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Gleisrückmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung
der durch Patent 311o16 geschützten Gleisrückmaschine.
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In Fig. i der Zeichnung ist schematisch dargestellt, in welcher Weise
die Zwängrollen und die Laufradflanschen der Drehgestelle an den Schienen angreifen.
Die Schiene i wird nur in der Richtung des Pfeiles I belastet, und zwar -durch die
Zwängrollen 3, 3. Die Schiene 2 wird dagegen abwechselnd in beiden Richtungen belastet,
und zwar in der Richtung des Pfeiles I durch die Zwängrollen 4, 4 und in der Richtung
des Pfeiles II durch die Laufradflanschen 5, 5 des einen und 5, 5 des anderen Drehgestells.
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Dieser Wechsel des Kräfteangriffs wirkt besonders nachteilig auf die
Schienenbefestigungsmittel ein, weil die an den Schienenköpfen angreifenden Kräfte
(s. Fig. 2) P (entsprechend Richtung I) und O (entsprechend Richtung II) mit dem
Hebelarm h darauf wirken und sie abwechselnd nach links und nach rechts loszurütteln
versuchen.
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Die Erfindung bezweckt, diesen Übelstand zu vermeiden und gleichzeitig
eine Verringerung des Rückwiderstandes herbeizuführen.
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Nach der Erfindung wird der Drehzapfen des zwischen den die Brücke
tragenden Drehgestellen drehbar gelagerten Zwängrollenrahmens, der mit Rädern auf
den Schienen fährt, einseitig neben der in der Rückrichtung liegenden Schiene gelagert.
Zwängrolden werden nur an der Innenseite dieser Schiene angeordnet, wie in Fig..3
schematisch därgestellt ist. Es wirken dann auf die Schiene i wie bei der älteren
Anordnung nur die Zwängrollen 3, 3 in Richtung des Pfeiles I und- auf die Schiene
2 - im Gegensatz zur älteren Anordnung - nur die Laufradflanschen 5, 5; 5, 5 in
Richtung des Pfeiles II. Es wird also auch die Schiene 2 beim Vorbeifahren der Gle'isrückmaschine
nur in einer einzigen Richtung, nämlich der Richtung des Pfeiles II belastet, der
schädliche Wechseldruck entfällt.
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Weiter kann gemäß der Erfindung der Rahmen an einer einzigen durch
seinen Drehzapfen geführten Hubspindel aufgehängt und so mit verhältnismäßig einfachen
Mitteln eine einseitige Hebung der in der Rückrichtung liegenden Schiene bewirkt
werden, wodurch die in der Rückrichtung liegenden Sch«-ellenenden gelüftet werden
und eine wesentliche Verringerung des Rückwiderstandes erzielt wird.
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Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Maschine ist in den Fig.4 bis
6 in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Gleisrückmaschine.
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Fig. 5 ist ein mittlerer Querschnitt.
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In Fig. 6 ist in größerem Maßstab die Verbindung des Mittelzapfens
mit dem Gleitstück gezeichnet.
Der Brückenträger ist ein räumliches
Fachwerk, das aus dem wagerechten Gitterträger 6 und dem lotrechten Sprengwerk 7
zusammengesetzt ist. Der Brückenträger stützt sich an seinen beiden Enden auf zwei
Drehschemel und trägt in seiner Mitte einen senkrechten Zapfen B. An letzterem ist
mittels eines Gleitstückes 9 der Rahmen io drehbar und senkrecht verschiebbar. Der
Rahmen io trägt die Zwängrollen 11, 13 und stützt sich mittels der Laufrollen i.:2
auf die Schienen.
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Wird die Maschine ohne Hubwerk ausgeführt, dann werden nur an der
Innenseite der Schiene i Zwängrollen ii ausgeführt.
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Soll die Maschine mit Hubwerk arbeiten, dann werden die Zwängrollen
i i mit unteren Hubflanschen ausgeführt, und es werden im Rahmen io Gegenrollen
13 gelagert, welche gleichfalls mit Hubflanschen versehen sind. Die Rollen r i und
13 untergreifen den Schienenkopf. Der Zapfen 8 erhält eine Bohrung, in der eine
Schraubenspindel 14. gelagert wird. An ihrem unteren Ende trägt diese Schraubenspindel
eine Platte 15, die mit ihrem vorstehenden Rande das Gleitstück 9 beim Hochschrauben
der Spindel faßt. Es hängt dann das Gleitstück und mit ihm der Rahmen io än der
Spindel. An ihrem oberen Ende trägt die Schraubenspindel eine Mutter 16, die sich
auf den Mittelzapfen 8 stützt und mittels eingesteckter Stäbe 17 gedreht wird. Das
Schubwerk ist genau ebenso ausgeführt wie bei dem Hauptpatent.
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Wie aus Fig.6 ersichtlich ist, hat das Gleitstück 9 eine doppelkonoidische
Bohrung 9a, so daß das Gleitstück und der ganze Rahmen io sich innerhalb eines bestimmten
Winkels nach allen Richtungen schräg zu dem in dem Brückenträger fest gelagerten
Mittelzapfen 8 einstellen kann. Um diese Schrägstellung zu ermöglichen, ist die
Unterfläche des Gleitstückes 9 kugelförmig abgerundet.