DE285902C - - Google Patents
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- -ΛΙ 285902 KLASSE
78 e. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen.
Es- wurde die Beobachtung gemacht, daß das normale Bleisalz des Trinitroresorcins
C6H(NOa)3O2Pb nicht allein als Füllung für
Zündhütchen u. dgl. dienen kann, sondern auch in Floberthütchen und ähnlichen kleinen Patronen,
in denen der Zündsatz zugleich mit die Rolle des Treibmittels übernimmt, weit
bessere Resultate liefert als das bisher benutzte Knallquecksilber. Dieses Salz kann in
ίο quantitativer Ausbeute erhalten werden, wenn
man das mehrfache Äquivalentgewicht des Bleisalzes einer starken anorganischen Säure,
ζ. B. Bleinitrat, bei Gegenwart einer schwachen organischen Säure, z. B. Essigsäure, in
sehr verdünnter Lösung in der Hitze mit den Alkali- oder Erdalkalisalzen des Trinitroresorcins
fällt.
Die treibende Kraft des Knallquecksilbers ist infolge des kleinen Volumens der Explosionsgase
und des niedrigen kalorischen Effektes verhältnismäßig gering. Auch wird die vorhandene
Energie infolge der großen Brisanz des Knallquecksilbers zur Geschoßfortbewegung
nur sehr schlecht ausgenutzt. Die Verbrennung ist fast augenblicklich, und die Gasdruckkurve
■ erreicht gleich beim Beginn der Geschoßbewegung ihr Maximum, um dann plötzlich wieder abzufallen. Bedingung für
eine hohe und gleichmäßige Geschoßgeschwindigkeit ist aber langsam ansteigender und
möglichst gleichbleibender Gasdruck während der Geschoßfortbewegung im Laufe.
Die Brisanz des Treibmittels verursacht auch eine verhältnismäßig schlechte Präzision
derartiger Geschosse auf größere Entfernung. Beim Beginn der Bewegung wird das Geschoß
infolge des plötzlichen hohen Gasdruckes über die Züge hinweggerissen und gewinnt erst
nach Abfall des Druckes auf eine kurze Strecke des Laufes einigermaßen Führung, die
jedoch für eine Präzision auf größere Entfernung nicht mehr ausreicht.
Durch Ersatz des Knallquecksilbers in derartiger Munition durch das normale Bleisalz
des Trinitroresorcins lassen sich die angeführten Mängel vollkommen beheben.
Die zur Verfügung stehende Gesamtenergie des normalen Bleitrinitroresorcinats ist einmal
bedeutend höher als die des Knallquecksilbers. Die Explosionswärme beträgt 411 Kai. pro
Kilogramm gegen 367 Kai. beim Knallquecksilber (Hg gasförmig); die Explosionsgase
haben, auf Normalzustand reduziert, ein Volumen von 429 1 für ein Kilogramm, wohingegen
das Knallquecksilber nnr 3141 aufweisen kann. Das Verhältnis der charakteristischen
Produkte (spez. Volumen χ Explosionswärme) ist hiernach 1,53:1. Da außerdem die Explosion
des Bleitrinitroresorcinats bedeutend langsamer vor sich geht als die des Knallquecksilber,
war eine höhere Anfangsgeschwindigkeit zu erwarten und bessere Präzision auf
größere Entfernungen. Die Versuche haben diese Erwartung vollauf bestätigt.
Floberthütchen mit Rundkugel, Kaliber 6 mm, geladen mit 50 mg gleichprozentiger
Sätze, ergaben auf die ersten 5 m: für den Knallquecksilbersatz eine Anfangsgeschwindigkeit
von 225 m, für den Bleitrinitroresorcinatsatz hingegen eine Geschwindigkeit von 261 m.
Auf eine Entfernung von 30 m lagen 20 mit Knallquecksilber verfeuerte Kugeln in einem
Rechteck von 85 X 105 mm; die gleiche Anzahl
mit Bleitrinitroresorcinat abgegebenen Kugeln in einem Rechteck von nur 65 X 65 mm.
Noch charakteristischer werden die Unter schiede in den Anfangsgeschwindigkeiten und
der Präzision bei größeren Kalibern und Erhöhung der Ladung. · ,
Außerdem besitzt das Bleitrinitroresorcinat bei Verwendung als Treibmittel vor dem.
Knallquecksilber den Vorteil einer nur sehr schwachen, kaum sichtbaren Rauchentwicklung
und einer weit geringeren Verschmutzung der Läufe. Da man auch infolge der geringeren
Brisanz die Ladung über das normale Maß erhöhen kann, ohne einen unzulässig hohen Gasdruck und Hülsenreißer zu bekommen,
kann man leicht Anfangsgeschwindigkeit erzielen, die bei Verwendung von Knallquecksilber
nicht möglich wäre.
Das normale Bleitrinitroresorcinat kann sowohl allein verladen werden, als auch in Verbindung
mit Sauerstoffträgern, z. B. Chloraten, Perchloraten, Nitraten, Superoxyden und den
üblichen Beimischungen Schwefelantimon, Glaspulver usw.
Außer zu den bisher angegebenen Zwecken läßt sich das Bleitrinitroresorcinat unter besonderen
Bedingungen auch zur Herstellung von Initialzündern, Sprengkapseln usw. verwenden.
Dem Produkte an und für sich fehlen die spezifischen Initialzündwirkungen; jedoch genügt
eine spurenweise Beimengung der bekannten Initialsprengstoffe, z. B. Knallquecksilber,
um das Bleitrinitroresorcinat zu einem sehr kräftigen Initialzündmittel zu machen.
Preßt man beispielsweise auf ι g Trinitrotoluol in einer Sprengkapselhülse Nr. 8 0,2 g
Bleitrinitroresorcinat und hierauf 0,15 g Knallquecksilber, so erzielt man bei einer bedeutenden
Ersparnis die gleiche Wirkung wie bei Verwendung von 1 g Trinitrotoluol mit der
üblichen Auflage von 0,55 g Knallquecksilber. Zugleich sind diese kombinierten Sprengkapseln
gegen Feuchtigkeit weit unempfindlicher als Kapseln mit nur Knallquecksilberauflage.
In gleicher Weise wirken Mischungen aus Bleitrinitroresorcinat Und wenigen Prozenten
Knallquecksilber.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen für Floberthütchen und ähnlicher
Munition, in denen der Zündsatz zugleich mit die Rolle des Treibmittels übernimmt,
dadurch gekennzeichnet, daß das normale Bleisalz des Trinitroresorcins für sich allein
und in Verbindung mit Sauerstoffträgern und den üblichen Zündsatzkomponenten
Verwendung findet.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das normale Bleisalz des Trinitroresorcins in Verbindung mit den bekannten Initial-Zündstoffen
zur Darstellung von Zündsätzen für Initialzünder, Sprengkapseln u. dgl. Verwendung findet.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE142823X | 1914-07-13 |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR514571A (fr) | 1921-03-14 |
| GB142823A (en) | 1921-06-02 |
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