DE34366C - Neuerung an Erdabtritten - Google Patents
Neuerung an ErdabtrittenInfo
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- DE34366C DE34366C DENDAT34366D DE34366DA DE34366C DE 34366 C DE34366 C DE 34366C DE NDAT34366 D DENDAT34366 D DE NDAT34366D DE 34366D A DE34366D A DE 34366DA DE 34366 C DE34366 C DE 34366C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47K—SANITARY EQUIPMENT NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; TOILET ACCESSORIES
- A47K11/00—Closets without flushing; Urinals without flushing; Chamber pots; Chairs with toilet conveniences or specially adapted for use with toilets
- A47K11/02—Dry closets, e.g. incinerator closets
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
- Y02A50/00—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE in human health protection, e.g. against extreme weather
- Y02A50/30—Against vector-borne diseases, e.g. mosquito-borne, fly-borne, tick-borne or waterborne diseases whose impact is exacerbated by climate change
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 85: Wasserleitung.
Hauptgegenstand vorliegender Erfindung ist, das Erdclosetsystem für Städte dadurch geeignet
zu machen, dafs leicht handliche Vorrichtungen zur Zuführung des Desinfectionsmittels,
sowie zur Wegschaffung der in den Eimern' enthaltenen Excremente vorgesehen
werden.
Zu diesem Zwecke wird vorgeschlagen, die Cioseteinrichtungen der Gebäude von aufsen
zugänglich zu machen, wodurch die Operationen des Füllens des Apparates mit dem Desinfectionsmittel,
sowie die Entleerung der Eimer oder Behälter, ohne in das Gebäude eintreten zu müssen, erfolgen kann.
Bei Ausführung der Erfindung werden die Erdclosets an einer nach aufsen liegenden Wand
angeordnet, und ist diese Wand zum Zutritt des das Entleeren bewirkenden Arbeiters durchbrochen.
Ungefähr im Niveau des Closetbodens ist unter dem festliegenden Fenster
eine Oeffnung angebracht, welche mit einem Schieber oder mit einer Klappe oder mit beiden
überdeckt ist.
Soll der Erdbehälter gefüllt und der Inhalt
des Eimers entfernt werden, so werden die genannten Schieber und die Klappe, durch
welche der Arbeiter zutreten kann, in der nachbeschriebenen Weise geöffnet.
Fig. ι zeigt die Stirnansicht eines nach der Strafse zu geöffneten Erdclosets, damit der
Arbeiter zutreten kann, und Fig. 2 einen Verticalschnitt durch die Ausrüstung des Closets.
AA ist ein rechteckiger Rahmen, in welchem die die Oeffnung in der äufseren Wand
schliefsenden Schieber A1 gleiten. Der Rahmen ist mit geschlitzten metallenen Wangen α zur
Aufnahme der Zapfen b am Eimer B versehen. Letzterer ist in der üblichen Weise umkleidet
und mit einem Sitz C überdeckt, der aus dem nachstehend angegebenen Grunde am Boden des
Erdbehälters D drehbar befestigt ist. Der Sitz C trägt einen scharnierartig befestigten Deckel, und
ist seine vordere Kante drehbar an dem vorn liegenden Theil C1 des den Eimer umschliefsenden
Kastens befestigt. Der Theil C1 ist in Führungen verschiebbar, um den Sitz heben und
senken zu können. Der Erd behälter D hängt in Tragzapfen und kann in die punktirte Stellung
der Fig. 2 umgekippt werden, um das Desinfectionsmittel von aufsen einbringen zu
können. Bei diesem Umkippen hebt sich der Sitz, und der Eimer B wird frei, der nun behufs
Entleerung seines Inhaltes in einen untergesetzten Behälter in die punktirte Lage Fig. 2
gebracht werden kann. Der Behälter D, Sitz C und die Stirnwand C1 der Umkleidung sind
mit einander verbunden, um einen unerlaubten Zutritt in das Closetinnere von der Aufsenseite
des Gebäudes aus zu verhindern. Um diese Oeffnung aufserdem noch zu verschliefsen,
ist ein drehbares Eisengitter E vorgesehen, das sich beim Umkippen des Eimers in die punktirte
Stellung der Fig. 2 einstellt und an einem weiteren Vorwärtsbewegen durch die Querstange
e verhindert wird; hierdurch ist ein Zutritt in das Closet unter dem Gitter ausgeschlossen.
