DE336307C - Schleppspindelgetriebe - Google Patents
SchleppspindelgetriebeInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- B23Q5/54—Arrangements or details not restricted to group B23Q5/02 or group B23Q5/22 respectively, e.g. control handles
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-
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Description
- Schleppspindelgetriebe. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igii die Priorität Grund der Anmeldung in der Schweiz vom 3i. Januar igi$ beansprucht. Zum Aufheben des toten Ganges in Maschinengetrieben sind Schleppspindelgetriebe 'in Gebrauch, die im allgemeinen aus einem Hauptantrieb und einem von diesem aus über eine Rutschkupplung bewegten, schneller treibenden Nebenantrieb bestehen. Beide zusammen treiben den zu bewegenden -Maschinenteil so an, daß das in den Antriebsteilen sonst unvermeidliche Spiel beseitigt wird.
- Alle bekannten Schleppspindelbauarten haben den Nachteil, daß weder der Hauptiioch der Nebenantrieb selbsthemmend sein dürfen, weil sonst während der Rückbewegung leicht ein Klemmen eintreten könnte. .Dadurch wird aber der Nachteil herbeigeführt, .daß die Lage des zu bewegenden Maschinenteiles durch rückwirkende Kräfte. z. B. den Werkzeugdruck, und zufällige Erschütterungen jederzeit verändert «-erden kann, was Ungenauigkeit der Arbeit zur Folge hat.
- Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Schleppspindelgetriebe, welches sich dadurch auszeichnet, daß es selbsthemmend ist, dennoch aber den erwähnten Nachteil nicht aufweist. Dies wird dadurch ermöglicht, daß der Nebenantriebswelle (Schleppwelle) zu Beginn jeder Umkehrbewegung eine Voreilung in bezug auf die Hauptantriebswelle (TeilungsNvel#le) erteilt wird.
- .. In der Zeichnung ist die Erfindung erläutert. Es zeigen Fig. i ein Beispiel einer bereits bekannten Schleppspindelbauart für Schlittenantrieb, Fig. a einen Schnitt in größerem Maßstabe durch Schrauben: und Muttern der beiden Antriebswellen, Fig. 3 einen Schnitt des Schleppspindelgetriebes gemäß der Erfindung in einer Ausführungsform, Fig.4 in einer zweiten Ausführungsform und Fig. ä und 6 weitere Ausführungsbeispiele üir Drehtischantriebe.
- Die bekannte Vorrichtung gemäß Fig. i und z arbeitet wie folgt: Der Schlitten i sei abwechselnd in der Richtung der Pfeile ig, 2o zu verschieben. Der Antrieb wirkt auf das Stirnrad i3, das fest auf die Hauptantriebswelle 4 aufgekeilt ist. Von der '\1-e1-2 4. wird die Drehbewegung durch die Stiriirücler i i, i2 und die Rutschkupplung 1d., i;, i6 auf die Nebenantriebswelle 5 übertragen. Die Wellen 4. und ä besitzen Schraubengewinde 4a und Q11, die in entsprechenden -Muttern des zu bewegenden Schlittens i laufen. Den verschiedenen Drehrichtungen entsprechend ist die Gangrichtung der Schrauben verschieden. . In der Z--ichnung ist z. B. die Schraube 411 rechts-, die' Schraube 511 limagängig. Zudem besitzt letztere eine größere Steigung, treibt daher schneller als das Gewinde 4.a. Cbrigens könnte ein beschleunigter Antrieb der Schraube 5a bei gleicher Steigung der beiden Gewinde auch dadurch erzielt werden, daß infolge geeigneter Wahl der Übersetzungsräder i i, 1-2 die Welle 5 rascher umlaufen würde.
