DE333802C - Verfahren zum Verbinden stumpf aneinanderstossender Eisenteile, insbesondere der Teile aus zwei Teilen zu bildender Ringe in warmem Zustande - Google Patents

Verfahren zum Verbinden stumpf aneinanderstossender Eisenteile, insbesondere der Teile aus zwei Teilen zu bildender Ringe in warmem Zustande

Info

Publication number
DE333802C
DE333802C DE1919333802D DE333802DD DE333802C DE 333802 C DE333802 C DE 333802C DE 1919333802 D DE1919333802 D DE 1919333802D DE 333802D D DE333802D D DE 333802DD DE 333802 C DE333802 C DE 333802C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
rings
warm state
iron
abutting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919333802D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WILHELM KOHLUS
Original Assignee
WILHELM KOHLUS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WILHELM KOHLUS filed Critical WILHELM KOHLUS
Application granted granted Critical
Publication of DE333802C publication Critical patent/DE333802C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L15/00Finishing or dressing chains or chain links, e.g. removing burr material, calibrating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Insertion Pins And Rivets (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verbinden stumpf aneinanderstoßender Eisenteile, insbesondere der Teile aus zwei Teilen zu bildender Ringe in warmem Zustande. Eisenteile werden bisher zum Verbinden schneiden- oder kegelförmig zugeschnitten, übereinander gebogen oder gelegt und durch Hammerschläge vereinigt bzw. geschweißt. Die Erhitzung kann auch auf elektrischem Wege erfolgen. Dann pflegt man von dem Anspitzen abzusehen und die Teile stumpf aneinander zu stoßen. Die Stoßflächen unterliegen vorher einer Bearbeitung. Beim sogenannten autogenen Schweißen werden die Teile mit einer rinnenförmigen Fuge aneinander gestoßen und durch eine Art Lötverfahren verbunden, wobei die Fuge durch zugeführtes Eisen ausgefüllt wird.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren zum Verbinden von stumpf aneinanderstoßenden Eisenteilen in warmem Zustande werden die Eisenteile im Gesenk vorgeschmiedet. Dabei wird an den Stoßstellen einer mit seitlichen Stoffzugaben, außerdem einer mit Nut und der andere mit Feder versehen. Darauf werden sie im warmen Zustande mit Nut und Feder zusammengefügt und an der Stoßstelle leicht vernietet; dann werden sie im Glühofen gemeinsam auf Weißglut erhitzt und die Verbindungsstelle im Gesenk fertig geschmiedet.
  • Dieses Verfahren läßt sich mit Vorteil zum kettenartigen Verbinden ring- oder ösenförmiger Eisenteile, gleichgültig welchen Profils, insbesondere für Ketten, Zugvorrichtungen sowie Kupplungsteile verwenden. Das bekannte Verfahren zu diesem Zwecke besteht für Ketten oder Ringe darin, daß Rundeisenstäbe von entsprechender Länge von der Stange abgeschnitten und kalt oder bei stärkeren Stücken auch warm zur U-Form gebogen werden. Dann wird der vorher fertig gemachte zweite zusammenzufügende Teil über das vorgebogene Stück geschoben, .dieses im Feuer erhitzt und zu der gewünschten Form mit übereinanderliegenden Enden gebogen. Darauf wird die Verbindungsstelle im Kohlenfeuer auf Schweißhitze (funkensprühend) gebracht und durch Hämmern geschlossen. Das Verfahren verläuft also in vier Arbeitsgängen, die ihrer Natur nach von verschiedenen Arbeitern-ausgeführt werden und zwischen denen -die Arbeitsstücke gesammelt, gezählt und befördert werden müssen.
  • Nach der Erfindung wird der eine (ringförmige) Teil in zwei Stücken im Gesenk vorgeschmiedet und die Stücke nach Aufschieben des fertigen zweiten Teiles auf das eine Stück nach dem im vorvorigen Absatz beschriebenen Verfahren in einem Arbeitsgang an zwei Stellen verbunden.
  • Das letztere Verfahren soll beispielsweise an Hand der Zeichnung näher beschrieben werden. Der Haken a und der Ring b sollen in der in Fig. 5 dargestellten Art und Weise kettenartig miteinander verbunden werden. Zu diesem Zweck wird zunächst der Haken a in bekannter Art im Gesenk geschmiedet und eine ausreichende Anzahl solcher Haken bereit gestellt. Dann werden die beiden in Fig. i und 2 dargestellten Teile c und d des Ringes in einem Gesenk vorgeschmiedet und in warmem Zustande entgratet. Die Teile c und d werden dabei besonders an den Enden e, f, g und la nicht fertig-, sondern mit reichlicher Stoffzugabe nur vorgeschmiedet.. Die Enden e und f erhalten schwalbenschwanzförmige Federn i und h, die Enden g und lt schwalbenschwanzförmige Nuten l und in, die in warmem Zustande zu den Federn i und h passen. Die Federn i und h haben aus er Fläche der Enden e und' f heraustretende Stoffzugaben n und o.
