Maximum bei a r= go' im Punkte y. Es findet also
von Punkt x bis Punktey eine Beschleunigung der Trogbewegung statt. Wird a
/\ go', so tritt eine Verzögerung der Bewegung ein, bis die Troggeschwindigkeit
im Punkt z wiederum gleich Null wird. Es ergibt sich daraus die in dem Diagramm
dargestellte Kurve v.
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Dem auf dem Boden des Troges befindlichen Gut wird nun ebenfalls zwischen
den Punkten x und y eine Beschleunigung bis zur Maximalgeschwindigkeit vmax
erteilt. Da nun aber bei der dann eintretenden Verzögerung der Trogbewegung auf
das Gut keine verzögernde Kräfte einwirken, würde bei einem Speisetrog in der bisherigen
Ausführung das Gut mit der Geschwindigkeitv-l', sich weiterbewegen; es
. trifft daher im Augenblick der Bewegungsumkehr des Troges annähernd mit
der Geschwindigkeit vnax sich aufstauend gegen die Trogendwand. Beim Rückgang des
Troges wiederholt sich der gleiche Vorgang.
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Würden nun dieser Beschleunigung und Verzögerung entsprechende Gegenkräfte
auf das Gut zur Einwirkung gebracht, so daß letzterem an den Umkehrstellen des Troges
die Geschwindigkeit = Null und in allen Zwischenstellen eine Geschwindigkeit
erteilt würde, welche der jeweiligen des Troges gleich ist, so würde überhaupt keine
Relativbewegung des Gutes zum Troge stattfinden. Damit würde allerdings die Vorsortierung
des
Gutes vermieden, zugleich aber auch die Speisung der Kammern
des Sortiertisches durch die Speiseöffnungen im Trog sehr beeinträchtigt werden.
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Wenn nun aber ein hartes Auftreffen des Gutes gegen die End-wände
des Speisetroges unter Beibehaltung einer geringen Relativbewegung des Gutes zum
Speisetrog vermieden wird, so würde die ordnungsmäßige Speisung des Sortiertisches
unter Fortfall des nachteiligen Vorsortierens gesichert werden.
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Erfindungsgemäß wird das durch den in Abb. 2 bis 6 in einem
Ausführungsbeispiel dargestellten Speisetrog erreicht. Abb. 2 zeigt einen wagerechten
Schnitt, Abb. 3 einen Aufriß, und Abb. 4 bis 6 si ' nd- Querschnitte.
In Abb. 3 ist der Kurbelantrieb, der sich an dem den Speisetrog tragenden
Sortiertisch der Auslesemaschine befindet, der Übersichtlielikeit wegen an dem Speisetrog
angebracht, schematisch dargestellt.
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An der einen Langseite des Speisetroges a und am Boden desselben befinden
sich die Speiseöffnungen b. Das Gilt wird dem Speisetrog durch den bei seiner Längsmitte
befindlichen Einlauf c zugeführt. Der Raum des Speisetroges ist durch etwa zickzackförmige
oder wellenförmige Wände d und e in zwei Räume geteilt, da die bei der über
den Speiseöffnungen b befindlichen Längswand des Speisetroges angeordnete Wand d
nicht ganz bis zum Trogboden hinabreicht, während die Wand c bis auf den Boden des
Troges geführt ist (Abb. 4 bis 6). Die Wände d und e sind so angeordnet,
daß sich die Scheitel ihrer Ausbiegungen oder Wellungen gegenüberliegen. Dadurch
wird- der Raum des Troges zwischen den Wänden d
und e abwechselnd verengt
und erweitert.
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Wird nun der Trog in Bewegung _gesetzt, so wird eine Relativbewegung
des Gutes zum Trog nur so lange erfolgen, bis die Querschnittsverengungen sie verhindern.
Diese Verhinderung tritt aber ein, weil der größte Teil der dem Gute innewohnenden
Bewegungsenergie durch Drosselung in den verengten. Trogquerschnitten verbraucht
wird. Zugleich wird durch die Querschnittsverengungen eine Zerlegung des Gutes in
Teilmengen bewirkt, wodurch die Heftigkeit dels Stoßes des Gutes gegen die Trogendwände
eine weit geringere wird als bei den bisherigen Trögen.
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Sowohl diese Stoßabschwächung als alLich die Aufzehrung der Bewegungsenergie
des Gutes durch die Ouerschnittsverenguligen wird besonders wirksam, wenn die der
Wand d zugekehrten Höhlungen der Wand e und die der Troglängswand zugewendeten
Höhlungen der Wand d eine Breite s bzw. s' (Abb. 2) besitzen, die gleich
oder kleiner ist als die Größe der Hin- und Herbewegung des Troges.
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Wenn min auch das heftige Auftreffen des Gutes gegen die Trogendwände
verhindert ist, so besitzt das Gut trotzdem noch die im Interesse einer ordnungsmäßigen
Speisung ei-wünschte Eigenbewegung.
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Durch Bemessung der Querschnitte zwischen den Wänden d und
e sowie zwischen der Wand d und der ihr nahen Troglängswand in Verbindung
mit der Bemessung der Wandhötilungens bzw. s' kann der Eigenart jedes beliebigen
Gutes Rechnung getragen werden.
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Die Anbringung einer Reguli#ermanschettef am Einlauf c, welche in
das Gut eintatieht und das Überfließen des letzteren verhindert, ist vorteilhaft,
da sie eine hemmende Wirkung ausübt, wenn -sie mit den Verengungsquerschnitten zwischen
den Wänden d, e in eine Flucht gebracht wird. Der beabsichtigte
Zweck wird dadurch gefördert.