DE3336952C2 - Schloß für Verschlußklappen von Handschuhfächern in Kraftfahrzeugen - Google Patents
Schloß für Verschlußklappen von Handschuhfächern in KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schloß für
Verschlußklappen von Handschuhfächern in Kraftfahrzeugen.
Derartige Schlösser sind grundsätzlich bekannt und
beispielsweise beschrieben in dem Fachbuch von K. Rabe
"Verschlüsse und Schlösser", Seiten 42 und 43. An der
angegebenen Textstelle ist ein Riegelschloß mit Stangenantrieb
gezeigt, dessen Riegel an ihren einander gegenüberliegenden
Enden als Rampen ausgebildet sind, gegen welche das keilförmige
Ende des Druckknopfes wirkt. Der durch ein Zahnrad betätigte
Druckknopf schiebt bei seiner Bewegung in die Schließstellung
die beiden Riegel gegen die Kraft von jeweils einer Druckfeder
in deren Schließstellung. Über die Montage und die Lagesicherung
der Riegel und des Druckknopfes in einem Gehäuse sind keine
Angaben gemacht.
Gegenstand der US-PS 2 720 775 ist ein Schloß für das Handschuh
fach eines Kraftfahrzeuges, dessen Falle über einen
Schließzylinder betätigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach und sicher
zu betätigendes Schloß zur Verfügung zu stellen, das leicht
zusammengebaut werden kann und so konstruiert ist, daß die
Riegel sicher in ihrem Sitz im Gehäuse gehalten werden.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt
Fig. 1 ein Schloß gemäß der Erfindung, das in eine Verschluß
klappe des Handschuhfaches eines Kraftfahrzeuges eingebaut ist,
Fig. 2 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Schlosses
der Fig. 1, wobei die an die keilförmigen Rampenteile der
Ansätze anschließenden, parallelen Flächen für
die Lagesicherung der Riegel nicht dargestellt
sind,
Fig. 3 eine Seitenansicht des in Fig. 2 gezeigten, zusammenge
bauten Schlosses,
Fig. 4 einen Schnitt in der Ebene IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 die Ansicht eines Handschuhfaches mit geschlossener Ver
schlußklappe, die das Schloß gemäß der Erfindung aufweist, und
Fig. 6 das in Fig. 5 gezeigte Handschuhfach mit geöffne
ter Verschlußklappe.
In Fig. 1 ist eine Verschlußklappe F dargestellt, die für
ein Handschuhfach eines Kraftfahrzeuges bestimmt ist.
Zwei Scharnierarme A erstrecken sich von der Innenseite
der Verschlußklappe F und haben die Aufgabe, die Verschluß
klappe F mit dem Teil des Fahrzeugs, der das Handschuhfach
begrenzt, so zu verbinden, daß die Verschlußklappe F um
eine Achse schwenkbar ist, die etwa mit ihrem unteren Rand
übereinstimmt.
In die normalerweise aus Kunststoff hergestellte Verschluß
klappe F sind zwei Öffnungen C₁ und C₂ eingearbeitet, in
welche zugehörige, nicht dargestellte Schließteile eingrei
fen sollen, welche von den oberen Enden der Seitenwände
des Handschuhfaches abstehen.
An der Innenwand der Verschlußklappe F ist in der Nähe der
Öffnung C₁ ein Schloß 1 gemäß der Erfindung befestigt, bei
spielsweise durch Kleben.
Das Schloß 1 hat ein Gehäuse 2 aus Kunststoff, welches im
wesentlichen aus einem ersten Hohlkörperteil 3 und einem
zweiten Hohlkörperteil 4 besteht.
Der erste Hohlkörperteil 3 bildet einen Verschiebesitz für
einen Druckknopf 5, der ebenfalls aus Kunststoff hergestellt
ist.
In dem zweiten Hohlkörperteil 4, dessen Längsachse in einer
Ebene liegt, die im wesentlichen rechtwinklig zur Verschie
berichtung des Druckknopfes 5 in dem ersten Hohlkörperteil 3
verläuft, sind zwei Riegel 6 und 7 verschiebbar gelagert.
Zwischen die beiden Riegel 6 und 7 ist eine Feder 8 gesetzt,
die bestrebt ist, die beiden Riegel 6 und 7 auseinanderzu
drücken.
Der Riegel 6 hat eine Aussparung 6a, die als Sitz für ein
Ende der Feder 8 dient, deren anderes Ende in einer ent
sprechend ausgebildeten Aussparung 7a des Riegels 7 unter
gebracht ist.
In die Riegel 6 und 7 ist je eine Aussparung 6b bzw. 7b
eingearbeitet. Diese Aussparungen 6b und 7b werden normaler
weise bei der Herstellung der Riegel 6 und 7 geformt, wel
che wie der Körper des Schlosses 1 und der Druckknopf 5 aus
Spritzkunststoff hergestellt sind.