  • Sobald die Teile c und d sofort nach dem Schmieden warm abgegratet sind, werden nach Aufschieben eines Hakens a auf den Teil c die Federn i und k in die Nuten l und m eingeführt. Die so geschaffenen Verbindungsstellen werden durch einen leichten Hammerschlag vernietet, wobei die Stoffzugaben ia und o Nietstellen bilden, um ein Querverschieben zu verhindern. In dieser Stellung des Verfahrens sind die Teile in Fig. 3 und q. dargestellt. jetzt wird das in Fig. 3 und ¢ dargestellte Stück, das mittlerweile unter die Schmiedetemperatur abgekühlt ;st, von neuem im Glühofen weißwarm erhitzt, in einem Gesenk, das Raum für den Haken a läßt, auf die in Fig. 5 dargestellte Form- fertig geschmiedet und endlich warm entgratet.
  • Die Form der zum Zusammenfügen angewendeten Federn i, k urid Nuten 1, in braucht mit teer in Fig. i und 2 dargestellten nicht übereinzustimmen. Auch können nach Fig. f beide zu verbindenden Enden e und g Nuten erhalten und ein für sich hergestelltes Stück in beide eingefügt werden. Auch eine Vernietung der zusammengehefteten Stellen ist nicht unbedingt erforderlich.
  • Die nach dem beschriebenen Verfahren entstandenen Verbindungstellen sind von den übrigen Teilen des Ringes mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden, weil das Eisen. beim Fertigschmieden in derselben Weise ineinandertreibt, als ob nur ein Stück Eisen vorlianden wäre. Auch in ihren Festigkeitseigenschaften unterscheiden sie sich nicht von den übriger. Stellen. Dies dürfte daher rühren, daß nach Art des Paketierungsverfahrens die stumpf aneinanderstoßenden Teile im Glühofen beider Erhitzung dem Verbrennen nicht ausgesetzt sind, um so weniger, als sie sich schon infolge der Ausdehnung beim Erhitzen bis zum weißwarmen Zustand im Glühofen fest ineinander fügen.
  • Das, angegebene Verfahren der Herstellung von Ringen aus zwei Stücken durch Schmieden im Gesenk und nachheriges Verbinden ergibt eine größere Sicherheit der Verbindung gegen Brüche und Verbiegungen (Langziehen der Ringe), als das übliche Verfahren des Schweißens im Kohlenfeuer, da bei diesem die Verbindungsstellen in der Schweißhitze sehr häufig verbrennen, stets unzuverlässig und jedenfalls von geringerer Festigkeit sind als die übrigen Teile des Ringes.
  • Abgenutzte Ringe können in Reparaturwerkstätten leicht in genau den gleichen Abmessungen ersetzt werden, wenn den Werkstätten vorgeschmiedete Teile nach Fig. i und 2 und ein Fertiggesenk geliefert werden. Das Verfahren bietet außerdem den: großen wirtschaftlichen Vorteil, daß statt vier getrennter Arbeitsgänge deren nur zwei in Frage kommen (i. Vorschmieden, Abgraten, Zusammenheften, 2: Fertigschmieden), daß diese Arbeiten von demselben Arbeiter an einem und demselben Ofen in unmittelbarem Anschluß aneinander ausgeführt werden kön= nen und daß dieser Arbeiter zudem nicht die besonderen Fertigkeiten eines Schweißers zu haben braucht. Zum Schmieden kann bei dem Verfahren jede sonst zum Schmieden im Gesenk verwendbare Maschine verwendet werden, also ein Fallhammer, ein Dampfhammer, eine Schmiedemaschine, eine Schmiedepresse usw.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zum Verbinden stumpf aneinanderstoßender Eisenteile, insbesondere der Teile aus zwei Teilen zu bildender Ringe in warmem Zustande, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenteile (c, d) vorgeschmiedet werden, wobei an den Stoßstellen (c, f, g, h) ein Teil (c) mit seitlichen Stoffzugaben (zz, o) und ein Teil (c) mit Nut (i,-k), der andere Teil (d) mit Feder (1, m) versehen wird, daß sie dann, mit Nut (c, k) und Feder (l, in) zusammengefügt und an der Stoßstelle leicht vernietet, von neuem erhitzt und im Gesenk fertig geschmiedet werden.
DE1919333802D 1919-08-28 1919-08-28 Verfahren zum Verbinden stumpf aneinanderstossender Eisenteile, insbesondere der Teile aus zwei Teilen zu bildender Ringe in warmem Zustande Expired DE333802C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE333802T 1919-08-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE333802C true DE333802C (de) 1921-03-04

