DE343160C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus Holz durch Extraktion mittels Terpentinoel - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus Holz durch Extraktion mittels TerpentinoelInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus Holz durch Extraktion mittels Terpentinöl: Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung, durch welche das Harz mit Hilfe von Terpentinöl aus Koniferenholz gewonnen werden soll. Die- Verwendung ,des Terpentinöls -als Extraktionsmittei [ist an sich bekannt, jedoch bereitet die restlose Herausziehungdes Harzes aus dem Holze erhebliche Schwierigkeiten. Man hat deshalb schon sehr umfangreiche Verfahren angewandt, um eine möglichst vollständige Extraktion zu erzielen, und hat zu diesem Zweck vorgeschlagen, das Holz "zuerst einem Vakuum auszusetzen, später die Extraktion unter Druck vorzunehmen und dann noch durch Erwärmen und gleichzeitiges Einblasen erhitzter Druckluft die Einwirkung des Terpentinöls auf das Harz zu vervollständigen.
- Die vorliegende Erfindung bezweckt nun eine wesentliche Vereinfachung dieses Verfahrens, so -daß auch die Apparatur und Bedienung erheblich vereinfacht wird, die Anlagekosten infolgedessen verringert werden, und da weder unter Vakuum noch unter Druck gearbeitet wird, so kommen auch die Kosten für deren Erzeugung in Wegfall.
- Die Erfindung geht ,davon aus, daß man die Einwirkung des Terpentinöls auf ,das Holz bei einer Temperatur von 140 bis 15o° vor sich gehen läßt. Es hat sich nämlich gezeigt, daß bei dieser Temperatur sämtliches Wasser dampfförmig aus dem Holz ausgetrieben wird, so daß also das Terpentinöl bis in die kleinsten Poren des Holzes eindringen und das Harz herauslösen kann. Infolgedessen braucht man auch das Holz ,nicht mehr zu schnitzeln uhd zu zerkleinern, wie das bei dem früheren Verfahren üblich war, sondern man kann den Behälter mit Holzstücken anfüllen. Bei dem Herausziehen ergibt sich ein Gemisch von Terpentinöl und Harz, das in-an in -den Behälter mit öl abläßt. Von dieser verdünnten Harzlösung wird wieder in den Holzbehälter ,gepumpt, und dieses Überpumpen wird so lange fortgesetzt, bis eine Zunahme des spezifischen Gewichts nicht mehr stattfindet. Hierauf wird die Harzlösung zum Sieden gebracht und der Terpentinöldampf dem Holzbehälter zugeführt. Beim Eintritt in den Holzbehälter muß aber der Öldampf bereits kondensiert sein und die Temperatur des 151s wieder etwa r5o°betragen. Es werden auf .diese Weise mit dem reinen Terpentinöl die Reste des Harzes noch herausgelöst, und wenn dann ,das Holz nur noch reines Terpentinöl enthält, so wird dieses mit Hilfe von Wasserdampf ausgetrieben, während das mit Harz gemischte Terpentinöl abdestilliert wird und der Rückstand als Rohkolophonium Verwendung findet.
- Das vorliegende Verfahren wird mit einer Vorrichtung ausgeführt, von der ein Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt ist.
- Im Behälter A befindet sich Terpentinöl, in B und C grob zerkleinertes Holz. Soll die Extraktion vor sich gehen, wird so viel Terpentinöl ir den Kessel B gepumpt, bis letzterer beinahe gefüllt ist. (Sichtbar am Flüssigkeitsstandglase.) Die Hähne q., 7, 8, 20 sind vollständig, Hahn 2 nur so weit geöffnet, um die nötige Menge Luft beim Einpumpen einströmen zu lassen. Alle übrigen Hähne sind geschlossen.
