DE343748C - Rueckstosssichere Andrehkurbel fuer Explosionsmotoren - Google Patents
Rueckstosssichere Andrehkurbel fuer ExplosionsmotorenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02N—STARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02N1/00—Starting apparatus having hand cranks
- F02N1/02—Starting apparatus having hand cranks having safety means preventing damage caused by reverse rotation
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Description
- Rückstoßsichere Andrehkurbel für Explosionsmotoren. Die bisher bekannt gewordenen Andrehkurbeln konnten nur einseitig benutzt werden, d. h. im rechten oder linken Drehsinne. Durch die vorliegende Kurbel ist die Aufgabe gelöst, mit ein und derselben Kurbel - ohne etwaige Auswechselung oder Neueinstellung von Teilen der Kurbel - den Motor einmal von der einen, das andere Mal von der anderen Seite anzukurbeln. Dieses Bedürfnis tritt besonders bei Motorlokomotiven hervor, welche Gruben oder Stollengänge befahren. Bei den Motoren solcher Lokomotiven wird die Andr ehkurbel auf die Schwungradachse aufgesteckt. Steht die Lokomotive im engen Stollen mit der linken Seite an einer Wand oder ist sonst auf dieser Seite ein Hindernis im Wege, so muß von der rechten Seite aus angekurbelt werden. Ist zu anderen Zeiten wiederum die rechte Seite verbaut, so muß von links angekurbelt werden; und es waren deshalb bisher, wenn man überhaupt Andrehkurbeln anwenden wollte, zwei Kurbeln nötig, von denen die eine rechts, die andere links wirkte. Durch die vorliegende Neuerung wird der Zweck durch eine einseitige Kurbel erreicht. Die Andrehkurbel beruht auf dem bekannten Verfahren der Ein- und Ausschaltung der Kurbel durch die Verdrehung des Kurbelheftes gegen den Kurbelzapfen, indem die Verdrehung des Kurbelheftes durch geeignete bekannte Verbindungsglieder eine radiale Verschiebung einer Kuppelstange zwischen Kurbel, Nabe und Motorwelle und umgekehrt bewirkt. Eine Feder sucht ständig das radiale Kuppelglied auszuschalten. Durch eine begrenzte Drehung des Kurbelheftes nach der einen oder anderen Seite, je nachdem es sich um eine Rechts- oder Linkskurbel handelt, kann nun die Kuppelstange eingeschaltet werden. Ihre Ausschaltung erfolgt entweder beim Loslassen des Handgriffes durch die Feder oder beim Rückwärtslaufen des Motors, indem das in der Hand festgehaltene Kurbelheft eine Rüclwärtsdrehung zur ursprünglichen Drehung ausführt. Die Neuerung beruht nun darauf, daß ein von Hand leicht umzulegender Doppelanschlag angebracht ist, der es bewirkt, daß in der einen Stellung des Anschlages die Kurbel bei Rechtsdrehung zwischen der Nullage und der für das schnelle Ausrücken günstigsten Lage, in der anderen Stellung des Anschlagstückes sich zwischen der Nullage und der bei Linksdrehung als günstigste erkannten Lage sich bewegen kann.