Family

ID=6212238

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919333802D Expired DE333802C (de) 1919-08-28 1919-08-28 Verfahren zum Verbinden stumpf aneinanderstossender Eisenteile, insbesondere der Teile aus zwei Teilen zu bildender Ringe in warmem Zustande

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE333802C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2553572A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum reibschweissen
DE333802C (de) Verfahren zum Verbinden stumpf aneinanderstossender Eisenteile, insbesondere der Teile aus zwei Teilen zu bildender Ringe in warmem Zustande
DE608244C (de) Verfahren zur Herstellung von Ankerstegketten mittels elektrischer Abschmelzschweissung
DE60025068T2 (de) Schweissverfahren zum Verbinden von zweien Elementen aus Hochkohlenstoff-Stahl und Erwärmungsgerät für ein solches Verfahren
DE2706621A1 (de) Reifenschutzkette
DE728707C (de) Verfahren zur Herstellung von geschweissten Stegkettengliedern, bei denen der Steg fest mit dem Gliede verbunden ist
DE2541022A1 (de) Verfahren zum entgraten von stumpfgeschweissten werkstuecken
AT121963B (de) Verfahren zur Herstellung von aus Stahl geschmiedeten Industrie- oder landwirtschaftlichen Gabeln.
DE675100C (de) Verfahren zur Herstellung von solchen Widerlagerboecken fuer Tragfedern von Schienenfahrzeugen, deren Bolzenauge gegenueber den Schenkeln verbreitert ist
AT125156B (de) Verfahren zur Herstellung von Bunden an Hohlbohrern.
DE589465C (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern mit Schweissnaht fuer hohe Druecke
DE184014C (de)
DE495563C (de) Verfahren zum elektrischen Widerstandsschweissen von kreuzartig aneinanderstossendenTeilen
DE262532C (de)
AT121101B (de) Verfahren zur Herstellung längsgeschweißter Ketten.
DE950084C (de) Verfahren zum Abbrennschweissen
AT113649B (de) Verfahren zur Herstellung von ungeschweißten Ketten.
DE644892C (de) Verfahren zum Verbinden schmiedeeiserner Rohrleitungen durch Einschweissen von Fittings in die Leitungen
DE177000C (de)
AT164280B (de) Verfahren zum Schweißen von Blechen, Walzstäben, Rohren u. dgl.
DE411523C (de) Verfahren zur Herstellung von Federbunden
DE7526558U (de) Schutzkette fuer fahrzeugreifen
AT134231B (de) Verfahren zur Herstellung zugfester massiver Ketten, Ringe od. dgl.
DE419332C (de) Verfahren zur Herstellung von ungeschweissten Ketten
DE328890C (de) Verfahren zum Schweissen von Kettengliedern, Ringen u. dgl. mittels mehrteiliger Gesenke