DE346294C - Regelungsverfahren fuer Vorrichtungen zum Eindampfen von Loesungen mittels verdichteter Abdaempfe - Google Patents

Regelungsverfahren fuer Vorrichtungen zum Eindampfen von Loesungen mittels verdichteter Abdaempfe

Info

Publication number
DE346294C
DE346294C DE1920346294D DE346294DD DE346294C DE 346294 C DE346294 C DE 346294C DE 1920346294 D DE1920346294 D DE 1920346294D DE 346294D D DE346294D D DE 346294DD DE 346294 C DE346294 C DE 346294C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control method
pressure
evaporation
devices
compressed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920346294D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Application granted granted Critical
Publication of DE346294C publication Critical patent/DE346294C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/28Evaporating with vapour compression

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Regelungsverfahren für Vorrichtungen zum Eindampfen von Lösungen mittels verdichteter Ab dämpfe.
  • Bei den bekannten Vorrichtungen zum Eindampfen von Lösungen mittels verdichteter Abdämpfe bedient man sich sehr oft Maschinen unveränderlicher Drehzahl zum Antrieb des Verdichters. Arbeiten nun solche Vorrichtungen mit Teilbelastung, dann konnte bislang die der Verdampfungsleistung anzupassende Wärmezufuhr nur in der Weise geregelt werden, daß man den Verdichter entweder auf der Saug- oder Druckseite drosselte. Das Drosseln bedeutet aber einen nutzlosen Aufwand an Maschinenarbeit, der gemäß der Erfindung dadurch vermieden wird, daß der Druck des Heizdampfes und der Gegendruck der einzudampfenden Lösung der Eindampfungsleistung angepaßt werden. Um dasWesen der neuen Regelung zu veransohaulichen, sei beispielsweise folgendes angenommen. Die Leistung der Eindampfungsvorrichtung sinke um ein Viertel oder um die Hälfte. Dann wird der Heiz- und Siededruck entsprechend je auf drei Viertel oder die Hälfte erniedrigt, so daß auch bei Teilbelastungen das Verhältnis des Siededruckes zum Heizdampfdruck dasselbe ist. Der Zustand des dauernd ungefähr sich gleichbleibenden Verdichtungsverhältnisses wird nun gemäß dem Regelungsverfahren der Erfindung -angestrebt, weil dann der Verdichter ständig mit höchstem Wirkungsgrad arbeitet. Durch die Anwendung des neuen Verfahrens ist es auf einfache Weise möglich, die bei den bekannten RegelunE en auftretenden Arbeitsverluste zu vermeiden und dadurch den Betrieb der Eindampfungsvorrichtung auch bei Teilbelastungen sehr wirtschaftlich zu gestalten.
  • Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist beispielsweise auf der Zeilchnung teils im Schnitt, teils in Ansicht dargestellt.
  • Das Eindampfungsgefäß a enthält leinen Heizraum b und einen von ihm getrennten Raum c zur Aufnahme der einzudampfenden Lösung, die in lebhaftem Kreislauf in engen Siederöhren c1 hochsteigt und in dem weiten Mittelrohr c2 herabfällt. Die während des Siedens aus der Lösung aufsteigenden Abdämpfe werden durch Leitung d von einem Verdichter e angesaugt, welcher sile verdichtet durch Leitung J in den Heizraum b drückt. Der Antrieb des Verdichters erfolgt unmittelbar durch eine Maschine mit unveränderlicher Drehzahl, z. B. einen Elektromotor g. Zur Luführung der Lösung zum Eindampfungsgefäß a bedient man sich einer Pumpe h, in deren Saugleitung eine den Durchfluß regelnde Absperrvorrichtungi eingebaut ist. DieDru'ckleitung 1 der Pumpe mündet unterhalb der Siederöhren in den Raum c und enthält in einem erweiterten Teil in eine Vorwärmerspirale, welche einen Teil eines das Niederschlagswasser des Heizraumes b abführenden Rohres k bildet. I stellt eine Absperrvorrichtung zum Regeln des Wasserabflusses dar.
