DE33094C - Durch Gewichtsbelastung schliefsendes Wasserleitungsventil - Google Patents
Durch Gewichtsbelastung schliefsendes WasserleitungsventilInfo
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- DE33094C DE33094C DENDAT33094D DE33094DA DE33094C DE 33094 C DE33094 C DE 33094C DE NDAT33094 D DENDAT33094 D DE NDAT33094D DE 33094D A DE33094D A DE 33094DA DE 33094 C DE33094 C DE 33094C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K17/00—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
- F16K17/02—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
- F16K17/12—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side weight-loaded
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 88: Wasserleitung.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1885 ab.
Bei der Benutzung von Hauswasserleitungen gehört es nicht zu den seltenen Erscheinungen,
dafs die während der Absperrung der Wasserleitung zum Zweck der Wasserentnahme geöffneten
Hähne nicht wieder geschlossen werden, sobald denselben kein Wasser entströmt.
Die Folge hiervon ist, dafs, sobald das Wasser wieder in die Leitung eingelassen wird, dieses
nunmehr aus den geöffneten und nicht wieder geschlossenen Hähnen freien Ausflufs findet
und häufig, wenn nicht frühzeitig genug bemerkt, beträchtlichen Schaden durch Ueberschwemmung
veranlafst.
Der Selbstschlufshahn hat nun den Zweck, die Wasserleitung, sobald das Wasser abgestellt
ist, selbstthätig zu schliefsen und auch dieselbe nach Wiedereinlafs des Wassers geschlossen
zu halten, so dafs den während der Absperrung etwa geöffneten und nicht wieder geschlossenen Hähnen auch nach aufgehobener
Absperrung kein Wasser entströmen und zu Schaden Anlafs geben kann.
Fig. ι der Zeichnung zeigt den Hahn in Seitenansicht,
Fig. 2 denselben im Horizontalschnitt nach der Linie a-b in Fig. 1.
Am zweckmäfsigsten wird der Verschlufshahn an der Stelle der Wasserleitung eingeschaltet,
wo diese in das Haus ■ eintritt, weil dann durch ein einziges Exemplar sämmtliche
in der Wohnung befindliche Ausflufshähne gesichert sind.
Indefs kann derselbe auch nach Gutdünken an irgend einer anderen Stelle der Rohrleitung,
z. B. direct vor den Ausflufsstellen, angebracht werden; in diesem Falle bedingt dann
indefs jeder Ausflufshahn einen Schlufshahn.
Das Wasser tritt in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles c in den Rohrstutzen h,
welcher in einen rings um den Stiefel A sich hinziehenden Kanal e mündet. Letzterer steht
durch die schlitzartigen Oeffnungen 0 mit dem Stiefelinnern in Verbindung, so dafs das Wasser
aus dem Rohr h in den Stiefel A und aus diesem durch die Oeffnung / in der Richtung
des Pfeiles d in den Rohrstutzen i tritt, welch letzterer dann wieder mit der zur Ausflufsstelle
führenden Rohrleitung in Verbindung gebracht ist.
In dem Stiefel A ist der Kolben k hin- und
herschiebbar, aber wasserdicht angebracht. Die Kolbenstange q endigt in ein Auge ρ, in welches
der bei r drehbare, fest angebrachte Hebel t des Gewichtes B eingreift. Das Gewicht
B hat infolge seiner Schwere das immerwährende Bestreben, den Kolben von rechts
nach links zu schieben. Dieser Bewegung tritt indefs der in der Leitung vorhandene Druck
hindernd in den Weg, und kann deshalb so lange nicht zur Ausführung kommen, als Wasser und mit diesem Druck in der Leitung
vorhanden ist.
Wird nun aber die Leitung abgesperrt, so wird hiermit auch der in dieser befindliche
Druck aufgehoben und das Gewicht B schiebt nun den Kolben K in der angegebenen Richtung
vor, so dafs sich letzterer endlich vor die das Stiefelinnere mit dem Rohrstutzen i
verbindende Oeffnung Z fest anlegt und dieselbe vollständig verschliefst. Tritt nun aber
nach, aufgehobener Absperrung das Wasser
wieder in das Rohr h und aus diesem in das Stiefelinnere, so ist, da die Oeffnung / durch
den Kolben k jetzt geschlossen, hiermit dem weiteren Eindringen des Wassers in die Leitung
eine Grenze gesetzt, indem der Kolben k durch den jetzt hinter ihm vom Wasser ausgeübten
Druck nur noch fester gegen die Oeffnung 1 geprefst wird. Jetzt ist also, nachdem
das Wasser auch wieder in die Leitung eingelassen, diese dennoch vollständig geschlossen,
so dafs den Ausflufsstellen auch bei geöffnetem Ausflufshahn kein Tropfen Wasser
entströmt. Man ist deshalb, will man der Leitung Wasser entnehmen, gezwungen, die
durch den Verschlufshahn bewirkte Sperrung zu beseitigen. Dieses geschieht nun dadurch,
dafs man das Gewicht B in die Höhe hebt, wodurch der Kolben k in dem Stiefel A von
links nach rechts verschoben und die Oeffnung Z wieder freigelegt wird. Die aus dem
Kanal e in das Stiefelinnere einmündenden Oeffhungen ο liegen nun wieder vor dem
Kolben und das denselben entströmende Wasser kann durch die Oeffnung I in den Rohrstutzen
i treten, aus welchem es dann weiter durch die angeschlossene Rohrleitung zur Abflufsstelle
gelangt. So lange der Druck in der Leitung vorhanden, kann der Kolben k seine
Stellung nicht verändern, und erst mit Aufhebung des ersteren, welche durch Abstellen
des Wassers erfolgt, wird der Kolben k durch das Gewicht B vorgeschoben und hiermit die
Leitung in der besprochenen Weise wieder abgesperrt.
Der Stiefel A ist an seinem Ende stopfbüchsenähnlich abgedichtet, so dafs auch an
dieser Stelle kein Wasser austreten kann. Die Schwere des Gewichtes B mufs dem in der
Leitung durchschnittlich herrschenden Drucke einigermafsen angepafst sein, so dafs die Stärke
des letzteren ersterer gegenüber immer überwiegend ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verschlufsventil, bestehend aus dem wasserdicht abgedichteten Stiefel A, dessen Inneres einerseits durch die schlitzartigen Oeffnungen ο und den Kanal e mit dem Rohrstutzen h, andererseits durch die Oeffnung / mit dem Rohrstutzen i in Communication steht, in Verbindung mit dem in demselben verschiebbaren Kolben k und dem bei r drehbar angebrachten Gewicht B, dessen Hebel t in ein am Ende der Kolbenstange q angebrachtes Auge ρ eingreift, in der beschriebenen Weise wirkend.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33094C true DE33094C (de) |
Family
ID=309069
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33094D Active DE33094C (de) | Durch Gewichtsbelastung schliefsendes Wasserleitungsventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33094C (de) |
-
0
- DE DENDAT33094D patent/DE33094C/de active Active
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