DE333161C - Verfahren zur Herstellung der Formflaeche von Tiefdruckzylindern, insbesondere fuer Zeitungsdruck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Formflaeche von Tiefdruckzylindern, insbesondere fuer Zeitungsdruck

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DE333161C
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/18Curved printing formes or printing cylinders

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung der Formfläche von Tiefdruckzylindern, insbesondere für Zeitungsdruck. Bei den heutigen Tiefdruckmaschinen für illustrierte Zeitungen besteht die Formfläche der Druckzylinder aus einem Kupfermantei, in den Bild und Schrift eingeätzt sind. So geeignet das Tiefdruckverfahren für wöchentlich oder halbwöchentlich erscheinende Zeitschriften ist, ist es für Tageszeitungen nicht brauchbar, und zwar weniger wegen zu geringer Druckgeschwindigkeit, da' man heute schon bei den Tiefdruckmaschinen 2o ooo Exemplare stündlich erreicht, als vielmehr wegen der umständlichen Herstellung der geätzten Kupferzylinder. Jetzt wird mittels einer Zeilengießmaschine mit vertieften Matrizen ein ebener Textsatz hergestellt, in welchem die Buchstaben' erhöht sind. Von diesem ebenen Satz wird mittels Handpresse ein Abzug auf -weißem Papier gemacht, dieser wird photographiert, von dem erhaltenen Negativ ein Diapositiv und von diesem ein Abzug auf Pigmentpapier angefertigt. Der Pigmentdruck wird auf den Kupferzylinder gebracht und die Ätzung vorgenommen. Dieses Verfahren nimmt. naturgemäß viel Zeit -in Anspruch, und efahrungsgemäß dauert die Herstellung eines druckfertigen Kupferzylinders hierbei drei Stunden von dem Zeitpunkt an, in welchem man das- Negativ erhält. Für Tageszeitungen, wo die letzten Nachrichten eine halbe Stunde vor Druckbeginn einlaufen, ist diese Zeit bei weitem zu lang. Anderseits bietet der Tiefdruck so große Vorteile, wie einfache Druckmaschinen, einfache Bedienung und andere, daß ein Verfahren, mittels dessen es gelingt, Tageszeitungen, auch wenn sie keine Illustrationen enthalten, auf Tiefdruckmaschinen zu drucken, von «wesentlicher Bedeutung wäre.
  • Ein solches Verfahren bildet den Gegenstand der Erfindung. Gemäß dieser werden die Tiefdruckzylinder nicht mit einem geätzten Mantel aus Kupfer oder Ersatzmetall, z. B. ZinkIegierung; versehen, sondern mit einem die vertiefte Schrift enthaltenden Mantel aus Stereotypmetall (Blei, Woodsche Legierung, Kupferbleilegierung) umgossen. Es wird mittels Zeilengießmaschine mit erhabenen Matrizen ein ebener Textsatz hergestellt, in dem die Schriftzeichen vertieft, aber nicht spiegelbildlich sind. Von dieser ebenen Satzform wird ein Abdruck in Karton, also entsprechend den Papiermatrizen für Papierstereotypie, gemacht, in dem nun die Buchstaben erhöht sind. Die erhaltene Papierpatrize wird dann, wie ' dies beim Gießen von Tapetendruckzylindern von Papiermatrizen bekannt ist, mit der Schriftseite nach innen zu einem geschlossenen Hohlzylinder gebogen, also so, daß sich die Kanten berühren, in einen Gießapparat gebracht, in welchen der Kernzylinder des Druckzylinders aus Eisen oder Stahl genau zentrisch, eingesetzt ist unter Belassung eines geringen Spaltes von wenigen Millimetern zwischen Kernzylinder und Patrizenwand. Dieser Hohlraum wird dann mit Blei oder einer anderen tiefschmelzenden Legierung ausgegossen, so daß nach dessen Erstarrung und Entfernung der Papierpatrize ein Druckzylinder mit vertiefter Schrift vorliegt. Für die Rakel der Tiefdruckmaschine ist entsprechend dem weicheren Mantel des Tiefdruckzylinders ein Metall zu wählen, welches in der Härteskala von diesem-Vlqlxne,-tal@@ ebenso weit absteht wie bisher- "StäÜ ..Voll -,Ku fer. Der Gießapparat<krr,@tä titemh.g@l° ähnlich wie die jetzt gebräuchlichen Apparate für Papierstereotypie mit einer Einrichtung zum Abschneiden des Angusses, Abdrehen der Endkanten usw. versehen sein. Statt den Zylindermantel mittels eines einzigen Kartonbogens herzustellen, können auch mehrere Teilkartons zu einem geschlossenen Rohlzylinder zusammengesetzt werden, so daß die letzten einlaufenden Nachrichten im letzten Augenblick in. einen schmalen Streifen eingefügt werden können; oder bei Benutzung nur eines Kartons kann dieser an geeigneter Stelle einen Ausschnitt haben, in welchen der Drucksatz für die letzten Nachrichten eingefügt wird.
  • Tiefdruckzylinder durch Umgießen eines Kernzylinders mit einem Mantel aus Stereotypmetall in einem hohlen Patrizenzylinder herzustellen, ist bereits bekannt, doch wird bei diesen bekannten Verfahren der hohle Patrizenzylinder durch galvanischen Niederschlag von Kupfer auf -einem Originalkupferzylinder gewonnen, auf dem das Bildmuster vertieft eingeätzt ist. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt also darin, daß man von einem solchen geätzten Originalzylinder mittels der von ihm auf galvanischem Wege gewonnenen Kupferpatri7e eine Mehrzahl billiger Stereotypmantelzylinder als Duplikate bekommen und mit diesen an verschiedenen Orten die gleichen Bilder in Tiefdruck herstellen kann. Demgegenüber wird nach der Erfindung, wo es sich besonders um Anwendung des Tiefdruckes für Tageszeitungen handelt, die Herstellung eines solchen geätzten Originalkupferzylinders ganz vermieden, und an seine Stelle tritt der von Hand oder vorzugsweise mit Zeilengießmaschinen hergestellte primäre Letternsatz, der aber die Schriftzeichen vertieft und positiv zeigt, und von- dem dann mit Kalander oder Prägepresse die Papierpatrize für - die- Gießform des zum Drucken benutzten Formzylinders hergestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcHi -Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformzylindern durch Umgießen eines Kernzylinders mit einem Mantel aus Stereotypmetall in einem hohlen Patrizenzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß der Abguß von einer in den Hohlzylinder eingesetzten Papierpatrize erfolgt, welche von einem aus vertieften und positiven Schriftzeichen gebildeten Letternsatz gewonnen ist.
DE1919333161D 1919-03-01 1919-03-01 Verfahren zur Herstellung der Formflaeche von Tiefdruckzylindern, insbesondere fuer Zeitungsdruck Expired DE333161C (de)

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