DE339270C - Verfahren zur Gewinnung von Fasern aus Pflanzen, insbesondere aus Kolbenschilf - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Fasern aus Pflanzen, insbesondere aus Kolbenschilf

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DE339270C
DE339270C DE1918339270D DE339270DD DE339270C DE 339270 C DE339270 C DE 339270C DE 1918339270 D DE1918339270 D DE 1918339270D DE 339270D D DE339270D D DE 339270DD DE 339270 C DE339270 C DE 339270C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B9/00Other mechanical treatment of natural fibrous or filamentary material to obtain fibres or filaments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Fasern aus Pflanzen, insbesondere aus Kolbenschilf. Es ist bekannt, bei der Gewinnung von Fasern ausr Pflanzen, z. B. aus Flacbs, in einem bestimmten Stadium der Behandlung, die Stengel einer Klopf- oder Stampfwirkung zu unterziehen, um sie zu zerquetschen, ohne daß sie geknickt werden. Auch hat man bereits vorgeschlagen, zur Behandlung der Rinde der Weidenrute, die Rinde einer stauchenden Wasch- oder Schweifbewegung zu unterwerfen. Wenn auch die nach diesen bekannten Verfahren gewonnenen Fasern den an dieselben für manche Zwecke gestellten Anforderungen zu entsprechen vermögen, so besitzen sie dennoch nicht genügend Feinheit und Weichheit, um in vorteilhafter Weise mit Wolle oder anderen feinhaarigen Textilfasern zusamnien verarbeitet zu werden.
  • Das gleiche gilt für Fasern, deren Aufschließung in Laugenkochapparaten erfolgte, selbst wenn hierbei starke Laugen und,längere Kochdauer angewendet wurden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung feinhaariger Fasern aus Pflanzen, insbesondere Schilf, bei welchem die nach einem der bekannten Verfahren bereits aufgeschlossenen Faserbündel einer Walk- oder Stampfwirkung in warmem bis kochendem Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz von Seife oder anderen bekannten Weichmachemitteln, unterworfen werden. Die so behandelten Fasern werden dann gespült und getrocknet. In dieser Weise erhält man eine Faser von höchster Feinheit und Geschmeidigkeit, die sich unterVerwendung bekannter Spinnerei - Vorbereitungsmaschinen, wie Krempel usw., ohne jede Beimischung anderer Textilfasern, oder auch unter Beimischung selbst der allerfeinsten Fasern verspinnen und verfilzen läßt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die so erhaltene Faser sich auch ungleich leichter bleichen und färben läßt als stärkere, noch nicht in ihre Einzelfasern aufgelöste Faserbündel.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH:-Verfahren zur Gewinnung von Fasern aus Pflanzen, insbesondere aus Kolbenschilf, dadurch 'gekennzeichnet, daß die Faserbündel nach der Aufschließung einem Walk- oder Stampfverfahren in warmem bis kochendem Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz von Seife oder anderen bekannten Weichmachemitteln, unterworfen werden.
DE1918339270D 1918-05-17 1918-05-17 Verfahren zur Gewinnung von Fasern aus Pflanzen, insbesondere aus Kolbenschilf Expired DE339270C (de)

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