DE347604C - Verfahren zur Herstellung von Propantriol aus Zucker - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Propantriol aus Zucker

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DE347604C
DE347604C DE1917347604D DE347604DD DE347604C DE 347604 C DE347604 C DE 347604C DE 1917347604 D DE1917347604 D DE 1917347604D DE 347604D D DE347604D D DE 347604DD DE 347604 C DE347604 C DE 347604C
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/18Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic polyhydric
    • C12P7/20Glycerol

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Description

  • Vereinigte Chemische Werke, Akt.-Ges. in Charlottenburg. Verfahren zur Herstellung von Propantriol aus Zucker. Das Patent 298593 und seine Zusatzpatente 298594, -98595 und 298596 betreffen Verfahren zur Herstellung- von Propantriol aus Zucker durch Gärung unter Verwendung alkalisch reagierender Stoffe, unter anderem Salze.
  • Die vorliegende Erfindung bildiet eine weitere Ausbildung dieses geschützten Verfahrens, die darin besteht, daß man zu dem gärenden Reaktionsgemisch zweckmäßig in dem Zeitpunkt, in welchem die Gärung den Höhepunkt erreicht hat und ein großer Teil des Zuckers vergoren ist, eine neue Zuckermenge, evtl. nach oder unter gleichzeitiger oder späterer-Zugabe von Hefe und den für die Propantriolgärung wesentlichen Stoffen, zusetzt und die Gärung dann zu Ende gellen läßt. Die frischen Zusätze von Hefe und chemischen Stoffen sind nicht unbedingt nötig. Ihre Menge kann wesentlich geringer sein als bei einem frischen Ansatz. Es hat sich gezeigt, daß durch diese Arbeitsweise mehrere wesentliche Vorteile erzielt werden, da man r. ohne Unterbrechung der Gärung mit einer bestimmten Hefe- und Salzmenge (Sulfit, Phosphat usw.) wesentlich größere Zuckermengen vergären kann und 1. an Gärzeit spart, da die in kräftiger Gärung befindliche Hefe den zugesetzten Zucker sehr rasch verarbeitet.
  • Es ist in der Preßhefefabrikation zwar bekannt, Schlempe wiederholt zu vergären, zwecks Erhöhung der Spiritusausbeute (Durst, Preßhefefabrikation, 1888, S.94 -bis 96). Nach dem vorliegenden Verfahren wind 'aber nicht vergorene Schlempe behandelt, vielmehr wird vor Beendigung der Gärung, während die Maische noch in voller Gärung ist, Zucker zugesetzt. Hierdurch wird erreicht, dä,ß "man mit dem gleichen Volumen Hefe und chemischen Zusätzen die doppeiie i@leüg'e"'Zücker auf Propantriol vergären. kann..Es war nicht vorauszusagen, daß die Hefe die großen Mengen Zucker unter diesen Arbeitsbedingungen auf Propantriol vergären kann, da die Hefe, wenn man die ganze Menge Zucker von Anfang an zusetzt, durch die hohe Zucker- und Sulfitkonzentration so stark geschädigt wird, daß eine restlose Vergärung des Zuckers nicht eintreten kann. Es ist bekannt, daß die Menge des gebildeten Propantriols bei der sauren Gärung mit der Konzentration der Zuckerlösung steigt (Chemisches Zentralblatt 1899, 11, S. 673, Abs. 3, S. 674). Das vorliegende Verfahren verwendet aber nicht eine höhere Konzentration des Zuckers, vielmehr erfolgt äer Zusatz neuer Anteile an Zucker erst, nachdem bereits ein Teil des Zuckers vergoren ist. Der Erfolg des vorliegenden Verfahrens besteht nicht in einer Erhöhung der Ausbeute an Propantriol, sondern darin, daß man, mit der gleichen Menge Hefe und der gleichen Menge chemischer Zusätze eine erheblich größere Menge Zucker vergären kann und trotzdem noch genügend hohe Propantriolausbeuten zu erhalten vermag.
  • Wenngleich es bekannt ist, daß die Anwesenheit von Alkali unter Benutzung von Hefepreßsaft oder Hefe die Ausbeute an Propantriol steigert, so war hiermit der Erfolg des vorliegenden Verfahrens nicht vorauszusagen.