  • Hinter dem Vorwärmer verengt sich die Druckleitung h allmählich und erweitert sich dann wieder auf ihre ursprüngliche lichte Weite. Von dem gewöhnlichen Rohrquerschnitt führt eine Leitung im auf die Oberseite, von dem eingeschnürten Ouerschnitt eine Leitung s auf die Unterseite eines in einem Zylinder spielenden, abgefederten Kolbens o, mit dem der Schieber p einer Absperrvorrichtung für das aus dem Heizraum b ins Freie führende Rohr q verbunden ist. Die Vorrichtung wirkt in bekannter Weise derart, daß durch den Einfluß des bei einer Änderung der Strömungsgeschwindigkeit in der Leitung 12 gleichzeitig wechselnden Druckunterschiedes in den Leitungen i; n der Kolben o und mit ihm der Schieber verstellt wird.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung spielt sich wie folgt ab: Arbeitet die Vorrichtung mit voller Belastung, dann wird durch die Druckverhältnisse der in der Leitung i2 strömenden Lösung der Kolben o in einer solchen Lage gehalten, daß der Schieber p das Rohr q nahezu abschließt und dauernd die Unterhaltung eines bestimmten Überdruckes im Heizraum b über den Außenluftdruck bewirkt.
  • Aus der Leitung q entweicht Luft, die sich beim Niederschlagen des Heizdampfes ausscheidet. Die zugeführte Frischlösung entspricht genau der Verdampfungsleistung, so daß der Spiegel der Lösung ständig in der gleichen Höhe erhalten bleibt. Die aus der kochenden Flüssigkeit aufsteigenden Abdämpfe werden vom Verdichter e angesaugt und, auf einen gewissen Überdruck verdichtet, dem Heizraum b zugeführt, woselbst sie ihre Wärme bis zu ihrer Rückbildung zu Wasser an die Lösung abgeben und diese zum Sieden bringen. Die eingedampfte Lösung wird durch Rohr r abgezogen.
  • Arbeitet nun die Vorrichtung mit um dwa ein Viertel verminderter Leistung, indem die Pumpe eine entsprechend geringere Menge frischer Lösung fördert, dann fließt letztere mit verminderter Geschwindigkeit auch durch den Leitungsteil 12. Die sich hierbei einstellenden neuen Druclcverhältnisse in den Leitungen, dz bewirken eine geringe Aufwärtsbewegung des Kolbens o mit Schieber und damit ein weiteres Offnen des Rohres q. Die Regelungsvorrichtung ist nun so bemessen, daß durch die von der Absperrvorrichtuug p freigelegte Öffnung des Rohres q ein niedriger Heizdruck eingestellt wird, der verhältnisgleich der zugeführten, um ein Viertel verminderten Menge der Lösung ist. Infolge einer bekannten Eigenschaft der mit gleicher Drehzahl laufenden Verdichter stellt sich nun auch selbsttätig der Ansaugedruck verhältnisgleich jener Menge ein, so daß der Verdichter mit gleichem Druckverhältnis und dadurch auch mit gleichem Wirkungsgrad arbeitet. In derselben Weise geht die selbsttätige Regelung vor sich, wenn die Eindampfungsleistung noch mehr zurückgeht. Steigt sie wieder an, dann folgen die vorstehend beschriebenen Vorgänge umgekehrt aufeinander.
  • Eine untere Grenze der Regelungsmöglichkeit ist bei der dargestellten Vorrichtung jedoch dann gegeben, wenn derHeizdampfdruck bis auf den Außenluftdruck herabgemindert ist. Soll bei weiter sinkender Leistung noch über diese Grenze hinaus eine Regelung erfolgen, dann müßte ein Absperren des Rohres q gegen die Außenluft erfolgen und durch Absaugen im Heizraum b ein Unterdruck gebildet werden. Für die Regelung genügt es wohl immer, wenn die sich nicht niederschlagenden Gase, wie Luft u. dgl., abgesaugt werden, die im oberen Regelungsbereich infolge des Überdruckes im Heizraum b abblasen. Für das Absaugen, das auch für den ganzen Regelungsbereich in Frage kommen kann, läßt sich eine Wasserstrahipumpe e o. dgl. verwenden.
  • DieEinstellung desHeiz-bzw. Siededruckes ist auch von Hand statt selbsttätig ausführbar. Zur selbsttätigen Einstellung kann man außer der frischen oder eingedampften Lösung die zu ihrer Zu- bzw. Ableitung dienenden Vorrichtungen benutzen, indem man beispielsweise die die Förderleistung der Pumpe regelnde Vorrichtung in geeigneter Weise mit der den Verdichterdruck einstellenden Vorrichtung verbindet. Des weiteren besteht die Möglichkeit, das im Heizraum b sich ansammelnde bzw. durch Leitung k abfließende Niederschlagswasser zur Regelung des Heiz- bzw.
  • Siededrllckes. heranzuziehen. Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf Kreiselverdichter beschränkt.
  • PATENT-ANSPRiCRE: I. Regelungsverfahren für Vorrichtungen zum Eindampfen von Lösungen mittels verdichteter Abdämpfe, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Heizdampfes und der Gegendruck der einzudampfenden Lösung der Eindampfungsleistung angepaßt werden.

