DE347340C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Festonbaendern unter Doppelfachbildung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Festonbaendern unter Doppelfachbildung

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DE347340C
DE347340C DE1920347340D DE347340DD DE347340C DE 347340 C DE347340 C DE 347340C DE 1920347340 D DE1920347340 D DE 1920347340D DE 347340D D DE347340D D DE 347340DD DE 347340 C DE347340 C DE 347340C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D35/00Smallware looms, i.e. looms for weaving ribbons or other narrow fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Festonbändern unter Doppelfachbildung. Die Erfindung bezieht sich auf ein. Verfahren zur Herstellung von Festonbän.dern, wobei Grund- und Festonschaß sowohl beim Hingang als auch beim Rückgang der Schützen gleichzeitig eingetragen werden.. Bei diesem Verfahren erfolgt bisher die Fachbildung aus dem Sack nach oben, wobei ein Doppelfach dadurch gebildet wird, daß beim Hingang der Schützen die Stengelfäden und die Distanzdrähte, beim Rückbang der Schützen dagegen! ein Teil! der Kettenfäden über die normale Höhe des Faches angehoben werden. Dabei ist es erforderlich, die jeweils über die normale Fachhöhe anzuhebenden Fäden zu entspannen, indem die Spanngewichte beim Hochtreten der Kette angehoben werden. Das macht nicht nur die Anordnung mehrerer Kettenscheiben für eine Kette notwendig, sondern es müssen, auch alle diejenigen Kettenfäden, welche mit dem Festonschuß zusammenwirken, also wechselweise über die normale Fachhöhe angehoben werden, je durch ein besonderes Gewicht gespannt werden, das unabhängig von den anderen Gewichten anhebbar ist. Das bedingt aber eifixe außerordentlich komplizierte Ein, richteng des Webstuhls, und außerdem wird das Einscheren der Kette überaus erschwert.
  • Gemäß der vorliegenden: Erfindung wird das zum gleichzeitigen Eintragen von Grund-und Festonschuß sowohl beim Hin- als auch beim Rückgang der Schützen erforderliche Doppelfach aus der Mittellage nach oben und unten gebildet. Dadurch wird erreicht, daß alle Kettenfäden auf eine gemeinsame Kettenscheibe gedreht und durch: ein gemeinsames Gewicht gespannt, also auch gemeinsam eingeschoren werden können, da die Entspannung eines Teiles der Kette bei der Fachbildung nicht mehr notwendig ist. Es ist vielmehr nur noch erforderlich, die jeweils ins der Mittellage verbleibenden und dadurch bei der Fachbildung schlaff werdenden Fäden nachzusp:annen, was unmittelbar im Fach durch einen während des, Schützendurchgangs in das Fach eingreifenden Finger erfolgen kann, welcher im rückwärtigen Teil des Faches gegen die -jeweils in der Mittellage befindlichen Fäden. drückt. Gemäß der Erfindung ist also für jede Kettenur noch eine Kettenscheibe und vor ablen Dingen nur noch ein einziges Spanngewicht erforderlich, und ferner fallen die komplizierten Vorrichtungen zum Anheben der bei dem bekannten ' ,\/erfahren erforderlichen zahlreichen Gewichte fort. Endlich ist auch das Einscheren der Kette wesentlich vereinfacht.
  • Auf der Zeichnung ist in den Abb. i bis 4 ein Ausführungsbeispiel der zur Ausführung des. neuen Verfahrens dienenden Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigen die -Abb. i und 2 zwei Seitenansichten der Vorrichtung in verschiedenen Stellungen der Finger, Abb-. 3 eine Vorderansicht der Vorrichtung und Abb. :4 eine Draufsicht derselben. Die Abb. 5 und 6 zeigen schematisch das beim Hin- und Rückgang der Schützen gebildete Doppelfach im Querschnitt.
  • Abb.7 zeigt eine Abänderung des neuen Verfahrens in. Seitenansicht des Doppelfaches. Die Herstellung des Festonbandes erfolgt gemäß Abb. 5 und 6 in der an sich bekannten Weise, daß Grund- und Festonschuß bei jederBewegungsrichtung der Schützen gleichzeitig eingetragen werden, und zwar läuft der den Grundschuß eintragende Schützen i durch das ausschließlich von den Fadengruppen 2 und 3 der Grundkette gebildete Unterfach hindurch, während der denn Festonschuß eintragende Schützen q. sich durch das Oberfach bewegt, welches durch die Stengelfäden und Distanzdrähte 5, 6 und eine dem Verlauf des Festons entsprechend wechselnde Zahl von Fäden der Fadengruppe 7 der Grundkette gebildet wird.