In Fig. ι sind Vorrichtungen angegeben, um einen den Inhalt des Eimers aufnehmenden
Behälter zu heben. F ist eine horizontal liegende Achse oberhalb des Closets, die in an
der Aufsenwand sitzenden Lagerböcken gelagert
ist. Diese Achse dient als Windewerk, auf welches die Kette G aufgewickelt wird. H ist
ein auf die Achse gekeiltes Kettenrad, welches eine endlose, bis nahezu zum Boden, reichende
Kette Hx trägt. An der Kette G hängt der
die Erde zubringende Behälter J, von welchem andererseits Ketten herabhängen, welche das
zur Aufnahme des Inhaltes eines zu entleerenden Eimers bestimmte Gefäfs K tragen. Ein
diesen Apparat bedienender Arbeiter hebt durch Anzug der endlosen Kette das Gefäfs K (an
dem sich eine Plattform für den Arbeiter selbst befindet) nach der betreffenden Höhe des Closets,
so dafs letzterer nach Emporheben der Schieber A1 den Erdbehälter D anfüllen und
den Eimer B entleeren kann, indem er beide in die in Fig. 2 punktirte Lage überführt. Dann
braucht der Arbeiter nur noch den Behälter und den Eimer in ihre ursprüngliche Lage zu
kippen, die Schieber niederzuziehen und zu befestigen, worauf er mit Hülfe der endlosen
Kette sich und die Last auf das Strafsenniveau herunterläfst. Erdbehälter D ist mit geeigneten
Vorrichtungen zur Regulirung der Abgabe seines Inhaltes an den Eimer B versehen.
In der Zeichnnng ist der drehbar befestigte Deckel mit dem die Zuführung von Material
bewirkenden Rad in der Weise verbunden, dafs bei jedem Heben des Deckels das Rad
Y4 mal herumgedreht wird, wodurch die Abgabe
des Desinfectionsmittels an den Eimer erfolgt.
Um den Erdbehälter von aufsen umkippen zu können, ist er mit einem Zahnsector d versehen,
in welchen. das Schneckengetriebe dx auf
der Achse d2 eingreift; auf das vierkantige Ende
der letzteren wird behufs Drehung eine Handkurbel aufgesetzt. Diese Anordnung dient auch
dazu, den Erdbehälter, wenn er zur Aufnahme seiner Füllung umgekippt ist, festzuhalten und
seine Arbeitsstellung zu reguliren, um in gewünschter Weise die Abgabe an den Eimer
zu bewirken. Behufs Ventilation des Closets ist über den blinden Fenstern eine direct ins
Freie führende Oeffnung L angeordnet, unter welcher unmittelbar eine zweite Oeffnung L1
sich befindet; letztere bildet die Austrittsöffnung für einen vom Sitz C nach oben führenden
verticalen Kanal L'2, der von dem inneren Fenster gebildet wird und vom horizontalen
Kanal L1 bis herunter zum Erdbehälter reicht; unten schliefsen der Erdbehälter D sowie das
den Eimer B umschliefsende Gehäuse den Kanal ab.
Die Fig. 3 bis 5 zeigen den durch eine in verticalen Zapfen des rechteckigen Rahmens A
hängende Thür A1 getragenen Eimer B; Fig. 3
ist die innere Ansicht der Cioseteinrichtung, Fig. 4 ein verticaler Centralquerschnitt und
Fig. 5 ein Horizontalquerschnitt der genannten ■ Einrichtung. Die Thür A1 dient zum Abschlufs
der rechteckigen Oeffnung im Rahmen A; eine verticale Verlängerung A* dieses Rahmens ist,
wie in Fig. ι und 2, zur Aufnahme des Erdbehälters D und eines Schiebefensters bestimmt.
Die drehbare Thür A1 ist zur Aufnahme
der Schieberplatten hohl, welche, wenn sie vor- , geschoben sind, die Thür dicht schliefsen. Es
empfiehlt sich, den Rahmen A aus Holz zu machen und mit einer centralen Längsnuth in
den Innenflächen der horizontalen Balken, sowie mit zwei parallelen Längsnuthen in dem verticalen
Gebälk auszustatten. In der Mitte dieses Rahmens sind kreisförmige Einschnitte zur Aufnahme
der beiden aus hartem Holz oder Kanonenmetall hergestellten Schuhe a1, welche
die Lager für die Zapfen der drehbaren ThUr A1 bilden und durch Schraubenbolzen festgehalten
werden. Die Anordnung dieser Schuhe gestattet im Bedarfsfalle ein Herausnehmen und
Wiedereinsetzen der Thür, indem nach einer Drehung rechtwinklig zur Mauer die ThUr mit
den Schuhen in die in Fig. 3 punktirt angegebene Stellung umgekippt wird. Die aus
Holz bestehenden Zapfen bilden die Enden eines länglich geschlitzten verticalen Pfostens α2,
welcher die centrale Steife der hohlen Thür bildet. Die Thür ist aus horizontalen und
verticalen Hartholzstücken zusammengesetzt, zwischen denen Füllstücke eingelegt sind, und
kann an beiden Seiten mit Tafeln verkleidet werden.