Claims (1)

  1. 2. Regelungsverfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckänderung im Heiz- bzw. Siederaum durch Regelung der Ableitung von nicht niedergeschlagenen gas- oder dampfförmigen Mitteln erfolgt.
    3. Regelungsverfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gas- oder dampfförmigen Mittel abblasen.
    4. Regelungsverfahren nach Ansprucit I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gas- oder dampfförmigen Mittel abgesaugt werden.
    5. Regelungsverfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des Heiz- bzw. Siededruckes selbsttätig durch die frische oder eingedampfte Lösung oder durch die zu ihrer Zu- bzw.
    Ableitung benutzten Vorrichtungen erfolgt.
    6. Regelungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Niederschlagswasser des Heizdampfes zur Druckregelung benutzt wird.
DE1920346294D 1920-08-29 1920-08-29 Regelungsverfahren fuer Vorrichtungen zum Eindampfen von Loesungen mittels verdichteter Abdaempfe Expired DE346294C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE346294T 1920-08-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE346294C true DE346294C (de) 1921-12-29

Family

ID=6255140

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1920346294D Expired DE346294C (de) 1920-08-29 1920-08-29 Regelungsverfahren fuer Vorrichtungen zum Eindampfen von Loesungen mittels verdichteter Abdaempfe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE346294C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2449587A (en) * 1944-12-15 1948-09-21 Little Inc A Vertical heating and circulating tube still
US2589406A (en) * 1946-04-12 1952-03-18 Little Inc A Distillation apparatus and method
US2941590A (en) * 1955-03-14 1960-06-21 Rosenblad Curt Fredrik Multiple evaporation methods

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2449587A (en) * 1944-12-15 1948-09-21 Little Inc A Vertical heating and circulating tube still
US2589406A (en) * 1946-04-12 1952-03-18 Little Inc A Distillation apparatus and method
US2941590A (en) * 1955-03-14 1960-06-21 Rosenblad Curt Fredrik Multiple evaporation methods

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE346294C (de) Regelungsverfahren fuer Vorrichtungen zum Eindampfen von Loesungen mittels verdichteter Abdaempfe
DE608211C (de) Vorrichtung zur Brennstoffzufuehrung zu Vergasern fuer Brennkraftmaschinen mittels Speisepumpen
DE760252C (de) Fluessigkeitsregler fuer Einspritzbrennkraftmaschinen
DE705684C (de) Fluessigkeitsstrahlpumpe
DE697733C (de) Vorrichtung zum Mischen von Nassdampf und Heissdampf fuer den Antrieb von Hilfsmaschinen von Dampfkesselanlagen, insbesondere Lokomotiven
DE607752C (de) Vorrichtung zum Regeln der Dampfmenge und der Dampftemperatur fuer Schnelldampferzeuger
DE370899C (de) Regelung der Brennstoffzufuehrung fuer Verbrennungskraftmaschinen
AT154009B (de) Einrichtung zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes bei Dieselmaschinen.
DE700277C (de) Kompressionskaeltemaschine
DE2308746A1 (de) Carbonisiervorrichtung
DE335808C (de) Verfahren zum Betrieb von unmittelbar hintereinandergeschalteten Kondensat- und Kesselspeisepumpen
DE667699C (de) Einrichtung zum Rueckfuehren von OEl in einer Kaeltemaschine
DE554463C (de) Dampfsaettigungs- und Regelvorrichtung fuer mehrstufige Kaeltemaschinen
DE767913C (de) Reglungsvorrichtung fuer eine Anlage mit mindestens einem Flugkolben-Treibgaserzeuger und mindestens einer durch die Treibgase angetriebenen Turbine
DE349388C (de) Einrichtung zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Druckes von Fluessigkeiten oder Gasen in einem Behaelter
DE372709C (de) Regelungsvorrichtung fuer Gegendruck-Kolbendampfmaschinen mit verstellbarer Auslasssteuerung zur Verhuetung zeitweisen Rueckstroemens von Gegendruckdampf in den Zylinder(Vermeidung der unteren Diagrammschleife)
DE1476863C3 (de) Brennstoffen lage für Gasturbinentriebwerke
DE558463C (de) Vorrichtung zur Regelung des Fluessigkeitsstandes in Destillierapparaten
DE680838C (de) Kesselspeiseanlage mit einer mehrstufigen, mit Zwischenentnahme versehenen Kreiselpumpe
DD290587A5 (de) Destillationsapparatur mit reduziertem kuehlwasserdurchlauf
AT111317B (de) Mischvorwärmer.
DE474938C (de) Regel-Einrichtung fuer den Kreislauf des Kaeltemittels bei Kaeltemaschinen
DE623753C (de)
CH240290A (de) Druckregulier- und Sicherheitsvorrichtung im Regel- oder Schmiermittelkreislauf einer Maschine.
CH158936A (de) Durch ein Druckmittel angetriebene, schwungradlose Maschine.