- Es sind zwar schon Andrehkurbeln bekannt, bei denen durch Herausschrauben eines Anschlagstückes an einer Stelle und Hereinschrauben desselben Anschlagstückes an einer andern Stelle eine rechtsausrückende Kurbel in eine linksausrückende verwandelt werden konnten, damit die wahlweise Herstellung von Rechts-und Linkskurbeln in der Herstellungswerkstätte möglichst erleichtert wird. Es würde dann in jedem Fall je nach der Bestellung die Kurbel durch sorgfältiges Einstellen und Feststellen in der einen oder anderen Stellung zu einer Rechts-oder Linkskurbel fertiggemacht. Eine Veränderung aus der Rechtskurbel in die Linkskurbel durch den Bedienungsmann ohne vorherige sorgfältige Neueinstellung nach sachverständiger Vorschrift wäre dabei ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu wird gemäß der Erfindung durch den lösbaren Doppelanschlag die Sperrung auf der einen Seite aufgehoben und gleichzeitig auf der anderen Seite in vorher genau fixierter Stellung hergestellt, wodurch die sofortige Umwandlung der Rechtskurbel in die Linkskurbel ermöglicht wird.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
- Abb. i zeigt die Kurbel von der Seite, Abb. 2 und 3 von vorn in ein- und ausgerücktem Zustande. ' Abb. 2 zeigt uns die Kurbel von außen mit dem Kurbelheft nach vorn, und die Stellung der Teile entspricht dem Linksandrehen des Motors. Beim Fassen des Kurbelheftes nimmt der Andrehende zunächst, um den Eingriff herzustellen, eine kleine Rechtsdrehung unter Spannung der Feder o vor (Abb. 3), eine Linksdrehung ist ihm durch den Anschlag in unmöglich gemacht. Die Rolle k wird durch den Nocken i herausgedrückt und die Kuppelstangee in die Klaue d eingedrückt. Beim Andrehen 1 sucht sich das Kurbelheft in der Hand immer nach rechts zu drehen; es bleibt also unter Spannung.der Feder o die Lage der Teile erhalten. Erfolgt ein Rückstoß, läuft also der Motor rechts herum, so dreht sich das Heft in der Hand des Kurbelnden nach links. Es wird also die Anfangsstellung wieder erreicht. Die Kurbel rückt aus. Dasselbe geschieht beim Loslassen der Kurbel durch die Wirkung der Feder o.
- Wird der Anschlag m nach links umgelegt, so muß der Ankurbelnde, um die Kurbel einkuppeln zu können, eine kurze Linksdrehung machen und kann den Motor nun rechts herum andrehen. Ein falsches Einlegen des Anschlages ist unmöglich, da die Kurbel dann schon beim Andrehen sofort ausrücken würde. Die Möglichkeit des Andrehens selbst gibt den Beweis der richtigen Lage des Anschlages, um beim Zurückspringen des Motors richtig auszurücken.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜcHE: i. Rückstoßsichere Andrehkurbel, bei der die Verdrehung der Kurbelhülse das Einrücken einer Kuppelstange in eine Kerbe der Motorwelle oder deren Verlängerung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Verdrehung der Handkurbel aus der Mittelstellung, in der die Kurbel ausgerückt ist, nach der einen oder anderen Seite die Kuppelstange eingerückt und die Drehrichtung durch einen umlegbaren Anschlag, d, .r die Teildrehung aus der Mittellage nach der einen oder anderen Richtung sperrt, bestimmt wird, so daß die Kurbel wahlweise zum Ar) drehen in beiden Richtungen benutzt werden kann.
- 2. Rückstoßsichere Andrehkurbel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Handgriff betätigte, das Sperren oder Auslösen einleitende Teil aus einer runden Führungsscheibe besteht, die eine symmetrische Ansparung besitzt, gegenüber deren ein symmetrisches Kurvenstück angeordnet ist, welches mit der Führungsscheibe verbunden ist.
- 3. Rückstoßsichere Andrehkurbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnehmerstück als Klauenkupplung ausgebildet ist, wobei die Klauen eine derartige Form besitzen, daß sie sowohl im rechten wie auch im linken Drehsinne verwendbar sind, während sich am Umfang ein oder mehrere Aussparungen für den Eingriff der Kuppelstange befinden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE343748T | 1920-05-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE343748C true DE343748C (de) | 1921-11-07 |
Family
ID=6247756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920343748D Expired DE343748C (de) | 1920-05-18 | 1920-05-18 | Rueckstosssichere Andrehkurbel fuer Explosionsmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE343748C (de) |
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1920
- 1920-05-18 DE DE1920343748D patent/DE343748C/de not_active Expired
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