- Falls sich der Schlitten i in der Richtung des Pfeiles 2o bewegen soll, muß das Stirnrad 13 sowie die Welle 4 in der Richtung des Pfeiles 2o'1 umlaufen, - woraus sich eine Drehung der Welle 5 in der Richtung des Pfeiles =op ergibt. Da die Schraube 5,1 schneller treibt, also mit ihren Gewindeflanken 21 sich gegen die Mutter legt (Fig. 2), schiebt sie den Schlitten i fortwährend so weit vor, als es die Schraube 4a erlaubt, die infolgedessen mit ihren Flanken 23 ihre Gewindemutter berührt. Die Schraubenwelle 5 ist also die wirklich treibende, d. h. beanspruchte Welle und wird daher irn allgemeinen kräftiger gebaut sein, während die Spindel. nur das genaue Maß der Bewegung bestimmt und zu diesem Zwecke ein mit gröjjter Genauigkeit geschnittenes Gewinde besitzen muß. Die erste Spindel 5 nennt man dementsprechend die Schleppspindel, während die Welle-4 als Teilungs- oder Präzisionsspindel bezeichnet wird.
- Der in der Richtung des Pfeiles 2o bewegte Schlitten i soll nun in der Gegenrichtung z9 zurückgeschoben werden. Das Rad 13 und die Welle-1 drehen sich jetzt in der Richtung 19a. ' Wegen des unvermeidlichen Spieles in den Keilbahnen der Räder i 1, 13 und der Welle 4 und in der Verzahnung der Räder 11, 12 wird die Drehung der Welle 4 nicht sofort auf die Welle 5 übertragen werden, so daß deren Gewindeflanken 21 trotz der Drehung des Rades 13 sich immer noch gegen die -Mutter legen. Dies verhindert aber die @\,*elle4, den Schlitten zu bewegen, falls die Gewinde selbsthemmend sind, weil, wie aus der Lage der Auflageflächen der Gewinde gemäß Fig_ 2 hervorgeht, ein Klemmen entstehen und beide wellen stillstehen würden. Sind die Schrauben aber nicht selbsthemmend, so wird infolge des Druckes der Schraube..a in der Richtung z9 die Mutter der Schraube 5a die letztere so weit in der Richtung des Pfeiles 1w drehen, bis trotz des Spieles in den Rädern 11, 12 deren Zahn.-flankena2 aufliegen, das Rad 12 daher die Welle 5 lveiterdreht und das Gewinde 5a dem Gewinde 4a wieder voreilt. Denkt man sich aber, daß auf dem Schlitten i ein Werkstück befestigt ist, gegen das der Druck des Werkzeuges fortwährend in der Ge-enrichtung der Werkstückbewegung -wirkt, so vst klar, daß, besonders bei stufenweiser Bewegung des Schlittens, die Schrauben der wellen 4 und 5 durch die Muttern auch zurückgedreht werden könnten. Ebenso kann ein Zurückdrehen der Schrauben durch zufällige Stöße an dem Schlitten verursacht werden. Ein jederzeitiges genaues Festlegen der Schlittenlage ist daher mittels dieser Bauart ausgeschlossen.
- Bei dem Schleppspindelgetriebe gemäß der Erfindung sind diese Nachteile durch die Verwendung von selbsthemmenden Antriebsteilen verhindert, wodurch ein zufälliges Verstellen des zu bewegenden Maschinenteils in,-folge von rückwirkenden Kräften und Erschütterungen mit Sicherheit vermieden ist.
- Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist nach der Erfindung hinter dem ersten übersetzungsrade i i die Welle 4 geteilt. Beide Teile sind durch eine Zahnkupplung 6 mit reichlichem, tangentialem Spielraum zwischen den Zähnen gekuppelt. Der gleiche Erfolg könnte auch durch die Bauart nach Fig. 4 erzielt werden, wo die Welle 4 ungeteilt ist und das Rad 13 starr auf der Nabe des Rades z i sitzt, welche mit der Welle 4 derart verkeilt ist, daß die Keilbahn 6 erheblich breiter ist als der Keil 6a, so daß eine entsprechende Verdrehung der beiden Räder auf der Welle 4 möglich ist. Bei der Bewegungsumkehr des Schlittens i von der Richtung 2o auf i9, also einer Umkehr der Drehrichtung des Rades 13 von 2oa auf zga, bewirkt das reichliche Spiel in der Kupplung 6 (Fit-)- 3) oder in der Keilbahn 6 der Welle 4 (Fig. 4), daß der Welle 5 in bezug auf die welle 4 eine Voreilungerteilt wird, wodurch nach der in bezug auf .die Fig. i und 2 gegebenen Erörterung ein Klemmen in den Gewinden ausgeschlossen ist, auch wenn gemäß der Erfindung die eine oder die andere oder beide Schrauben 4a und 5a zugleich selbsthemmend ausgebildet sind und so der damit verbundene Vorteil gesichert ist.
