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Geldüberweisungsformular. Der Geldüberweisungsverkehr in seiner jetzi-,
gen Form zeigt in technischer Hinsicht in den meisten Fällen eine gewissermaßen
primitive Ausgestaltung und geht in der Regel in brieflicher Form ohne Verwendung
von Formularen vor sich. Im allgemeinen spielt sich zur Zeit der Überweisungsverkehr
folgendermaßen ab i. Der Auftraggeber gibt seinem Geldinstitut mittels eines Briefes
den Auftrag, dem Empfänger eine Geldsumme zu überweisen; 2. der Auftraggeber zeigt
dem Empfänger an, daß er ihm durch das Geldinstitut eine bestimmte Geldsumme überweisen
läßt; 3. das Geldinstitut- prüft den brieflichen Überweisungsauftrag auf Unterschrift
und Guthaben des Kunden; q.. es führt die Überweisung an den Empfänger aus; 5. es
verbucht die Überweisung und erteilt dem Kunden briefliche Belastungsaufgabe; 6.
es benachrichtigt den Empfänger über das Eintreffen einer Geldüberweisung.
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Dieser ganze Vorgang ist außerordentlich zeitraubend, mit Kosten verknüpft
und schützt keineswegs vor Fälschungen. Einige Geldinstitute geben ihren Kunden
ein Überweisungsheft einfacher Form in die Hand. Auf höherer Stufe stehend, können
die dreiteiligen Formulare im Postscheckverkehr bezeichnet werden. Diese dürften
auch als Grundlage für das Überweisungsformular anzusehen sein. Für den Bankverkehr
sind dreiteilige Formulare wenig geeignet, da es hier als ausgeschlossen gilt, das
Original eines erhaltenen Auftrages weiterzugeben. Im Fernverkehr besonders kann
nur ein vierteiliges Formular Anwendung finden. Die Fernüberweisung gelangt vom
Aussteller über seine Kontostelle und das am anderen Ort befindliche empfangende
Geldinstitut an den Empfänger der Zahlung. Als vollkommenster Zustand muß daher
gefordert werden, daß jede dieser vier Stellen einen Beleg als Unterlage behält,
besonders das beauftragte Geldinstitut den Originalauftrag.
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Das nachstehend beschriebene vierteilige Überweisungsformular gemäß
vorliegender Erfindung hat die Aufgabe, Mängel und Schwächen des bisherigen Verfahrens
zu beseitigen. Großer Wert ist dabei darauf gelegt worden, dem Publikum ein klares,
leichtverständliches Formular zu bieten, das durch seine äußere Gestaltung durch
Anwendung zweier Klappen keinerlei Mehraufwendung von Schreibarbeit erfordert.
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Das Überweisungsverfahren mit Hilfe des Formulares gemäß vorliegender
Erfindung hat mithin gegenüber dem jetzt üblichen, nachstehend beschriebene neue
besondere Vorteile, die in seiner äußeren Gestaltung zum Ausdruck kommen und somit
einen gewerblichen Fortschritt darstellen. Seine allgemeine Einführung würde eine
völlige Umwälzung des Geldüberweisungsverkehrs mit sich bringen.
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Das Formular gemäß vorliegender Erfindung besteht aus vier 'feilen
A, B, C, D, wie Fig. i zeigt, die nur ein Ausführungsbeispiel darstellt.
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I. Der erste Teil A ist die neu hinzugefügte, nach vorn umfaltbare
Klappe und stellt den üblichen, im Überweisungsbuche festhaftenden Kontrollabschnitt
(Talon) dar, der dem Kunden verbleibt und ihm als Unterlage dient.
II.
Der zweite, nach vorn umgeklappte Teil B besteht aus einem scheckartigen Auftrage,
durch den der Auftraggeber seine Kontostelle anweist, einen bestimmten Geldbetrag
von seinem Konto auf ein anderes zu überweisen. Dieser Originalauftrag des Kunden
verbleibt der beauftragten Kontostelle als Unterlage.
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III. Der dritte Teil C enthält den üblichen Wortlaut einer Anzeige
an den Zahlungsempfänger bezüglich dessen Kontostelle über die eintreffende Überweisung.
Der Vordruck desselben ist so angeordnet, daß er sich, obwohl der Text anders lautend,
mit dem Druckbild des darüberliegenden Blattes B räumlich völlig deckt. Auf der
Rückseite ist Raum und Liniatur für Angaben über Herkunft und Zweck der Überweisung
sowie andere Mitteilungen vorgesehen.
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IV. Ein vierter kleinerer Kontrollabschnitt D (Allonge) schließt sich
an den Formularteil C so an, daß er genau unter dem Teil A liegt und durch Perforierung
von ihm getrennt ist. Er enthält die Nummer aller Teile des Gesamtformulares, Raum
für Buchungszeichen sowie einen Vordruck für die abgekürzte Wiederholung des Überweisungsauftrages
und wird vom Kunden gleichzeitig mit dem Scheckbuchtalon A ausgeschrieben.
Dieser Teil D
verbleibt der empfangenden Kontostelle als Unterlage.
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Die oben unter den Punkten x bis 6 aufgcführten Handlungen schmelzen
nunmehr zu einer einzigen zusammen und ergeben somit eine bedeutende Vereinfachung
bei der Überweisung. Erreicht wird dies durch das Hinzufügen der neuen Klappe A.
Der Fortschritt besteht ferner in der' besonderen Anordnung des seitlichen Heftrandes
und dem Anbringen der perforierten Linie am unteren Blatteile D dicht am Heftrande.
Beide Vorzüge gewährleisten die Herstellung von nicht auftragenden, glattliegenden
und bindigen Überweisungsheften - ohne Rücken mit durchgeschossenem Papier (Fig.
2) -. Ein weiterer Fortschritt ist es, daß der Rückseite des unteren Formularteiles
C ein besonderes Schema für Mitteilungen sowie Zusammenfassung mehrerer Aufträge
aufgedrückt ist, wodurch eine große Anzahl von jetzt notwendigen Benachrichtigungen
erspart wird. Die Eigenheit und Neuheit des vierteiligen Überweisungsformulares
kommt schließlich bei der Drucklegung zum Ausdruck, insofern als beim Drucke die
Teile A, D, C und B nebeneinander liegen und zwar die Teile A und
B als Vorderseite, die Teile C und D als Rückseite gedruckt werden und hierbei gleichzeitig
die für Mitteilungen bestimmte Rückseite des Abschnittes C mitgedruckt werden kann.