  • Von dem bekannten Verfahren unterscheidet sich das neue Verfahren im wesentlichen dadurch, daß das Doppelfach aus der Mittellage heraus nach unten und oben- gebildet wird. Die von. einer gemeinsamen Kettenscheibe kommenden Fäden der Grundkette liegen ebenso wie die Stengelfäden und die Distanzdrähte im. Ruhezustand in. einer gemeinsamen Mittelebene A (Abb. 2). Zur Bildung des Doppelfaches werden beim Hingang der Schützen i und q. die Kettenfadengruppen 3 und 7 in die untere Fachlage B, die Stengelfäden und Distanzdrähte 5, 6 dagegen in die obere Fachlage C bewegt, wohingegen beim Rückgang der Schützen die Stengelfäden und Distanzdrähte 5, 6 in die Mittellage A zurückkehren, während die Fadengruppen 2 und 3 der Grundkette in. der Mittel- und Unterlage wechseln, und endlich die Fadengruppe 7 oder eint Teil derselben, d. h. der vom Festonschuß zu umschlingende Teil der Kettenfäden, in die Oberlage C gehoben wird. Wie ersichtlich, ist die Entspannung eines Teiles der Kettenfäden bei der Fachbildung nicht erforderlich, da die Fäden nach unten und oben um den gleichen Betrag aus der Mittellage herausbewegt werden. Dagegen tritt ein Schlaffwerden der jeweils in der Mittellage A verbleibenden Kettenfäden sowie der Stengelfäden ein, so daß diese nachgespannt werden müssen, um den Schützendurchgang nicht zu behindern.
  • Die Nachspannung erfolgt gemäß der Erfindung innerhalb des Faches durch einen Finger, welcher nach erfolgtem Fachwechsel in den rückwärtigen Teil des Faches eintritt und hier auf die in der Mittellage befindlichen Fäden drückt, so daß die Fäden im vorderen Teil des Faches, wo der Schützendurchgang erfolgt, genau in der wagerechten Ebene liegen.
  • Die je mit einer Kette des Bandstuhls. zusammenwirkenden, Finger a sind beim Ausführungsbeispiel an radialen Armen b einer Welle c angeordnet bzw. sie bestehen mit diesen Armen aus einem Stück. Die Arme b sind in der wagerecht unter den Ketten des Stuhles angeordneten Welle c um ihre eigene Achse, d. h. eine zur Wellenmittellinie senkrechte Achse, drehbar, um die Finger in das lach herein- und wieder herausschwingen zu können, während die Arme gleichzeitig durch Drehung der Welle c in senkrechter Ebene hin und her geschwungen werden könnten, um, die 1-, inger auf die Kettenrfäden senken und wie-,ler davon abheben zu können.
  • Die Drehung der Arme b um ihre eigene .lchse erfolgt in der einem Richtung durch ein auf der Steuerwelle d des Stuhls angeordiietes. Exzenter f, in der anderen Richtung durch eine Feder g, welche beide auf einen Tritt h einwirken, der durch das Hebelgestänge i, k, l mit einer auf der Welle c versch@iebbaren Muffe m verbunden ist, welche ihrerseits durch: eine gemeinsame Schub Stange n mit auf den Armen b befestigten Hebeln o gekuppelt ist. Die hin und her gehende Drehung der Welle c wird durch ein zweites auf der Steuerwelle d angeordnetes l?xzenter p und eine nicht dargestellte Feder bewirkt, welche beide auf einen Tritt q einwirken, der durch die Stange r mit einemn auf der Welle e befestigten Hebelarm s gekuppelt ist.
  • Die Exzenter f, p sind mit Bezug auf die die Fachbildung bewirkenden, nicht dargestellten Exzenter derart angeordnet, daß die Arme b und die Finger ca beim Fachwechsel die in den Abb. 2 bis q. gezeichnete Stellung einnehmen, in: welcher die Finger außerhalb der Kette liegen. Nach erfolgter Fachbildung werden zunächst die Arme b durch Verschiebung der Muffe in der Pfeilrichtung x (Abb.3 und q.) so gedreht, daß die Finger a in das Oberfach eintreten, worauf unter Vermittlung des Exzenters p die Welle c eine Winkeldrehu,ng in der Pfeilrichtung y (Abb:. i und z) ausführt, wobei die Finger a auf die in der Mittellage verbliebenen Fäden niedergedrückt werden und diese dadurch spannen, so daß die Schützen ungehindert durch; den vorderen, Teil des Doppelfaches hindurchlaufen können. Nach dem Schützendurchgang werden zunächst durch entgegengesetzte Drehung der Welle c die Finger a von den Fäden abgehoben und durch entgegengesetzte Verschiebung der Muffe m die Finger aus den Fächern herausgeschwenkt, worauf der Fachwechsel stattfindet. Alsdann wiederholt sich das beschriebene Spiel.
  • Wie ohne weiteres ersichtlich, ist die bei dem bekannten Verfahren erforderliche zeitweise Entspannung eines Teiles der Kettenfäden nicht erforderlich, vielmehr werden die bei der Fachbildung schlaff werdenden Kettenfäden, ganz gleichgültig, welche und wieviel es sind, innerhalb des Fachs selbst nachgespannt. Infolgedessen können sämtliche Fäden einer jeden Kette auf eine gemeinsame Kettenscheibe gedreht und durch ein gemeinsames Gewicht gespannt gehalten werden, wodurch einerseits das Einschieren der Kette wesentlich vereinfacht ist, anderseits für jede Kette nur eine Kettenscheibe und nur ein Spanngewicht erforderlich sind.