- - In dein Beispiel Fig. 5 überträgt sich der Antrieb vom Kegelrad 13 über das Kegelrad 1i zu Beginn jeder Umkehrbewegung zunächst auf das Kegelrad 12 und die Nebenantriebswelle 5 mit Schnecke 511, die mit dem Drehtisch i kämmt, bevor nach dem Durchgang des Spielraumes in der Kupplung 6 die Hauptantriebswelle 4 in Drehung versetzt wird.
- In Fig. 6 erfolgt die Übertragung des Antriebes vom Rad 13 auf die Räder i 1, 12 und die Schnecke 511 zu Beginn jeder Umkehrbewegung, ehe die welle 4 mit der Schnecke 4a in Bewegung gesetzt wird.
Claims (5)
- PATfNT-ANSPRÜCHE: 1. Schleppspindelgetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß es selbstheininend ist.
- 2. Schleppspindelgetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Selbsthemmung der beiden Antriebs-Nvellen dadurch ermöglicht wird, daß der N-Tebenantriebswelle (5) (Schleppwelle) zu Beginn jeder Umkehrbewegung eine 'Voreilung in bezug - auf die Hauptantriebswelle (a.) (Teilungswelle) erteilt wird.
- 3. Schleppspindelgetriebe nach -Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Teilungswelle (.t) zwischen dein Übersetzungsrade und dem zu bewegenden Glied eine mit reichlichem, tangentialem Spiel versehene Kupplung (6) angeordnet ist. .
- 4. Schleppspindelgetriebe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das den Antrieb auf die Schleppwelle (5) übertragende Übersetzungsrad (ii) mit einem den üblichen Betrag erheblich übersteigenden, tangentialen Spiel auf der Teilungswelle (4) sitzt.
- 5. Schleppspindelgetriebe nach Anspruch i, z und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil der Teilungswelle (q.) in seiner Keilbahn am Übersetzungsrad (ii) tangentialen Spielraum besitzt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH336307X | 1918-01-31 | ||
| US269081A US1460552A (en) | 1918-12-31 | 1918-12-31 | Drag-spindle gear |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE336307C true DE336307C (de) | 1921-04-27 |
Family
ID=25736768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918336307D Expired DE336307C (de) | 1918-01-31 | 1918-03-01 | Schleppspindelgetriebe |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE336307C (de) |
| FR (1) | FR492510A (de) |
| GB (1) | GB122818A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056453B (de) * | 1953-07-31 | 1959-04-30 | Hermann Pfauter Waelzfraesmasc | Waelzfraesmaschine |
| DE1182504B (de) * | 1959-02-02 | 1964-11-26 | Fritz Huerxthal Maschinenfabri | Einrichtung zur spielfreien Kraftuebertragung beim Hauptantrieb von spanabhebenden Werkzeugmaschinen mit umlaufendem Werkstueck- oder Werkzeugtraeger |
| FR2339466A1 (fr) * | 1976-01-28 | 1977-08-26 | Hurth Masch Zahnrad Carl | Dispositif d'entrainement de la broche d'une machine-outil |
-
1918
- 1918-03-01 DE DE1918336307D patent/DE336307C/de not_active Expired
- 1918-10-18 GB GB17060/18A patent/GB122818A/en not_active Expired
- 1918-10-25 FR FR492510A patent/FR492510A/fr not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056453B (de) * | 1953-07-31 | 1959-04-30 | Hermann Pfauter Waelzfraesmasc | Waelzfraesmaschine |
| DE1182504B (de) * | 1959-02-02 | 1964-11-26 | Fritz Huerxthal Maschinenfabri | Einrichtung zur spielfreien Kraftuebertragung beim Hauptantrieb von spanabhebenden Werkzeugmaschinen mit umlaufendem Werkstueck- oder Werkzeugtraeger |
| FR2339466A1 (fr) * | 1976-01-28 | 1977-08-26 | Hurth Masch Zahnrad Carl | Dispositif d'entrainement de la broche d'une machine-outil |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB122818A (en) | 1919-05-01 |
| FR492510A (fr) | 1919-07-10 |
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