α α sind .Lagerböcke, welche, durch Bolzen
an der Thür A1 befestigt und mit Schlitzlagern versehen sind, um die Zapfen des Eimers B
aufzunehmen; letzterer hängt drehbar zwischen den Böcken. Der Eimer JB ist dergestalt eingerichtet,
dafs seine Stellung unter dem Sitze regulirt werden kann. Sitz C ist drehbar mit
dem Erdbehälter D verbunden und drückt bei seiner Benutzung auf die vordere Kante des
Eimers B, wodurch dieser um ein Geringes nach vorn geneigt wird. Hierdurch wird im
Eimer die Erde nach vorn geworfen und dadurch die letzte Excrementschicht überdeckt.
Zu beiden Seiten der Böcke α α sind Träger zur Aufnahme von Vorratliskästen für Erde
angebracht, welche von Zeit zu Zeit, sofern es nöthig ist, von Hand in den Erdbehälter D eingeschüttet
wird. Der Erdbehälter kann von geeigneter Construction und mit einer Austrittsmündung versehen sein, welche die Erde automatisch
oder in anderer Weise in den Eimer abgiebt, wobei der Behälter unter den Sitz nach dem Eimer B führt.
Die Thür A\ Fig. 3, trägt Schiebeplatten, welche nicht allein die erstere verschliefsen,
sondern auch zum Ausschlufs von Zug dienen. Die horizontalen und verticalen Füllstücke der
Thür A1 sind mit Schiebeplatten .4s A4 versehen,
welche in Längsschlitzen gleiten, die in den Ebenen der Nuthen in den horizontalen
Balken des Rahmens A, sowie in der Ebene der einen der beiden Nuthen im verticalen
Balken des Rahmens liegen, wie dies in Fig. 5 im Horizontalschnitt ersichtlich ist.
Von diesen Platten stehen nach innen kurze Führungsstangen a3 vor, welche in Führungen
der Thür stecken. Der mit verticalem Schlitz versehene Pfosten a1 der Thür A1 trägt die
Lager für eine Querwelle A5, auf welcher eine Scheibe innerhalb der Thür sitzt. Vier Gelenkstangen
λ* sind durch Querbolzen an der Scheibe befestigt; die äufseren Enden dieser
Stangen greifen in der Mitte der Platten A3 A1
an letztere an und verschieben bei ihrer Bewegung diese Platten gleichzeitig nach aufsen
in die Schlitze des Rahmens A oder ziehen dieselben im Bedarfsfalle zurück. Ein auf der
Querwelle A5 sitzender Arm a5 ist durch eine
Schraubenfeder αβ mit einem festen Punkte
innerhalb der hohlen ThUr verbunden, so dafs die Platten immer in den Rahmen A geschoben
werden, um alle Oeffnungen um die Thür gegen Zug abzuschliefsen. Das äufsere Ende der Querwelle
A5 endigt in ein Vierkant zur Aufnahme
einer Kurbel oder eines Schlüssels, durch dessen Drehung die Platten nach innen gezogen werden,
um beim Entleeren des Eimerinhaltes in den Behälter K die Thür in ihren Lagern verdrehen
zu können. Der entleerte Eimer wird dann in die Gebrauchsstellung zurückgedreht,
indem der Thür eine halbe Drehung erheilt wird, worauf die Schliefsplatten (weiche während
dieser Bewegung zurückgehalten werden) ■in die Schlufsstellung zurückfedern.
Das Anfüllen des Erdbehälters kann von aufsen dadurch erfolgen, dafs man denselben
in der oben angegebenen Weise niederkippt, so dafs sich sein durch Heben des Schiebers
freiliegendes Ende dem Arbeiter darbietet. Das zum Sammeln des Inhaltes der verschiedenen
Eimer bestimmte Gefäfs K ist mit Drehzapfen ausgestattet, um auf einen Karren geschoben
zu werden und so seine Weiterbeförderung von Ort zu Ort zu erleichtern.
Soll die Erfindung auf eine Reihe von Closets, wie in einem Hotel oder einem öffentlichen
Gebäude, Awendung finden, so empfiehlt sich behufs Ventilation deren Anordnung um einen
centralen Schornstein und die Anbringung der umzukippenden Eimer in einem durch eine kreisrunde
Plattform getragenen Rahmen, um das Entleeren des Inhaltes der Eimer nur an einer
bestimmten Stelle zu bewirken.