  • Das neue Verfahren könnte, -wie Abb.7 zeigt, auch in der Weise abgeändert werden, daß die ausschließlich mit dem Grundschulß bindenden Kettenfädengruppen 2, 3 einerseits und die wechselweise mit dem Feston- und Grundschuß arbeitende Kettenfädengruppe 7 anderseits je über ein besonderes Rutenholz geführt sind, was an sich bei Webstühlen mit mehreren: Fächern bekannt ist. Gemäß der Erfindung! .wird dabei das. obere Rutenhplz ze in der Mittelebene des Doppelfaches angeordnet, das andere, t, unter dem letzteren, in solcher Höhe, daß nicht allein die ausschließlich mit dem Grundschuß bindenden Kettenfäden 2, 3 ein symmetrisches, Unterfärh; bilden, sondern daß auch die wechselweise mit dem Festonschuß und dem Grundschuß bindenden Kettenfäden 7 bei jeder Fachbildung nach oben wie nach unten um den gleichen Betrag aus der Mittellage gehoben bzw. gesenkt werden. Dann brauchen nur noch die über das obere Rutenholz u geführten Kettenfäden und die Stengelfäden nachgespannt zu werden, wenn diese sich in der Mittellage befinden. Allerdings ist es, hierbei erforderlich,, den über den unteren Rutenstab. t geführten Teil der Kette auf eine besondere Kettenscheibe zu drehen, und durch ein besonderes Gewicht zu spannen. Gegenüber dem bekannten Verfahren besteht aber auch hier der Vorteil, daß weder eine Entspannung eines Teiles der Kette noch der Stengellfäden erforderlich ist, und daß die Vorrichtungen zum Anheben der Spanngewichte fortfallen.
  • In gleicher Weise wie für Festonbänder läßt sich die Erfindung auch, zur Herstellung von anderen Bändern benutzen, die in ähnlicher Weise mit Doppelfachbildung gearbeitet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Festonbändern unter Doppelfachbildung, wobei Grund- und Festonschuß sowohl beim Hin- als - auch Rückgang der Schützen gleichzeitig eingetragen werden:, dadurch gekennzeichnet, daß da!s Doppelfach aus der Mittellage nach oben und unten gebildet wird, wobei die in der Mittellage verbleibenden Fäden innerhalb des Faches nachgespannt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur - Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die dauernd im, Unterfach; arbeitenden Kettenfäden einerseits und .die wechselweise im Ober- und Unterfach arbeitenden Kettenfäden anderseits in an sich bekannter Weise je über ein besonderes Rutenholz geführt sind, und daß das obere Rutenholz in der Mittelebene des Doppelfaches, das andere in solcher Höllenlage darunter angeordnet ist, daß nicht mir die ausschließlich mit den Grundschuß bindenden Kettenfäden ein symmetrisches Unterfach bilden, sondern daß auch die wechselweise mit dem Feston- und Grundschuß bindenden Kettenfäden bei jeder Fachbildung nach oben wie nach unten um den gleichen Betrag aus der Mittellage gehoben bzw. gesenkt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachspannen der in der Mittellage verbleihenden Kettenfäden durch einem während des Schützendurchgangs in den rückwärtigen Teil des Faches eingreifenden Finger erfolgt, welcher gegen die in der Mittellage befindlichen Kettenfäden drückt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (a.) sowohl in wagerechter als auch in senkrechter Ebene schwingblar gelagert ist und in Abhängigkeit von der Fachbildungsvorrichturig derart gesteuert wird, daß der Finger nach. erfolgtem Fachwechsel in das Fach hereingeschwungen und dann auf die in der Mittellage befindlichen Kettenfäden gesenkt wird, nach erfolgtem Schützendurchgang dagegen angehoben und zwecks erneuten Fachwechsels aus dem Fach herausgeschwungen wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch; 3 und q., dadurch: gekennzeichnet, daß eine der Zahl der Ketten des Bandstuhls entsprechende Anzahl von je einen Finger (a) tragenden Armen (b) an einer unter den Ketten des Bandstuhls drehbar gelagerten wagerechten Welle (c) j e um ihre eigene, zur Wellenmittellinie rechtwinklige Achse drehbar angeordnet sind, und daß an den Armen (b) vorgesehene Hebel (o) durch eine gemeinsame Schubstange (n) mit einer auf der Welle (c) verschiebbaren Muffe (m) gekuppelt sind, welche durch ein Exzentergetriebe hin und her bewegt werden kann, während die Welle (c) durch ein zweites Exzentergetriebe in hin und her schwingende Drehung versetzt werden- kann.
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