- Sodann wird Hahn 7 geschlossen und durch Dampfeinlassen in den Mantel K der Kesselinhalt auf 1¢o bis i50° erwärmt. Das Wasser wird aus dem Holz ausgetrieben und entweicht dampfförmig mit einem Teil des Terpentinöls durch e in den Kühler. Das Holz wird völlig mit Terpentinöl durchtränkt und das Harz zum größten Teil herausgelöst. Der Hahn :2 wird geschlossen und der Hahn i9 geöffnet. Das Terpentinöl mit dem Extrakt fließt in den vorher ebenfalls auf 140 bis 15o° erwärmten Kessel A zurück. Das überpumpen wird einige Male wiederholt, bis keine Zunahme des spezifischen Gewichts mehr stattfindet. (Feststellung durch Probenahme bei Hahn 22.) Jetzt wird Hahn 3, 7, 9 geöffnet, Hahn q., 8 geschlossen. Durch weiteres Druckzulassen in den Dampfmantel a von A iwird das Terpentinöl zum Sieden gebracht und destilliert durch die Leitung c, d nach B. Dort soll sich der Öldampf bereits kondensiert und auf i 5o' abgekühlt haben. Wenn dies im großen nicht sofort erreicht wird, muß bei 7 eine entsprechende Vorrichtung nach Art eines Schaumfängers eingebaut werden, um eine Verkohlung des Holzes zu vermeiden.
- Das Terpentinöl überrieselt das Holz und fließt durch Leitung f nach A zurück. Reste von Wasserdampf entweichen mit Terpentinöl durch e in den Kühler. Nach einigen Stunden ist das Harz vollständig herausgelöst und eine bei 22 gezogene Ölprobe farblos. Der Dampf im Mantel a wird abgestellt, die Hähne 7 und i9 geschlossen und 18, 1q. zum Ablassen des vielleicht noch vorhandenen Überdrucks geöffnet. Das Holz enthält jetzt nur noch reines Terpentinöl, das durch Dampfeinblasen nach Öffnen der Hähne 6 und io durch Leitung e abgetrieben wind. Die Extraktion bei B ist beendet und wird bei C in gleicher Weise wie 'bei B eingeleitet. Nach kurzer Abkühlung wird durch Klappe g der Kessel b entleert und wieder gefüllt, bis die Extraktion bei C beendet ist. fit.,das Terpentinöl in A genügend mit Harz angereichert, wird durch Leitung c-d nach Öffnen und Schließen .der entsprechenden Hähne' das Öl abdestilliert und der Rückstand als Rohkolophonium durch Hahn i abgelassen.
Claims (3)
- PATENT-ANspRÜcHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Harz aus Holz durch Extraktion mittels Terpentinöl, dadurch gekennzeichnet, daß in einem .mit Holzstücken und Terpentinöl gefüllten Behälter der Kesselinhalt auf iq.o bis i5o° erwärmt wird, so daß das Wasser und ein Teil des Terpentinöls in Dampfform entweichen kann, während-das 01 in die Poren des Holzes eindringt, Idas Harz hdrauslöst und aus dem Behälter abgelassen wird, worauf dieser Vorgang durch Aufpumpen von Terpentinöl mehrfach wiederholt wird, bis eine Zunahme des spezifischen Gewichts des Ablaufs nicht mehr eintritt, um .dann destilliertes Terpentinöl dem Holzbehälter zuzuführen, um die übrig-bleibenden Reste des Harzes herauszulösen.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen heizbaren Ölbehälter (A), .der durch die mit einer Pumpe versehene Leitung (d) mit dem heizbaren Holzbehälter (B) verbunden ist, in welchem durch das Rohr (d) das Terpentinöl in fein verteiltem Zustande und durch die durchlochten Leitungen (6 und io) Frischdampf in den Behälter eintreten, während das Gemisch von 0I und Harz durch die Leitung (f) in den Behälter (A) zurückfließt.
- 3. Abänderung der Vorrichtung . nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch,die Umführungsleitung (c), durch welche unter Umgehung, der Pumpe Terpentinöldampf geleitet werden kann, welcher dann kondensiert dem Holzbehälter zugeführt wird. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Holzbehälter (B) durch die Leitung (e), durch welche Wasserdampf und Öldampf abgeführt werden, mit einem Kühler in Verbindung steht. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis q, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Holzbehälter (B und C) angeordnet sind, welche abwechselnd von dem Terpentinölbehälter aus gespeist werden. .
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| DE343160C true DE343160C (de) | 1921-10-28 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE343160C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6380268B1 (en) | 1999-04-28 | 2002-04-30 | Dennis L. Yakobson | Plasma reforming/fischer-tropsch synthesis |
-
1919
- 1919-02-01 DE DE1919343160D patent/DE343160C/de not_active Expired
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