DE347828C - Verfahren zum Distillieren von Fettsaeuren - Google Patents

Verfahren zum Distillieren von Fettsaeuren

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DE347828C
DE347828C DE1920347828D DE347828DD DE347828C DE 347828 C DE347828 C DE 347828C DE 1920347828 D DE1920347828 D DE 1920347828D DE 347828D D DE347828D D DE 347828DD DE 347828 C DE347828 C DE 347828C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/08Refining
    • C11C1/10Refining by distillation
    • C11C1/103Refining by distillation after or with the addition of chemicals
    • C11C1/106Refining by distillation after or with the addition of chemicals inert gases or vapors

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Description

  • Verfahren zum Distillieren von Fettsäuren. Die Destillation von Fettsäuren erfolgt bislier allgemein in gußeisernen oder kupfernen Destillierblasen, welche durch eine Feuerung unmittelbar beheizt werden, um die erforderliche Destillationstemperatur von etwa 300 bis q.00° C zu erzielen. Zur Erleichterung der Destillation wird außerdem Wasserdampf in -die Blase eingeleitet, der gewöhnlich vorher auf etwa a5o° C überhitzt wird. Die abgetriebenen Dämpfe werden in besonderen Kühlern mittels kalten Wassers niedergeschlagen. Das in der Blase zurückbleibende Pech wird infolge der langen Erhitzungsdauer teilweise zersetzt. Es entstehen als Zersetzungsprodukte Gase und leichter siedende Körper einerseits und Koks anderseits.. Letzterer setzt sich leicht an der .inneren. Wand fest und bewirkt durch seine schlechte Wärmeleitfähigkeit ein Überhitzen, Erglühen und häufig auch Durchbrennen der Blasenwandung. Nachdem die Blase eine Zeitlang unter wiederholter Nachspeisung betrieben worden ist, muß sie außer Betrieb gesetzt und abgekühlt werden. Das erhärtete Pech wird darauf von Hand entfernt.
  • Die Nachteile dieses Verfahrens sind: hoher Wärme- und Kühlwasserverbrauch, ungleichmäßige Erzeugnisse, häufige Zerstörung der Blasen, Abhängigkeit des Betriebes von der Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit des bedienenden Arbeiters.
  • Eine weit ausgebreitete erfinderische Tätigkeit hat sich mit mehr oder weniger Erfolg bemüht, die Blasendestillation zu verbessern. Versuche, die Blase selbst entbehrlich zu machen, sind bisher gescheitert. Unter den Versuchen,. die Fettsäuredestillation in Blasen ununterbrochen zu gestalten, darf Patent 589r9 hervorgehoben werden, schon weil hierbei bereits eine Kolonne, in der die entsprechend vorgewärmte Rohfettsäure mit den aus der Blase abziehenden Dämpfen behandelt wird. Die Blase hat dabei immer noch einen Teil der Destillationsarbeit zu leisten und ihre Nachteile werden nicht überwunden.
  • Das vorliegende Verfahren verzichtet ganz auf die Anwendung einer Blase und ermöglicht eine gleichmäßige ununterbrochene Verarbeitung von Rohfettsäuren ohne die dem Blasenbetrieb anhaftenden Nachteile. Die rohe Fettsäure wird mit einer Temperatur von etwa 6o° C, so daß sie gut flüssig ist, dem in Abb. i dargestellten Apparat stetig zugeführt, durchfließt zunächst den Vorwär6 mer z, in dem sie durch die heißen Destillatdämpfe kostenlos weiter vorgewärmt wird, und wird dann mittels einer Pumpe :2 durch einen ununterbrochen wirkenden Heizkörper 3 in dünnem Strahle gefördert, wobei die Pumpe :2 nur den geringen Widerstand (i bis 1,5 Atm.) des Heizkörpers 3 zu überwinden hat.
