DE339202C - Verfahren zur Darstellung von Zuendern fuer Sprengluftpatronen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Zuendern fuer Sprengluftpatronen

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DE339202C
DE339202C DE1918339202D DE339202DD DE339202C DE 339202 C DE339202 C DE 339202C DE 1918339202 D DE1918339202 D DE 1918339202D DE 339202D D DE339202D D DE 339202DD DE 339202 C DE339202 C DE 339202C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B41/00Compositions containing a nitrated metallo-organic compound
    • C06B41/02Compositions containing a nitrated metallo-organic compound the compound containing lead
    • C06B41/08Compositions containing a nitrated metallo-organic compound the compound containing lead with a metal azide or a metal fulminate

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Zündern für Sprengluftpatronen. Zum Zünden von Sprengluftpatronen sind Sprengkapseln, die Knallsatz und Mischungen desselben mit anderen Körpern enthalten, ungeeignet. Bei der tiefen Temperatur - der flüssigen Luft detonieren diese Kapseln nicht einwandfrei und sind nicht imstande, die Sprengluftpatronen zur sicheren Detonation zu bringen. Bleiazidkapseln sind zur Explosionsübertragung schon geeigneter. Die geringe Zündempfindlichkeit des Bleiazids ist jedoch störend. Der zur Zündung benötigte Impuls ist gering. o,2 g Bleiazid führen mit Sicherheit Detonation herbei.
  • Es ist nun bereits vorgeschlagen worden, das Bleitrinitroresorzinat als Initialzünder zu benutzen (s. Patent 3092io). Diese Erfindung geht von der Tatsache aus, daß das Bleitrinitroresorzinat auch für sich allein ein vollwirkender Initialzünder ist, wenn es in genügenden Mengen zur Anwendung gelangt. In den Ladungsmengen, wie sie für die gebräuchlichen Sprengkapseln üblich sind, äußert es noch keine Wirkung auf die zur Zeit benutzten Nitrokörper. Um das Bleitrinitroresorzinat als Initialzünder nutzbar zu machen, sind nach dem angeführten Patent Ladungen nötig, die 2 g überschreiten und für die also- die normal benutzten Hülsen bis Nr. 8 nicht mehr ausreichen. Durch Erhöhung der Hülsenwandstärke und Abdeckung durch ein starkes Innenhütchen soll die Grenzladung auf 0,5 g heruntergedrückt werden können, so daß derart geladene Kapseln brauchbar werden sollen.
  • Hiernach müssen die Abmessungen der Sprengkapseln ebenso wie die Ladungen sehr bedeutend vergrößert werden, wodurch ihre Herstellungskosten sehr erhöht werden. Es wurde nun gefunden, daß Bleitrinitroresorzinat in kleinen Mengen (o,a g), ohne Innenhütchen in Metallkapseln eingeladen, befähigt ist, Sprengluftpatronen zur vollkommenen Detonation zu bringen. Nach dem Patent 3o92 io wird das Bleitrinitroresorzinat, wenn es in normale Sprengkapseln ohne Innenhütchen geladen wird, erst zum Initialzüuder bei Mengen, die 2 g bedeutend überschreiten. Eine derartige Zündwirkung des Bleitrinitroresorzinats in so geringen Mengen bei Sprengluftpatronen war nicht zu erwarten. Es war auch sehr zweifelhaft, ob bei der tiefen Temperatur der flüssigen Luft, durch die die Zündung sehr erschwert wird, die Zündempfindlichkeit des Bleitrinitroresorzinats noch ausreichend ist, so daß beim Zünden mit Zündschnur oder elektrischen Zündern keine Zündversager eintreten. Das Bleitrinitroresorzinat kann natürlich auch in Mischung mit anderen Sprengstoffen und Sauerstoffträgern geladen werden.
  • Es hat sich ferner gezeigt, daß der Einschluß des Bleitrinitroresorzinats durch eine Metallkapsel hier nicht erforderlich ist, um die Übertragung der Zündung auf Sprengluftpatronen zu gewährleisten. Man kann die geringe Menge des Bleitrinitroresorzinats auch in der Zündmasse von elektrischen Zündern unterbringen, sowohl für sich allein als auch in Verbindung mit Bleiazid, anderen Sprengstoff en und den üblichen Zündsatzbestandteilen. In gleicher Weise kann statt des Bleitrinitroresorzinats eine geringe Menge Bleiazid im elektrischen Zünder untergebracht werden.
  • Durch die Verkleinerung der Zündkapseln und durch die Verwendung des billigen Bleitrinitroresorzinats bzw. durch den vollkommenen Fortfall der Zündkapseln und ihren Ersatz durch ,einen elektrischen Zünder wird das ZüXden der Sprenglüftpatronen sehr vereinfacht iähd- =aaf :-diesem Gebiete ein großer technischer Fortschritt erzielt.

Claims (2)

  1. PATE,NT-ANSPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von Zündkapseln für Sprengluftpatronen, dadurch gekennzeichnet, daß man zum Zünden Kapsein verwendet, die entweder mit normalem Bleitrinitroresorzinat für sich allein geladen sind oder mit einer Mischung desselben mit Bleiazid, anderen Sprengstoffen und den üblichen Zündsatzbestandteilen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man Bleitrinitroresorzinat oder Bleiazid oder beide zusammen als Zündsatzbestandteile für elektrische Zünder verwendet, mit denen Sprengluftpatronen direkt zur Detonation gebracht werden.
DE1918339202D 1918-10-26 1918-10-26 Verfahren zur Darstellung von Zuendern fuer Sprengluftpatronen Expired DE339202C (de)

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