DE347336C - Milchtransportkanne - Google Patents

Milchtransportkanne

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Publication number
DE347336C
DE347336C DENDAT347336D DE347336DD DE347336C DE 347336 C DE347336 C DE 347336C DE NDAT347336 D DENDAT347336 D DE NDAT347336D DE 347336D D DE347336D D DE 347336DD DE 347336 C DE347336 C DE 347336C
Authority
DE
Germany
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air
jug
milk
piston
space
Prior art date
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Expired
Application number
DENDAT347336D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RUDOLF MOLCHIN
Original Assignee
RUDOLF MOLCHIN
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE347336C publication Critical patent/DE347336C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D81/00Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents
    • B65D81/18Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents providing specific environment for contents, e.g. temperature above or below ambient

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)
  • Apparatus For Making Beverages (AREA)

Description

  • blilchtransportkanne. Es fehlte bisher an geeigneten Transportkannen, um frische Milch auf große Entfernungen befördern und sie längere Zeit in denselben aufbewahren zu können, ohne daß die Milch verdirbt, d'. h. an solchen Kannen, die gleichzeitig alle schädlichen Einflüsse, wie die Wärme, die Luft und das Schütteln abhalten. Wenn auch Kannen genügend bekannt sind, die nach außen zum Schutz gegen Temperatureinflüsse isoliert sind, so werden bei diesen doch nicht gleichzeitig die übrigen schädlichen Faktoren ferngehalten. Ferner sind federbelastete Kolben, welche auf die Flüssigkeitsoberfläche drücken, 'um das Schütteln zu verhindern, nicht unbekannt. Jedoch ist hier keine Entlüftung vorgesehen, um die Luft unter dem Kolben zu entfernen. Auch befindet sich oberhalb .des Kolbens Luft, und ist somit die Möglichkeit vorhanden, daß die Milch sauer wird.
  • Bei der neuen Erfindung ist ein Verderben der Milch 4irch die oben:genanaten Einflüsse unmöglich. Dieses wird dadurch erreicht, daß aus der Kanne die Luft oberhalb der Milch entfernt wird und die Milch sonrit nicht mit Luft in Berührung kommt. Ferner ist die Kanne in an sich bekannter Weise gegen Temperatureinflüsse nach außen isoliert, :die Milch ist also von allen Seiten auch gegen Wärme geschützt. Alsdann ist noch ein an sich bekannter Kolben vorgesehen, der auf die Milch drückt und so das Schlingern derselben verhütet. Dieser Kolben besitzt jedoch eine Vorrichtung, um die Luft unterhalb desselben entfernen zu können. Auch wird er unabhängig von dem Deckel eingesetzt, so d@aß es möglich ist, sich davon zu überzeugen, daß er ordnungsgemäß aufruht. Es wird somit den oben.genannten Mängeln abgeholfen und wird erreicht, daß frische Milch, «-elche durch Erhitzen keimfrei gemacht und von der in ihr etwa noch gebundkenen Luft befreit wird, darauf gekühlt in :die Kanne gebracht wird unter möglichster Fernhaltung der Luft, auch bei Schütteln und Hitze auf dem Transport nicht verderben kann. Um die der Milch etwa noch anhaftende Luft zu entfernen, genügt es auch, die Luft zunächst ohne Kolben aus der Kanne zu entfernen. Der Vorteil `derartiger Kannen liegt auf der Hand, es ist hierdurch möglich, frische Milch in einwandfreiem Zustande den Großstädten und Industri-egebieten aus weitentfernten, milchreicheren Gegenden und selbst aus dem iveiteren Auslande zuführen zu können, was für das Wahl der Volksgesundheit, wie jeder weiß, von außerordentlicher Bedeutung ist.