An dem Ende des Druckknopfes 5, das zum zweiten Hohlkörper
teil 4 und den darin verschiebbaren Riegeln 6 und 7 weist,
sind zwei dreieckige Ansätze 5a ausgebildet, die durch ei
nen V-förmigen Einschnitt begrenzt sind. Die Ansätze 5a
fluchten mit einer Öffnung 9, welche, wie Fig. 4 zeigt,
die inneren Hohlräume des Hohlkörperteils 3 und des Hohl
körperteils 4 des Gehäuses 2 miteinander verbindet. Die
Ansätze 5a erstrecken sich damit in den axialen Hohlraum
des zweiten Hohlkörperteils 4 bis zu einer Stellung, in der
sie in die Aussparungen 6b und 7b der Riegel 6 und 7 ein
greifen.
Die Seiten der beiden Aussparungen 5a an dem V-förmigen
Einschnitt des Druckknopfes 5 bilden Rampenabschnitte, wel
che mit den benachbarten Rändern der Aussparungen 6b und
7b zusammenarbeiten. Die Anordnung ist dabei so getroffen,
daß bei einem Druck auf den Druckknopf 5, durch den die
ser in das Gehäuse 2 hineinverschoben wird, die Riegel 6
und 7 in das Innere des zweiten Hohlkörperteils 4 hinein
und gegen die Kraft der zwischen beiden angeordneten Feder
8 verschoben werden.
Wie Fig. 4 zeigt, haben die beiden Ansätze 5a eine als
Zahn ausgebildete Spitze, welche mit den Rändern der Aus
sparungen 6b und 7b so zusammenwirkt, daß die Riegel 6 und
7 unter der Wirkung der Kraft der Feder 8 nicht aus dem
Gehäuse 2 herausfallen können.
Die Ansätze 5a befinden sich normalerweise in einer der
Seitenwände des Druckknopfes 5, der insgesamt die Form ei
ner Wanne hat, deren Hohlraum zum Gehäuse 2 weist.
In dem Druckknopf 5 ist eine Feder 10 angeordnet, welche
auf einen Zentrierstift 11 aufgesetzt ist.
Die Feder 10 wirkt der auf den Druckknopf 5 ausgeübten
Kraft entgegen und verringert so die Gefahr, daß das Schloß
zufällig und unbeabsichtigt betätigt wird. Die Feder 10
dient außerdem als Rückholmittel für den Druckknopf 5 in
Richtung auf seine Ruhestellung, in der dieser sich in sei
ner aus dem Gehäuse 2 herausgefahrenen Endstellung befindet.
Diese End- oder Ruhestellung, die der in Fig. 4 gezeigten
Stellung entspricht und in der die Riegel 6 und 7 den ma
ximalen Abstand voneinander haben, ist durch den Anschlag
von zahnförmigen Wülsten am freien Ende eines Paares federn
der Zungen 5b, die von der parallel zur Verschieberichtung
des Druckknopfes 5 liegenden Seitenwand des Druckknopfes
5 ausgehen, gegen den in das Innere des Gehäuses 2 gerich
teten Rand des ersten Hohlkörperteils 3 bestimmt.
Die beschriebene Ausbildung ermöglicht einen leichten Zu
sammenbau des Schlosses 1 in einer Reihenfolge, bei der
zuerst die Riegel 6 und 7 in den zweiten Hohlkörperteil 4
des Gehäuses 2 unter Zwischenschaltung der Feder 8 einge
setzt werden, worauf die Riegel 6 unter Zusammendrückung
der Feder 8 gegeneinandergedrückt werden, bis sie den Min
destabstand voneinander aufweisen. Nach Aufsetzen der Feder
10 auf den Zentrierstift 11 wird der Druckknopf 5 in den
ersten Hohlkörperteil 3 gedrückt, bis die zahnförmigen
Wülste der federnden Zungen 5b den in das Gehäuse 2 weisen
den Rand des Hohlkörperteils 3 im Schnappeingriff hinter
greifen.
Das so zusammengebaute Schloß kann dann an seiner Verwen
dungsstelle eingebaut werden, beispielsweise in die in
Fig. 1 gezeigte.
In dieser Betriebsstellung erstreckt sich das Ende 7c des
Riegels 7 durch die Öffnung C₁ der Innenwand der Verschluß
klappe F und greift in das Schließteil ein, welches an dem
Innenraum des Handschuhfaches, der durch die Verschlußklap
pe F geschlossen ist, befestigt ist.
Das Ende 6c des Riegels 6 ist hingegen mittels einer Über
brückungsstange 12, die durch die Verschlußklappe F hin
durchläuft, mit einem weiteren Riegel 13 verbunden, wel
cher in Gleitführungen in der Nähe der Öffnung C₂ gelagert
ist.