Fig. 6 zeigt einen Verticälschnitt der Anordnung , Fig. 7 einen Horizontalschnitt nach
Linie 1-2 der Fig. 6, während die Fig. 8 und 9 Querschnitt des Ventilationskanals in verschiedenen
Höhen nach Linie 3-4 und 5-6 der Fig. 6 darstellen, "um die Veränderung der
Querschnittsflächen anzugeben.
M ist der centrale Ventilationsschornstein, dem von der Grundmauer des 'Gebäudes aus
Zugluft zugeführt wird, deren Geschwindigkeit noch durch Verbindung mit einem Ofen erhöht
werden kann. Der Schornstein ist von unten aus cylindrischen, in einander gesteckten Gufstheilen
aufgebaut und mit Mauerwerk ausgefüttert, um ihn vom Boden nach dem Niveau der ersten Gruppe Erdclosets Stabilität zu geben.
Jede Gruppe ist mit einer kreisrunden, Plattform N aus Gufseisen versehen, welche zur
Aufnahme der Eimer B und der Erdbehälter D dient. Die innere Peripherie der Plattform ist
mit einer Nabe η versehen, welche den Schornstein M umgiebt; die Plattform selbst ruht auf
dem Ende des unmittelbar darunter liegenden Cylinders M auf und wird durch Antifrictionsrollen
getragen, deren Lager in dem Hauptgebäude liegen. Auf der oberen Fläche der Plattform sind radiale Rippen nl zur Unterstützung
der seitlichen Wände angegossen, welche die Plattformfläche in beispielsweise sechs Kammern zur Aufnahme von Closets
theilen. An der äufseren Peripherie und an ihrer unteren Fläche ist an die Plattform ein
Zahnkranz n2 angegossen, in den ein Zahnrad n3 eingreift, um dieselbe in Drehung zu
versetzen. Die dieses Rad tragende Spindel ist in der äufseren Wand des Gebäudes und
in einer Oeffnung der Wand gelagert; durch diese Oeffnung kann man zu den verschiedenen
Cioseteinrichtungen gelangen, wenn man sie der Reihe nach gegenüber der Oeffnung
einstellt oder herumdreht.
Die Oeffnung in der Aufsenwand wird in der mit Bezug auf Fig. 1 und 2 angegebenen
Weise geschlossen, und werden die Thüren oder Schieber behufs Eintrittes in die verschiedenen
Abtheilungen der Plattform beim Herumführen der Abtheilung vor die Oeffnung geöffnet.
Beim Nachfüllen der Erdbehälter und beim Entleeren der Eimer ertheilt der Arbeiter der
Plattform durch Zahngetriebe w2 n3 eine Drehbewegung,
indem er eine Kurbel auf das vierkantige Ende der Spindel des Rades n3 aufsteckt.
Durch Drehung der Kurbel kommen die entsprechend zu leerenden und anzufüllenden Eimer und Erdbehälter der Oeffnung gegenüber
zu liegen, die dann in die zum Gebrauch geeignete Stellung zurückgedreht werden.
Ventilationsöffnungen L L1 sind nahe an der Ciosetdecke in dem Schornstein wie auch unmittelbar
über jedem Eimer angebracht; auch sind zur Beschleunigung des Zuges im Schornstein
konische Führungskanäle M1 aus Eisenblech angeordnet, die mit ihrer Unterkante
gegen die Schornsteinseitenwand anliegen. Unmittelbar über der Spitze eines jeden Konus
liegt ein ringförmiger Schirm Ai2, über welchem nahe an der Ciosetdecke die Ventilations-
öffnungen L in den Kanal M eintreten. Diese Anordnung dient dazu, die von den Eimern
entweichenden Gase und die aus den Closets kommende Luft getrennt zu halten. Im Nothfalle
können Gasbrenner in diesen Durchlässen angebracht werden, um den Zug zu beschleunigen.
Da die Seitenwände des Closets aus beweglichen und festliegenden Theilen bestehen,
ist es nothwendig, die Verbindungsstellen an den verticalen Kanten der beweglichen Theilwandtheile
zu verschliefsen; zu diesem Zwecke werden die beweglichen Theile der Theilwände
mit Schieberplatten A* ausgestattet, wie solche für die Thür A1 bei den Fig. 3, 4 und 5
.. beschrieben wurden und welche behufs Bewegung nach aufsen durch Excenter verschoben
werden, wobei die inneren Platten gegen den Schornstein M drücken und die äufseren
Platten über den festen Theil der Theilwände vorstehen.