  • Auf der Zeichnung ist in Abb. r eine Kanne im Schnitt daxgestellt, bei der die Luft aus dem Zwischenraum und :dem Raum über dem Kolben jedesmal abgesaugt wird. Abb. 2 stellt einen Schnitt durch das innere Ventil zwischen dem Raum über dem Kolben und dem Zwischenraum dar. Abb. 3 zeigt einen Schnitt durch den oberen Teil der Kanne; strichpunktiert ist der Sperrhebel ausgeklinkt dargestellt. In Abb. q. ist ein. Schnitt durch. das Luftabsaugventil für den Raum über dein Kolben dargestellt bei einer Kanne, deren Mantelzwischenraum dauernd luftleer bleibt.
  • Die Kanne nach Abb. z und 2 besteht aus der äußeren Blechwandung a und der inneren Blechwandung b, dem äußeren Deckel c und dem inneren Deckel d. Der äußere und innere Behälter sind am oberen Rand durch ein dünneres Blech in verbunden, damit die Wärme möglichst wenig übergeleitet wird. Bei der dargestellten Kanne stützt sich der innere Behälter auf dien äußeren am Boden mittels eines mit Füßen versehenen Ringes e auf eine isolierende Ringscheibe f sowie seitlich mittels Winkelstützen x unter Zwischenschaltung von Isolierungsstücken w. Ferner ist zur Verstärkung des :dünnen Bleches in ein fester, wärmeisolierender Ring iz (Abb. =) eingebaut, der auf :dem Winkel o ruht. Der Druckkolben besitzt eine Manschette -i aus Leder oder Gummi, welche den Milchraum abdichtet, sowie an einem auf der Kolb:enführungstange verschiebbaren Armkreuz g' angeordnete Sperrhebel g und eine zwischen dem Armkreuz und denn Kolben zwischengeschaltete Feder h. Ferner ist am Kolben eine Luftschraube k vorgesehen. Das innere Entlüftungsventil wird im wesentlichen durch die Öffnungen q und eine Platte p aus Gummi o. dgl., welche die Öffnungen q abdeckt, gebildet. Das äußere Ventil besitzt in gleicher Weise Öffnungen y und eine Ventilplatte s. Es wird noch durch eine Nerschlußschraube v und den Dichtungsring t gegen Eindringen der Luft gesichert. Der innere Kannend'eckel d wird .auf einen Gummiring L gelegt. Der äußere Deckel wird durch einen Hebelverschluß auf eine Dichtung y niedergedrückt. Die Verschlüsse sichern somit doppelt gegen Eindringen von Luft. In Abb. d. sieht man bei cr, das Luftabsaugventil,durch welches die Luft über .dem Kolben abgesaugt wird, und zwar bei einer Kanne, bei der die Luft aus !dem Behälterzwischenraum schon bei Herstellung der Kanne dauernd entfernt ist und dieser dann einen vollständig geschlossenen, luftleeren Ratrom :darstellt. Im übrigen gleicht .die Kanne nach Abb. 3 und d. der in Abb. i und z dargestellten.
  • Eine weitere Ausführungsmöglichkeit besteht noch darin, daß die Luft aus dem Raum über dem Kolben nach Abb. 3 und d. abgesaugt wird und, aus dem Mantelzwischenraum hiervon getrennt durch ein Ventil nach Art des äußeren Ventils gemäß der Abb. i. Ferner kann der Wärmeschlitz nach außen auch durch eine andere Wärmeisolierung wie durch Vakuum geschehen, namentlich wenn die Kannen keiner starken Hitze längere Zeit ausgesetzt werden. Auch kann die Ausführung der Einzelheiten eine andere sein wie dargestellt, da die Erfindung im ,wesentlichen darin besteht, daß die Milch durch einen Druckkolben verhindert wird zu schlingern, und ihr trotzdem eine gewisse Elastizität verbleibt, ferner darin, daß die Milch in keiner Weise mit Luft in Berührung kommen kann, indem der Raum oberhalb sowie auch unterhalb des Kolbens sich vollständig luftleer herstellen läßt, und drittens darin, daß die Kanne überall nach außen möglichst gut gegen Wärme isoliert ist.