Die Überbrückungsstange 12 kann mit dem Riegel 6 und dem
Riegel 13 in beliebiger Weise verbunden sein, beispiels
weise durch Bohrungen 14, welche in die Riegel eingearbei
tet sind und in die das abgewinkelte Ende der Überbrückungs
stange 12 eingreift. Vorzugsweise sind beide Riegel 6 und 7
mit derartigen Bohrungen 14 versehen, so daß der weitere
Riegel 13 an einer beliebigen Seite oder an beiden Seiten
des Schlosses 1 vorgesehen werden kann. Auf diese Weise
kann das Gehäuse 2 sowohl in der Nähe der Öffnung C₁, wie
in Fig. 1 dargestellt, als auch in der Nähe der Öffnung
C₂ oder auch in einer Zwischenstellung zwischen diesen bei
den Öffnungen befestigt werden. Die Möglichkeit, die Be
festigungsstellung des Gehäuses 2 auszuwählen, gestattet
es, den Druckknopf in einer solchen Stellung vorzusehen,
in der der Fahrer oder der Beifahrer des Kraftfahrzeuges
diesen am leichtesten betätigen können. Beispielsweise
kann diese Stellung in Abhängigkeit vom Fahrersitz (Rechts
steuerung oder Linkssteuerung) gewählt werden.
Das Schloß gemäß der Erfindung wird durch einen Druck auf
den Druckknopf 5 betätigt. Durch diesen Druck wird der Druck
knopf 5 in den Hohlkörperteil 3 des Gehäuses 2 gegen die
Kraft der Feder 10 verschoben. Dabei dringen die dreieckigen
Ansätze 5a in die Aussparungen 6b und 7b der Riegel 6 und
7 ein, so daß aufgrund der Neigung der gegenüberliegenden
Flanken der Ansätze 5a die Riegel 6 und 7 gegen die Kraft
der Feder 8 in das Innere des Hohlkörperteils 4 des Ge
häuses 2 verschoben werden.
Die gegenseitige Annäherung der Riegel 6 und 7 wird zum
Schluß der Bewegung durch den Gleiteingriff geführt, zu
dem zwei Profilfortsätze 16 und 17 gehören, die an den
gegenüberliegenden Enden der Riegel 6 und 7 ausgebildet
sind.
Die gegenseitige Annäherung der beiden Riegel 6 und 7
im Gehäuse 2 bewirkt, daß das freie Ende 7c des Riegels 7
und das freie Ende des weiteren Riegels 13, der mit dem
Riegel 6 über die Überbrückungsstange 12 verbunden ist,
aus den Öffnungen C₁ und C₂ heraustreten, um dadurch außer
Eingriff mit den Schließteilen zu kommen, welche am Hand
schuhfach befestigt sind.
Der Druck auf den Druckknopf 5 bewirkt damit, daß der obe
re Rand der Verschlußklappe F gelöst wird, so daß diese
in ihre Öffnungsstellung schwenken kann.
Beim Zurückschwenken der Verschlußklappe F in die Schließ
stellung kann der Druckknopf 5 gedrückt werden, um dadurch
den Eingriff der Riegel 7 und 12 in die Schließteile zu er
leichtern. Jedoch sind die freien Enden dieser Riegel nor
malerweise so profiliert, daß sich diese beim Schließen der
Verschlußklappe F gegen die Kraft der Feder 8 zurückziehen
und in Schnappeingriff mit den Schließteilen kommen.
Claims (3)
1. Schloß für Verschlußklappen von Handschuhfächern
in Kraftfahrzeugen mit einem in einem Gehäuse (2) verschieb
bar gelagerten Druckknopf (5) und zwei in dem Gehäuse (2) gegenläufig
zueinander und rechtwinklig zu dem Druckknopf (5) verschiebbaren
Riegeln (6, 7), die über keilförmige Rampenteile des Druckknopfes (5) gegen
Federkraft verschiebbar sind, wobei
in einer zur Verschieberichtung der Riegel (6, 7) parallelen
Wand des Druckknopfes (5) ein Einschnitt vorgesehen ist, dessen
einander gegenüberliegenden Flanken zwei dreieckige An
sätze (5a) begrenzen, die als die keilförmigen Rampenteile in
jeweils eine Aussparung (6b, 7b) der Riegel (6, 7) eingreifen,
welche gegen die Kraft einer zwischen beide Riegel (6, 7) eingesetzten Druck
feder (8) in ihre Öffnungsstellung verschiebbar sind, und wobei die
freien Enden der Ansätze (5a) an ihren einander gegenüberliegenden
Seiten an die keilförmigen Rampenteile anschließende,
zueinander parallele Flächen als Lagesicherung der Riegel (6, 7)
im Gehäuse (2) haben.
2. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
rechtwinklig zu der parallelen Wand des Druckknopfes (5)
verlaufenden Seitenwände als federnde Zungen (5b) ausgebildet
sind, von deren freien Enden zahnförmige Wülste nach außen abstehen, die
jeweils den in das Gehäuse (2) weisenden Rand im
Schnappeingriff hintergreifen.
3. Schloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckknopf (5) gegen die Kraft einer Rückdruckfeder (10) im
Gehäuse (2) verschiebbar ist.
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