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Saugvorrichtung für Härteprüfer. Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Saugvorrichtung für Härteprüfer, und zwar besteht das Wesen der Erfindung darin,
daß der den Innenkonus zum Zusammendrücken der zangenartigen Greifer für den Fallhammer
aufweisende Kolben in die Bahn eines Ventils hineinreicht, dessen Sitz in dem mit
der Außenluft in Verbindung stehenden Dom einer über den Kopf der Vorrichtung gestülpten
Kappe angeordnet ist, so daß durch Niedergehen der Kappe der Kolben gesenkt, die
Greifer zur Freigabe des Hammers gezwungen und gleichzeitig das Ventil geöffnet
wird, während beim Hochgehen der unter Federwirkung stehenden Kappe das federbelastete
Ventil sofort geschlossen und durch die Kappe eine Saugwirkung auf das Fallrohr
ausgeübt wird, nachdem die Greifer vorher in bekannter Weise in die Bereitschaftsstellung
zurückgeführt worden sind.
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Erfindungsgemäß steht die das Vakuum erzeugende Kappe mit einem Handhebel
in Verbindung, der an einer bequem zugänglichen Stelle vorgesehen ist, wobei .durch
Niederdrücken des Hebels die Kappe gesenkt wird und die Freigabe des Fallhammers
erfolgt, während beim Loslassen durch die Kappe das Überführen der Greifer in die
Bereitschaftsstellung und das Emporsaugen des Hammers veranlaßt wird.
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Ferner ist der die Greifer zur Freigabe des Fallhammers zwingende
Innenkonus unmittelbar an dem von dem Ventil beeinflußten Kolben vorgesehen, wobei
dieser Kolben in bekannter Weise zur Aufnahme und Führung eines die Greifer in die
gespreizte Stellung überführenden kleinen Kolbens eingerichtet ist.
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Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, die Konstruktion von Härteprüfern
zu vereinfachen und eine durchaus zuverlässige Saugwirkung herbeizuführen.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch den Härteprüfer, wobei
sich die Greifer in der Bereitschaftsstellung befinden und die emporgehende Kappe
ein Vakuum erzeugt hat, Fig. 2 einen Längsschnitt, um go° verdreht, wobei die Kappe
-niedergedrückt ist und die Greifer den Fallhammer freigegeben haben, und Fig. 3
einen Querschnitt nach x-x der Fig. i. In der Zeichnung bezeichnet i das Fallrohr,
in welches die Greifer 2, 3 mit ihren zangenartigen Unterteilen q., 5 hineinragen,
die in eine Auskesselung 6 des Fallhammers 7 hineinpassen. Die oberen Teile der
Greifer besitzen in bekannter Weise aufstehende Nasen 8, g und seitlich ausladende
Teile io, ix. Über den Greifern ist ein Kolben 12 in dem Kopf 13 der Vorrichtung
gelagert, der durch die Feder 14 hochgehalten wird. Der Kolben i2 besitzt einen
Innenkonus 15 und eine Bohrung 16 zur Aufnahme eines kleinen Kolbens 17, der einen
Innenkonus i8 besitzt und der durch die Feder ig beeinfiußt wird. Der Kolben 12
ragt mit einem Zapfen 2o durch den Kopf 13 hindurch in einen Raum hinein, der durch
Überstülpen der Kappe 21 gebildet wird. Diese Kappe 21 besitzt einen Dom 22, der
einen Ventilsitz 23 aufweist, auf den ein
Ventil 24 durch die Feder
25 niedergehalten wird. Der Dom 22 steht durch die Öffnungen 26 mit der Außenluft
in Verbindung. Das Ventil 24 besitzt einen Zapfen 27, der ebenfalls in den Raum
hineinragt, den die unter der Wirkung der Feder 28 stehende Kappe bildet. In dein
Kopf 13 sind Öffnungen 29 zum Durchtreten der angesaugten Luft vorgesehen.
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Die Kappe 2x steht durch zweckmäßig zwei Stangen°3o, 31 mit einer
Manschette 32 in Verbindung, die wiederum durch eine Stange 33 mit dem Handhebel
34 verbunden ist. Die Stange 33 ist zweckmäßig in einer Längsnut des das Fallrohr
= schützenden lfantelrohres 35 angeordnet und geführt.
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Die zum Auf- und Einstellen der Vorrichtung sowie zum Halten des zu
prüfenden Werkstückes dienenden Teile sind nicht neu und sollen deshalb nicht näher
beschrieben werden. -Die Handhabung und Wirkungsweise der Saugvorrichtung ist folgende
Angenommen, die Teile befinden sich in der Ruhelage, in welcher der Fallhammer 6,
7 von den Greifern 2, 3, 4, 5, 8, 9, io, ii hochgehalten wird. Soll nun die Vorrichtung
benutzt werden, und ist das zu prüfende Werkstück unterhalb der das .Fallrohr i
abschließenden Kappe niedergelegt, so wird der Hebel 34 niedergedrückt (strichpunktierte
Stellung Fig. i und Stellung Fig.2). Der niedergehende Hebel 34 nimmt über die Stangen
33, 30, 31:
die Kappe 21 mit, wodurch die Feder 28 gespannt wird. Mit der
Kappe 21 geht auch der das Ventil 24 tragende Dom 22 nieder, und der Zapfen 27 des
Ventils 2A kommt mit dem Zapfen 2o des Kolbens 12 in Berührung. Es wird nun der
Kolben 12 entgegen der Wirkung der Feder 14 . etwas gesenkt, wobei sein Innenkonus
15 die seitlich au_ladenden Teile 1o, ix und somit die Unterenden 4, 5 der Greifer
2, 3 zusammendrückt, so daß der Fallhammer 6, 7 freigegeben wird, und das Ventil
24 entgegen der Wirkung der Feder 25 so weit von seinem Sitz 23 abgehoben, daß der
Raum unter dem Ventil und somit der von der Kappe umschlossene Raum über die Öffnungen
26 des Domes 22 mit der Außenluft in Verbindung kommt, so daß die zusammengedrückte
Luft entweichen kann.
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Wird nun, nachdem der Härtegrad des Werkstückes durch die Sprunghöhe
des Fallhammers festgestellt worden ist, der Hebel 34 losgelassen, so geht die Kappe
21 unter der Wirkung der Feder 28 wieder empor, wobei sich zuerst das Ventil 24
unter der Wirkung der Feder 25 schli,ßt, so daß die Verbindung des von der Kappe
umschlossenen Raumes mit der Außenluft über die Öffnungen 26 aufhört. Gleichzeitig
hört auch der Druck des Zapfens 27 auf den Zapfen 2o auf, und der Kolben =2 wird
von seiner Feder 14 hochgedrückt, wodurch der kleine Kolben 17 sich so weit senkt,
daß sein Innenkonus 18 die aufsteigenden Teile 8, 9 der Greifer zusammendrückt,
wodurch die Unterenden gespreizt und in -die Bereitschaftsstellung übergeführt werden.
Die noch weiter emporgehende Kappe 21 erzeugt nun in dem von ihr umschlossenen Raum
ein Vakuum, welches sich durch die Öffnungen 29 auf den Raum oberhalb der Fallröhre
i und auf diese ausdehnt, so daß der Fallhammer 6, 7 emporgesaugt wird, bis er von
den Greiferunterenden 4, 5 aufgefangen wird.