Natürlich ist es vor dem Drehen der Plattform N (welches behufs Einstellung der Eimer B
in die zum Entleeren geeignete Stellung erfolgt) nothwendig, die Schliefsplatten A1" zurückzuziehen,
was durch einen in das Gebäude gehörigen Arbeiter erfolgen mufs, der zu genanntem
Zwecke in die einzelnen Closets eintreten mufs.
Die zum Heben des Erdbehälters und des Behälters für den Inhalt der Eimer auf die gewünschte
Höhe dienende Einrichtung ist in Fig. 6 ersichtlich und derjenigen der Fig. 1
und 2 ähnlich. Die Verschiebung des Behälters K von Ort zu Ort wird am besten durch
einen Karren bewirkt, wie in Fig. 6 angegeben.
Es empfiehlt sich eine abgeänderte Anordnung des centralen Kanals dadurch, dafs man ihn
um so viel vergröfsert, dafs der Arbeiter von unten her in die einzelnen Closets gelangen
kann, um die Aufnahmebehälter mit Desinfectionsmittel anzufüllen und den Eimerinhalt in
einen zu diesem Zwecke vorgesehenen Behälter zu schütten.
Fig. 10 und 11 zeigen diese Anordnung,
von denen erstere ein centraler Querschnitt des abgeänderten Kanals mit den darum- angeordneten
Closets und Fig. 11 ein Horizontalschnitt nach Linie 7-8 ist. Hier ist der Kanal
oder Schornstein viereckig, weshalb auch eine andere Vertheilung der Closets nothwendig
ist; auch wird hier die rotirende Plattform überflüssig. An jedem Closet sind Oeffnungen
nach dem Schornstein angebracht, welche in genau derselben Weise wie in der durch
Fig. ι und 2 dargestellten Einrichtung abgeschlossen werden, indem die Schieber gehoben
werden, um so das Umkippen der Eimer B und der Erdbehälter D, erstere zur Entleerung
ihres Inhaltes, letztere zur Aufnahme von Material, zu ermöglichen.
Der Zutritt des Arbeiters in das Innere des Schornsteins erfolgt von unten, woselbst auch
der Füll- und der Aufnahmebehälter/ und K eingebracht werden.
Zur Ventilation des Closets sind Oeffnungen nach dem Schornstein in der Nähe des oberen
Randes der Closets, sowie in der Nähe der Eimer angebracht, wie schon oben erwähnt;
auch können Vorrichtungen getroffen sein, um das Zurücktreten der Gase aus den Eimern
nach den Closets zu verhindern. Auch ist in ähnlicher Weise Schornstein M mit einer Hebevorrichtung
ausgerüstet, um die Behälter J und K zu heben und zu senken. Auch sind
behufs Umkippens der Eimer und Behälter in den Closets erstere mit Zapfen versehen.
Claims (3)
1. Zum Zwecke der Entleerung von einzeln oder gruppenweise um einen centralen Ventilationskanal
angeordneten Erdclosets, ohne dabei in das Gebäudeinnere eintreten zu
müssen, die Anordnung der in Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Thür (A1) mit durch
Drehung eines Griffes gleichzeitig verstellbaren Schieberplatten (AB A*), welche Thür
nach ihrer Drehung um ihre Verticalachse umgekippt werden kann, auch die zum Entleeren des Behälters in der Gebäudewand
angebrachte Oeffhung verschliefst.
2. Zu dem unter 1. bezeichneten Zwecke die in Fig. ι und 2 ersichtliche Aufhängung
des Erdbehälters und die scharnierartige Verbindung des letzteren mit dem Closetsitze,
sowie des Sitzes mit der vorderen Wand des Ciosetgehäuses zu dem beschriebenen Zwecke.
3. Zu dem unter 1. bezeichneten Zwecke die in Fig. 6 und 7 ersichtliche Anordnung
von Erdclosetgruppen auf einer einen centralen Kanal umgebenden Plattform, welche
durch Zahngetriebe in Drehung versetzt wird, um die Closets der Reihe nach vor
eine Oeffnung in der Aufsenwand des Gebäudes zu bringen und so die Entleerung
der Eimer und die Füllung der Erdbehälter bewirken zu können.
Hierzu 4 Blatt Zeichnung
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34366C true DE34366C (de) |
Family
ID=310282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34366D Expired - Lifetime DE34366C (de) | Neuerung an Erdabtritten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34366C (de) |
-
0
- DE DENDAT34366D patent/DE34366C/de not_active Expired - Lifetime
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