  • Die Handhabung der in Abb. i bis 4 dargestellten Kannen ist folgende: Die Milch, welche etwa durch Erhitzen keimfrei gemacht und,' hierdurch gleichzeitig von der in ihr etwa noch gebundenen Luft befreit sowie dann gekühlt ist, wird in die Kanne bis zu einer . bestimmten, deutlich sichtbaren Marke gegossen. Dann wird der Kolben einsgesetzt, die Verschlußmutter des Luftauslasses k entfernt und der Kolben so weit niedergedrückt, bis die Luft unter demselben entfernt ist, also die Milch durch den Luftauslaß k nach oben tritt; alsdann wird die Verschlußmutter wiedier aufgeschraubt und die Feder h mittels der Sperrhebel g niedergedrückt, an .deren Armkreuz g' zwei Handgriffe angeordnet sind (Abb. q.).
  • Die Enden der' Hebel g springen beim Niederdrücken in Einpressungen des Kannenhalses. Wenn :die Kanne bis zur richtigen Marke gefüllt ist, kann die Milch weder schlingern. noch fehlt ihr eine gewisse Elastizität. Alsdann werden der Gummiring l und der Deckel d sowie der Deckel c aufgelegt. Letzterer wird durch einen Hebelverschluß niedergedrückt. Nun wird die Luft über dem Kolben bzw. auch aus, dem Mantelzwischenraum durch das ,#bsaugeventil mittels einer L uftpiunpe entfernt. .
  • Statt durch Erhitzen, kann die Milch auch :dadurch von der in ihr gebundenen Luft befreit werden, daß man die geschlossene Kanne mit der Milch zunächst ohne den Kolben evakuiert und` alsdann -dien Kalben aufsetzt, die Kanne ordnungsmäßig verschließt lind -dann nochmals evakuiert.
  • Die Kannen sind namentlich für größere Betriebe gedacht, so daß die Luftpumpe durch einen Motor angetrieben werden kann und der Vorgang dies Evakuierens schnell vor sich geht.
  • Die Kannen eignen sich auch zum Transport von Suppenessen, welches -warm bleiben soll. Da es bei diesen Kannen mit Luft nicht in Berührung kommt, dürfte ein Säuern auch hier wohl längere Zeit. nicht eintreten, auch wird das Essen nicht durchb schüttelt und infolgedessen nicht unansehnlich.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCH: Milchtran.sportkanne mit gegen Temperatureinflüsse isoliertem Unterteil, gekennzeichnet durch einen abschließbarem Luftauslaß (k) versehenen, in an sich bekannter Weise auf der Flüssigkeitsoberfläche aufruhenden, :das Schlingern verhütenden Kolben, auf dem eine sich andererseits gegen einen Sperrhebel (g) stützende Feder (h.) lastet, und ein Ventil (p, q bzw. a,) am Halsteil der Kanne, durch das die Luft aus :denn Raum zwischen dem Kolben und, dem doppelt abgedichteten Kannen.deckel (c) abgesaugt werden kann.
DENDAT347336D Milchtransportkanne Expired DE347336C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE347336T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE347336C true DE347336C (de) 1922-03-31

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ID=6256110

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DENDAT347336D Expired DE347336C (de) Milchtransportkanne

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DE (1) DE347336C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE928939C (de) * 1953-07-29 1955-06-13 Hans Polzin Transportbehaelter fuer Fluessigkeiten
DE1014919B (de) * 1953-03-03 1957-08-29 Pfaelzische Presshefen & Sprit Verfahren zum Verpacken von Hefe in Frischhalte-Kleinpackungen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1014919B (de) * 1953-03-03 1957-08-29 Pfaelzische Presshefen & Sprit Verfahren zum Verpacken von Hefe in Frischhalte-Kleinpackungen
DE928939C (de) * 1953-07-29 1955-06-13 Hans Polzin Transportbehaelter fuer Fluessigkeiten

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