DE337886C - Verfahren zur Herstellung eines staubdichten Gewebes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines staubdichten Gewebes

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DE337886C
DE337886C DE1918337886D DE337886DD DE337886C DE 337886 C DE337886 C DE 337886C DE 1918337886 D DE1918337886 D DE 1918337886D DE 337886D D DE337886D D DE 337886DD DE 337886 C DE337886 C DE 337886C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F11/00Processes for making continuous lengths of paper, or of cardboard, or of wet web for fibre board production, on paper-making machines

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines staubdichten Gewebes. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von staubdichten Geweben bzw. zur nachträglichen staubdichten Verfilzung von Geweben mit Holzstoff bzw. Zellulose.
  • Die Schwierigkeit eines nachträglichen Aufbringens und Verfilzens von Papiermasse auf einem fertigen Gewebe besteht darin, daß die einzelnen Faserstoffe, wenn sie nicht vollständig verfilzt werden, einen rauhen, undichten Überzug bilden, welcher bei dem Gebrauch leicht abgeschert wird. Für die Verfilzung des nachträglich auf das Gewebe aufgebrachten Holz- oder Zellstoffes ist es von größter Bedeutung, daß die Fäserchen mit ihren Enden selbst in das Gewebe hineingesteckt werden, alsdann die einzelnen Fasern längs über das Gewebe gelegt werden und nachträglich, nachdem- eine derartige Lage gesichert ist, fest mit dem Gewebe verfilzt werden.
  • Dieses Verfahren wird in Gemäßheit der vorliegenden Erfindung unter Benutzung des Langsiebes der Papiermaschine dadurch ausgeführt, daß die von oben auf die Gewebebahn fließende Papierstoffmasse unmittelbar beim Ablaufen gestaut und das Maschinensieb an dieser Stelle in eine senkrechte Zitterbewegung gesetzt wird. Bei der senkrechten Schwingbewegung stürzt das Wasser durch (las Gewebe hindurch und reißt hierbei die Fasern mit ihren Enden senkrecht in das Gewebe hinein. Dadurch wird gleichzeitig eine Verankerung der Faserstoffe in dem Gewebe erzielt. Bei der Weiterführung des Gewebes werden dann diese Fasern längs über das Gewebe gelegt und beim Übergang über einen Saugkasten innig verfilzt.
  • Die Verbindung von Gewebe mit Papiermasse an und für sich selbst ist bekannt, und zwar dergestalt, daß dem Gewebe in gespanntem Zustande die fließende Papiermasse von beiden Seiten getrennt zugeführt wird. Ebenso -ist es auch bekannt, Gewebebahnen auf der Papiermaschine mit Papierstoffen zu verfilzen. Hierbei ist der Zweck, Papier oder Pappe durch Gaze u. dgl. zu verstärken. Ebenso ist es bekannt, zur besseren Entwässerung der Papiermasse die Register- und Siebtragwalzen anzuheben und fallen zu lassen, so daß das Sieb Schläge und Stöße erhält.
  • Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich dagegen um einen ganz speziellen Zweck, nämlich um das Staubdichtmachen des fertigen Gewebes, wobei die Papierfasermasse mit den Gewebemaschen verankert und doch eine glatte, abscherungssichere Oberfläche erzielt wird.
  • Eine Vorrichtung für die Ausführung des Verfahrens ist auf der Zeichnung dargestellt.
  • Die Siebpartie einer gewöhnlichen Papiermaschine wird in, der Weise verwendet, daß ein Gewebe g durch die Zubringerwalze a unter dem Siebleder b über die Brustwalze d eingezogen und mit dem Siebansatz über die Registerwalzen z weitergeführt wird. Der wasserverdünnte Faserstoff f fließt aus dem Stoffkasten c über das Siebleder b und verbreitet sich auf dem Gewebe in einer durch Lineale oder Deckelriemen seitlich begrenzten Bahn. Über und direkt hinter dem Siebleder wird der ausfließende Stoff bei la durch einen Stau gestaut. Unter dem Sieb liegt nun eine Haspel i mit vier Schlegeln k. Die Haspel schlägt mit den Schlegeln k bei ihrer Drehung unter das Sieb und versetzt das Sieb mit dein Gewebe g in eine auf- und abwärts zitternde Bewegung. Dadurch wird die verdünnte Masse in die Gewebemasche eingeschüttelt und dringt ausfüllend und deckend in dieselbe ein, und zwar dergestalt, daß die Enden der Fasern vollständig fest in den Gewebemaschen verankert werden.. Beim Weitergang läuft das Gewebe nun unter dem Lineal bzw. unter dem Stau 1a her, und die senkrecht vorstehenden Faserstoffe werden glättend über das Gewebe hergelegt.
  • Läuft nun das Gewebe über die Saugkästen e her, so wird dadurch ein Festhalten und Verfilzen in den Maschen bewirkt.
  • Bei dem nachfolgenden Durchgang durch die Gautschpresse wird alsdann eine endgültige Befestigung des Stoffes mit desn Gewebe in nassem Zustande vollzogen. Von der 1i aßpresse wird das Gewebe über die Trockenpartie der Papiermaschine oder durch einen besonderen Lufttrockenapparat geleitet. Nach dem Durchlaufen eines Glättwerkes am Ende der Maschine wird das staubdichte Gewebe in trockenem Zustande abgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines staubdichten Gewebes durch Verfilzen einer Gewebebahn mit Papiermasse unter Benutzung des Langsiebes der Papiermaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die von oben auf die Gewebebahn fließende Papierstoffmasse unmittelbar beim Auflauf gestaut und das Maschinensieb an dieser Stelle in eine senkrechte Zitterbewegung versetzt wird.
DE1918337886D 1918-01-25 1918-01-25 Verfahren zur Herstellung eines staubdichten Gewebes Expired DE337886C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083220B (de) * 1956-03-20 1960-06-15 Norvin Kunststoff Verarbeitung Verfahren und Vorrichtung zum Kaschieren von thermoplastischen Kunststoffen auf Gewebebahnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083220B (de) * 1956-03-20 1960-06-15 Norvin Kunststoff Verarbeitung Verfahren und Vorrichtung zum Kaschieren von thermoplastischen Kunststoffen auf Gewebebahnen

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