  • Es ist auch bereits bekannt, um die Gärung (lauernd lebhaft aufrechtzuerhalten und die Konzentration an Alkohol auf eine sonst nicht erreichbare Höhe zu bringen, der Gärflüssigkeit Zucker stufenweise zuzusetzen. Bei diesem Verfahren (vgl. die Patentschrift 58161) wird eine andere Zuckerart zugesetzt, als diejenige, die zuerst zur Hefeernährung verwendet wird. Der Zusatz des Zuckers erfolgt, um eine reichliche Vermehrung der Hefe herbeizuführen. Nach dem vorliegenden Verfahren muß von Anfang an eine große Hefemenge verwendet werden, da in Gegenwart der Salze oder Basen eine Hefevermehrung überhaupt nicht oder nur unwesentlich stattfindet. Es wird der gleiche Zucker, wie derjenige, der von Anfang an zugesetzt ist, verwendet. Hierdurch wird erreicht, d'aß zwar keine Vermehrung der Hefe stattfindet, aber das Gärvermögen der vorhandenen Hefemenge günstig gestaltet wird. Es war wegen der Schwächung der Hefe durch die Salze und die von vornherein vorhandene große Zuckermenge nicht vorauszusagen, daß die bereits geschwächte Hefe nochmals die gleiche Menge Zucker, noch dazu unter Bildung der gleichen Menge Propantriol, wie bei dein `ursprünglichen Ansatz, vergären könnte. Wenngleich Propantriol kein Hefegift ist, so «-ar es doch zweifelhaft, ob die entstandenen Gärprodukte, . z. B. Alkohol, nicht die weitere Vergärung stören würde. Eine sofortige Zugabe der Gesamtmenge des Zuckers von Anfang an, war für eine vollständige Vergärung nicht möglich. Aus diesem Grunde mußte man, voraussetzen, daß sowohl die gebildeten Gärungsprodukte wie deren Konzentration mit dazu beitragen, die bereits an und für sich geschwächte Hefe in ihrer Gärkraft zu hemmen.
  • Die Zusätze der chemischen Stoffe bei der Zugabe von Zucker können die gleichen sein, wie .beidem ersten Ansatz. Man kann aber auch andere Zusätze der in den angeführten Patenten angegebenen Klassen wählen. Beispiel. 750 g Zucker, 300 g Natriumsulfit, 5 g Magnesiumsulfat, 6 g Ammoniumsülfat, 2 g Kaliumsulfat werden in 61 Wasser gelöst, 75 g frische Preßhefe hineingerührt und der Ansatz bei 30° stehengelassen. Nach etwa 24 Stunden, wenn die Gärung ihren Höhepunkt erreicht hat, wird eine Lösung von 750 g Zucker, 6o g Natriumsulfit, i'12 g Ferrosulfat, 3 g Ammoniumsulfat, i g Kaliumsulfat in 1 1 Wasser und gleichzeitig 25 g frische Preßhefe zugesetzt. Nach beendigter Gärung wird das Propantriol iii der bekannten Weise isoliert. Die Ausbeute beträgt 345 g Propantriol, d. h. 23 Prozent von dem zur Vergärung gekommenen Zucker.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCH: Weitere Ausbildung des durch das Patent 298593 geschützten Verfahrens zur Herstellung von Propantriol ' aus Zucker durch Gärung, dadurch gekennzeichnet, daß man zu den, gemäß den Patenten 298593 298594 298595 und 298596 angestellten Gäransätzen vor Beendigung der Gärung, zweckmäßig in dem Zeitpunkte, in welchem sie den Höhepunkt erreicht hat, eine neue Zuckermenge, evtl. unter Zusatz vorteilhaft geringer Mengen von Hefe und vorteilhaft geringer Mengen der für die Propantriolgärung erforderlichen Chemikalien, hinzufügt.
DE1917347604D 1917-06-19 1917-06-19 Verfahren zur Herstellung von Propantriol aus Zucker Expired DE347604C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927263C (de) * 1949-11-01 1955-05-02 Backhefe G M B H Verfahren zur Herstellung von Gaerungsglycerin
DE1052343B (de) * 1956-02-23 1959-03-12 Josef Dyr Dr Ing Verfahren zur fermentativen Herstellung von Glyzerin

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927263C (de) * 1949-11-01 1955-05-02 Backhefe G M B H Verfahren zur Herstellung von Gaerungsglycerin
DE1052343B (de) * 1956-02-23 1959-03-12 Josef Dyr Dr Ing Verfahren zur fermentativen Herstellung von Glyzerin

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