  • Auf diesem Wege wird die rohe Fettsäure auf 300 bis 35o° C durch unmittelbare Heizung erhitzt, und darauf bei q., oben, in eine Destillierkolonne 5 eingeleitet, in der sie unter möglichst feiner Verteilung herabrieselt. In dieselbe Kolonne 5 wird bei 6 von unten her überhitzter Wasserdampf von 375 bis q.00° eingeführt, und zwar in solcher Menge, daß alle verdampfbaren Anteile in Dampfform übergeführt werden und oben bei 7 die Destillierkolonne 5 verlassen. Der nicht verdampfte Rückstand fließt dagegen stetig bei 8 nach unten ab, durchfließt einen Flüssigkeitsverschluß 9 und wird bei io aufgefangen.
  • Die abgetriebenen Dämpfe durchströmen die beiden Apparate i und i i, geben hier einen großen Teil ihrer Verdampfungswärme ab und werden schließlich im Schlußkühler 12 mittels Kühlwassers vollständig niedergeschlagen. Da diese Dämpfe außer der abdestillierten Fettsäure auch Wasserdampf enthalten, besteht das Kondensat aus destillierter Fettsäure und Wasser. Es läuft stetig durch die Scheideflasche 13, in der das Wasser nach dem spezifischen Gewicht von der Fettsäure geschieden wird. Das destillierte Wasser wird darauf je nach Bedarf durch die Pumpe rq. nach dem Verdampfer i i gefördert und hier durch die heißen Destillatdämpfe in Dampf verwandelt, der unter erneuter Überhitzung in 3 immer wieder als Destillationsda-mpf in Kolonne 5 benutzt wird.
  • Es werden also stets nur kleine Mengen der zu verdampfenden Flüssigkeit auf einmal und auf kurze Zeit erhitzt, solange sie den Heizkörper 3 durchfließen. Infolge der kurzen Erhitzungsdauer wird eineZersetzung, welche neben der Höhe der Temperatur vornehmlich auch von der Zeit des Erhitzens abhängig ist, trotz weitgehender Abtreibung der destillierbaren Anteile, vermieden.
  • Bei guter Regelung der Heizung findet die Destillation dauernd bei gleicher Temperatur statt, das Destillat ist daher von gleichbleibender, hochwertiger Beschaffenheit.
  • Die Verdampfungswärme der Destillatdämpfe wird laufend außer zur Vorwärmung der rohen Fettsäure in i zur kostenlosen Erzeugung des zur Destillation benötigten Wasserdampfes in i i ausgenutzt. Dadurch ist ein sehr geringer Wärme- und Kühlwasserverbrauch: bedingt. Schließlich ist bei stetigem Zufluß der rohen Fettsäure aus einem Hochbehälter der Arbeitsgang vollkommen selbsttätig, sofern nur für eine Überwachung der Anlage Sorge getragen wird, und das Erzeugnis ist nur von der einmaligen Einstellung abhängig, ohne an der Geschicklichkeit oder Aufmerksamkeit der Bedienung besondere Ansprüche zu stellen. Durch selbstschreibende Thermometer läßt sich die Arbeit laufend genau kontrollieren, während dies beim Blasenbetrieb infolge der stetig wechselnden Destillationstemperaturen gar nicht möglich ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Destillieren von Fettsäure, dadurch gekennzeichnet, da.B die rohe Fettsäure in stetigem Strahle in einem ununterbrochen arbeitenden Röhrenheizkörper erhitzt und darauf mit überhitztem Dampf in einer Destillierkolonne im Gegenstrom behandelt wird, wobei die destillierbaren Anteile stetig abgetrieben und von dem Rückstand getrennt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die abdestillierten heißen Dämpfe u. a. zur Erzeugung des für die Destillation benötigten Wasserdampfes benutzt werden, bevor sie vollständig niedergeschlagen werden.
DE1920347828D 1920-02-01 1920-02-01 Verfahren zum Distillieren von Fettsaeuren Expired DE347828C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4586986A (en) * 1981-09-05 1986-05-06 Krupp-Koppers Gmbh Method of recovering pure aromatic substances

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